Spannende Story mit tollen Charakteren im historischen Setting
Fräulein Renée und das kartografische KomplottInhalt:
Deutschland, 1908: Kaum wurde der junge Dichter Caspar Schütze als Chronist für die gleichaltrige Renée Graf eingestellt, beginnt auch schon das Abenteuer.
Bei einem Spaziergang werden die beiden ...
Inhalt:
Deutschland, 1908: Kaum wurde der junge Dichter Caspar Schütze als Chronist für die gleichaltrige Renée Graf eingestellt, beginnt auch schon das Abenteuer.
Bei einem Spaziergang werden die beiden von einem Regenschauer erwischt, weswegen sie in ein altes Forsthaus fliehen. Dort stoßen sie direkt auf eine weibliche Leiche. Renée will den Mordfall lösen und eine Spur führt zur Geographischen Gesellschaft Württemberg.
Fazit:
Schon alleine das großartige Cover hat mich mehr als neugierig auf dieses Buch gemacht. Und ich wurde absolut nicht enttäuscht. Die Geschichte beginnt mit dem Leichenfund spannend und bleibt konstant auf dieser Spannungswelle, was mich sehr beeindruckt. Durch die taffe Protagonistin Renée, die kein Blatt vor dem Mund nimmt, wirkt dieser Roman sehr stark und enthält viel Frauen-Power. Aber auch Caspar, der im Buch als Ich-Erzähler auftritt, wirkt durch sein geheimnisvolles Auftreten interessant. Zwischen den beiden entstehen lebendige Dialoge, die auch zum Nachdenken anregen.
Ich finde es toll, dass die Autorin in diesem Jugendroman trotz damaliger Zeitepoche Themen wie gesellschaftliches Ungleichgewicht und queere Liebe einfließen lassen hat.
Stilistisch überzeugt das Buch mit einer einfachen und bildhaften Sprache, die den Leser direkt in diese Epoche träumen lässt.
Insgesamt ein absolut empfehlenswertes Buch mit starken Charakteren und traumhafter Kulisse.