starkes Debüt mit Luft nach oben
Daughter of the Pirate King - Fürchte mein SchwertDer Roman handelt von Alosa, der Tochter des berüchtigten Piratenkönigs. Sie wird nicht müde, dies zu erwähnen. Denn ihre besonderen Fähigkeiten hat sie hauptsächlich, weil er sie von klein auf brutal ...
Der Roman handelt von Alosa, der Tochter des berüchtigten Piratenkönigs. Sie wird nicht müde, dies zu erwähnen. Denn ihre besonderen Fähigkeiten hat sie hauptsächlich, weil er sie von klein auf brutal trainiert hat, um aus ihr eine würdige Nachfolgerin zu machen.
Zu Beginn des Romans wird Alosa auf ihrem Schiff gefangen genommen. Dies ist allerdings ein Trick, da sie an einen Teil einer Schatzkarte gelangen will, die sich auf dem feindlichen Schiff befinden muss. Also verbringt sie die meiste Zeit damit, aus ihrem Kerker zu fliehen und das Schiff nach der Karte abzusuchen.
Dabei versucht sie der erste Maat Riden immer wieder zu behindern, was zu lustigen Wortgefechten führt. Diese kleinen Kämpfe zwischen den beiden fand ich amüsant und ich hatte meinen Spaß daran.
Auch gefallen haben mir zwei der anderen Piraten, die etwas näher beleuchtet werden. Der Rest der Mannschaft ist eher Kulisse und bleibt etwas blass. Das liegt aber auch daran, dass das Buch konsequent aus Alosas Sicht geschrieben ist. So kann natürlich nur ihr eingeschränkter Wirkkreis nahe gebracht werden.
Es gibt mehrere Kampfszenen, die zum Spannungsaufbau beitragen. Während der Lektüre kommt so keine Langeweile auf.
Die unweigerlich entstehende Liebesgeschichte zwischen Alosa und Riden ist zwar vorhersehbar, nimmt aber nicht zu viel Raum ein. Als Feinde stehen sie auf unterschiedlichen Seiten. Alosa ist ihrem Vater treu ergeben, Riden ist seinem Bruder und Captain gegenüber absolut loyal. So handeln beide im Interesse der jeweiligen Protagonisten und arbeiten gegeneinander. Trotzdem sind sie plötzlich gezwungen, zusammen zu halten, was ihre bisherigen Überzeugungen auf die Probe stellt.
Eine gewisse Zuneigung ist dann auch irgendwann zu erahnen, was aber passend in die Geschichte eingebaut ist.
Das Ende ist offen und lässt eine spannende Fortsetzung erwarten.
Fazit:
Mir hat das Buch gefallen, auch wenn es an manchen Stellen etwas nervig war, wie Alosa über ihre Fähigkeiten spricht. Sie betont wiederholt, dass sie ja viel mehr ausrichten könnte, wenn sie nicht den geheimen Plan ihres Vaters verfolgen würde.
Wenn man darüber hinweglesen kann, erwartet einen allerdings eine abenteuerliche Piratengeschichte mit fantastischer Note. Ich hätte gerne mehr über Alosas Sirenenfähigkeiten gelesen, denke aber, dass sie im zweiten Band mehr davon zeigen können wird.
Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft, dynamisch und lebhaft. Die Geschichte ist durchaus humorvoll, kommt aber nicht ohne Gewalt aus. Piratinnen sind halt keine Disney-Prinzessinnen.
Für mich ist das Buch lesenswert und ich bin gespannt, wie es in Band 2 weiter geht. Vor allem interessieren mich auch die Pirat*innen in Alosas Crew, von denen in Band 1 noch nicht viel zu lesen war.