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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2018

Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte

Beim Ruf der Eule
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Maeve Maloney ist eine fast 80jährige Frau und führt eine Pension, die sie von ihren Eltern geerbt hat. Das Besondere an der Pension ist, dass sie die Zimmer an Menschen mit Behinderungen vermietet und ...

Maeve Maloney ist eine fast 80jährige Frau und führt eine Pension, die sie von ihren Eltern geerbt hat. Das Besondere an der Pension ist, dass sie die Zimmer an Menschen mit Behinderungen vermietet und auch zwei junge Leute mit Down-Syndrom beschäftigt. Eines Abends kurz vor Weihnachten steht Vincent Roper, ein alter Jugendfreund von Maeve vor der Tür. Er weiß als einziger, das Maeve eine Zwillingsschwester Edie hatte. Zu schmerzvoll sind die Erinnerungen an früher und am liebsten würde Maeve Vincent vor der Tür stehen lassen.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, einmal in den 1940/50 Jahren und dann 2013. Das Kuriose ist, das die Vergangenheit im Präsens und die Gegenwart in der Vergangenheitsform geschrieben ist. Dann ist der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig, Maeve springt in den Zeiten häufig hin und her und unterhält sich oft mit Edie. Wiederholt wechselt es mitten im Satz zu Edie. So habe ich etwas gebraucht, um in das Buch reinzukommen. Spannung wurde nur dadurch erzeugt, dass ich wissen wollte, was mit Edie passierte und warum Maeve ihre Jugendliebe Frank nicht geheiratet hat.
Gut gelungen sind die Passagen, in denen es um die Behinderungen geht. Steph und Len, die bei das Down-Syndrom haben, lieben sich und Maeve hilft ihnen gegen alle Widerstände zu heiraten und eine eigene Wohnung zu bekommen. Edie, die schwerste Körper- und geistige Behinderungen hatte, durfte in der Familie aufwachsen und entwickelte sich erstaunlich gut.
Maeves Lebensweg ist durch die kranke Schwester und die Umstände, die zu deren Tod führten geprägt. Ihre Entscheidungen muss man vor diesen Hintergrund sehen. Vincents Auftauchen lässt die alten Erinnerungen und Schuldgefühle aufleben. Da reagiert Maeve für mich nicht immer ganz nachvollziehbar.
Den Grundgedanken, über ein Leben mit Menschen mit Behinderungen zu schreiben fand ich gut, für mich ist die Umsetzung allerdings nicht so gut gelungen. Der Einstieg in das Buch war holprig und erforderte etwas Geduld. Im weiteren Verlauf wurde es besser. Insgesamt betrachtet bekommt das Buch von mir 3 Punkte.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 15.08.2018

Seekoller

Seekoller
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Seekoller ist das dritte Buch, in dem Ines Fox ermittelt. Aber auch ohne Vorkenntnisse ist es gut zu lesen.

Ines und ihr Freund Dr. Frieder haben Urlaub und wollen an die Nordsee fahren. Am Morgen vor ...

Seekoller ist das dritte Buch, in dem Ines Fox ermittelt. Aber auch ohne Vorkenntnisse ist es gut zu lesen.

Ines und ihr Freund Dr. Frieder haben Urlaub und wollen an die Nordsee fahren. Am Morgen vor der Abreise passiert am Konstanzer Gondelhafen ein mysteriöser Doppelmord. Ein junges Pärchen sitzt während einer Besichtigungsfahrt plötzlich tot in der Fahrradrikscha. Dann explodiert auch noch ein Boot im Hafen. Ines Neugierde ist natürlich geweckt und sie beginnt zu ermitteln.

Die Tote ist eine Hotelerbin aus Miami und da Ines gerade Urlaub hat, fliegt sie kurzerhand dahin. In Miami läuft nicht alles nach Ines Wünschen und sie legt sich mit der Mafia an. Wieder zurück in Konstanz nimmt der Fall eine erstaunliche Wende.

