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Veröffentlicht am 08.11.2025

Schöner Start in die Weihnachtszeit

Winterzauber in der kleinen Stofftierklinik
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Ruby lässt alles stehen und liegen, als ihre Großmutter dringend Unterstützung in der Kuscheltierklinik benötigt. Dieses kuschelige Dorf mit seinen freundlichen Dorfbewohnern bildet einen gut gelungenen ...

Ruby lässt alles stehen und liegen, als ihre Großmutter dringend Unterstützung in der Kuscheltierklinik benötigt. Dieses kuschelige Dorf mit seinen freundlichen Dorfbewohnern bildet einen gut gelungenen Kontrast zu dem Chaos und den kalten Personen, die Ruby in London zurücklässt. In Cornwall lernt sie Dylan kennen, den sie sofort anziehend findet, auch wenn sein kaltes Verhalten sie zu Beginn abstößt. Durch verschiedene Umstände laufen sie sich aber noch öfter über den Weg und die Hintergründe seines Verhaltens werden deutlicher.

Insgesamt hat mir das Buch ein kuschliges Wintergefühl vermittelt. Die Grenzen zwischen gut und böse sind sehr gut erkennbar und die meisten Menschen sind einfach nur super herzlich und wollen vor allem einfach nur helfen. Das ist auch etwas, was wir uns immer wieder in Erinnerung rufen sollten und mehr auf ein Miteinander zu achten, statt ein Gegeneinander zu haben. Etwas wild fand ich einen Charakter, der als erwachsener Mensch meiner Meinung nach sich durchaus hätte anders verhalten können, auch wenn er so empfand.

Richtig toll fand ich die Idee mit der Stofftierklinik. Ich würde am Liebsten dort aushelfen. Die Oma führt die Klinik mit so viel Herzblut und die Welt der Kinder und ihre emotionale Bindung zu ihren Kuscheltieren wird sehr ernst genommen.

Etwas schade fand ich leider das Ende. Für mich wirkte es nicht so ganz stimmig, da es mir etwas zu sehr übers Knie gebrochen wirkte. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass das Buch noch ein paar Stunden länger die Handlung begleitet hätte. So kam das Ende doch etwas abrupt.

Ich kann das Buch allen empfehlen, die so langsam schonmal gemütlich in die kalte Jahreszeit starten wollen, seid nur auf ein recht abruptes Ende gefasst.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Starker Auftakt zur neuen Trilogie

House of Ash and Shadow - Die goldene Stadt 1
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Zuerst möchte ich kurz auf den äußeren Anblick eingehen, der dieses Buch bietet, denn schon da ist das Buch meiner Meinung nach ein absoluter Hingucker. Das lila und schwarz gehaltene Cover mit der goldenen ...

Zuerst möchte ich kurz auf den äußeren Anblick eingehen, der dieses Buch bietet, denn schon da ist das Buch meiner Meinung nach ein absoluter Hingucker. Das lila und schwarz gehaltene Cover mit der goldenen Schrift verleiht dem Buch etwas mystisches und dennoch edles. Auch der Farbschnitt reiht sich super in das Gesamtensemble ein und gefällt mir mit den kleinen Sternen sehr.

Das Buch handelt von Fallon. Hier hatte ich anfangs kurz Schwierigkeiten, da ich den Namen männlich zugeordnet hätte, er aber weiblich ist. Fallon wächst in einem armen Dorf auf. Womit sie aber besonders zu kämpfen hat, ist der Fluch, der dafür sorgt, dass sie keinen direkten Körperkontakt mit anderen Personen haben kann ohne unerträgliche Schmerzen zu leiden. Als ihr Vater so schwer erkrankt, dass er kurz vor dem Tod steht, macht sie sich auf in die goldene Stadt, um eine Heilung für ihn zu finden.

