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Veröffentlicht am 10.09.2019

seichte und schnulzige Liebesgeschichte

Die Wildrosentöchter
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Inhalt:

Cassandra lebt seit dem Tod ihres Mannes ein eher tristes Leben. In ihrer Trauer widmet sie sich liebevoll um ihre Rosenstöcke. Dort entdeckt sie eines Tages tief unter der Erde eine Box, in der ...

Inhalt:

Cassandra lebt seit dem Tod ihres Mannes ein eher tristes Leben. In ihrer Trauer widmet sie sich liebevoll um ihre Rosenstöcke. Dort entdeckt sie eines Tages tief unter der Erde eine Box, in der sich ein Liebesbrief befindet. Fasziniert macht sie sich auf Spurensuche und kommt dabei auch hinter einige Geheimnisse, die sie schockieren.
Dann lernt sie auch den charmanten Enea kennen, der sich nicht nur für sie zu interessieren scheint sondern auch gerne bei ihren Nachforschungen zur Seite steht.
Wird es für Cassandra eine neue Liebe geben und welche Geheimnisse wird sie schlussendlich entdecken?


Meine Meinung: (Achtung Spoiler)

Vielversprechend fing die Geschichte um und mit Cassandra an, doch im Laufe der Kapitel wurde ich immer enttäuschter. Zum einen missfiel mir das Verhalten von ihr: aus allem wurde ein großes Drama geformt; dann kam ich mir oftmals vor als wäre Cassandra keine erwachsene Frau, sondern ein jugendliches Gör. Auch kann ich nicht nachvollziehen, wie man einige Monate schon nach dem Tod des angeblichen geliebten Mannes sofort wieder in eine Beziehung stürzen kann. Da würde sich für mich schon gar nicht mal die Frage stellen, ob ich einer neuen Liebe schon so früh eine Chance geben sollte. Auch Enea, der sich anbiedert und Cassandra alles durchgehen lässt, hat mich mehr als fragwürdig zurückgelassen.

Ich hatte mich zu sehr auf diese Geschichte, ihr Geheimnis und deren Entwicklung gefreut, leider kam Anita und ihre Liebe zu einem Deutschen viel zu kurz. Meist ging es in diesem Roman nur um das Auf und Ab der Gefühle der Protagonistin und so war ich schon nach sehr kurzer Zeit recht schnell gelangweilt und überdrüssig dieser lustlosen Story.

Schade, denn der Schreibstil der Autorin empfand ich als warmherzig und locker leicht. Es hat an sich auch Spaß gemacht ihren Worten zu folgen, schön wäre es nur gewesen wenn die Hauptgeschichten und deren Charaktere mehr Tiefe und Emotionen gehabt hätten.


Fazit:

Wer sich viel von "Die Wildrosentöchter" und dessen großes Geheimnis verspricht, wird sicher enttäuscht werden. Wer allerdings seichte, schnulzige und dramageladene Liebesgeschichten mag, wird hier eher fündig. Mich hat das Gesamtwerk sehr enttäuscht und so kann ich höchstens


3 Sterne vergeben !

Veröffentlicht am 11.08.2019

Zauberhaft erzählte Saga

Aufbruch in ein neues Leben
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Inhalt:



Luise, Margot und Edith lernen sich in den Zeiten des ersten Weltkrieges kennen. Sie beginnen im Jahre 1917 zur selben Zeit in Berlin eine Ausbildung zur Hebamme. Neben ihrern beruflichen Perspektiven ...

Inhalt:



Luise, Margot und Edith lernen sich in den Zeiten des ersten Weltkrieges kennen. Sie beginnen im Jahre 1917 zur selben Zeit in Berlin eine Ausbildung zur Hebamme. Neben ihrern beruflichen Perspektiven macht ihnen auch ihr privates Glück oftmals einen Strich durch die Rechnung.



Obwohl die 3 jungen Frauen jeden Tag mit großem Elend umgehen müssen, geben sie niemals auf, denn sie haben das Talent den werdenden Müttern tröstend beizustehen und den kleinen Würmchen das Leben zu schenken.



Die große Hebammen-Saga beginnt jetzt...





