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Veröffentlicht am 09.01.2022

Viel mehr, als ich erwartet hatte

Riskante Gefühle
3

Der Inhalt des Buches:
Die Geschichte spielt im idyllischen kleinen Örtchen Mallaig an der schottischen Küste. Marcie lebt schon ihr gesamtes Leben lang hier und kommt mit ihrem kleinen Souvenirladen und ...

Der Inhalt des Buches:
Die Geschichte spielt im idyllischen kleinen Örtchen Mallaig an der schottischen Küste. Marcie lebt schon ihr gesamtes Leben lang hier und kommt mit ihrem kleinen Souvenirladen und der Vermietung von Unterkünften in ihrem kleinen Cottage mehr schlecht als recht über die Runden. Erst recht nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Freundes Harlan, der sie, neben der finanziellen Sorgen, auch noch in ein tiefes emotionales Loch geworfen hat. Zur Seite stehen ihr neben ihrer Hündin Ginger ihre beste Freundin Bonnie und Rory, der Sohn ihrer Nachbarn, mit denen sie seit Kindheitstagen befreundet ist. Als der gutaussehende Shaun als Mieter eines ihrer Pensionszimmer in ihr Leben tritt, werden ihr Alltag und ihr Herz auf den Kopf gestellt. Auch Shane hat mit der Trennung von seiner Exfrau Paige eine schwere Vergangenheit zu überwinden und sucht nach einem Neuanfang, den er in der Restaurierung und Neueröffnung einer alten Whiskydestillerie nahe Marcies Heimatortes sieht. Hals über Kopf verlieben sich die beiden schnell ineinander. Ihr Glück scheint perfekt, bis ein düsteres Geheimnis über Shanes Vergangenheit ans Licht kommt.

Doch auch in Marcies Leben zeigt sich wenig später eine Wendung, da es auch in ihrer Vergangenheit einen dunklen Flecken gibt, von dem sie bis dahin selber nichts wusste. Marcie muss erkennen, dass die Dinge nicht so sind, wie sie bislang geglaubt hatte...


Meine Meinung zum Buch:
Der Spannungsbogen der Geschichte wird von Anfang an sehr gut aufgebaut. Am Anfang steht die verstörende Szene, in der Paige verängstigt und verprügelt die Flucht ergreift. Damit wird sofort deutlich, dass er hier nicht um eine „Friede, Freude, Eierkuchen“ Liebesgeschichte geht. Es folgt die Beschreibung der heimeligen Umgebung von Marcie, die jedoch von der Traurigkeit über den Verlust von Harlan überschattet wird. Mit dem Einzug von Shane in diese Szenerie erhält die Geschichte nochmals Spannung, weil die Frage zwischen den Zeilen mitklingt, ob er wirklich der liebenswerte, schüchterne Mann ist, für den er sich ausgibt.

Besonders hat mir gefallen, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven beschrieben wird: eingangs aus der Sicht von Paige und später immer wieder im Wechsel mal aus Marcies und mal aus Shanes Blickwinkel. Bei mir schwang jedoch beim Lesen immer der Gedanke mit, ob die Sichtweise des jeweils Berichtenden wirklich der Realität entspricht oder nur der Sichtweise, die der oder diejenige selber von sich hat. So klang unterschwellig für mich immer die Ahnung durch, dass Harlan nicht der war, für den Marcie in gehalten hat. Ebenso habe ich mich von Anfang immer wieder gefragt, ob Shane wirklich der gutherzige, sanftmütige Beschützer ist, für den Marcie ihn hält.

Die Protagonisten Marcie, Bonnie und Shane werden sehr bildhaft und glaubwürdig beschrieben, was speziell durch den Wechseln der Perspektiven erreicht wird. Marcies Trauer im Harlan und ihre finanziellen Nöte werden sehr greifbar beschrieben. Ebenso werden Shanes Beweggründe, sein bisheriges Leben hinter sich lassen zu wollen, plakativ dargestellt, auch wenn - sicherlich bewusst - die Frage offen bleibt, ob er wirklich der ist, der er zu sein scheint. Die Charaktere bleiben vom Anfang bis zum Ende der Handlung authentisch in ihrem Denken und Handeln, so dass es leicht fällt, sich in ihr Leben eindenken zu können.

