noch kein Ende
Ein gutes Endeein gutes Ende wird uns versprochen in der Biographie von Hedwig Courts Mahler, aber zu einem Ende kommt der Roman nicht. Wir lernen die junge Hedwig in Leipzig kennen.( wobei Hedwig ihr selbst gewählter ...
ein gutes Ende wird uns versprochen in der Biographie von Hedwig Courts Mahler, aber zu einem Ende kommt der Roman nicht. Wir lernen die junge Hedwig in Leipzig kennen.( wobei Hedwig ihr selbst gewählter Name ist) Sie kommt aus einfachen Verhältnissen, wobei man sagen muss, dass eine große Zahl der Menschen damals keine besseren Verhältnisse hatten. sie geht zeitig in Stellung und erkämpft sich ein eigenes Leben, wobei es natürlich auch Rückschritte gibt. Man wünscht sich die ganze Zeit, dass sie es schafft. Das Schreiben tröstet sie und bestärkt sie in ihrem Leben, vielleicht wie eine Art Religion - von der sonst kaum die Rede ist. Leider ist der Mann in ihrem Leben nicht immer eine Hilfe, legt ihr sogar Steine in den Weg. Aber sie kämpft sich durch bis sie Erfolg mit ihrem Romanen hat. Ich halte sie nicht für überlegen oder perfekt dargestellt. Sie ist zurückhaltend und manchmal gehemmt, sie zweifelt. Aber sie gibt sich nicht zufrieden. Leider endet das Buch Mitten im Leben der Hedwig Courts Mahler und wir erfahren nicht wie sich ihre schriftstellerische Tätigkeit fortsetzt. Eine Fortsetzung wäre wünschenswert. Auch deshalb passt der Titel " ein gutes Ende" nicht ganz, da es kein Ende gibt. Kein Ende des Schreibens oder des Lebens...
Im Großen und Ganzen liest sich das Buch flüssig. Manche Handlungsstränge werden nur begonnen und bleiben wage, was wird mit dem Bruder Max und ihrer Freundin Gerda?