Meine Meinung:



Wie bei jedem Buch, bei jeder Geschichte von Linda Winterberg kullern mir zum Schluß die Tränen. Sie erreicht mich immer wieder mit ihrer zauberhaften Erzählart und der Weise, wie sie zu ihren Lesern spricht. Man hat jedes mal das Gefühl mit den Charakteren zu verwachsen, sie zu begleiten und ihre Freude oder ihr Leid selber spüren zu können.



Mit dieser Saga hat die Autorin ein tolles Werk geschaffen, welches nur so voll von Emotionen gespickt ist, dass man kaum hinterher kommt.



Luise, Margot und Edith sind wunderbare Mädels, man muss sie einfach ins Herz schliessen. Wen ich am meisten mag, kann ich fast nicht beantworten. Alle drei haben ihre Schicksalsschläge, alle drei ihre eigene Art mit Elend und Sorgen umzugehen und doch sind sie sich ähnlicher als man vermuten würde.



Ich habe mich zwar vorher nie für den Beruf "Hebamme" interessiert und ich bin auch kein begeisterter Zuschauer wenn es um Geburten geht und dennoch hat es mir unglaublich viel Spaß bereitet mal in einen Alltag einer "Hebamme" reinschnuppern zu dürfen. Welch eine große Verantwortung dahinter steckt war mir nie bewußt, doch nun sehe ich diese Frauen in einem ganz anderen Licht. Aber dennoch nur über diese Arbeit zu lesen, wäre mir zu langweilig erschienen und deshalb begrüße ich es sehr, dass in dieser Saga auch das Privatleben nicht zu kurz kommt.



Man erlebt förmlich das Elend selber mit und fühlt sich beim Lesen so machtlos. Dies macht eine hervorragende Recherche und Hintergrundstory einmalig. Und der Erzählstil, die Schreibart trägt natürlich ebenso enorm dazu bei.





Fazit:



Emotional, herzberührend, zauberhaft erzählte Saga über drei Frauen, die ihrer Leidenschaft nachgehen, auch wenn ihnen mehrmals Steine in den Weg gelegt werden.

Für Fans von Linda Winterberg ein absolutes Muß und da mich dieser erste Teil so aufwühlen konnte und mir sogar die Tränen gekullert sind, erhält "Aufbruch in ein neues Leben" von mir ganze





4,5 Sterne !

Veröffentlicht am 03.08.2019

Wenn die Vergangenheit dich einholt...

STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet
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Inhalt:

Libby und ihr Mann Jamie freuen sich auf ihr großes Abenteuer, denn sie lassen sich mit einem Unbekannten auf einen Haustausch ein.

Die moderne Villa liegt einsam an einer Steilküste bei Cornwall. ...

Inhalt:

Libby und ihr Mann Jamie freuen sich auf ihr großes Abenteuer, denn sie lassen sich mit einem Unbekannten auf einen Haustausch ein.

Die moderne Villa liegt einsam an einer Steilküste bei Cornwall. Kaum angekommen überschlagen sich merkwürdige Ereignisse und Libby bekommt es mit der Angst zu tun. Umso mehr begrüßen beide den vorzeitigen Abbruch des Tausches, doch auch zu Hause in den eigenen vier Wänden fühlt sich vor allen Dingen Libby nicht mehr wohl.
Als das Paar auch noch eine Leiche im Garten findet und Libby wegen Mordes verhaftet wird, gerät alles aus dem Ruder.

Wer empfindet solch einen Hass um ihnen schaden zu wollen? Liegt die Lösung in Libby´s Vergangenheit, welche sie nach und nach einzuholen versucht?



Meine Meinung:


Bevor ich den Epilog las, dachte ich schon, wieso werden Menschen nicht dafür bestraft, dass sie anderen Leid zufügen? Wie kann es sein, dass man soviel Glück erleben darf, wenn man für den Tod von vielen Menschen verantwortlich ist? Aber dann kam der Epilog und ich war nochmal kurz geschockt und meine Sicht der Dinge hat sich schlagartig geändert.

Aber erstmal zum Anfang der Geschichte, die ich wie auch im ersten Band der Autorin richtig spannend und interessant erzählt empfand. Man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen und endlich wissen, was es mit diesen mysteriösen Vorfällen auf sich hat. Das kann Claire Douglas wirklich hervorragend. Auch der locker leichte Erzählstil lädt dazu ein durch die Seiten zu fliegen.