Ab Seite eins wird man regelrecht in die Geschichte gesaugt und kann das Buch nur noch schwer zur Seite legen. Auch unter widrigen Umständen schaffen es die unglaublich toll entworfenen Figuren einen cosy vibe zu versprühen und man möchte am liebsten in dieser Welt bleiben. Trotz ihres Fluchs und ihrer Herkunft hat Fallon tolle Menschen um sich herum, die sie unterstützen und ihr ermöglichen zu wachsen. Wer würde sich das nicht auch für sich wünschen. Eine schöne Abwechslung war auch, einmal Charaktere zu haben, die ohne Hintergedanken einfach gut zu sein scheinen. Natürlich gibt es auch eindeutige Bösewichte und manche, bei denen es noch spannend bleibt.
Auch schwierigere Themen wie beispielsweise Mobbing oder gesellschaftliche Unterschiede, sowie Privilegien, die unsere westliche Lebensweise uns verschafft, webt die Autorin meisterhaft mit ein, ohne das Buch zu schwer wirken zu lassen.

Besonders gut gefallen hat mir ein weiterer Charakter, der einen leichten Hang zu Mordfantasien hat und der eine zusätzliche Leichtigkeit in das Buch bringt. If you know, you know. 😉

Von meiner Seite aus ist das Buch eine absolute Leseempfehlung und ich kann es gar nicht abwarten, dass der nächste Band erscheint. Aber seit vor dem Cliffhanger gewarnt. 🙊

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Düster und sexy, aber nicht in einer Dark Romance Richtung

House of Rayne
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Das Cover hatte zuerst gar nicht richtig erkannt. Erst nach dem zweiten Blick ist mit der Skelettkopf aufgefallen, was schonmal auf den Horroraspekt hindeutet, der sich in dem Buch wiederfindet. Auch die ...

Das Cover hatte zuerst gar nicht richtig erkannt. Erst nach dem zweiten Blick ist mit der Skelettkopf aufgefallen, was schonmal auf den Horroraspekt hindeutet, der sich in dem Buch wiederfindet. Auch die Schrift deutet mit seinen dunklen Stellen darauf hin.

In diesem Buch geht es um Salem, welche am Altar sitzen gelassen wurde und sich eine Auszeit auf einer abgelegenen Insel nimmt, um ihr Leben neu zu ordnen. Dort trifft sie auf Rayne, die Besitzerin des B&B, die sie magisch anzieht und dies scheint definitiv auf Gegenseitigkeit zu beruhen.

Die Autorin schafft hier etwas ganz besonderes. Sie schafft es, diesen erotischen Teil so zu gestalten, dass sich die Spannung vor allem im ersten Teil des Buches immer wieder durchzieht, ebenso wie explizite Szenen, dies aber nicht den Rest des Buches beeinträchtigt. Zudem wirkt der Verlauf nicht so gekünstelt, wie es in anderen Büchern teilweise der Fall ist. Sollten spicy Szenen nicht so der Fall für einen sein, lassen sich die Seiten gut überblättern, da sie recht kompakt sind.

Nun zum anderen Teil des Buches. Ich bin eigentlich nicht jemand, der so viel von Horror hält, daher war ich mir nicht sicher, wie ich dieses Buch finden würde. Auch in dieser Hinsicht hat mich das Buch positiv überrascht. Auch wenn der Horroranteil im zweiten Teil des Buches steigt, war er gut handelbar. Nur nachts beim Lesen war es mir dann nicht mehr ganz so geheuer. Ich werde nicht auf den Inhalt eingehen, aber ich würde sagen, dass es sich wirklich nur um Horrorelemente handelt, die auch für Anfänger geeignet sind.

Sehr gefreut hat mich in diesem Buch auch, dass es sich um eine queere Beziehung handelt und um zwei starke weibliche Charaktere, deren Charakterentwicklungen auch sehr feinfühlig nachgezeichnet wurden. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Insgesamt kann ich dieses Buch einfach nur empfehlen und hoffe, dass sie Autorin noch weitere Bücher in dieser Richtung schreibt, da es mir doch sehr anders erscheint als die bisherigen Bücher von ihr. Mein Freund fand die Effekte des Buches übrigens auch empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Sehr wertvolles Jugendbuch

Dreamslinger – Der Ruf des Drachen
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Dieses Buch dreht sich um die 14-jährige Aria, die mit einer besonderen Genmutation geboren wurde. Aufgrund eines tragischen Vorfalls werden in ihrem Land Menschen mit dieser Mutation als Gefahr angesehen. ...

