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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.12.2024

spannende Entdeckungen hinter der Freundschaft

Das Wochenende
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Es sind sehr viele Menschen auf die der Leser gleich zu Anfang des Buchs trifft. Darum fand ich es auch sehr hilfreich, dass die Autorin ein Personenverzeichnis vorangestellt hat.
Kapitelweise wird das ...

Es sind sehr viele Menschen auf die der Leser gleich zu Anfang des Buchs trifft. Darum fand ich es auch sehr hilfreich, dass die Autorin ein Personenverzeichnis vorangestellt hat.
Kapitelweise wird das Testwochenende vor der offiziellen Eröffnung des von Anni und Max Kingsley neu angelegten Glampingplatzes geschildert. Die beiden haben ihre Freunde samt Familien eingeladen. Freunde sind sie bereits seit der gemeinsamen Studienzeit und die liegt immerhin bereits zwei Jahrzehnte zurück. Sie sind alle stolz auf ihre langjährige Freundschaft. Wie fragil diese Freundschaft jedoch ist, darf der Leser hautnah miterleben. Mich hat das sehr spannend unterhalten. Denn so friedvoll und harmonisch verläuft dieses Wochenende dann doch nicht. Und daran ist nicht das Sturmtief, welches über die Küste und damit auch über Wildernest, so der Name des Campingplatzes, hinwegzieht. Persönliche Eitelkeiten spielen ebenso eine Rolle wie nicht verarbeitete Trauma und voreinander bewahrte Geheimnisse. Daraus entwickelt die Autorin eine sehr spannende Handlung, deren Entwicklung mich immer aufs Neue zwischen Erstaunen und Entsetzen schwanken ließ, mich aber auch geschickt in die Irre geführt hat. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt weiter und gebe 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 07.12.2024

der Einstieg sehr schwergefallen

Die blaue Stunde
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Das Vermächtnis der Künstlerin Vanessa Chapman sorgt für Überraschungen und viel Ärger. Selbst jetzt so viele Jahre nach ihrem Tod noch. Diese erfolgreiche Frau, die auf Gezeiteninsel Eris Island ein sehr ...

Das Vermächtnis der Künstlerin Vanessa Chapman sorgt für Überraschungen und viel Ärger. Selbst jetzt so viele Jahre nach ihrem Tod noch. Diese erfolgreiche Frau, die auf Gezeiteninsel Eris Island ein sehr zurückgezogenes Leben führte, hat sich hier in der Abgeschiedenheit als Künstlerin ausprobiert. Nicht nur Malerei, auch Töpferkunst und Skulpturen sind auf der Insel entstanden. Ihr Division II-Kunstwerk sorgt aktuell für Unruhe, denn in ihm hat sie eine menschliche Rippe mitverarbeitet. Die Stiftung, der Vanessa ihr Kunstschaffen vererbt hat, ist in heller Aufregung wegen eines möglichen Skandals…
Mit dem Einstieg in die Geschichte habe ich mich etwas schwergetan. Zwar versucht die Autorin mit Tagebucheinträgen und Rückblicken Abwechslung in die Handlung zu bringen, jedoch den roten Faden und damit das Eintauchen in die Geschichte von Vanessa und Grace habe ich erst nach einem Drittel des Buchs geschafft. Stück für Stück wird Grace, die Vanessa bis zu ihrem qualvollen Krebstod hingebungsvoll gepflegt hat, immer mehr zur Hauptfigur. Einmal der Tatsache geschuldet, dass sie laut Testament nun die Besitzerin des Anwesens auf der Insel ist und zum anderen, weil in den Rückblenden immer mehr aus ihrem Leben und ihrem Tun verraten wird. Das zu erfahren war für mich mit sehr vielen Überraschungen verbunden und hat meinen Blick auf Grace verändert. Doch verurteilen konnte ich sie nicht. Denn Vanessa, der glamouröse Stern hat es mit ihren Mitmenschen manchmal arg getrieben, besser gesagt hintertrieben.
Genau wie Grace hat auch James Becker, Kurator der Stiftung die die Kunstwerke geerbt hat, diese Künstlerin seit seiner Jugend verehrt. Darum kann er auch verstehen, dass Grace, selbst jetzt so viele Jahre nach Vanessas Tod, sich noch immer sperrt die noch auf der Insel gelagerten Werke und Notizen an die Stiftung zu übergeben. Er besucht Grace auf der Insel, geht dort auf Spurensuche nach weiteren Werken und Hintergründen für die Kunstwerke, ohne zu merken in welche Gefahr er sich damit begibt.
Insgesamt kann ich wegen des schwierigen Einstiegs jedoch nur 3,5 Lese-Sterne geben, denn dadurch kam bei mir erst sehr spät Spannung auf.