Ines ermittelt wieder in ihrer bekannten Art, erst handeln und dann denken. In manchen Situationen zeigt ihr Überlebenstraining aber schon Wirkung und sie schaltet erst ihren Kopf ein. Leider aber nicht immer und das bringt sie in eine sehr bedrohliche Lage.

Dr. Frieder kommt in seiner norddeutschen Art sehr kühl und wortkarg rüber. In diesem Fall merken die Beiden, was sie aneinander haben und ihre Beziehung entwickelt sich weiter.

Schön gefallen haben mir die Schilderungen in Miami, ich bin mit Ines durch die Straßen gelaufen und die Gegend genossen. Außerdem haben mir Ines Gespräche mit ihrem Bauch gefallen. Ines wollte sich gesund ernähren, ihr Bauch lieber etwas Deftiges wie den herzhaft duftenden Speck.

Das Buch hat mir toll gefallen und ich habe mich ein weiteres Mal köstlich über Ines Fox amüsiert aber auch mit ihr mitgelitten. Zum Schluss gab es aber einen fiesen Cliffhanger und jetzt warte ich gespannt auf das nächste Buch.

Veröffentlicht am 15.08.2018

Verhängnisvolles Schweigen

Totenbauer
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Im Münsterland bricht auf einer Parkbank ein junger Mann mit einer blutenden Wunde an der Schläfe zusammen. Seine letzten Worte sind "toter Bauer". Die Ermittlungen übernehmen Kommissar Bremer und sein ...

Im Münsterland bricht auf einer Parkbank ein junger Mann mit einer blutenden Wunde an der Schläfe zusammen. Seine letzten Worte sind "toter Bauer". Die Ermittlungen übernehmen Kommissar Bremer und sein junger Kollege Maik Bertram. Als die Aufklärung des Falles stockt, bittet Bertram seinen krankgeschriebenen Kollegen Tenbrink um Mithilfe. Tenbrink leidet seit dem Tod seiner Frau unter Gedächtnislücken und ist in der Reha.
Ein zweiter Handlungsstrang spielt fünf Jahre zuvor auf Kreta. Die Freunde Daniel und Johnny haben eine betrunkene Engländerin in ihr Apartment gebracht. Als Daniel kurze Zeit alleine in das Zimmer zurückkehrt, ist das Mädchen tot.
Die Episoden aus dem Damals werden immer wieder eingefügt und langsam wird die Verbindung zum Fall deutlich.
Im Münsterland sterben noch andere Personen und alles ist sehr undurchsichtig. Einzig Tenbrink hat Ideen, was passiert sein könnte.
Privates erfährt man auch von Tenbrink und Bertram. Tenbrink versucht sich an den Tod seiner Frau zu erinnern und Bertram bekommt Besuch von einer früheren Freundin, die dann an einer Überdosis Rauschgift stirbt.
Dies ist der zweite Fall für das Ermittlerteam, man kann das Buch jedoch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Der Autor versteht es, der Geschichte immer wieder eine neue Wendung zu geben und lässt einen rätseln, wie das Damals und heute zusammen hängt. Das Buch war für mich sehr spannend zu lesen und ein guter Regionalkrimi. Das Ende fand ich in mehrfacher Hinsicht tragisch und eine Folge falscher Annahmen.

  • Cover
  • Figuren
  • Spannung
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 21.07.2018

Ein Sommerurlaub verändert das Leben

Das kleine französische Landhaus
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Emmy reist mit ihrem Freund Nathan für 2 Wochen nach Frankreich in ein Landhaus. Dieser Urlaub soll ihre Beziehung beleben. Leider kommt es ganz anders, schon zu Beginn betrügt Nathan sie mit der Hotelbesitzerin ...