Ein wenig zu knapp kommt für mich persönlich der Charakter von Rory. Seine Eifersüchtelei gegenüber Shane und seine Verliebtheit in Marcie verpuffen unbeschrieben und für den Fortgang der Geschichte ungenutzt. Ich hatte fast erwartet, dass er in die düsteren Ereignisse der Geschichte in irgendeiner Form verwickelt ist...

Sehr gut hat mir gefallen, dass in der Geschichte reale Ort und Whiskys benannt werden – wie zum Beispiel der „Harry Potter“ Zug oder der „Hogwarts See“ und Talisker Whisky. Wer schon einmal selber in Schottland unterwegs war (wie ich) und eine Liebe für guten Whisky in sich trägt (wie ich), der wird sich sofort den Anblick der Natur und den Geschmack der benannten Whiskys vorstellen können.

Was mir am Buch nicht gut gefallen hat, ist das Cover, da es meiner Meinung nach nicht besonders passend ist, um den Inhalt des Buches „anzuteasern“. Mich hat das Cover eher an einen Action-Thriller im Stil von „Jason Bourne“ erinnert, aber definitiv nicht an eine spannungsgeladene Liebesgeschichte in den schottischen Highlands.


Mein Fazit: Ich war von dieser Lektüre definitiv im absolut positiven Sinne überrascht. Ich hatte eine einfache Liebesgeschichte für kuschelige Stunden auf der Couch erwartet. „Riskante Gefühle“ ist allerdings dank seiner spannenden Wendungen weit mehr, als nur eine Liebesgeschichte. Vielmehr ist es eine durchaus aufregende Geschichte voller Heimatverbundenheit, Verlust, Liebe und Verrat. Wer also in die wild-romantische Landschaft der schottischen Highlands eintauchen will, um sich mit Marcie und Shane auf eine traurig-romantisch-spannende Liebe einzulassen, für den ist dieser Titel definitiv lesenswert – egal, ob mit einem guten Tee oder Whisky.

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Veröffentlicht am 05.12.2021

Schreibstil fein, Inhalt aber nicht fesselnd

Das große Los
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Ich muss sagen, dass mich der Inhalt des Buchs leider nicht gefesselt hat, so dass es fast drei Monate gedauert hat, bis ich es endlich zuende gelesen hatte. Als Vorbereitung für eine eigene Weltreise ...

Ich muss sagen, dass mich der Inhalt des Buchs leider nicht gefesselt hat, so dass es fast drei Monate gedauert hat, bis ich es endlich zuende gelesen hatte. Als Vorbereitung für eine eigene Weltreise hatte ich mir insgeheim mehr "Inspiration" erhofft, wie man eine solche Reise angehen kann - von der Planung bis zu konkreten "Tipps", welche Städte/Länder/Orte es lohnenswert zu besichtigen gibt. Jedoch weicht meine Vorstellung von den Inhalten einer Weltreise hier anscheinend zu sehr von denen der Autorin ab, so dass ich mich in nur wenigen der beschriebenen Orte selber sehen würde. Aber dies ist sicher eine sehr individuell empfundene Sicht, so dass ich das Buch dennoch aufgrund des angenehmen und teils humorvollen Schreibstils empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 05.12.2021

Für das Mehr an Achtsamkeit

365 Wege zur Achtsamkeit
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Ein wirklich tolles Buch für alle, die auf der Suche nach mehr Achtsamkeit im Alltag sind. Es muss nicht immer Meditation oder das dicke Buch voller buddhistischer Lehreinheiten sein. »365 Wege zur Achtsamkeit« ...

Ein wirklich tolles Buch für alle, die auf der Suche nach mehr Achtsamkeit im Alltag sind. Es muss nicht immer Meditation oder das dicke Buch voller buddhistischer Lehreinheiten sein. »365 Wege zur Achtsamkeit« liefert - wie der Titel schon sagt - 365 kleine Tipps, wie man durch Kleinigkeiten zu mehr Gelassenheit und Lebensfreude kommt. Es enthält Rezepte, Anleitungen für kleine Yoga-Übungen, Bastelanleitungen, Ausmalbilder, Wellness-Tipps, viele schöne Zitate und sonstige inspirierende Dinge. Dazu ist das Buch sehr schön aufgemacht mit bunt gestalteten Seiten, sodass es einfach nur Spaß macht, durch die Seiten zu blättern.

