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Sarah203

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Veröffentlicht am 08.04.2021

Der bisher schwächste Thriller von Karen Rose

Todesbräute
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Kurzfassung

Dutton, Georgia. In der Kleinstadt geht die Angst um, denn ein Serienmörder tötet junge, attraktive Frauen und legt diese in Decken eingewickelt in Gräben nahe der Stadt ab. Alle Opfer wurden ...

Kurzfassung

Dutton, Georgia. In der Kleinstadt geht die Angst um, denn ein Serienmörder tötet junge, attraktive Frauen und legt diese in Decken eingewickelt in Gräben nahe der Stadt ab. Alle Opfer wurden vergewaltigt und dermaßen brutal misshandelt, dass ihre Gesichter nicht mehr zu erkennen sind. Der Mörder hinterlässt an jedem Opfer eine Botschaft in Form eines Schlüssels: doch für wen ist diese Botschaft, und was hat sie zu bedeuten? Special Agent Daniel Vartanian trifft während seiner Ermittlungen auf lang gehütete Geheimnisse und einen Sumpf aus Eskapaden, Erpressungen und Gewalt, die in dieser Kleinstadt schon zu lange unter der Oberfläche brodeln. Als dann auch noch Alex Fallon in Dutton auftaucht, um ihre verschwundene Stiefschwester zu suchen, gerät das soziale Gefüge der Stadt vollends ins Wanken, und die Ereignisse überschlagen sich. Alle Spuren deuten darauf hin, dass die aktuellen Morde mit einem Verbrechen zusammenhängen, dass vor 13 Jahren stattfand: das damalige Opfer war ausgerechnet Alex Fallons Zwillingsschwester. Ist der Täter von damals zurückgekehrt oder stehen die Taten überhaupt nicht in Zusammenhang? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn keine Frau ist mehr sicher.

Handlung

Wie für Karen Rose typisch treibt auch im zweiten Buch der Vartanian-Reihe "Todesbräute" ein Serienmörder sein Unwesen. Der erste Mord in Dutton geschieht eine Woche nach der Beerdigung von Daniel Vartanians Bruder Simon, der im ersten Band "Todesschrei" siebzehn Menschen grausam ermordete. Während der Ermittlungen trifft Special Agent Daniel Vartanian auf Alex Fallon, die nach Dutton gekommen ist, um nach ihrer Stiefschwester Bailey zu suchen, die seit einigen Tagen spurlos verschwunden ist. Nach und nach wird klar: die aktuellen Morde hängen mit Ereignissen zusammen, die vor dreizehn Jahren ihren Lauf nahmen, und die sowohl mit Daniel Vartanians als auch Alex Fallons Vergangenheit untrennbar verbunden sind.

Charaktere

Eigentlich gelingt es Karen Rose sonst leicht, den Charakteren ihrer Geschichten Leben einzuhauchen. Meist sind es Menschen mit Ecken und Kanten, deren Eigenheiten einem als Leser manchmal den letzten Nerv rauben und deren Handlungen und Gedankengänge nicht immer vollkommen nachvollziehbar sind. Doch das macht sie für mich normalerweise um so menschlicher. Leider verliert sich in "Todesbräute" der Plot so sehr in einer Vielzahl von Opfern, Verdächtigen und deren Verstrickungen, dass ich beim Lesen irgendwann schlichtweg den Überblick verloren habe. Da tauchen plötzlich Personen wieder auf, die 150 Seiten zuvor in einem Nebensatz erwähnt wurden, nur um jetzt der Handlung eine ach so entscheidende Wendung zu geben. Durch die schiere Anzahl an Protagonisten ist eine Charakterentwicklung, wenn überhaupt, nur rudimentär gegeben, so dass ein Mitfiebern, Mitleiden und Miterleben bei mir dieses Mal völlig ausblieb.