Nur zum Ende hin hab ich auch hier wieder das Gefühl gehabt, dass einiges an Gedanken und Erklärungen doch geradezu an den Haaren herbeigezogen wurde. Wenn man sich hierbei ein wenig mehr Mühe geben könnte und ein schlüssiges und eher realistisches Ende vollbringen würde, dann hätte der Roman mich vollends packen können.

Auch sind bei mir noch Fragen offen, die mir nicht beantwortet wurden. Nach Zuschlagen des Buches bleiben mir einige Rätsel ungelöst, aber vielleicht ist das ja auch Absicht und man soll diesen Roman noch eine Weile im Kopf behalten. Aber ich bin schrecklich wissbegierig und muss immer einen glatten Schnitt vorfinden, sonst bin ich unzufrieden. Und das ist leider bei "Still Alive" der Fall.

Ich kam auch oft durcheinander mit den Monologen von Beth und Libby. Das hat mich auch extrem gestört. Und Jamie, der Mann von Libby kam mir schon zu Beginn an arg unecht herüber, auch gar nicht mal sympathisch. Wenn sich ein Mann im wirklichen Leben so merkwürdig einer Frau gegenüber verhält, die er liebt, dann läuft sicher einiges schief.


Fazit:

spannende Lektüre, unvorhergesehene Ereignisse, toller Schreibstil, dennoch für mich ein zu offenes Ende und hanebüchene Erklärungen. Da mir das Lesen trotz Verwechslungen beider Protagonistinnen dennoch viel Spaß bereitet hat, vergebe ich gerne noch ganze


4 Sterne !!

Veröffentlicht am 13.07.2019

Mobbing kennt keine Grenzen

R.I.P.
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Inhalt:

Ein brutaler Mörder schlägt zu. Zwei Schüler werden vor laufender Kamera totgeschlagen und die schreckliche Tat über die sozialen Medien verbreitet. Wird es noch weitere Morde geben und warum ...

Inhalt:

Ein brutaler Mörder schlägt zu. Zwei Schüler werden vor laufender Kamera totgeschlagen und die schreckliche Tat über die sozialen Medien verbreitet. Wird es noch weitere Morde geben und warum mussten die beiden Jugendlichen sterben?

Der dritte Fall von Kommissar Huldar und Psychologin Freya !


Meine Meinung:

Die Worte auf dem Klappendeckel: "Dunkel, Brutal, Gnadenlos" habe ich leider schmerzlich vermisst. Ich bin anderes von der Autorin gewohnt.
Der erste Band der Reihe war um Längen besser und ließen einem auch schon mal das Blut in den Adern gefrieren.
Bei R.I.P. ist das überhaupt nicht der Fall. Die ganze Geschichte zieht sich eher wie ein Kaugummi und behandelt zudem eher das Leben von Kommissar Huldar. Für mich liest es sich wie ein Unterhaltungsroman, nicht wie einen Thriller.

Der Schreibstil der Autorin ist nach wie vor einzigartig und man fliegt nur über die Seiten hinweg. Wenn nur der Fall ein wenig düsterer und interessanter gestaltet worden wäre. Wobei ich das Thema gerne verfolgt habe und ich selber Mobbing kennenlernen musste. Daher kann man sich menschlich in einige Vorgehensweisen hinein versetzen. Zwar niemals so tragisch und mit mörderischen Gedanken, aber sensibel und nachempfindend erkennt man schon manche Handlungsvorgänge.

Die Charaktere waren sehr gut gezeichnet und die Emotionen ihnen gegenüber konnte man auch hervorragend abrufen. Gerne hätte ich mehr über Laufhildur(Mobbingopfer) erfahren wollen, aber die Kommissare und deren Ermittlungsarbeit standen dafür viel zu weit im Vordergrund. Für mich zuviel; das hat einen bitteren Nachgeschmack.


Fazit:

Nicht der beste Thriller der Autorin. Hier stehen die Ermittler zu sehr im Vordergrund und von den eigentlichen Opfern erfährt man zu wenig. Der Schreibstil ist dafür aber wieder mal fast perfekt und alleine deswegen lohnt es sich schon zu R.I.P. zu greifen. Da mir aber ein wenig an Spannung und intensiven Gesprächen mit Opfern/Tätern gefehlt haben, kann ich nicht fünf dafür aber hervorragende


4 Sterne

vergeben !

