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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2026

fantastisch und irrwitzig

Ring the Bells
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In dieser turbulenten Weihnachtsgeschichte geht es um nicht weniger als die Rettung der Welt vor einem zerstörerischen Gott, was nur die Mitarbeiter der Stranger Times vollbringen können. Dabei sind die ...

In dieser turbulenten Weihnachtsgeschichte geht es um nicht weniger als die Rettung der Welt vor einem zerstörerischen Gott, was nur die Mitarbeiter der Stranger Times vollbringen können. Dabei sind die liebgewonnenen Charaktere nicht die einzigen, die diesmal Raum in der Geschichte einnehmen.

Im Prolog wird eine kurze Übersicht über die Geschehnisse der vergangenen Bände geliefert, so dass Fans, die die Bücher vor längerer Zeit gelesen haben, ihr Wissen auffrischen können.

Mit die witzigsten Szenen handeln vom Gott Zalas, der nach sehr langer Zeit in eine ihm völlig unbekannte Welt voller technischer Spielereien und ignoranter Menschen gerät, die seine Suche nach wahren Gläubigen zu einer harten Prüfung werden lassen. Mit wenigen Sätzen hält uns C. K. McDonnell einen Spiegel vor und öffnet die Augen für die kritikwürdigen Seiten der Weihnachtszeit und ihrer Konsumsucht.

Neben dem schwarzen Humor und den großartigen Dialogen gibt es auch tiefgründige und berührende Kapitel, die zum Nachdenken anregen. So handelt ein Teil des Buches von den traumatischen Erlebnissen einer beliebten Figur, die die düsteren Seiten des Krieges und seiner Folgen beleuchtet.

Dabei schafft es der Autor problemlos, auch die ernsten Töne zu treffen und gleichzeitig mit irrwitzigen Plottwist die Erwartungen der Lesenden zu übertreffen.

Besonders hervorzuheben sind auch in diesem Band die zwischen den Kapiteln vereinzelt eingefügten Zeitungsartikel, die mit ihrem ganz besonderen Humor und den schrägen Storys den Witz von C. K. McDonnell unterstreichen.

Auch wenn der Showdown zum Ende dann ein wenig unerwartet und leichtfüßig daher kommt, bleiben einige offene Fragen ungeklärt und wecken die Hoffnung auf eine würdige Fortsetzung.

Fazit:
Das Buchcover ist auf einem E-Book-Reader eingeblendet. Darüber steht weihnachtliche Deko mit verschiedengroßen Hunden und einem Weihnachtsmann mit einem Quietscheentchen in einem Badezuber.
Im weißen Randbereich steht der Schriftzug STRANGER TIMES
Ring the Bells war ein großes Lesevergnügen und passt perfekt in die Vorweihnachtszeit. Die Übersetzung hat einen großartigen Job gemacht und den englischen Humor bestens ins Deutsche übertragen.

C. K. McDonnell hat einen fantastischen Stil, der sich ein wenig mit Terry Pratchett, Ben Aaronovitch und Derek Landy vergleichen lässt, verleiht Manchester allerdings seinen ganz eigenen Charakter. Ich kam auch in diesem Buch wieder voll auf meine Kosten und freue mich schon, mehr von ihm zu lesen!

P. S.: Unbedingt die Danksagung lesen!

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Veröffentlicht am 19.05.2026

große Liebe zu diesem Roman!

Yay!There
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Band 1 dreht sich komplett um Jay, seine Erlebnisse, Gedanken und Gefühle. Gerade vom Internat geflogen, sein Leben lang ständigem Mobbing ausgesetzt und nicht mehr mit dem Rückhalt seiner kürzlich verstorbenen ...

Band 1 dreht sich komplett um Jay, seine Erlebnisse, Gedanken und Gefühle. Gerade vom Internat geflogen, sein Leben lang ständigem Mobbing ausgesetzt und nicht mehr mit dem Rückhalt seiner kürzlich verstorbenen Mutter, holt sein Vater ihn ab und nimmt ihn mit auf die Tournee der K-Pop-Band Yay!There.

Jay fühlt sich einfach nirgends dazu gehörig, vertraut niemandem, versteht sich mit seinem Vater nicht und will möglichst nur seine Comics zeichnen. Essen schmeckt nur nach Asche und in seinem Inneren steht nur noch eine Ruine, in der sein imaginärer Freund Yuuto auch nicht immer seiner Meinung ist. Die Außenwelt ist für Jay absolut überfordernd. Neue Eindrücke, ungewohnte Umgebungen und die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Charakteren fordern viel Kraft. Dazu kommen Gefahren, die Jay so bis dahin noch nicht kannte und ihn als Begleitung einer berühmten Band auch noch ins unerwünschte Rampenlicht ziehen.

