kein Thriller
MeeresdunkelZwei Familien fliegen im Herbst nach Mallorca. Beide haben dasselbe renovierungsbedürftige Ferienhaus gebucht. Nach der ersten Nacht entscheiden sie, den einwöchigen Urlaub gemeinsam zu verbringen. Doch ...
Zwei Familien fliegen im Herbst nach Mallorca. Beide haben dasselbe renovierungsbedürftige Ferienhaus gebucht. Nach der ersten Nacht entscheiden sie, den einwöchigen Urlaub gemeinsam zu verbringen. Doch statt Urlaub und Erholung erwartet sie Betrug, Unfall, Tod und Unwetter.
Das Buch ist in 3 Abschnitte unterteilt: Ankunft, Aufenthalt und Abreise. Jedes relativ kurz gehaltene Kapitel ist mit dem Namen einer handelnden Person überschrieben. Das macht das Lesen leicht und kurzweilig.
Till Raether hat einen guten Schreibstil. Sowohl Orte und Landschaft als auch Personen, deren Gedanken und Gefühle, werden sehr bildlich, verständlich und nachvollziehbar beschrieben.
Allerdings hapert es an der Story. Anreise und Ankunft ziehen sich sehr hin. Der zweite Teil beginnt dann plötzlich mit einer ganz anderen Geschichte, die 1995 in Berlin spielt. An dem ausgehöhlten Buch merkt die Leserin zwar, dass es einen Bezug zum Ferienhaus auf Mallorca geben muss, aber eigentlich wird eine Jugendliebe zweier Ausgestoßener erzählt.
Am Ende ist das verständlich, die Auflösung insgesamt aber sehr konstruiert.
Auf jeden Fall fehlt der Thrill, diese unterschwellige Spannung, die einen guten Thriller ausmacht. Hier wird eher die Geschichte zweier Familien, hauptsächlich mit Blick auf die Vergangenheit, erzählt.
Wer so etwas mag, ist hier gut aufgehoben. Thrillerleserinnen eher nicht.