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Veröffentlicht am 02.08.2022

Mord im Schloss - - Machtdemonstration oder eine unglückliche Verkettung ? [#1 - Die Queen ermittelt]

Das Windsor-Komplott
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Laufzeit: 8 Stunden 46 Minuten ( leicht gekürzt) - - - Sprecherin: Sandra Voss

Ich habe vor längerer Zeit mal Band 2 dieser Reihe "Die unhöfliche Tote" gehört und den fand ich ganz nett. In ...

Laufzeit: 8 Stunden 46 Minuten ( leicht gekürzt) - - - Sprecherin: Sandra Voss

Ich habe vor längerer Zeit mal Band 2 dieser Reihe "Die unhöfliche Tote" gehört und den fand ich ganz nett. In der Bibliothek habe ich nun das Hörbuch zum ersten Band entdeckt und als leichte Sommerunterhaltung mitgenommen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass die beiden Bücher nett sind, aber ich nicht viel Geld dafür ausgeben würde.

Wir erfahren hier im ersten Band, dass die britische Queen schon seit ihrer Jugend leidenschaftlich gerne ermittelt und dabei von ihren Assistentinnen unterstützt wird. Die neu eingestellte Rozie muss sich mit dieser inoffiziellen Zusatzaufgabe erstmal arrangieren.

Der Kriminalfall ist gut durchdacht und bietet viel Raum für Spekulation. Ermordete Russen sind immer eine heikle Situation und natürlich geht der erste Verdacht Richtung Kreml. Neben der Krimihandlung erfahren wir viel aus dem königlichen Alltag und begleiten die Queen auch zum Pferdesport. Das prominente Pferd "Barbers Shop" hat mehrere Auftritte. Für mich als Pferdefreund natürlich nett anzuhören.

Zusammengefasst: Nette und leichte Unterhaltung

Die Sprecherin hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 01.08.2022

Geldwäsche und Unterwanderung der westl. Demokratien [#21 - Gabriel Allon]

Die Cellistin
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Ich bin ein Fan dieser Reihe und für mich war dieses Buch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Obwohl es hilfreich ist die Vorgeschichten der verschiedenen Figuren zu kennen, kann man dieses Buch auch ...

Ich bin ein Fan dieser Reihe und für mich war dieses Buch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Obwohl es hilfreich ist die Vorgeschichten der verschiedenen Figuren zu kennen, kann man dieses Buch auch gut ohne Vorkenntnis lesen.

Zur Handlung: Der im britischen Exil lebende Oligarch Wiktor Orlow wird Opfer eines Attentats mit dem Nervengift Nowitschok. Sein Tod trifft Gabriel Allon, Direktor des israelischen Geheimdienstes, persönlich. Gabriel und Wiktor haben eine gemeinsame Geschichte. Bei der Suche nach den Hintermännern des Attentats führt eine Spur zu Isabel Brenner. Sie ist Angestellte bei einer Großbank, die eine eigene Abteilung für "russische Geldwäsche" hat. Im Verlauf der Ermittlungen zeigt sich, wie komplex die russischen Geldströme sind und welche möglichen Interessen dahinter stehen. Wieder einmal schickt Gabriel Allon ein bildschönes Naturtalent für Geheimdienstarbeit in eine Löwengrube.

Der Roman ist laut Autor rein fiktiv, und als Unterhaltungsroman angelegt. Da aber zahlreiche Ereignisse aus der Zeit 2020/2021 erwähnt werden, ist die Grenze zwischen Fakt und Fiktion fließend. Die Pandemie hat ihren Raum und die Art und Weise wie er über sie schreibt, macht deutlich was Herr Silva von Donald Trump und Wladimir Putin hält. Das fand ich alles noch im Rahmen der Handlung passend und nachvollziehbar. Dass aber am Ende noch QAnon, die Unruhen vom 6.Januar '21 und die Vereidigung von Trumps Nachfolger verarbeitet wurden, hätte es für mich nicht gebraucht.

Daniel Silva hat mit diesem Band zwar nicht wirklich das Rad neu erfunden, aber mich trotzdem gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 31.07.2022

ich hab mir schwer getan damit

Die Krise der öffentlichen Vernunft. Über Demokratie, Urteilskraft und Gott
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+ + Inhaltlich zwar interessant, aber sehr zäh zu lesen + +

Ich bin politisch sehr interessiert und die aktuellen Entwicklungen sind für mich stellenweise kaum noch nachzuvollziehen, deshalb hat mich ...

+ + Inhaltlich zwar interessant, aber sehr zäh zu lesen + +

Ich bin politisch sehr interessiert und die aktuellen Entwicklungen sind für mich stellenweise kaum noch nachzuvollziehen, deshalb hat mich dieses Buch neugierig gemacht.

Für mich war dieses Buch sehr zäh zu lesen und ich musste manche Stellen mehrmals lesen um zu verstehen, was der Autor sagen will. Es geht viel um Kommunikation, verschiedene Arten der Öffentlichkeit und gesellschafts-philosophische Themen.

