Blaue Scherben
Grüne Mark und Weißer TodGraz, 1897. Ein Toter, erwürgt. Der junge Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum, von Ehrgeiz gepackt und in Konkurrenz zu einem Kollegen, kommt nicht so recht voran. Ein zweiter Ermordeter, wieder mit mysteriösen ...
Graz, 1897. Ein Toter, erwürgt. Der junge Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum, von Ehrgeiz gepackt und in Konkurrenz zu einem Kollegen, kommt nicht so recht voran. Ein zweiter Ermordeter, wieder mit mysteriösen blauen Glasscherben am Tatort, gibt noch mehr Rätsel auf. Stahlbaum sucht Unterstützung bei seinem Freund Dr. Titus Pyrner. Der hat eigene Sorgen, einen strengen Vater und eine recht eigenwillige Verlobte. Die hat der Untersuchungsrichter auch.
Gudrun Wiesner schildert ihre Personen nahbar, zeichnet ihre Charaktere gut vorstellbar. Zudem gibt sie einen Einblick in die Verhältnisse in Österreich zum Ende des 19. Jahrhunderts, schildert die Probleme bei Ermittlungen ohne moderne Technik und mit kaum etwas Anderem als fleißiger Recherche, klugem Verstand und viel Mut. Den beweisen ausgerechnet die jungen Frauen, viel emanzipierter, als man annehmen konnte.
Unaufgeregter, gemütlich zu lesender Kriminalroman.