Schreibstil

Der Schreibstil von Karen Rose ist wie immer leicht zu lesen und hat keinerlei literarischen Tiefgang, doch das erwarte ich von einem (Lady)Thriller auch gar nicht. Ich möchte unterhalten werden und möchte das Prickeln der Spannung erleben. Dies gelingt in "Todesbräute" leider nicht, denn die Handlung wirkt dermaßen konstruiert, dass ich irgendwann nicht mehr wirklich folgen konnte. Dabei ist die Grundidee dieses Thrillers durchaus interessant, verliert sich aber wie oben schon geschrieben in einer Vielzahl von Charakteren und Verstrickungen.

Fazit

Auch in ihrem zweiten Roman aus der Vartanian-Reihe, "Todesbräute", bleibt Karen Rose ihrem gewohnten Schema treu: zwei attraktive, intelligente und liebenswerte Menschen, jeweils beeinträchtigt durch einen schweren Schicksalsschlag, treffen zufällig aufeinander und fühlen sich magisch voneinander angezogen, während eine Verbrechensserie ihren Lauf nimmt und auch vor mindestens einer der Hauptfiguren keinen Halt macht. Errettet aus größter Gefahr, bekennen sich die beiden Personen zu ihren Gefühlen und schwören, sich nie wieder loszulassen. Wer diese Vorhersehbarkeit und die stets zugrundeliegenden Liebesgeschichten innerhalb eines Thrillers mag, der ist mit einem Ladythriller von Karen Rose im Allgemeinen gut bedient. Nachdem ich bereits alle sechs Bände der Chicago-Reihe und den ersten Band der Vartanian-Reihe gelesen habe, muss ich jedoch sagen, dass "Todesbräute" für mich bisher das schwächste Buch der Autorin ist, was vor allem an den schwach gezeichneten Charakteren und dem sehr konstruierten Plot liegt. Ich musste mich dieses Mal wirklich zwingen, das Buch zu Ende zu lesen und hoffe, dass der dritte Band "Todesspiele" wieder deutlich spannender und fesselnder daherkommt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2021

Ein tapferes und intelligentes Volk zwischen Tradition und Moderne

Das Volk der Raben
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Titel: Das Volk der Raben - Der Aufstieg
Autor: Klaus D. Kuhlmann

Klappentext:
Dies ist die Geschichte eines Volkes auf seinem Weg durch die Zeiten. Von den Ursprüngen vor fast 3000 Jahren bis heute. ...

Titel: Das Volk der Raben - Der Aufstieg
Autor: Klaus D. Kuhlmann

Klappentext:
Dies ist die Geschichte eines Volkes auf seinem Weg durch die Zeiten. Von den Ursprüngen vor fast 3000 Jahren bis heute. Sie kamen vom Unterlauf der Donau, bauten Städte und Häfen rund ums Mittelmeer und wurden allseits geachtete Handelspartner, aber auch gefürchtete Gegner und zuverlässige Freunde. Aber vor allem waren sie Raben, ein Volk mit eigener Religion und strengen Regeln. Ihre Überlieferungen weichen sehr stark von der heute allgemein als richtig anerkannten Geschichtsschreibung ab, weshalb sie weitestgehend unbekannt geblieben sind. Große und mächtige Reiche entstanden und zerfielen, Religionen entstanden und veränderten sich. Die Raben aber blieben ein gesundes Volk im Verborgenen.

Rezension:

Kurzfassung

Vor 3000 Jahren treffen zwei Männer namens Rabo und Welgo mitten in der Wüste auf einen alten, hilflosen und verängstigten Mann namens Elias. Sie bieten ihm ihre Hilfe an und erhalten von ihm dafür eine Prophezeiung: sie und ihre Nachkommen haben eine große Zukunft vor sich, wenn sie stets zusammenhalten und sich auf die eigene Kraft und Bedeutung besinnen. Nach Jahren des Reisens und des Handelns in aller Herren Länder, kehren die beiden Blutsbrüder sodann in ihre Heimat zurück und begründen aufgrund ihrer mitgebrachten Erfahrungen und der Prophezeiung des Elias eine neue Gesellschaftsordnung mit strengen Regeln und einem eigenen Glauben: das Volk der Raben.