Wer sich intellektuell mit Menschsein, Öffentlichkeit, Gesellschaft und Fragen des Glaubens beschäftigen will, kann hier anregende Impulse finden.

Für mich war es aber zu theoretisch und zu philosophisch.

Veröffentlicht am 29.07.2022

Tolles Buch mit wertvollen Anregungen und Impulsen

Market Gardening & Agroforst
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Die Zielgruppe für dieses Buch sind vor allem Landwirte, die ihren Betrieb umstellen möchten, Gruppen die sich als Solidarische Landwirtschaft organisieren oder Besitzer von größeren Grundstücken, die ...

Die Zielgruppe für dieses Buch sind vor allem Landwirte, die ihren Betrieb umstellen möchten, Gruppen die sich als Solidarische Landwirtschaft organisieren oder Besitzer von größeren Grundstücken, die neben der Selbstversorgung auch über Vermarktung von Gemüse und Obst nachdenken.

Dieses Buch kommt zur genau richtigen Zeit. Themen wie Lebensmittelknappheit, gestörte Lieferketten und hohe Energiekosten beherrschen die aktuellen Schlagzeilen und Lösungen sind kaum in Sicht. So wie es ausschaut, braucht es Veränderungen von Grund auf und da ist die Landwirtschaft ein wichtiger Baustein.

Leon Schleep hat ökologische Landwirtschaft studiert und stellt in diesem Buch einige Projekte vor, wie man Gemüse und Bäume geschickt kombinieren kann. Manche kennen solche Anbausystem vielleicht als Waldgarten.

Bei Agroforst geht es darum auf landwirtschaftlichen Flächen auch Bäume zu kultivieren. Es können schnell wachsende Bäume zur Holzgewinnung oder auch Fruchttragende sein. Das heißt, die Landschaften wären nicht mehr von Monokulturen geprägt, was zahlreiche positive Folgen hätte.

Am besten haben mir in diesem Buch die Vorstellungen von verschiedenen Betrieben gefallen, die sich individuellen Anbauphilosophien widmen. Sehr gut fand ich auch die Beispielplanungen am Ende des Buches. Da war auch was dabei, was ich nächstes Jahr bei uns am Hof anlegen werde.

Ich bin mir sicher, dass mich dieses Buch eine längere Zeit begleiten wird.

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Veröffentlicht am 29.07.2022

Richter morden grundsätzlich nicht - oder doch? [#1 - Siggi Buckmann]

Richter morden besser
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Bei diesem Buch hat mich der Kommentar von Karsten Dusse "Hätten Kommissar Schimanski und Richterin Barbara Salesch einen unehelichen Sohn gezeugt, wäre er der geistige Zwillingsbruder von Strafrichter ...

Bei diesem Buch hat mich der Kommentar von Karsten Dusse "Hätten Kommissar Schimanski und Richterin Barbara Salesch einen unehelichen Sohn gezeugt, wäre er der geistige Zwillingsbruder von Strafrichter Buckmann" neugierig gemacht. Im Nachhinein kann ich sagen, dieser Vergleich passt wirklich.

Die Hauptfigur ist der Strafrichter Siggi Buckmann, der vom Justizalltag schon richtig abgestumpft und desillusioniert ist. Er macht Dienst nach Vorschrift und lebt mit den Klüngeleien in den Amtsstuben. Der plötzliche Tod eines obdachlosen Junkies weckt ihn aus seiner Starre. Mit diesem Mann hatte er eine persönliche Verbindung und er will den Verantwortlichen, derjenige der verunreinigte Drogen in Umlauf bringt, zur Rechenschaft ziehen. Als ihm von Dienstwegen her die Hände gebunden werden, geht er einen anderen Weg. Wo ist die Lücke im System? Gibt es eine Möglichkeit indirekt zu morden? Für diese Fragen findet Siggi eine Antwort und Lösung

Der Autor Thorsten Schleif ist selber Amtsrichter und dadurch bestens vertraut mit den Zuständen in der deutschen Justiz. Er hat einiges an Kritik am System in die Handlung einfließen lassen. Da ich schon Sachbücher von Juristen zu diesen Problemen gelesen habe, hat mich da nichts mehr gewundert.

Herr Schleif erzählt aus der rückblickenden Ich-Perspektive von Siggi Buckmann. Siggi hat eine sehr trockene zynisch-sarkastische Art, die man mögen muss. Mir hat das sehr gut gefallen. Ein ganz trockener Humor mit Spitzen an den richtigen Stellen.

Es ist kein klassischer Krimi mit ansteigendem Spannungsbogen. Man kann es vielleicht als - leicht zu lesenden Unterhaltungskrimi mit kritischen Kommentaren zum deutschen Justizwesen - beschreiben.

Mir hat es gut gefallen und das letzte Kapitel lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Ich wäre auf jeden Fall wieder dabei.

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