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Veröffentlicht am 06.11.2022

thematisiert ein interessantes historisches Thema / Heimatvertreibung nach dem Krieg [#1 - Olivia Austin]

Voralpenphönix
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Da ich im Allgäu lebe und die Handlung in Kaufbeuren spielt ( das ist ca. 40 km von mir entfernt) war ich neugierig auf diesen Krimi. Ich kannte den Autor vorher nicht.

Die 190 Seiten sind in 8 Kapitel ...

Da ich im Allgäu lebe und die Handlung in Kaufbeuren spielt ( das ist ca. 40 km von mir entfernt) war ich neugierig auf diesen Krimi. Ich kannte den Autor vorher nicht.

Die 190 Seiten sind in 8 Kapitel unterteilt, die den Wochentagen entsprechen. Das war für mich eine angenehme Kapitellänge und durch den flüssigen Schreibstil, hab ich das Buch an einem Tag gemütlich gelesen.

Die Hauptfigur ist eine 31-jährige Journalistin, die mit ihrem 12-jährigen Sohn nach Jahren in der Großstadt, zurück ins Allgäu gekommen ist. Sie kämpft mit ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter und der Abhängigkeit von ihren Eltern. Neben der Berichterstattung zum jährlich stattfindenden Tänzelfest ( ein historisches Kinderfest) soll sie über zwei Brandfälle in der Stadt berichten. Durch Zufall fällt ihr was auf, was auch mit einem früheren Brandfall zu tun hat. Ihrem Instinkt folgend geht sie alten Spuren nach, die mit den Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten zu tun haben.

Das Tänzelfest, das ich selber auch schon besucht habe, wurde gut beschrieben und sowie auch die Herausforderungen in Neugablonz. Dieser Ortsteil wurde nach dem Zeiten Weltkrieg als Vertriebenenstadt gegründet. Hier haben sich viele Heimatvertriebene angesiedelt, die ihr altes Handwerk, oft Glaskunst, wieder aufgenommen haben.

Robert Domes hat ein historisches Trauma mit einem authentischen Kriminalfall verbunden, der zwar nicht spannend, aber trotzdem fesselnd war.

In unserer Bibliothek gibt es auch den zweiten Band dieser Reihe. Den werde ich mir zeitnah besorgen.

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Veröffentlicht am 05.11.2022

wenig Krimi - viel über Musik und geplatzte Träume [#3 - Erki Neubauer]

Wiener Blues
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>Der Kriminalroman würde von mir 3 Sterne bekommen. Da mir aber der musikalische Rahmen sehr gut gefallen hat und ich an Bands wie Birthcontroll oder JethroTull erinnert wurde, gibt`s dafür einen Extrastern ...

>Der Kriminalroman würde von mir 3 Sterne bekommen. Da mir aber der musikalische Rahmen sehr gut gefallen hat und ich an Bands wie Birthcontroll oder JethroTull erinnert wurde, gibt`s dafür einen Extrastern und somit wohlwollende 4 Sterne.<

Mir ist beim Stöbern dieses Buch in die Hände gefallen und die Idee von einem Krimi im Musiker-Milieu fand ich ansprechend. Vor allem, weil ich die Rockmusik, der 70er-Jahre ( Info Klappentext) gerne mag.

Ich glaube vor Jahren habe ich mal "Der Knochentandler", Band 2 dieser Reihe gelesen, aber ich kann mich nicht mehr wirklich an die Figuren erinnern. Man kann diesen 3. Band gut ohne Vorkenntnisse lesen, weil die Geschichte in sich abgeschlossen ist.

Der Klappentext fasst den Inhalt schon perfekt zusammen. Erki Neubauer ist Langzeit-Student und irgendwie auch ein Lebenskünstler, der aktuell eine Praktikanten-Stelle beim Radiosender Donauwelle hat. Im Keller muss er alte Tonbänder digitalisieren und stößt da auf einen Song, der ihn berührt und den keiner kennt. Er geht der Geschichte des Songs und der Band nach und kurz darauf, stürzt der ehemalige Sänger aus einem Hotelfenster.

Parallel begleiten wir den ehemaligen Manager der besagten Band und der hat eigene Probleme, für deren Lösung er zur Not auch über Leichen gehen würde.

Für mich war die Geschichte zwar nett zu lesen, aber es war definitiv zu wenig Krimi. Weder Erki, noch der Kommissar Jerabek, tragen viel zur Lösung der Falls bei.

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Veröffentlicht am 04.11.2022

ein Psychopath tötet wahllos junge Frauen auf der Insel [#2 - Johanna, Gemma & Héctor]

Der Teufel von Mallorca
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Dieses Buch ist mir beim Stöbern in der Bibliothek in die Hände gefallen. Erst im Nachhinein habe ich gesehen, dass es der zweite Band einer Reihe ist. Band 1 "Mandelblütenmord" hab ich auch gesehen, ...

Dieses Buch ist mir beim Stöbern in der Bibliothek in die Hände gefallen. Erst im Nachhinein habe ich gesehen, dass es der zweite Band einer Reihe ist. Band 1 "Mandelblütenmord" hab ich auch gesehen, der hat mich aber nicht angesprochen. Wahrscheinlich wegen der Farbe des Covers. Da mir dieser Krimi aber ausgesprochen gut gefallen hat, werde ich mir zeitnah Band 1 besorgen und mich dann später mit Band 3 "Nacht über Valldemossa" auf den aktuellen Stand bringen.