Die Autorin erschafft dabei eine vielschichtige Welt und beschreibt die Gefühle absolut nachvollziehbar und berührend, so dass ich ständig zwischen Lachen, Wut und Tränen schwankte. Besonders Jays Innenleben hat mir gefallen. Der Schreibstil hat mich gefesselt und mit den emotionalen und ausdrucksvollen Beschreibungen mein Kopfkino angefacht.

Die Themen sind außerdem respektvoll und empowernd in die Story eingebaut. Jede*r mit irgendeiner Art von Mobbingerfahrung kann das sicherlich bestätigen. Ich möchte das Buch deshalb auch abseits der K-Pop-Thematik empfehlen, die in Band 1 eher am Rande stattfindet. Wie erwähnt, geht es hierin hauptsächlich um Jays Erfahrungen und Erlebnisse. Aber auch die politische Lage und die gesellschaftlichen Fragen rund um Mobbing, Anderssein, Queerness und Zusammenhalt finden hier einen stimmigen Platz.

Ich kann aber nicht nur das Buch empfehlen!

Ein Wort zum Hörbuch:
Zu Band 1 gibt es bereits ein Hörbuch, das Konrad Bösherz einfach großartig eingelesen hat. Das habe ich gerade mit meinem Männe gehört und er ist davon genauso begeistert wie ich. Na gut.. vielleicht nicht ganz so begeistert, da er meine K-Pop-Obsession nicht wirklich nachvollziehen kann.

Aber wenn man beim Hören hin und wieder den Mittelfinger ausstreckt, weil ein bestimmter Protagonist mal wieder etwas gesagt oder gemacht hat, dann ist man wohl doch nicht so unberührt.

Das Hörbuch kann ich sowieso total empfehlen! Konrad Bösherz liest in unterschiedlichen Tonlagen, immer an die allgemeine Stimmung angepasst und transportiert die Gefühle und Gedanken von Jay richtig gut. Auch hier landete ich im Strudel der Gefühle, die ich schon beim Lesen hatte.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

„Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen, denn andere Wasser strömen nach.“

Widdersehen
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Der Krimi führt die Schafe übers Meer, über alle Berge und sogar bis ins Paradies, in dem es den Schafen allerdings gar nicht gefällt. Sie machen erstaunliche Entdeckungen und einige von ihnen werden sogar ...

Der Krimi führt die Schafe übers Meer, über alle Berge und sogar bis ins Paradies, in dem es den Schafen allerdings gar nicht gefällt. Sie machen erstaunliche Entdeckungen und einige von ihnen werden sogar zu Heldenschafen. Sie begegnen alten Bekannten, deren Verbindung zu den Vorgängerbänden passend in der laufenden Handlung erläutert werden.

Besonders hervorheben kann man wohl den Wortwitz. So entsteht eine schafstypische Sprache, in der zum Beispiel Worte wie Wollidarität den Zusammenhalt der Herde beschreiben. Und Madouc als Schaf in Ausbildung kennt viele Geschichten und weise Sprüche wie:

Ich kann nur sagen, dass ich diesen Schafskrimi sehr gerne gelesen habe! Die Autorin zaubert mit viel Witz und klugen Beobachtungen einen spannenden und humorvollen Krimi, bei dem natürlich die Schafe die Hauptrolle spielen. Aber auch einige Menschen spielen natürlich eine wichtige Rolle, ohne die die Schafe sicher nicht ihre Weide verlassen oder den blutigen Fall lösen würden.

Gesellschaftskritische Themen werden aus Schafsicht und in pragmatischer Art gelöst. Angst vor den Fremden auf deiner Weide? Kein Problem, stell dich ihnen vor, erfahre ihre Namen und schon brauchst du keine Angst mehr haben, da es ja keine Fremden mehr sind. Ach, wenn wir Menschen uns daran ein Beispiel nehmen würden, wäre die Welt ein schönerer Ort.

Fazit:
Absolut empfehlenswert. Ein fesselnder und atmosphärischer Roman mit überraschenden Wendungen und viel Herz. Meine Mutter lauert schon darauf, das Buch als nächste zu lesen.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

eins meiner diesjährigen Highlights!

What about the bodies
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Bei der Leipziger Buchmesse habe ich natürlich auch den Stand des Pendragon Verlages besucht und bin dort ins Gespräch gekommen. Ich habe mich total gefreut, dass sich an mich erinnert wurde, als ich erzählte, ...

Bei der Leipziger Buchmesse habe ich natürlich auch den Stand des Pendragon Verlages besucht und bin dort ins Gespräch gekommen. Ich habe mich total gefreut, dass sich an mich erinnert wurde, als ich erzählte, dass ich ja letztes Jahr ein paar Bücher für den Verlag gelesen und rezensiert habe. Und beim Gespräch über die aktuellen Neuerscheinungen fiel mir What about the bodies in die Hände und ich sagte, dass ich dieses Buch definitiv gerne lesen möchte. Überraschend bekam ich das Exemplar direkt als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Meine Meinung zum Buch wurde hiervon allerdings nicht beeinflusst.

