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Shilo_

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2026

Eine berührende Liebesgeschichte

Ein Traum von Zuckerwatte
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Sarah lernt Max eher zufällig kennen. Er steht auf der Bühne, zieht Aufmerksamkeit auf sich und wirkt nach außen ziemlich sicher. Im Alltag sieht vieles aber anders aus. Hinter der lockeren Art steckt ...

Sarah lernt Max eher zufällig kennen. Er steht auf der Bühne, zieht Aufmerksamkeit auf sich und wirkt nach außen ziemlich sicher. Im Alltag sieht vieles aber anders aus. Hinter der lockeren Art steckt jemand, der vieles mit sich herumträgt und selten offen zeigt, wie es ihm wirklich geht.
Zwischen den beiden entwickelt sich langsam eine Nähe. Kein schnelles Verlieben, keine große Dramatik von Anfang an. Eher viele Gespräche, gemeinsame Stunden und dieses Gefühl, dass man einem Menschen immer wichtiger wird, obwohl vieles kompliziert bleibt.
Gerade das hat das Buch angenehm gemacht. Die Geschichte lebt nicht von ständigen Wendungen, sondern von kleinen Situationen. Ein Abend nach einem Auftritt, Streit wegen Kleinigkeiten oder Momente, in denen beide eigentlich ehrlich sein wollen und es trotzdem nicht schaffen.
Mit der Zeit wird deutlicher, wie sehr Max von seiner Vergangenheit geprägt ist. Manche Reaktionen wirkten dabei fast schon anstrengend, gleichzeitig konnte man verstehen, warum er so handelt. Sarah versucht lange, geduldig zu bleiben, kommt aber selbst immer wieder an ihre Grenzen.
Der Zusammenbruch auf der Bühne verändert vieles. Ab dort wird die Geschichte ruhiger und ernster. Vor allem die Szenen im Krankenhaus blieben hängen, weil sie ohne großes Drama auskommen. Vieles wirkt eher still und genau deshalb glaubwürdig.
Gut gefallen hat mir auch, dass nicht jede Situation perfekt gelöst wird. Die Figuren machen Fehler, ziehen sich zurück oder sagen Dinge, die verletzen. Dadurch fühlte sich manches eher wie ein Stück echtes Leben an als wie eine typische Liebesgeschichte.
Der Schreibstil bleibt einfach und angenehm lesbar. Manche Kapitel wirkten fast ruhig, andere dafür emotionaler. Genau diese Mischung hat dafür gesorgt, dass Sarah und Max am Ende nicht wie erfundene Figuren wirkten, sondern wie Menschen, die man eine Zeit lang begleitet hat.
5 Sterne.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.05.2026

Ein Traum, der nicht loslässt

Dem Himmel entgegen
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Ein Wunsch zieht sich leise durch die ganze Geschichte. Der Wunsch, endlich frei zu sein und den eigenen Weg zu gehen.
Isabelle möchte fliegen. Nicht nur mitreisen, sondern selbst das Steuer in der Hand ...