Die Krimihandlung ist auf dem Klappentext schon gut zusammengefasst. Es geht um entführte junge Frauen, die einem sadistischen Mörder zum Opfer fallen. Inspector Ballester führt die Ermittlungen und ihm wird von einem sehr speziellen Duo geholfen. Die 74-jährige Johanna Miebach arbeitet als Privatdetektivin und wird von ihrer 21-jährigen Enkelin Gemma unterstützt. Gemma und Héctor haben sich wohl in Band 1 ineinander verliebt und daher ist dieser Trio sehr eng miteinander verbunden. Gemma ist ein kleiner Nerd und Johanna umgibt ein Geheimnis, das wohl über mehrere Bände hinweg gelüftet werden wird. Ich tippe bei ihr auf einen Geheimdienst-Hintergrund.

Neben der Krimihandlung erfahren wir einiges über das Leben auf Mallorca. Interessantes über das Leben im Hinterland, aber auch was über die Herausforderungen, die der Massentourismus mit sich bringt.

Die Autorin hat mit vielen kurzen Kapiteln gearbeitet. (59 Kapitel bei 254 Seiten). Dank der kurzen Kapitel und dem sehr angenehmen Schreibstil, habe ich das Buch in zwei Tagen gelesen.

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Veröffentlicht am 02.11.2022

Essen für Leib und Seele - - I♥FOOD

Mehr Nervennahrung
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Bis zu diesem Buch kannte ich weder Verena Lugert noch die Spiegel-Kolumne "Nervennahrung". Mich haben einfach Cover und Titel dieses Buches neugierig gemacht. Da ich gerne koche bin ich immer auf der ...

Bis zu diesem Buch kannte ich weder Verena Lugert noch die Spiegel-Kolumne "Nervennahrung". Mich haben einfach Cover und Titel dieses Buches neugierig gemacht. Da ich gerne koche bin ich immer auf der Suche nach neuen Rezepten und Anregungen.

Beim Bild auf dem Cover dachte ich als erstes an Pudding oder Grießpudding und erst beim Durchblättern habe ich erkannt, dass es ein französischer Kartoffelbrei ( Aligot) ist. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten sortiert und vor jedem Rezept gibt es eine kleine Geschichte zu dem Gericht.

Verena Lugert ist Journalistin, die ihre Liebe zum Kochen mit einer zusätzlichen Ausbildung zum Beruf gemacht hat. Einige Zeit hat sie sogar bei Gordon Ramsey in London gekocht. Auf unzähligen Reisen hat sie viel gesehen und gelernt, was jetzt in ihre eigenen Rezepte und Projekte einfließt.

Bei den Rezepten ist für jeden was dabei und es gibt auch relativ viel Fisch und Fleisch. Es gibt Salate, Suppen, Eintöpfe, einiges mit Pasta und auch Süßspeisen/Kuchen.

Es gibt relativ viel italienische Rezepte, aber auch was französisches, asiatisches und mit Lapskaus und Fränkischen Sauren Zipfeln auch Deutsche Hausmannskost.

Die Rezepte kommen mit relativ wenig Zutaten aus, die ich auch größtenteils kannte und auch verwende.

Mit - I♥FOOD - hat sie sich in Hamburg einen Traum erfüllt

Veröffentlicht am 02.11.2022

Für Fans von 'Kommissar Rex' und 'Dr. Dolittle' [#2 - Florian Stocker & Kassandra]

Tod im Allgäu
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+ + Kommissar Stocker und seine Polizeikatze Kassandra haben mir gut gefallen - schade, dass es mit den beiden nicht weitergeht + +

Ich habe dieses Buch beim Stöbern in der Bibliothek entdeckt und habe ...

+ + Kommissar Stocker und seine Polizeikatze Kassandra haben mir gut gefallen - schade, dass es mit den beiden nicht weitergeht + +

Ich habe dieses Buch beim Stöbern in der Bibliothek entdeckt und habe es nur mal aus Neugier mitgenommen, weil es im Allgäu spielt.

Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Handlung drin und die 'sprechende' Katze Kassandra war für mich mal was anderes. Der Kommissar Stocker hat eine telepathische Verbindung zu seiner Katze Kassandra, die ihn fleißig bei seinen Ermittlungen begleitet und unterstützt. Hört sich zwar merkwürdig an, ist aber wirklich nett zu lesen.

Die Handlung ist relativ breit angelegt und neben dem Allgäu wird auch in Griechenland und im Kosovo ermittelt. Da aber eher inoffiziell. Der Jugendfreund von Kommissar Stocker ist in Griechenland zu Tode gekommen und sein engeres Umfeld glaubt nicht an einen Unfall. Parallel gibt es im im Allgäu brutale Morde an jungen süd-osteuropäischen Frauen, die illegal als Prostituierte arbeiteten. In beiden Fällen führen Spuren zu einer Allgäuer Getränkefabrik.

Mir hat dieser Krimi richtig gut gefallen, weil ich die Mischung aus sehr speziellem Humor und auch einer ernsten Thematik ( Kosovokonflikt, Menschenhandel, Waffen, Organisierte Kriminalität,..) gut gelungen fand.

Band 1 dieser Reihe ist unter zwei verschiedenen Titeln "Schneeblind" und "Schnee im August" erschienen. Ich werde mal die Augen offen halten, ob ich da noch ein Exemplar finde.

So wie es ausschaut, wurde die Reihe nicht fortgesetzt. Schade.

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