Emmy reist mit ihrem Freund Nathan für 2 Wochen nach Frankreich in ein Landhaus. Dieser Urlaub soll ihre Beziehung beleben. Leider kommt es ganz anders, schon zu Beginn betrügt Nathan sie mit der Hotelbesitzerin und beiden reisen ab. Rupert, der Besitzer erleidet einen Herzanfall und einen Beinbruch. Emmy hilft Rupert bei den täglichen Arbeiten im Hotel, sie putzt, kauft ein und hilft beim Kochen. Dabei lernt sie neben Ruperts Freunde auch den attraktiven Gärtner Ryan und Alain kennen. Wie wird ihr Leben aber nach dem Urlaub weitergehen?
Die Geschichte liest sich gut, hätte an manchen Stellen aber etwas kürzer sein können. Gut geschildert war die Verbundenheit Ruperts mit seinen Freunden, die Emmy sehr offen gegenüberstanden.
Emmy fand ich zu naiv. Da wird sie von ihrem Freund verlassen, macht sich aber kaum Gedanken, wie es nach ihrer Rückkehr weitergehen soll. Rupert verlässt sich auch sehr auf Emmy, nur widerwillig trifft er Vorkehrungen, wie es nach Emmys Abreise im Landhaus weitergehen soll. Lieber wäre ihm, Emmy bliebe gleich in Frankreich.
Ruperts Freund Ryan und Alain, der eine sehr sexy, der andere ein "langweiliger" Buchhalter kommen Emmy in der Zeit etwas näher. Entwickelt sich daraus ein neue Liebe für Emmy?
Erst als Emmy wieder in England ist, macht sie sich ernsthaft Gedanken, was aus ihr und Nathan wird. Man kann schon erahnen, wie ihre Entscheidung ausfällt.
Das Buch hat mich nur zum Teil überzeugt und deshalb bekommt es auch nur 3 Punkte. Von der Idee her fand ich es gut, aber Emmy war mir einfach zu unentschlossen und ließ sich zu sehr von Rupert beeinflussen. Von einer gerade verlassenen Frau hätte ich etwas anders erwartet. Das lockere französische Flair und die offenen Art der Freunde Ruperts war schön und dieses hat auch Emmy empfunden.

  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 27.06.2018

Der 1. Fall für Kate Shackleton

Mord nach Strich und Faden
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Kate Shackleton ist eine 31 jährige Kriegerwitwe. Sie kann sich nicht mit dem Tod ihres Mannes abfinden und hilft anderen Frauen bei der Suche ihrer vermissten Männer. Tabita Braithwaite, eine Freundin, ...

Kate Shackleton ist eine 31 jährige Kriegerwitwe. Sie kann sich nicht mit dem Tod ihres Mannes abfinden und hilft anderen Frauen bei der Suche ihrer vermissten Männer. Tabita Braithwaite, eine Freundin, bittet Kate ihren Vater Joshua zu suchen. Der Vater wird seit 6 Jahren vermisst. Nach einem missglückten Suizidversuch ist er aus der Klinik verschwunden. Kate übernimmt den Fall und bittet Mr. Sykes, einen ehemaligen Polizisten ihr bei der Suche zu helfen.
Joshua Braithwaite ist ein Webereibesitzer und in diesem Umfeld ermittelt Kate. Nicht alle sind davon begeistert, besonders Tabitas Mutter hat kein Interesse an der Aufklärung. Dann geschehen in dem Ort 2 weitere Morde an Mitarbeitern der Weberei.
Kate befragt in dem Ort und der Fabrik die Leute, dieses geschieht ziemlich sachlich und nüchtern. Sykes übernimmt diese an Plätzen, die für Kate als Frau in den 1920 Jahren nicht zugänglich sind. Dabei bleibt seine Rolle allerdings klein. Nebenbei erfährt man noch das eine oder andere über die Webereien zur damaligen Zeit.
Insgesamt konnte mich die Geschichte nicht so ganz mitreißen. Mir fehlte es an Spannung. Dann kam erschwerend hinzu, das relativ viele Personen vorkamen die mal mit Nachnamen, dann wieder mit Vornamen bezeichnet wurden. Die Idee hinter der Geschichte war gut, aber das Ganze hätte wesentlich interessanter geschildert werden können.

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Geschichte
  • Lesespaß