Ein Wunsch zieht sich leise durch die ganze Geschichte. Der Wunsch, endlich frei zu sein und den eigenen Weg zu gehen.
Isabelle möchte fliegen. Nicht nur mitreisen, sondern selbst das Steuer in der Hand haben. Doch Anfang der sechziger Jahre ist das für Frauen nicht vorgesehen. Obwohl sie ihre Ausbildung schafft, bleibt ihr nur die Arbeit als Flugbegleiterin. Das fühlt sich beim Lesen oft ungerecht an und macht ihren Traum umso greifbarer.
Nach und nach rückt auch ihre Familie stärker in den Blick. Besonders Emanuelle, die sich in Paris ein eigenes Leben als Modeschöpferin aufgebaut hat. Zwischen den Schwestern liegt mehr als nur die Entfernung. Es wird langsam deutlich, dass es Dinge aus der Vergangenheit gibt, die lange keinen Platz hatten. Auch Heloise spielt dabei eine Rolle. Ihre Geschichte fügt sich Stück für Stück ein und lässt vieles in einem anderen Licht erscheinen.
Mit Julian kommt Bewegung in die Handlung. Erst wirkt die Begegnung eher zufällig, doch das ändert sich schnell. Verbindungen werden sichtbar, die so nicht zu erwarten waren. Spätestens mit der Reise nach Argentinien wird klar, dass die Vergangenheit der Familie tiefer reicht, als gedacht. Nicht jede Wahrheit ist leicht auszuhalten.
Die Handlung bleibt ruhig, wird aber nie langweilig. Es gibt immer wieder Wendungen, die überraschen und das Lesen zu einem spannenden Vergnügen machen. Dabei wirkt nichts übertrieben. Vieles ergibt sich einfach aus dem, was vorher schon angedeutet wurde.
Die Figuren fühlen sich nah an. Isabelle steht im Mittelpunkt, aber auch Emanuelle und Heloise bleiben im Gedächtnis. Gerade dieses Zusammenspiel macht die Geschichte lebendig.
Die Sprache ist schlicht und gut verständlich. Gefühle sind da, aber sie drängen sich nicht auf. Vieles passiert eher leise, und genau das bleibt hängen.
Es gibt Bücher, bei denen man am Ende merkt, dass man noch nicht loslassen möchte. Hier war es genauso. Die letzten Seiten kommen schneller als gedacht, und danach fehlt einfach noch ein Stück.
Es ist eine Geschichte über Träume, Familie und das, was lange verborgen bleibt.
5 wohlverdiente Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die Geschichten mit Gefühl und kleinen Spannungsmomenten mögen.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Hitze, Schweigen und ein offenes Geheimnis

Mit einem Fuß im Paradies
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Eine trockene Gegend, viel Hitze und ein Ort, an dem jeder jeden kennt. Schon am Anfang liegt etwas in der Luft, das nicht richtig greifbar ist. Es passiert nicht viel auf den ersten Blick, aber genau ...

Eine trockene Gegend, viel Hitze und ein Ort, an dem jeder jeden kennt. Schon am Anfang liegt etwas in der Luft, das nicht richtig greifbar ist. Es passiert nicht viel auf den ersten Blick, aber genau das macht die Stimmung aus.
Im Mittelpunkt steht ein Mann, der verschwunden ist. Kein angenehmer Mensch, eher einer, der im Ort Angst und Ärger hinterlassen hat. Der Sheriff versucht herauszufinden, was passiert ist, aber es gibt keine klare Spur. Niemand sagt wirklich offen, was er weiß.
Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt. Dadurch entsteht Stück für Stück ein Bild, das sich langsam zusammensetzt. Vieles bleibt dabei unausgesprochen. Genau das passt zu diesem kleinen Ort, in dem jeder vorsichtig ist mit dem, was er sagt.
Die Stimmung bleibt ruhig, fast gedrückt. Die Hitze, die Felder und dieses ständige Misstrauen sind immer spürbar. Es ist keine laute Geschichte, eher eine, die sich langsam festsetzt.
Die Sprache ist einfach gehalten, ohne viel Drumherum. Gerade das wirkt hier sehr passend, weil es nichts beschönigt und trotzdem viel Raum für eigene Gedanken lässt.
Am Ende bleibt ein stiller, runder Eindruck. Vieles wird nicht vollständig erklärt, aber genau das passt zu dieser Geschichte und diesem Ort.
Es ist kein schneller Krimi, sondern ein ruhiges Buch, das mehr über Menschen erzählt als über den Fall selbst.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die ruhige Geschichten mögen, die sich langsam entfalten und lange nachwirken.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Zurück in einer engen Welt

John of John
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Ein Leben zwischen Pflicht und eigenen Wünschen steht im Mittelpunkt dieser Geschichte.
Cal kommt zurück auf die Insel, die er hinter sich lassen wollte. Dort ist alles von festen Abläufen geprägt. Arbeit, ...