Dieses Buch dreht sich um die 14-jährige Aria, die mit einer besonderen Genmutation geboren wurde. Aufgrund eines tragischen Vorfalls werden in ihrem Land Menschen mit dieser Mutation als Gefahr angesehen. Da Personen mit dieser Genmutation nun der Zugang zum Königreich Hanguk geöffnet wurde, wird sie als Spionin dorthin entsandt, um herauszufinden, welchen Plan sie verfolgen. Soll nochmal so ein Unglück herbeigeführt werden? Oder ist das Königreich und seine Absichten gar nicht so böse, wie ihr Glauben gemacht wird?

Mir hat der Aufbau der Geschichte sehr gut gefallen. Zuerst lernt man kurz Arias Hintergrund kennen und ihre aktuellen Lebensumstände. Kurz darauf wird sie schon in eine komplett andere Welt katapultiert. Hier lernt man eine komplett neue Sichtweise auf ihre Genmutation kennen und man fühlt mit Aria mit, wie sie gar nicht anders kann, als gewisse Dinge langsam in Frage zu stellen. Teilweise merkt man natürlich etwas, dass die Zielgruppe eigentlich etwas jünger ist, denn über manche Sichtweisen oder Handlungen konnte ich nur den Kopf schütteln. Auch hätte ich mir gewünscht, dass sich für die Interaktion mit ihren Freunden oder einzelne Handlungen etwas mehr Zeit genommen wurde, aber das liegt vermutlich auch am eigentlichen Zielpublikum.
Was für mich das Buch auch nochmal besonders macht ist, dass Themen wie Inklusion, verschiedene Herkünfte, Freundschaft und Familie in einer ganz unaufgeregten Art behandelt wurden, die diese Themen dennoch ernst genommen hat. Das hat mein Pädagogenherz höher schlagen lassen.

Insgesamt warte ich nun sehnlichst auf Band 2 und möchte ganz dringend einen Traumgefährten. :)

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Schön spannender Krimi

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Zuerst mal zum Äußeren des Buches. Das finde ich sehr gelungen. Die Goldfolie verleiht dem Schriftzug etwas edles, passend zu der Einladung. (Man sollte das Buch nur niemals in eine Tasche stecken. Das ...

Zuerst mal zum Äußeren des Buches. Das finde ich sehr gelungen. Die Goldfolie verleiht dem Schriftzug etwas edles, passend zu der Einladung. (Man sollte das Buch nur niemals in eine Tasche stecken. Das überlebt der Schriftzug leider nicht. Sehr schade…) Und auch der Untertitel in Lack passt hierzu. Sehr positiv fand ich auch, dass alle Figuren auf den Klappeninnenseiten abgebildet sind, sodass man sich vor allem am Anfang besser orientieren kann, auch wenn die Altersangabe und das Bild bei manchen Figuren nicht so ganz passen.

Nun zum Inhalt: Mimi und ihre Enkelin folgen der Einladung zu einer 20er Jahre Party, auf der eine Auktion stattfindet, bei welcher Mimi teilnehmen soll. Kurz darauf wird die Gastgeberin tot aufgefunden. Die Escape-Room Atmosphäre kombiniert mit der Tatsache, dass sich keiner zu kennen scheint und jeder ein Mordmotiv haben könnte, bringt sehr schnell Spannung in den Krimi rein und als Leser ist man sofort mit dabei und versucht zu ergründen, wer der Täter sein könnte. Durch immer neue Verwicklungen und neue Geschehnisse gepaart mit dem angenehmen Schreibstil fliegt man quasi nur so durch das Buch, durch welches man von dem sehr ungleichen Ermittlerduo geführt wird. Gefallen hat mir hierbei auch die Entwicklung der beiden Hauptpersonen.

Schade fand ich allerdings, dass es meiner Meinung nach nicht möglich war, das Rätsel selbstständig zu lösen. Selbst bei der Aufklärung habe ich kleine Teile nicht verstanden. Dafür, dass auf dem Cover der Dackel doch recht schnell ins Auge fällt fand ich es sehr schade, dass er im Krimi eigentlich gar keine Bewandtnis hat. Wenn er schon auf dem Cover auftaucht, sollte er auch etwas mehr Auftritte im Buch haben..

Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, dass einen bis zum Ende rätseln lässt mit nur ein paar kleinen Schönheitsfehlern. Aber wenn man den Einband nicht zerlegen will, sollte man es nur zu Hause lesen…

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