Handlung

Im Buch "Das Volk der Raben - Der Aufstieg" beschreibt Klaus D. Kuhlmann die Reise des Rabenvolkes von seiner Gründung und Entstehung in der Frühzeit bis zu der Zeit der Kreuzigung Jesus. Er erzählt die Chronik eines Volkes, das nach festen Regeln und Traditionen lebt, großes handwerkliches Geschick beweist, Handel mit zahlreichen Völkern treibt und fortschrittliche zivilisatorische Ideen verfolgt, um den eigenen Bestand zu sichern. Ob nun durch Krankheiten, Glaubenskriege, Umweltkatastrophen, immer wieder ist das Volk der Raben gezwungen, sich neu zu erfinden, sich zu entwickeln, ja sogar neue Heimaten zu erobern, ohne dabei die eigenen Wurzeln zu vergessen. Im Laufe der Jahrhunderte zeigen sich zwei grundlegende Problemfelder, die die Entwicklung des Rabenvolkes wiederkehrend beeinflussen: zum einen die Gefahr von außen, durch sich verändernde globale Machtverhältnisse (unverschuldet) zwischen die Fronten zu geraten und dabei eventuell zugrunde zu gehen, und zum anderen die Gefahr von innen, durch den permanenten Zwiespalt zwischen dem Festhalten an Traditionen und der (notwendigen?) Anpassung an die Moderne, Teile der Gesellschaft bis hin zur eigenen (Volks)Identität zu verlieren.

Charaktere

Im Laufe der Chronik des Rabenvolkes begegnen dem Leser eine Vielzahl von Charakteren, deren Bedeutung für den Fortgang der Geschichte nicht immer sofort erkennbar ist. Es bleiben jeweils nur wenige Seiten, um die punktuell herausgegriffenen Ereignisse aus über 3000 Jahren zu schildern, was naturgemäß dazu führt, dass die Entwicklung der Charaktere kaum stattfinden kann. Kaum hat man sich in einem Zeitalter mit den geschichtlichen und religiösen Umständen vertraut gemacht und die bestimmenden Charaktere dieser Epoche kennengelernt, schon folgt ein Zeitsprung und die Protagonisten des letzten Kapitels sind nicht mehr als eine Randnotiz oder ein Verweis in den Annalen der Vergangenheit. Dieser Umstand macht es unheimlich schwer, sich in die Handlung der Geschichte einzufühlen oder sich gar mit dem Erleben der Handelnden zu identifizieren. Die Protagonisten sind, geschuldet dem schieren Umfang der zu erzählenden Jahre, nur sehr oberflächlich gestaltet, es bleibt einfach nicht genug Raum, ihnen Eigenheiten wie Ecken und Kanten zu verleihen. Genau das ist für mich einer der Schwachstellen dieses Buches: die Charaktere sind austauschbar und nehmen mich selten mit. Selbst für die Geschichte des Volkes der Raben so prägende Charaktere wie die Begründer des Volkes Rabo und Welgo oder auch der Prophet Elias haben für mich keinen Wiedererkennungswert. Ihr Erleben, ihre Wünsche, ihre Ängste, ihre Träume, ihre Gefühle, all das bleibt verborgen, und die jeweiligen Protagonisten damit eindimensional.

Schreibstil

Die Erzählweise in "Das Volk der Raben" ist sehr wechselhaft. Manche Kapitel haben mich durch eine lebhafte Gestaltung begeistert mitgerissen, andere hingegen wirkten auf mich sehr ermüdend. Vor allem wenn seitenweise globale Entwicklungen durch das Benutzen von indirekter Rede geschildert wurden, um die Erzählung auf dem Zeitstrahl der Geschichte voranzutreiben, fühlte ich mich als Leserin wenig abgeholt oder mitgenommen. So mancher Dialog wirkte seltsam hölzern, die Handlungsmotive einzelner Protagonisten wurden mir nicht präzise genug herausgearbeitet, Kausalketten nicht deutlich genug dargestellt.

