Auf jeden Fall lesen
Frisch ermittelt: Der Fall Vera MalottkeAus dem Klappentext
Ostfriesland, 1958: Martha Frisch ist Witwe, eine patente Mittfünfzigerin und ihrer Zeit voraus. In ihrer Heißmangelstube in Leer kriegt sie allerhand Klatsch und Tratsch mit. Als ...
Aus dem Klappentext
Ostfriesland, 1958: Martha Frisch ist Witwe, eine patente Mittfünfzigerin und ihrer Zeit voraus. In ihrer Heißmangelstube in Leer kriegt sie allerhand Klatsch und Tratsch mit. Als eine treue Kundin, die junge Edelprostituierte Vera Malottke, tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird, zerreißt sich die ganze Stadt das Maul über das frivole Frauenzimmer. Die Polizei zeigt wenig Einsatz und legt sich schnell auf den Täter fest: einen alten Freund der Toten, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde. Schließlich möchte man die Honoratioren der Stadt - allesamt Veras Kunden - nicht in die delikate Angelegenheit hineinziehen.
Gemeinsam mit ihrem Großneffen, dem Wachtmeister Hans Frisch, und ihrer Enkelin Annemieke wehrt Martha sich gegen diese Doppelmoral und begibt sich auf die Suche nach dem wahren Täter.
Ich glaube ich habe eine neue Lieblingskrimireihe gefunden.
Vorab möchte ich schicken, dass ich schon lange ein Fan der Autorinnen bin.
Ob nun gemeinsam mit ihren Neuharlingersiel Ermittlern, als auch mit ihren „Solo“-Büchern, sie sind immer lesenswert.
Dementsprechend gespannt war ich, was mich mit Martha und ihrer Truppe erwartet.
Meine Erwartungen wurden zu 100% erfüllt.
Die Protagonisten, alle liebevoll ausgearbeitet und mit einer eigenständigen Persönlichkeit.
Man musste sie entweder mögen, oder auch unsympathisch finden und eine Abneigung gegen sie entwickeln.
Der bildliche, flüssige Schreibstil hat mich mitgenommen, in das beschauliche Leer der 50.iger Jahre.
Ich füllte mich direkt ins Wirtschaftswunder katapultiert.
Auch an Spannung ließen es die Autorinnen nicht mangeln.
Interessant fand ich schon den Plot. Für mich war er angelehnt an den Fall Rosemarie Nitribitt.
Man konnte einige Parallelen feststellen, was aber das Ganze noch interessanter machte.
Ich fühlte mich von ersten Seite abgeholt und erst am Schluß wieder entlassen.
Auf jeden Fall möchte ich mehr von der sympathischen Martha, ihren Freunden und ihrer Heißmangel lesen. Eine solche hatte meine Großtante im Übrigen auch. Es war wie „Heimkommen“.
Eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne von mir.