Eine berührende Liebesgeschichte
Ein Traum von ZuckerwatteSarah lernt Max eher zufällig kennen. Er steht auf der Bühne, zieht Aufmerksamkeit auf sich und wirkt nach außen ziemlich sicher. Im Alltag sieht vieles aber anders aus. Hinter der lockeren Art steckt ...
Sarah lernt Max eher zufällig kennen. Er steht auf der Bühne, zieht Aufmerksamkeit auf sich und wirkt nach außen ziemlich sicher. Im Alltag sieht vieles aber anders aus. Hinter der lockeren Art steckt jemand, der vieles mit sich herumträgt und selten offen zeigt, wie es ihm wirklich geht.
Zwischen den beiden entwickelt sich langsam eine Nähe. Kein schnelles Verlieben, keine große Dramatik von Anfang an. Eher viele Gespräche, gemeinsame Stunden und dieses Gefühl, dass man einem Menschen immer wichtiger wird, obwohl vieles kompliziert bleibt.
Gerade das hat das Buch angenehm gemacht. Die Geschichte lebt nicht von ständigen Wendungen, sondern von kleinen Situationen. Ein Abend nach einem Auftritt, Streit wegen Kleinigkeiten oder Momente, in denen beide eigentlich ehrlich sein wollen und es trotzdem nicht schaffen.
Mit der Zeit wird deutlicher, wie sehr Max von seiner Vergangenheit geprägt ist. Manche Reaktionen wirkten dabei fast schon anstrengend, gleichzeitig konnte man verstehen, warum er so handelt. Sarah versucht lange, geduldig zu bleiben, kommt aber selbst immer wieder an ihre Grenzen.
Der Zusammenbruch auf der Bühne verändert vieles. Ab dort wird die Geschichte ruhiger und ernster. Vor allem die Szenen im Krankenhaus blieben hängen, weil sie ohne großes Drama auskommen. Vieles wirkt eher still und genau deshalb glaubwürdig.
Gut gefallen hat mir auch, dass nicht jede Situation perfekt gelöst wird. Die Figuren machen Fehler, ziehen sich zurück oder sagen Dinge, die verletzen. Dadurch fühlte sich manches eher wie ein Stück echtes Leben an als wie eine typische Liebesgeschichte.
Der Schreibstil bleibt einfach und angenehm lesbar. Manche Kapitel wirkten fast ruhig, andere dafür emotionaler. Genau diese Mischung hat dafür gesorgt, dass Sarah und Max am Ende nicht wie erfundene Figuren wirkten, sondern wie Menschen, die man eine Zeit lang begleitet hat.
5 Sterne.