Veröffentlicht am 05.07.2019

Im Laufe des Buches verliert sich der Fokus

Die Frau aus Oslo
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Inhalt:



Im Jahre 1942 in Oslo lernt die junge Jüdin Ester den Widerstandskämpfer Gerhard kennen. Er wird des Mordes an seiner Frau verdächtigt und noch Jahrzehnte später beschäftigt Ester sich mit ...

Inhalt:



Im Jahre 1942 in Oslo lernt die junge Jüdin Ester den Widerstandskämpfer Gerhard kennen. Er wird des Mordes an seiner Frau verdächtigt und noch Jahrzehnte später beschäftigt Ester sich mit der Frage, ob er tatsächlich den Mord begangen hat. Denn plötzlich war er verschwunden und taucht erst Jahre später in ihrem Leben wieder auf.

Ester musste ebenfalls fliehen und ihre Eltern zurücklassen, die deportiert wurden. Auch dies macht der jungen Widerstandskämpferin zu schaffen und sie versucht die Schuldigen zu finden, die dies ihrer Familie angetan haben.





Meine Meinung:



Gleich zu Beginn wird man sofort in die Story hineingeworfen und man hat das Gefühl, ein wenig überfordert zu werden. Alleine die Tatsache, dass viele Gegenden wie Straßennamen, Gebäude für einen Nicht Schweden schwierig sind im Gedächtnis verankert zu werden.

Hinzu kommen dann noch die über etliche Seiten hinweg detailliert beschriebenen langweiligen Handlungen, die nicht Storyrelavant sind. Ich muss nicht wissen, wie man oder was man sich anzieht, wieviele Straßen man überquert oder wie man eine Stubenfliege mit einer Klatsche erledigt. Dadurch zieht sich meiner Meinung nach enorm die Handlung, die auch deswegen an Spannung verliert. Hinzu kommen dann Konzentrationslücken, die durch die vielen und schnellen Zeitsprünge ebenfalls entstehen.



Zur Verdeutlichung hier mal ein Beispiel:



"Sie fährt den Kirkeveien hinauf, kommt am Eisentor des Vigelandparks vorbei. Sie bleibt vor der roten Ampel an der Kreuzung mit der Middelthuns gate stehen, schaut in den Spiegel. Jetzt müsste sie normalerweise geradeaus fahren, zum Makrellbekken und der Njardhalle ....."





Im Grunde ist diese Geschichte schnell erzählt und nur am Anfang empfand ich sie eigentlich recht ungewöhnlich und interessant. Aber dieses Gefühl verschwindet rasch und die Lust am Weiterlesen wird getrübt. Schade, denn ich denke, hier wurde großes Potenzial verschenkt, obwohl der Schreibstil der Autorin leicht und locker durch die Seiten glitt.



Ich konnte mich auch mit keinem der Protagonisten besonders anfreunden und die Empathie blieb leider aus. Woran das genau gelegen haben könnte, kann ich gar nicht mal richtig erklären. Vielleicht einfach die Tatsache, dass gerade alle Personen im Gegensatz zu den anderen Dingen, nie wirklich beschrieben wurden. Ich konnte keinerlei Bezug zu ihnen aufnehmen und die Emotionen, die sie hätten empfinden müssen, wurden auch nur lapidar ausgedrückt oder waren gar nicht vorhanden. Oftmals empfand ich die Dialoge recht kalt, schwach und zusammenhanglos.



Bis zum Ende haben sich für mich keinesfalls alle offenen Fragen beantworten lassen und deswegen ist für mich weder die Aufklärung noch die Sichtweise einiger Protagonisten schlüssig. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, mit welchem Gefühl ich zurückgelassen werde. Auf jeden Fall mit Unverständnis und Unglaubwürdigkeit der dargestellten Geschehnisse.





Fazit:



Für mich einer der wenigen schlechteren Schweden Krimis. Viel zu viel lag der Fokus auf Nichtigkeiten und die eigentliche Story litt stark darunter. Auch die Schreibweise der Autorin konnte hierüber nicht hinwegtrösten. Schwach ausgereifte Geschichte, kaum klar gezeichnete Charaktere und eine mir nicht ganz schlüssige Auflösung des Ganzen vermiesten mir den Lesespaß. Daher kann ich keine klare Empfehlung aussprechen und vergebe auch nur gerade so



3 Sterne !!