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Veröffentlicht am 03.12.2024

spannend und kurzweilig

Unterwelten
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Ein anonymer Anrufer gibt Thyra König den Hinweis sich die international agierende Beratungsfirma Bockhorst Elite Financial Solutions näher anzusehen. Mit unsauberen Mitteln, sprich Insiderinformationen ...

Ein anonymer Anrufer gibt Thyra König den Hinweis sich die international agierende Beratungsfirma Bockhorst Elite Financial Solutions näher anzusehen. Mit unsauberen Mitteln, sprich Insiderinformationen und Steuertricks, macht sie ihre bereits superreichen Kunden noch reicher. Thyra, die als investigative Journalistin arbeitet, glaubt dem Anrufer und macht sich sofort auf den Weg nach Berlin, wo diese Firma ihren Sitz hat. Mittels ihres Netzwerkes gelingt es ihr eine Anstellung in der Firma zu bekommen. Sie will so viel wie möglich über die fragwürdigen Finanzstrategien und Finanzströmen der Firma in den Geschäftsunterlagen herausfinden. Ein sehr gewagter Plan, der sie schlussendlich in lebensbedrohliche Gefahr bringt. Ich fand es sehr spannend, wie unerschrocken Thyra bei ihrer Suche nach Hintergrundwissen ist und wie kaltschnäuzig und dreist sie als sie erwischt wird reagiert.
Aber ihre Gegner gehen über Leichen. Der Steuerbetrug ist nur ein Teil der Wahrheit. Es gibt noch weitere Geheimnisse in der Familie Bockhorst, die niemals an Licht kommen dürfen. Durch diese zusätzlichen Geheimnisse wird die Spannung im Buch noch einmal richtig angeheizt. Die Seiten habe ich nur so verschlungen. Insbesondere die Beschreibungen zu den geheimen Bunkeranlagen in Genshagen, Nähe Ludwigsfelde, fand ich äußerst interessant. In dem Zusammenhang möchte ich auch Bufo, den hässlichen Mann aus der Wohnwagensiedlung in der Rigaer Straße erwähnen. Der sein großes Herz unter Beweis stellt und Thyra bei ihrer Suche nach den Vermissten in den Bunkeranlagen hilft. Denn hier kennt er sich aus wie kein zweiter. Wieder einmal hat es sich gezeigt, dass das Äußere nicht alles ist, auf die inneren Werte kommt es an. Ich habe mich mit diesem Krimi sehr spannend unterhalten gefühlt und gebe daher 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 02.12.2024

spannend und kurzweilig mit interessanten Charakteren

Bluttanz
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Annalena, jung, hübsch und voller Hoffnung auf eine Karriere als Model und Influencerin, wird von ihrer Freundin brutal erstochen und zerfetzt gefunden. Am ganzen Körper sind die Einstiche zu sehen. Nur ...