Fazit

Beim Lesen dieses Buches merkt man sofort: Klaus D. Kuhlmann hat sich intensiv mit Themen wie Religionsgeschichte und der Geschichte der Zivilisation beschäftigt. Diese immens großen Themen in ein Buch zu packen, ist unbestritten eine Herausforderung. Und um ganz ehrlich zu sein: der Funke ist bei mir nicht immer übergesprungen. Ob es nun an meinem mangelnden Hintergrundwissen lag, oder ob der Autor wirklich ein zu großes Faktenwissen voraussetzt: ich musste mich phasenweise wirklich zwingen, das Buch weiterzulesen. Allzu oft verlor ich die Orientierung zwischen Saduzzäern, Babyloniern, Griechen, Römern und Phöniziern. Oft wusste ich nicht mehr, wer Feind oder Freund war oder wer gerade wen aus welchen Gründen hinterging. Oft fehlten mir die Entwicklung von Charakteren oder das Zeichnen von lebensnahen und farbenfrohen Bildern vor meinem geistigen Auge, die ein Mitfiebern oder Mitleiden mit dem Volk der Raben erst ermöglicht hätten. In den vielen Kapiteln jedoch, in denen es Klaus D. Kuhlmann gelingt, Emotionen zu wecken und Geschichte lebendig werden zu lassen, ist "Das Volk der Raben - Der Aufstieg" eine tolle Lektüre, die Lust macht, den zweiten Teil dieser Chronik zu lesen, um den Kampf dieses tapferen Volkes um das Fortbestehen seiner Traditionen und Werte beizuwohnen. Nicht zuletzt die schon jetzt im Buch auftauchenden Zeitsprünge in die Gegenwart lassen noch spannende Ereignisse erwarten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2021

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten

Todesschrei
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Kurzfassung

Dr. Sophie Johannsen ist Archäologin, die schon weltweit an Ausgrabungen beteiligt war. Als ihre Großmutter einen Schlaganfall erlitt, kehrte sie in die Staaten zurück. Nun lehrt sie zum einen ...

Kurzfassung

Dr. Sophie Johannsen ist Archäologin, die schon weltweit an Ausgrabungen beteiligt war. Als ihre Großmutter einen Schlaganfall erlitt, kehrte sie in die Staaten zurück. Nun lehrt sie zum einen am College, und zum anderen arbeitet sie in einem kleinen Museum, wo sie die Besucher mit lebensnahen Führungen begeistert. Eines Tages ändert sich ihr Leben schlagartig als sie von der Polizei um Mithilfe bei einer Mordserie gebeten wird. Auf einem einsamen Feld finden sich sechzehn Gräber, zum Teil noch unbenutzt. Die gefundenen Leichen weisen Spuren von Misshandlungen auf, und es wird den Ermittlern schnell klar, dass der Serienmörder seine Opfer mit mittelalterlichen Techniken foltert und bestraft. Doch wer sind diese Opfer, und warum wurden sie auf diese grausame Art getötet? Detective Vito Ciccotelli setzt mit seinem Team alles daran, den Täter schnell zu fassen, ahnt jedoch nicht, dass seine Nachforschungen Sophie immer mehr in den Fokus des Serienkillers geraten lassen.

Handlung

Wie für Karen Rose typisch treibt auch in diesem Buch ein psychopathischer Serienmörder sein Unwesen. Während der Ermittlungen trifft Vito Ciccotelli auf die Archäologin Sophie Johannson, die sich als absolute Bereicherung, sowohl für die Jagd nach dem Mörder als auch für sein eigenes Leben herausstellt.