Ein Leben zwischen Pflicht und eigenen Wünschen steht im Mittelpunkt dieser Geschichte.
Cal kommt zurück auf die Insel, die er hinter sich lassen wollte. Dort ist alles von festen Abläufen geprägt. Arbeit, Familie und die kleine Gemeinschaft geben den Ton an. Besonders schwierig bleibt das Verhältnis zu seinem Vater John. Nähe ist da, aber auch viel Abstand, vieles bleibt unausgesprochen.
Das Leben auf der Insel folgt klaren Regeln. Der Vater lebt nach strengen Vorstellungen, während Cal innerlich nach etwas anderem sucht. Zwischen beiden entsteht eine Spannung, die nicht offen ausgesprochen wird, aber fast in jeder Szene spürbar bleibt.
Im Alltag findet Cal nur langsam wieder Fuß. Die Arbeit, die Erwartungen der anderen und die alten Strukturen lassen wenig Raum für eigene Wege. Trotzdem gibt es kleine Augenblicke, in denen sich etwas verändert.
Auch die Begegnungen mit Innes bringen eine andere Ebene in die Geschichte. Die Verbindung entwickelt sich vorsichtig und wirkt zurückhaltend. Gerade diese leisen Momente prägen vieles stärker als große Ereignisse.
Douglas Stuart erzählt oft über Andeutungen. Vieles passiert zwischen den Zeilen. Vieles passiert hier eher leise. Oft reicht ein Blick oder ein kurzer Satz, um etwas zu zeigen, das nicht ausgesprochen wird.
Die Insel wirkt dabei rau und zugleich lebendig. Wind, Arbeit und die Abgeschiedenheit prägen alles. Es gibt kaum Ablenkung, was die innere Unruhe der Figuren noch stärker hervortreten lässt.
Die Geschichte bleibt ruhig im Ton. Sie entwickelt sich ohne Hektik und nimmt sich Zeit. Der Alltag wirkt eng und fordernd, und genau das spiegelt sich in den Figuren wider.
Manches wird nicht weiter erklärt. Es bleibt einfach stehen, so wie es ist. Das passt zu dieser Erzählweise und macht ihren Reiz aus.
Am Ende bleibt eine stille Geschichte über Pflicht, Sehnsucht und innere Konflikte.
Insgesamt ein Vier-Sterne-Roman mit starker Atmosphäre und glaubwürdigen Figuren.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Sehr bewegend und einfühlsam geschrieben

Zwei Frauen
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Ein ruhiger Einstieg in eine Zeit, in der Frauen oft genau wussten, was von ihnen erwartet wurde. Hannah passt sich dem nicht an. Nach dem Tod ihres Vaters übernimmt sie den Hof und steht plötzlich allein ...

Ein ruhiger Einstieg in eine Zeit, in der Frauen oft genau wussten, was von ihnen erwartet wurde. Hannah passt sich dem nicht an. Nach dem Tod ihres Vaters übernimmt sie den Hof und steht plötzlich allein für viel Verantwortung da. Im Dorf sorgt das für Gesprächsstoff, doch sie bleibt bei sich.
In der Stadt begegnet sie Julie. Zwei Leben, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Hannah mit harter Arbeit, klaren Aufgaben und wenig Raum für Leichtigkeit. Julie in einer Welt, die sicher wirkt, aber nicht frei von eigenen Grenzen ist. Aus dieser Begegnung entwickelt sich langsam etwas, das bleibt.
Mit der Zeit zeigt sich, wie sehr sich beide gegenseitig prägen, auch wenn sie völlig verschieden sind. Hannah wirkt fest verwurzelt in ihrem Leben auf dem Hof. Julie erlebt eine Welt, die von außen geordnet erscheint, aber innerlich nicht immer ruhig ist.
Beim Lesen entsteht ein Gefühl von Nähe zu beiden Frauen. Ihre Wege werden nicht überhöht erzählt, sondern eher leise begleitet. Gerade dadurch wirken ihre Entscheidungen und ihr Alltag sehr nah.
Als sich die Zeiten verschärfen und der Krieg näher rückt, verändert sich vieles. Sicherheiten gehen verloren, und das Leben wird für beide schwieriger. Trotzdem bleibt etwas zwischen ihnen bestehen, auch wenn es nicht immer im Vordergrund steht.
Am Ende bleibt das Bild zweier Frauen, die sich über viele Jahre begleiten, ohne sich dabei aus den Augen zu verlieren. Eine ruhige, einfühlsame Geschichte über Freundschaft, Zeit und das, was Menschen verbindet.
Fünf Sterne und eine Empfehlung für alle, die leise, gefühlvolle historische Geschichten mögen, die lange nachhallen.

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