Annalena, jung, hübsch und voller Hoffnung auf eine Karriere als Model und Influencerin, wird von ihrer Freundin brutal erstochen und zerfetzt gefunden. Am ganzen Körper sind die Einstiche zu sehen. Nur das Gesicht wurde verschont. Hier sind auch keine Blutspritzer zu finden, während der gesamte Raum um sie davon gesprenkelt ist. Die Tat selbst kann diese weitflächige Verteilung des Bluts nicht begründen. Es sieht eher danach aus als hätte der Täter das Opfer in Szene gesetzt.
Es ist der 4. Teil um die leitende Oberstaatsanwältin Lina Saint-George, die es trotz negativer Erfahrungen nicht lassen kann, sich direkt in die Ermittlungen mit einzubringen. Auch wenn ich die ersten Fälle nicht gelesen habe, ist es mir nicht schwergefallen mich hier einzufinden. Die Charaktere im Buch sind sehr sympathisch. Auch wenn einige davon nach außen hin eher grantig wirken, so verbergen sie dahinter doch nur ihr weiches Herz. Es war spannend mitzuerleben, wie aus den gleichen Arrangements am Tatort recht schnell weitere Opfer diesem Täter zugeordnet werden können. Nur bleibt das Motiv des Täters lange verborgen, sind doch zwischen den Opfern anfangs keine Verbindungen zu finden.
Wie jeder, Manfred Neuer und Leo Teichgräber von der Koblenzer Kripo und Lina mit ihrer quirligen Praktikantin auf Seiten der Staatsanwaltschaft, versucht zur Ermittlung des Täters beizutragen, fand ich sehr unterhaltsam und spannend beschrieben. Staatsanwaltschaft und Kripo erschienen mir als eingeschworenes Team, auch wenn ich hier eines Besseren belehrt wurde. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 28.11.2024

Wem kann man trauen - spannend

STARCK und der erste Tag
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Andreas Starck, vor einer Ewigkeit einmal Oberstaatsanwalt und ein Mann, der sich für die Gerechtigkeit einsetzt. Jetzt ist er ein Mann, der alles verloren hat. Seine Frau, seine Tochter und seinen Job. ...

Andreas Starck, vor einer Ewigkeit einmal Oberstaatsanwalt und ein Mann, der sich für die Gerechtigkeit einsetzt. Jetzt ist er ein Mann, der alles verloren hat. Seine Frau, seine Tochter und seinen Job. Nach 5 Jahren kommt er, der unschuldig hinter Gittern saß, nach Hause. Falsch, ein zu Hause hat er nicht mehr. Er zieht zu seiner Mutter in sein Elternhaus in sein altes Kinderzimmer in Detmold. Doch auch hier fühlt er sich, abgesehen von seinem stupiden Job als Autovorwäscher, beobachtet und in sein Elternhaus wird eingebrochen. Starck gerät wieder in den Focus der Polizei. Spuren lassen ihn wieder als Tatverdächtigen erscheinen.
Ich fand es spannend zu lesen, wie dieser einst so engagierte Staatsanwalt nach unschuldig verbüßter Strafe versucht herauszufinden, wer der Drahtzieher bei der Zerstörung seiner Familie und dem Legen von falschen Spuren sowie dem Verschwinden von Beweisen ist. Dabei stellt der Autor dem Leser viele Kriminelle vor. Von Auftragskiller, über Hehler bis hin zum kleinen Dieb ist alles dabei. Das hat mich am Anfang etwas verwirrt. Dann habe ich es aber als Gleichnis empfunden. Denn auch Starck grübelt, wer hinter allen Manipulationen gegen ihn stecken könnte. Aus seinen spektakulären Verurteilungen fallen ihm da drei mögliche Drahtzieher ein. Dem geht er nun im ersten Teil nach und entdeckt dabei ein bisher streng gehütetes Geheimnis seines vor einem Jahr verstorbenen Vaters. Der gibt ihm nach seinem Tod ein schwieriges Rätsel zu knacken. Bei den Beschreibungen wie Starck versucht den 10stelligen Code zu ermitteln, hat der Autor mich bei den letzten Schritten leider abgehangen, obwohl ich ein Zahlenmensch bin. Das war mir dann doch zu verwirrend.
Eine Figur fand ich sehr interessant. Das ist Duncan, der Knastbruder und der einzige Mensch dem Starck wirklich vertrauen kann. Wenn auch nicht übermäßig herzlich, so stellt Duncan doch die richtigen Fragen, um Starck den weiteren Weg für seine Suche nach Greta, seiner Tochter, zu weisen. Und gibt ihm Vanessa als Unterstützung an die Seite. Auf diese Frau, die so viele Geheimnisse wie Fähigkeiten zu besitzen schient, freue ich mich schon im 2. Teil. Meine Neugier ist geweckt und Teil 1 bekommt schon mal 4 Lese-Sterne.

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