Charaktere

Karen Rose schafft es in meinen Augen sehr leicht, den Charakteren Leben einzuhauchen. Sie sind Menschen mit Ecken und Kanten, deren Eigenheiten einem als Leser manchmal den letzten Nerv rauben und deren Handlungen und Gedankengänge nicht immer vollkommen nachvollziehbar sind. Doch das macht sie für mich gerade um so menschlicher.
Besonders gelungen finde ich, dass viele der Akteure dieses Buches schon in den Vorgängerromanen eine Rolle spielen, so dass sie dem Leser immer mehr ans Herz wachsen können. Um die Entwicklung dieser Charaktere am besten nachzuvollziehen, empfiehlt es sich, die Bücher in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, jedoch ist dies kein Muss. "Todesschrei" ist der erste Teil der sogenannten Vartanian-Reihe und spielt in Philadelphia. Im Mittelpunkt steht unter anderem Vito Ciccotelli, der schon im fünften Band der Chicago-Reihe in Erscheinung getreten ist. Auch dem Rest des Ciccotelli-Clans begegnet der Leser wieder, was auf mich wie Wiedersehen mit alten Bekannten wirkt. Es ist schön mitzuerleben, wie sich das Leben der einzelnen Charaktere weiterentwickelt hat.

Schreibstil

Der Schreibstil von Karen Rose ist leicht zu lesen und hat keinerlei literarischen Tiefgang, doch das erwarte ich von einem (Lady)Thriller auch gar nicht. Ich möchte unterhalten werden, möchte das Prickeln der Spannung erleben und dies gelingt der Autorin mühelos.

Fazit

Auch in ihrem ersten Roman aus der Vartanian-Reihe, "Todesschrei", bleibt Karen Rose ihrem gewohnten Schema treu: zwei attraktive, intelligente und liebenswerte Menschen, jeweils beeinträchtigt durch einen schweren Schicksalsschlag, treffen zufällig aufeinander und fühlen sich magisch voneinander angezogen, während eine Verbrechensserie ihren Lauf nimmt und auch vor mindestens einer der Hauptfiguren keinen Halt macht. Errettet aus größter Gefahr, bekennen sich die beiden Personen zu ihren Gefühlen und schwören, sich nie wieder loszulassen. Wer diese Vorhersehbarkeit und die stets zugrundeliegenden Liebesgeschichten innerhalb eines Thrillers mag, der ist mit einem Ladythriller von Karen Rose gut bedient. Ich hatte mir erhofft, dass mit dem Beginn der neuen Reihe auch das Schema der Handlungsabläufe in den Büchern von Karen Rose neue Elemente erhält, doch sie bleibt ihrem Schema F leider absolut treu, so dass das Ende des Buches und der Fortgang der Geschichte sehr vorhersehbar sind. Dennoch habe ich es gern gelesen, denn zum einen fand ich die Idee der Mittelalter-Folter-Inszenierungen reizvoll, und zum anderen hat mich, wie oben schon erwähnt, das Wiedersehen mit alten Protagonisten aus vorangegangenen Geschichten gefreut.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2021

Heiss glüht mein Hass

Heiß glüht mein Hass
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Kurzfassung

Reed Solliday ist ein Brandursachenermittler in Chicago, der bei einem Hausbrand auf die verkohlten Überreste einer jungen Frau trifft. Als die Obduktion zu dem Ergebnis kommt, dass die Frau ...

Kurzfassung

Reed Solliday ist ein Brandursachenermittler in Chicago, der bei einem Hausbrand auf die verkohlten Überreste einer jungen Frau trifft. Als die Obduktion zu dem Ergebnis kommt, dass die Frau kurz vor dem Brand ermordet wurde, wird Solliday der Chicagoer Polizei unterstellt und sieht sich mit Mia Mitchell als seiner neuen Partnerin für die Dauer der Ermittlungen konfrontiert.
Beide, sowohl Reed als auch Mia, sind alles Andere als begeistert von der aufgezwungenen Zusammenarbeit, erkennen aber schnell, dass sie sich aufeinander verlassen müssen, denn zum einen eskaliert die Brandserie in immer grausamerem Umfang, und zum anderen entgeht Mia Mitchell selbst nur knapp einem Mordanschlag. Handelt es sich um ein und denselben Täter? Was treibt ihn an, diese grausamen Taten zu begehen? Und wer ist die geheimnisvolle blonde Frau, die Mia seit ein paar Tagen immer wieder kurz auftauchen sieht?