Das Buch ist richtig gut geschrieben. Es ist atmosphärisch, dicht und voller faszinierender Charaktere! Die Geschichte spielt in einer amerikanischen Kleinstadt und beleuchtet abwechslungsreich und unvorhersehbar die Leben einiger der Bewohner, die in unterschiedlichen Lebenslagen einige spannende und irrwitzige Dinge erleben, die ihr weiteres Leben beeinflussen.

Dabei schafft es der Autor, jeder Figur eine ganz eigene Stimme zu geben, wodurch es nie langweilig wird. Durch die kapitelweise wechselnden Perspektiven kommt so eine fesselnde Spannung auf, die bis zuletzt nicht abreißt.

Dieser Kriminalroman gehört mit seinem schwarzen Humor und einigen skurrilen Ereignissen zu meinen Lesehighlights dieses Jahres! Ich kann es sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Ho Ho.. Ohoh!

Ring the Bells
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Ich habe mich sehr gefreut, als ich zur Leserunde in der Lesejury zugelassen und mir ein Exemplar als E-Book zur Verfügung gestellt wurde. Die Teilnahme an der Leserunde hat mir viel Spaß gemacht. Der ...

Ich habe mich sehr gefreut, als ich zur Leserunde in der Lesejury zugelassen und mir ein Exemplar als E-Book zur Verfügung gestellt wurde. Die Teilnahme an der Leserunde hat mir viel Spaß gemacht. Der Austausch war wertschätzend, aufschlussreich und vor allem kurzweilig. So gingen die 3 Wochen der Leserunde wie im Flug vorbei.

Dies ist der 5. Band der Reihe. Beim Lesen und Diskutieren in der Leserunde fiel mir auf, dass ich Band 4 zwar schon seit Erscheinen im Regal stehen habe, aber es bisher noch nicht gelesen hatte. Das hat allerdings mein Lesevergnügen in keiner Weise geschmälert. Jeder Band führt die Entwicklung und Abenteuer der Hauptfiguren fort, und man sollte wenigstens Band 1 bereits gelesen haben, um ein grundsätzliches Verständnis für die Welt der Stranger Times aufzubringen. Wer Band 1 mag, wird an den Folgebänden nicht vorbei gehen.

In dieser turbulenten Weihnachtsgeschichte geht es um nicht weniger als die Rettung der Welt vor einem zerstörerischen Gott, was nur die Mitarbeiter der Stranger Times vollbringen können. Dabei sind die liebgewonnenen Charaktere nicht die einzigen, die diesmal Raum in der Geschichte einnehmen.

Im Prolog wird eine kurze Übersicht über die Geschehnisse der vergangenen Bände geliefert, so dass Fans, die die Bücher vor längerer Zeit gelesen haben, ihr Wissen auffrischen können.

Mit die witzigsten Szenen handeln vom Gott Zalas, der nach sehr langer Zeit in eine ihm völlig unbekannte Welt voller technischer Spielereien und ignoranter Menschen gerät, die seine Suche nach wahren Gläubigen zu einer harten Prüfung werden lassen. Mit wenigen Sätzen hält uns C. K. McDonnell einen Spiegel vor und öffnet die Augen für die kritikwürdigen Seiten der Weihnachtszeit und ihrer Konsumsucht.

Neben dem schwarzen Humor und den großartigen Dialogen gibt es auch tiefgründige und berührende Kapitel, die zum Nachdenken anregen. So handelt ein Teil des Buches von den traumatischen Erlebnissen einer beliebten Figur, die die düsteren Seiten des Krieges und seiner Folgen beleuchtet.

Dabei schafft es der Autor problemlos, auch die ernsten Töne zu treffen und gleichzeitig mit irrwitzigen Plottwist die Erwartungen der Lesenden zu übertreffen.

Besonders hervorzuheben sind auch in diesem Band die zwischen den Kapiteln vereinzelt eingefügten Zeitungsartikel, die mit ihrem ganz besonderen Humor und den schrägen Storys den Witz von C. K. McDonnell unterstreichen.

Auch wenn der Showdown zum Ende dann ein wenig unerwartet und leichtfüßig daher kommt, bleiben einige offene Fragen ungeklärt und wecken die Hoffnung auf eine würdige Fortsetzung.

Fazit:

Ring the Bells war ein großes Lesevergnügen und passt perfekt in die Vorweihnachtszeit. Die Übersetzung hat einen großartigen Job gemacht und den englischen Humor bestens ins Deutsche übertragen.

C. K. McDonnell hat einen fantastischen Stil, der sich ein wenig mit Terry Pratchett, Ben Aaronovitch und Derek Landy vergleichen lässt, verleiht Manchester allerdings seinen ganz eigenen Charakter. Ich kam auch in diesem Buch wieder voll auf meine Kosten und freue mich schon, mehr von ihm zu lesen!

P.S.: Unbedingt die Danksagung lesen!

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