Süße Romcom
All the things I didn't saySadie ist wahnsinnig zielstrebig, sie meldet sich für alle freiwilligen Arbeiten in der Schule, unterstützt ihre Mitschüler und ist zusätzlich noch Schulsprecherin. Doch auch wenn sie immer perfekt wirkt, ...
Sadie ist wahnsinnig zielstrebig, sie meldet sich für alle freiwilligen Arbeiten in der Schule, unterstützt ihre Mitschüler und ist zusätzlich noch Schulsprecherin. Doch auch wenn sie immer perfekt wirkt, muss auch sie mal Dampf ablassen. Dafür hat sie bisher immer E-Mails geschrieben, die sie jedoch nie abgeschickt hat. Bis zu dem Tag, als diese versendet wurden, ohne das Sadie es selbst getan hat. Auf einmal reden alle über sie, egal ob Schüler oder Lehrer, doch diesmal ist es nicht aufgrund ihrer außergewöhnlichen Leistungen.
"All the things I didn't say" ist eine amüsante und abwechslungsreiche Romcom von Ann Liang, die mich selbst ein wenig an meine Schulzeit erinnert hat. Der Schreibstil war sehr angenehm und passte sehr gut zum Young Adult Genre, wobei sich das Buch auch schon für jüngere Lesende ab 14 Jahren eignet, da das Buch keinen Spice beiinhaltet, dieser aber in der Geschichte auch überhaupt nicht fehlt.
Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin das Thema Leistungsdruck im Buch thematisiert hat. Die Jugendlichen, die eigentlich ihre Jugend/Kindheit noch genießen sollten, werden heutzutage oft sehr unter Druck gesetzt, immer Bestleistungen zu erreichen. Teilweise tun sie alles dafür, nur das sie dabei ihre Hobbys und ggf. eigene Wünsche vernachlässigen.
Julius, ein Protagonist der Geschichte, steht somit in der ständigen Konkurrenz zu Sadie. Beide sind zielstrebig und tun alles für einen perfekten Abschluss. Doch durch die unbeabsichtigten Mails von Sadie an Julius entdeckt dieser erst, was noch alles in Sadie steckt, die sonst immer nur die nette und höfliche Fassade im Schulalltag zeigt.
Auf Sadies Schultern lasstet jedoch noch mehr, da sie sich selbst die Schuld an der Trennung ihrer Eltern gibt und neben der Schule ihre Mutter in der eigenen Bäckerei unterstützt. Ihr Alltag ist so durchstruckturiert mit der Schule, dem Lernen und der Arbeit, das quasi keine Freizeit mehr übrig zu bleiben scheint.
Ich mag "All the things I didn't say", da es neben der süßen Liebesgeschichte so viele tiefgründige Themen beinhaltet. Mich selbst hat das Buch zum Nachdenken angeregt, vor allem, wie ich als Mutter meine Kinder bei einer guten Balance zwischen Schule und Freizeit unterstützen sollte. Außerdem gefällt mir das Schul-Setting sehr und die amüsante Variante, wie der Stein in der Geschichte ins Rollen gebracht wurde.