Handlung

Die Handlung von "Heiss glüht mein Hass" spielt ungefähr zwei Jahre nach den Geschehnissen von "Nie wirst du entkommen". Mia Mitchell lernt ihren neuen Partner Reed Solliday kennen. Beide haben in ihrem Privatleben gerade immense Probleme: Mias verhasster Vater ist vor kurzem verstorben, ihre Schwester Kelsey sitzt seit Jahren wegen bewaffneten Raubüberfalls im Gefängnis, all ihre Freunde um sie herum werden sesshaft und gründen Familien, während Mia nur mit ihrem Job verheiratet ist. Reed hingegen ist ein verwitweter alleinerziehender Vater, dessen pubertäre Tochter sich äußerst auffällig verhält. Sowohl Mia als auch Reed sehnen sich nach körperlicher Nähe und können sich schon bald der sexuellen Anziehung zwischen ihnen nicht mehr erwehren. Doch obwohl beide nach außen hin beteuern, nur eine Affäre ohne Verpflichtungen zu suchen, entwickelt sich in ihnen der unbändige Wunsch nach einem Zuhause und einer aufrichtigen Beziehung.

Charaktere

Karen Rose schafft es in meinen Augen sehr leicht, den Charakteren Leben einzuhauchen. Sie sind Menschen mit Ecken und Kanten, deren Eigenheiten einem als Leser manchmal den letzten Nerv rauben und deren Handlungen und Gedankengänge nicht immer vollkommen nachvollziehbar sind. Doch das macht sie für mich gerade um so menschlicher.
Besonders gelungen finde ich, dass viele der Akteure dieses Buches schon in den Vorgängerromanen eine Rolle spielen, so dass sie dem Leser immer mehr ans Herz wachsen können. Um die Entwicklung dieser Charaktere am besten nachzuvollziehen, empfiehlt es sich, die Bücher in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, jedoch ist dies kein Muss.

Schreibstil

Der Schreibstil von Karen Rose ist leicht zu lesen und hat keinerlei literarischen Tiefgang, doch das erwarte ich von einem (Lady)Thriller auch gar nicht. Ich möchte unterhalten werden, möchte das Prickeln der Spannung erleben und dies gelingt der Autorin mühelos.

Fazit

Auch in ihrem sechsten Roman aus der Chicago-Reihe, "Heiss glüht mein Hass", bleibt Karen Rose ihrem gewohnten Schema treu: zwei attraktive, intelligente und liebenswerte Menschen, jeweils beeinträchtigt durch einen schweren Schicksalsschlag, treffen zufällig aufeinander und fühlen sich magisch voneinander angezogen, während eine Verbrechensserie ihren Lauf nimmt und auch vor mindestens einer der Hauptfiguren keinen Halt macht. Errettet aus größter Gefahr, bekennen sich die beiden Personen zu ihren Gefühlen und schwören, sich nie wieder loszulassen. Wer diese Vorhersehbarkeit und die stets zugrundeliegenden Liebesgeschichten innerhalb eines Thrillers mag, der ist mit einem Ladythriller von Karen Rose gut bedient.

Insgesamt gesehen, vergebe ich drei von fünf möglichen Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2021

Ein Karen Rose Roman in typischer Manier

Nie wirst du entkommen
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Kurzfassung

Tess Ciccotelli ist eine erfolgreiche und angesehene Psychiaterin in Chicago. Doch eines Tages ändert sich ihr ganzes Leben als mehrere ihrer Patienten Selbstmord begehen. Die Umstände dieser ...