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Veröffentlicht am 05.12.2021

Spannung pur!

Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
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»Ich.Darf.Nicht.Schlafen.« ist eines der spannendsten Bücher, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Die verwirrende Geschichte einer Frau, die jede Nacht, wenn sie schlafen geht, komplett vergisst, ...

»Ich.Darf.Nicht.Schlafen.« ist eines der spannendsten Bücher, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Die verwirrende Geschichte einer Frau, die jede Nacht, wenn sie schlafen geht, komplett vergisst, was sie am Tag zuvor erlebt hat. Mehr noch - ihr Gedächtnisverlust geht zurück bis zu einem Tag etliche Jahre zuvor. Jeden Tag erforscht sie aufs Neue, wer die Menschen an ihrer Seite sind und schreibt ihre Erkenntnisse in ein Tagebuch. Und so erfährt man nach und nach, wer hier gut und böse ist und ob die Dinge wirklich alle so sind, wie sie zunächst scheinen... Wie bei so vielen Buchverfilmungen ist auch in diesem Fall das Buch deutlich besser als der Film (mit Nicole Kidman in der Hauptrolle).

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Veröffentlicht am 05.12.2021

Hätte 200 Seiten weniger haben können, ohne an Inhalt zu verlieren

Der Fisch in der Streichholzschachtel
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Ich habe das Buch angefangen, weil ich die Beschreibung auf dem Klappentext inhaltlich einfach so verrückt fand: Ich wollte unbedingt erfahren, wie es dazu kommt, dass ein Schiff voller Piraten aus dem ...

Ich habe das Buch angefangen, weil ich die Beschreibung auf dem Klappentext inhaltlich einfach so verrückt fand: Ich wollte unbedingt erfahren, wie es dazu kommt, dass ein Schiff voller Piraten aus dem Jahr 1735 auf ein modernes Kreuzfahrtschiff aus dem Jahr 2015 trifft. Ich habe mir die wildesten Gedanken gemacht, was denn wohl die Auflösung dieses Rätsels sein würde. Aber an die im Buch verwendete Auflösung habe ich nicht gedacht: Es gibt gar keine wirkliche Auflösung! Die skizzierte Geschichte hatte eigentlich einiges an Potenzial. Es wird zwischen zwei Erzählern und ihren Geschichten hin und her gewechselt. Der eine ist ein frustrierter Familienvater, der mit seiner Frau und seinen beiden wie er findet missratenen Kindern eine Kreuzfahrt im Jahr 2015 macht. Der Andere ist ein Geograf aus dem 18. Jahrhundert, der an Bord des Piratenschiffes unterwegs ist. Zunächst werden wirklich in epischer Breite die beiden Charaktere inkl. ihrer Mitmenschen auf den vollkommen unterschiedlichen Schiffen beschrieben. Dabei wird überaus genau auf die teils sehr düsteren und familienfeindlichen Gedanken des Familienvaters eingegangen und auf der anderen Seite mehr als ausführlich das harte und karge Leben an Bord eines Piratenschiffes beschrieben, dessen Besatzung endlich auf den großen Coup wartet. So dauert es auch ganze 200 Seiten, bis sich die beiden Schiffe dann endlich nach einem heftigen Sturm begegnen. Die Geschichten werden ineinander verwoben, was anfangs noch ganz witzig ist. Denn der gemeine Pirat aus dem 18. Jahrhundert kennt eben keine Halogenleuchten, keine Fotoapparate, keine Toilette mit Wasserspülung und Klopapier, keine Feuerzeuge usw. Aber spätestens nach dem 20. Gegenstand, den der Piraten-Geograf fasziniert aus seiner altertümlichen Sicht beschreibt, ist es dann einfach nicht mehr lustig. So plätschert die Geschichte dann über noch mal 300 Seite vor sich hin. Und am Ende bleibt die Frage offen: Wieso landet das Piratenschiff im 21. Jahrhundert - oder ist es doch das Kreuzfahrtschiff, das der Sturm ins Jahr 1735 befördert hat???

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