Anders als erwartet
The Summer We FellDer Einstieg in das Buch ist mir leider sehr schwer gefallen, da man am Anfang ziemlich reingeschmissen wurde und Namen, Zusammenhänge etc. nicht erklärt wurden. Es hat echt relativ lange gedauert, bis ...
Der Einstieg in das Buch ist mir leider sehr schwer gefallen, da man am Anfang ziemlich reingeschmissen wurde und Namen, Zusammenhänge etc. nicht erklärt wurden. Es hat echt relativ lange gedauert, bis ich mich zurecht gefunden habe und zuordnen konnte, wer wer ist, in welchem Zusammenhang alle miteinander stehen und was gerade abgeht. Je mehr ich gelesen habe, desto besser fand ich es jedoch und letztendlich wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Auch die Kapitel haben eine angenehme Länge. Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, was mir gut gefallen hat, da es Abwechslung mit sich bringt und das Leseerlebnis spannender gestaltet.
Insgesamt fällt es mir trotzdem etwas schwer, meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. 😅
Irgendwie war das Buch ganz anders als erwartet und auch in eine andere Richtung emotional, als ich erwartet hätte. Ich war beim Lesen des Buches vor allem wütend. Aber ich hab's trotz ein paar kleinerer Kritikpunkte insgesamt gerne gelesen.
Die Handlung/Thematik war fesselnd und interessant, wenn auch nicht immer ganz leicht zu lesen. Hab die Thematik (toxisce Beziehung), in der Art wie sie hier beschrieben wurde, so noch in keinem Buch gelesen, fand es aber echt gut umgesetzt.
Was die Charaktere angeht, bin ich sehr zwiegespalten. Dies ist aber mit Sicherheit von der Autorin so beabsichtigt und dementsprechend super umgesetzt. 😊
Donna habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen, sie ist unglaublich fürsorglich und will eigentlich nur das Beste für Juliet, auch wenn ihr das leider nicht so richtig gelingt.
Danny ist meiner Meinung nach eine einzige Red Flag und ein ziemlich großes Arschloch. Ich war selten so sauer und angeekelt von einem Typen wie hier. Ich war beim lesen mancher Stellen wirklich unglaublich wütend und hätte das Buch am liebsten gegen die Wand geschmissen.
Juliet erzählt ihm, dass sie von ihrem Stiefbruder vergewaltigt wurde und alles was er zu sagen hat, ist, dass er sich belogen und betrogen fühlt und enttäuscht ist, dass sie ihm nicht ihre Jungfräulichkeit schenkt.
Zitat:"Nach allem, was du getan hast" Na klar, nach allem, was sie getan hat, logisch, sie ist dran Schuld, dass sie vergewaltigt wurde und er ist hier das Opfer.
Einfach nein zu diesem Typen.
Luke ist auf der einen Seite ein absoluter Schatz, was er alles für Juliet tut und wie er für sie einsteht, ist wirklich toll. Auf der anderen Seite fand ich ihn bei vereinzelten Spice Szenen etwas aufdringlich. 🙈
Die Protagonistin Juliet bleibt mir irgendwie bis zum Schluss ein kleines Rätsel, ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von ihr halten soll. Aber auf jeden Fall ist sie in ihrer Vergangenheit unglaublich oft verletzt und fertig gemacht worden, auf unterschiedliche Art und auch nicht immer absichtlich. Aber das war zum Teil echt nicht schön zu lesen.🙈
Spice Szenen kamen mir persönlich gegen Ende auch etwas zu oft und vereinzelt an etwas unpassenden/ fragwürdigen Stellen vor.
Z.b. fand ich es etwas merkwürdig, dass mehrere Spice Szenen vorkamen, nachdem die beiden sich sieben Jahre nicht gesehen/ gesprochen haben und wirklich einiges zwischen ihnen stand. Dann direkt ins Bett zu springen, ohne wirklicher Kommunikation vorher oder direkt danach, fand ich bissle unglaubwürdig.
Trotzdem war die Beziehung zwischen Juliet und Luke toll mit zu verfolgen und echt voller Anziehung und Knistern.
Insgesamt ein Buch, was anders war als erwartet und auch nicht das erhoffte Highlight aber trotzdem lesenswert. 🥰