Kurzfassung

Tess Ciccotelli ist eine erfolgreiche und angesehene Psychiaterin in Chicago. Doch eines Tages ändert sich ihr ganzes Leben als mehrere ihrer Patienten Selbstmord begehen. Die Umstände dieser Selbsttötungen sind auffällig, so dass die Chicagoer Polizei, vor allem vertreten durch Todd Murphy und Aidan Reagan, die Ermittlungen aufnimmt. Im Laufe der Untersuchungen vermehren sich die Hinweise, dass die armen Menschen auf äußerst grausame Weise in den Tod getrieben wurden. Tess Ciccotelli gerät in den Kreis der Verdächtigen, doch bald wird klar, dass sie selbst im Mittelpunkt eines von langer Hand geplanten und besonders perfiden Racheplans steht. Während Aidan Reagan versucht, den wahren Täter zu finden, sterben in Tess' Umgebung Vertraute und Freunde. Jeder, der ihr nahe steht, scheint in Gefahr zu sein, und dann werden auch noch Tess und ihr Vater entführt. Wer steckt hinter diesem durchdachten Plan, und warum will er Tess zerstören?

Handlung

Die Handlung von "Nie wirst du entkommen" spielt ungefähr zwei Jahre nach den Geschehnissen von "Des Todes liebste Beute". Aidan Reagan lernt bei seinen Ermittlungen die bekannte Psychiaterin Tess Ciccotelli kennen, die er zunächst als äußerst kalte und beherrschte Frau wahrnimmt. Er hegt eine tiefe Abneigung gegen sie, hat sie doch vor Jahren bei einem Prozess als Gutachterin dafür gesorgt, dass ein Kinder- und Polizistenmörder der Todesstrafe entging und stattdessen in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen wurde. Erst im Laufe der Ermittlungen gelingt es ihm, hinter die Fassade der kontrollierten Tess zu schauen und er erkennt, welch warmherzige und gütige Frau in ihr steckt. Während sich die Umstände um sie herum dramatisch zuspitzen, entdecken Tess und Aidan ihre Gefühle für einander.

Charaktere

Karen Rose schafft es in meinen Augen sehr leicht, den Charakteren Leben einzuhauchen. Sie sind Menschen mit Ecken und Kanten, deren Eigenheiten einem als Leser manchmal den letzten Nerv rauben und deren Handlungen und Gedankengänge nicht immer vollkommen nachvollziehbar sind. Doch das macht sie für mich gerade um so menschlicher.
Besonders gelungen finde ich, dass viele der Akteure dieses Buches schon in den Vorgängerromanen eine Rolle spielen, so dass sie dem Leser immer mehr ans Herz wachsen können. Um die Entwicklung dieser Charaktere am besten nachzuvollziehen, empfiehlt es sich, die Bücher in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, jedoch ist dies kein Muss.

Schreibstil

Der Schreibstil von Karen Rose ist leicht zu lesen und hat keinerlei literarischen Tiefgang, doch das erwarte ich von einem (Lady)Thriller auch gar nicht. Ich möchte unterhalten werden, möchte das Prickeln der Spannung erleben und dies gelingt der Autorin mühelos.

Fazit

Auch in ihrem fünften Roman aus der Chicago-Reihe, "Nie wirst du entkommen", bleibt Karen Rose ihrem gewohnten Schema treu: zwei attraktive, intelligente und liebenswerte Menschen, jeweils beeinträchtigt durch einen schweren Schicksalsschlag, treffen zufällig aufeinander und fühlen sich magisch voneinander angezogen, während eine Verbrechensserie ihren Lauf nimmt und auch vor mindestens einer der Hauptfiguren keinen Halt macht. Errettet aus größter Gefahr, bekennen sich die beiden Personen zu ihren Gefühlen und schwören, sich nie wieder loszulassen. Wer diese Vorhersehbarkeit und die stets zugrundeliegenden Liebesgeschichten innerhalb eines Thrillers mag, der ist mit einem Ladythriller von Karen Rose gut bedient.

Insgesamt gesehen, vergebe ich drei von fünf möglichen Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere