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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2019

Für Fans des Autors ein Muss

Licht und Schatten
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Russland im Jahre 1704, seit Tagen warten Salomon und seine Frau Yrma darauf, dass ihr kleines Mädchen endlich das Licht der Welt erblickt. Doch als es dann endlich soweit ist und die kleine Vida geboren ...

Russland im Jahre 1704, seit Tagen warten Salomon und seine Frau Yrma darauf, dass ihr kleines Mädchen endlich das Licht der Welt erblickt. Doch als es dann endlich soweit ist und die kleine Vida geboren wird, stirbt Yrma. Vida ist allerdings ein ganz besonderes Mädchen, ein Mädchen, das von seiner Mutter mehr Fähigkeiten geerbt hat, als man auch nur ahnt. Sie ist die Hoffnung der Welt, des Lichts und der Dunkelheit. Das Licht erhofft sich, dass es Vida gelingt, der Dunkelheit zu widersagen, während der Wächter der Dunkelheit versucht, Vida in seine Macht zu bekommen.
Meine Meinung
Als ich gesehen habe, dass ein neues Buch des Autors Zoran Drvenkar herauskommt, wollte ich nur eines: dieses Buch unbedingt haben und lesen. Denn bisher kannte ich zwar nur die Thriller aus der Feder des Autors, doch selten hat mich ein Autor mit seinen Worten mehr in seinen Bann ziehen können, wie dieser es schafft.
Genau dies gelingt ihm auch mit Licht und Schatten, das er mit seinem ganz besonderen Stil zu etwas wunderbarem und einzigartigem werden lässt. Eigentlich mag ich es nicht, wenn man weit ausschweifend erzählt, doch Drvenkar erzählt mit sovielen Bildern, dass ein absolut lebendiges Bild vor dem inneren Auge entsteht. Keine Frage, es ist auch ein eigenwilliger Stil, den man mögen muss, aber wer die bisherigen Werke mochte, wird auch an Licht und Schatten seine wahre Freude finden.
Schnell wurde ich in die märchenhaft anmutende Geschichte rund um Vida gezogen und diese Mischung aus Mythos, Märchen, aber auch Spannung und Grusel ließ mich das Buch kaum zur Seite legen. Die knapp 600 Seiten waren schneller vorbei, als ich für möglich gehalten hätte.
Die Welt ist etwas besonderes und ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl, einem alten Märchen zu lauschen. Die Atmosphäre ist genau das, was der Titel schon sagt: Licht und Schatten, hell und dunkel. Das einzige, was ich hier überlege, ist, ob diese Geschichte wirklich für Jugendliche das richtige Buch ist. Definitiv hat es einen gewissen Anspruch, der auch dem erwachsenen Leser eine wirklich tolle Lektüre bietet.
Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, wobei man durchaus viele Momente gemeinsam mit Vida begeht. Wir begegnen hier auch ganz vielen Charakteren, die nicht alltäglich sind, wie sprechende Bären oder Vögel.
Vida ist eine zauberhafte Protagonistin, die sich sehr schnell einen Platz in meinem Herzen erobern konnte. Sie ist intensiv in allem was sie tut, mutig, neugierig, wissensdurstig und vor allem absolut frei.
Mein Fazit
Eine Rezension, die mir alles andere als leicht gefallen ist, weil ich es unheimlich schwer finde, dieses Buch mit Worten zu beschreiben. Es ist auf seine Weise eine Buch voller zarter und ruhiger Töne, die trotzdem immer wieder grausam und gruselig werden können. Es ist eine Geschichte über das Leben, über die Hoffnung und darüber, das Licht in unsere Welt zu bringen. Eine eher anspruchsvolle Geschichte, die mir absolut gut gefallen hat und die noch lange in mir nachhallen wird.

Veröffentlicht am 01.08.2019

Nichts für schwache Nerven

Opfer
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In einer Scheune wird die grausame gefolterte Leiche eines Mannes aufgefunden. Doch als die Ermittler am Ort des Geschehens eintreffen, müssen sie feststellen, dass der Mann gar nicht tot ist und er einer ...

In einer Scheune wird die grausame gefolterte Leiche eines Mannes aufgefunden. Doch als die Ermittler am Ort des Geschehens eintreffen, müssen sie feststellen, dass der Mann gar nicht tot ist und er einer schrecklichen Folter zum Opfer fiel. Carl Edson beginnt zu ermitteln, wer hinter dieser grauenvollen Tat stecken kann, denn der gefolterte Mann ist kein Unschuldslamm und hat selbst schon einmal wegen Vergewaltigung vor Gericht gestanden. War es Rache? Bandenkampf? Bevor Edson tiefer in die Ermittlungen einsteigt, ist auch schon Reporterin Alexandra Bengtsson dabei, zu berichten. Dann stirbt das erste Opfer doch noch im Krankenhaus und weitere, grausam gefolterte Leichen tauchen auf. Edson ermittelt, Bengtsson berichtet, doch wer steckt wirklich hinter dem Geschehen?
Meine Meinung
Hui, schon der Einstieg in die Geschichte gelingt wirklich leicht, denn es wird umgehend spannend. Autor Bo Svenström versteht ausgezeichnet, mit Worten Spannung aufzubauen. Dabei schreibt er leicht und anschaulich und ja, auch detailreich. Gerade was die Morde angeht, ist der Autor nicht allzu zimperlich und schont den Leser nicht vor grausigen Details.
Wer mit so etwas keine Probleme hat, bekommt einen wirklich spannenden Pageturner. Unterteilt in drei Teilen, dabei mit wechselnden Perspektiven, wobei auch von Teil zu Teil der Schwerpunkt auf unterschiedliche Charaktere liegt, bekommt man immer wieder Überraschungen präsentiert. Ich muss zwar zugeben, dass ich relativ früh eine Ahnung zum Täter hatte, doch im großen und ganzen konnte mich der Autor überraschen.
Der Fall selber… Nun ja, so ganz glaubwürdig fand ich ihn nicht, wobei ich hier in einem gewissen Rahmen sogar etwas Verständnis für den Täter aufbringen konnte, zumindest was den Wunsch nach Vergeltung betrifft. Dem Autor sind hier auf jeden Fall Spannung und auch Schockmomente wichtig. Inwieweit das alles wirklich hätte passieren können, sei mal dahingestellt, trotzdem war es ein spannender Pageturner, wie ein grausiger TV-Thriller.
Durch die verschiedenen Perspektiven, mal aus der Sicht des Ermittlers, mal aus der Sicht der Reporterin und zwischendurch auch aus dem Blickwinkel des Täters, bekommen wir einen sehr guten Überblick über das Geschehen. Dabei legt Svernström zunächst auf Schockmomente und später auch auf tiefere psychologische Einblicke auf den Täter wert.
Die Charaktere bleiben halbwegs überschaubar. Carl Edson, der Ermittler, machte auf mich einen sympathischen und auch soliden Eindruck. Er ist nicht der für skandinavische Spannungsliteratur typische Ermittler mit Alkoholproblemen oder Depressionen und doch hat auch er gewisse private Probleme. Diese bleiben hier aber deutlich im Hintergrund und da ich denke, das Opfer der erste Band einer neuen Reihe wird, werden wir wohl noch mehr über ihn erfahren. Neben Edson ist Reporterin Alexandra Bengtsson noch sehr wichtig für die Handlung. Sie weiß auf jeden Fall, wo sie mit ihren eigenen Recherchen ansetzen muss und hat so manch ein Geheimnis im Gepäck.
Mein Fazit
Mit Opfer hat Bo Svernström einen spannenden und auch brutalen Thriller zu Papier gebracht, den ich erst aus der Hand legen konnte, als ich am Ende angekommen bin. Definitiv nichts für Zartbesaitete, da es durchaus zu detailreichen Beschreibungen der Opfer kommt, die wirklich nicht ohne sind. Dafür bekommt man aber auch viele überraschende Wendungen und insgesamt einen Pageturner, der es in sich hat. Ich bin schon sehr gespannt, was man in Zukunft von diesem Autor noch lesen wird.

Veröffentlicht am 01.08.2019

Spannende Grundidee

Die Siedlung – Sicher bist du nie
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Willkommen in der Siedlung! Hier ist alles auf den neuesten technischen Standards, das Leben wird so angenehm wie möglich gemacht und man fühlt sich wie im Paradies. So oder so ähnlich könnte die Werbung ...

Willkommen in der Siedlung! Hier ist alles auf den neuesten technischen Standards, das Leben wird so angenehm wie möglich gemacht und man fühlt sich wie im Paradies. So oder so ähnlich könnte die Werbung für Himmelhof lauten, die Siedlung, in der selbst der Unrat mit selbstlernenden Reciclingsystemen verarbeitet wird. Doch ausgerechnet in Himmelhof kommt es zu einer dramatischen Geiselnahme, bei der Menschen sterben. Um der Sache auf den Grund zu gehen, werden zwei Ermittler undercover eingeschleust. Helen Jagdt, die an der Seite Edgar Pfeiffers in Himmelhof eingeschleust wird, schafft es, dass der Leiter der Siedlung, Adam Heise, ihr vertraut. Helen kommt nach und nach hinter den wirklichen Machenschaften in Himmelhof, doch Heise weiß nur zu gut, wie er verhindern kann, dass davon etwas nach aussen dringt.
Meine Meinung
Das Cover ist recht unspektakulär und auf den ersten Blick wäre mir das Buch gar nicht so sehr aufgefallen. Doch der Klappentext klang nach einer spannenden Mischung aus Sci-Fi Krimi Dystopie und ich war sehr neugierig, was so alles in der Siedlung passiert.
Tatsächlich ist das Leben in der Siedlung nicht so komfortabel, wie es nach aussen den Anschein hat, denn hinter den Kulissen wird heimlich geforscht. Wie so oft geht es da unter anderem auch um das ewige Leben, von dem die Menschheit träumt. Das ganze ist schon sehr spannend aufgebaut und manch eine Szene ist mit Sicherheit nichts für zartbesaitete Leser. Aber leider fiel es mir trotz der gesamten, wirklich spannenden Grundidee nicht leicht, das Buch flüsssig zu lesen.
Das wiederum lag allerdings eher an dem doch sehr ungewöhnlichem Schreibstil, der fast schon minimalistisch wirkt. Dadurch liest sich das Buch allerding sehr abgehackt. Sowohl die Dialoge als auch die Beschreibungen der Handlungen werden so knapp verpackt, dass ich selbst immer wieder beim Lesen stockte. Sehr sehr schade, denn die Geschichte ist definitiv nicht langweilig. Doch so fiel es mir einfach unheimlich schwer, der Handlung zu folgen. Aber wie vieles ist auch das reine Geschmackssache. Wer den Klappentext spannend findet, sollte einfach mal ins Buch lesen, um sich selbst vom Stil ein Bild zu machen.
Man erlebt das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven zwischen einzelnen Mitarbeitern Heises, aber auch Polizisten, den Undercoverermittlern und Heise selber. Dadurch bleibt man hier als Leser eher der Beobachter.
So ging es mir auch mit den Charakteren, ich blieb der Beobachter aus der Ferne. Alles war mehr wie ein Film aufgebaut und so richtig mitgefiebert habe ich mit den Personen nicht.
Durch die doch recht große Anzahl an Charakteren, von denen ja auch noch welche unter falschem Namen unterwegs waren, brauchte es etwas, bis ich wusste, wer welchen Zweck verfolgt und was sich hinter demjenigen verbirgt. Dementsprechend blieben mir aber auch einfach die Personen zu oberflächlich und letzten Endes ist nicht viel zu den einzelnen hängen geblieben.
Mein Fazit
Eine spannende und interessante Grundidee, die mir aber in der Umsetzung Schwierigkeiten bereitete. Diesen kalten, abgehackten Schreibstil muss man mögen, für mich war das allerdings zu wenig, um hier wirklich in die Handlung gezogen zu werden. So ging es mir dann auch mit den Charakteren, die mich auch nicht so richtig mitfiebern ließen. Trotzdem, wie erwähnt, ist die Grundstory richtig gut und wer sich für das Buch interessiert, sollte einfach hineinlesen, denn hier ist der Stil einfach auch wieder Geschmackssache.

Veröffentlicht am 31.07.2019

Mystischer als erwartet

Kalte Wasser
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Gerade ist Lauren Mutter von Zwillingen geworden, als ihr Albtraum beginnt. Mitten in der Nacht, auf ihrem Zimmer auf der Entbindungsstation wird sie von einer verwahrlosten Frau aufgefordert, einer ihrer ...

Gerade ist Lauren Mutter von Zwillingen geworden, als ihr Albtraum beginnt. Mitten in der Nacht, auf ihrem Zimmer auf der Entbindungsstation wird sie von einer verwahrlosten Frau aufgefordert, einer ihrer beiden kleinen Jungs gegen eins ihrer Babys zu tauschen. Lauren flüchtet in Panik vor der Frau ins Bad und kann sich und die Zwillinge so gerade noch in Sicherheit bringen. Doch als der Sicherheitsdienst im Zimmer eintrifft, finden sie nur Lauren vor. Ein Hirnggespinst? Zumindest ist es das, was man Lauren nun einredet. Lediglich die Polizistin Harper zeigt Verständnis für die junge Mutter und beginnt zu forschen. Doch was ist nun wirklich wahr? Verliert Lauren den Verstand? Oder gibt es die Bedrohung, vor der sie sich so fürchtet, doch?
Meine Meinung
Der Klappentext des Buches klang unheimlich spannend und macht gleich sehr neugierig auf die Geschichte. Diese beginnt, zugegeben, dann aber doch etwas anders als gedacht und auch im ersten Blick ruhiger. Doch schon bald befindet man sich als Leser auf der Suche nach der Wahrheit, denn genau wie Lauren und die Personen in ihrer Umgebung kann man sich auch nicht sicher sein, was denn nun wirklich vor sich geht.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und somit gelingt es sehr gut, der Handlung zu folgen. Diese ist jedoch zunächst ganz anders als gedacht und doch spürt man schnell, dass hier nicht alles so ist, wie auf den ersten Blick. Gerade wenn man die Ehe der Protagonistin Lauren betrachtet, hat man schon ein wenig das Gefühl von Einsamkeit und fühlt selbst eine gewisse Bedrücktheit. Gerade als Mutter kann ich ihre Gefühlslage nachvollziehen und doch blieb eine gewisse Distanz zu ihr. Doch dazu später mehr.
Der Beginn dreht sich um die Geburt und die Zeit im Krankenhaus und dann gibt es die erste Wendung und das Buch bekommt eine ganz andere, mystische Seite, die schon bei der ein oder anderen Szene Gänsehaut macht. Ab hier wird es auch spannender, vor allem, weil man selber miträtselt, was nun dahintersteckt. Ist es eher Realität und Lauren dreht durch oder gibt es die fremde Frau wirklich? Ob und wie sich das dann auflöst, werde ich natürlich nicht verraten.
Erzählt wird das Ganze von Lauren, der frisch gebackenen Mutter und der Polizistin Jo Harper. Beide Frauen bekommen zwar eine kurze Zeichnung, hätten für mich aber gerne mehr in die Tiefe gehen können. Man erfährt zwar von Jo Harpers Vergangenheit, der es letztlich geschuldet ist, dass sie Laurens Fall weiter nachgeht, doch auch da hätte das Ganze ruhig mehr in die Details gehen können. So blieben mir sowohl Lauren als auch Jane recht fern und mir fehlte das mitzittern, mitfiebern oder mitleiden, sprich, es fiel mir sehr schwer, mich mit den Charakteren zu identifizieren.
Neben den beiden gibt es eine handvoll Nebencharaktere, diese bleiben aber auch eher oberflächlich und sorgen hauptsächlich dafür, die Protagonistinnen etwas deutlicher zu gestalten.
Mein Fazit
Alles in allem konnte mich “Kalte Wasser” durchaus gut unterhalten, denn es liest sich leicht und flüssig. Auch das gewisse mystische/gruselige machte die Geschichte spannend, doch all das hätte für mich einfach noch einen Tick intensiver dargestellt werden können/müssen. So blieb ich eher nur der Beobachter des Geschehens, ohne richtig mitzufiebern. Eine Mischung zwischen Psycho-Spannung-Mystery, die durchaus mal etwas anderes war.

Veröffentlicht am 31.07.2019

Spannender Einstieg in eine neue Thrillerreihe

Die Stille des Todes
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Vitoria, eine beschauliche Stadt im Baskenland gerät in Panik, denn als in der Kathedrale der Stadt zwei Leichen, nackt und in Pose gebracht, gefunden werden, führt der erste Gedanke zu einem längst vergangenen ...

Vitoria, eine beschauliche Stadt im Baskenland gerät in Panik, denn als in der Kathedrale der Stadt zwei Leichen, nackt und in Pose gebracht, gefunden werden, führt der erste Gedanke zu einem längst vergangenen Fall. Auch Inspector Ayala, genannt Krake, erinnert sich sofort, doch auch wenn er auf dem ersten Blick den Zusammenhang sieht, kann es gar nicht sein, dass es der gleiche Täter von damals ist. Dieser wurde damals verhaftet und sitzt seitdem im Gefägnis. Ist es ein Nachahmer? Sitzt der angebliche Täter von damals vielleicht sogar unschuldig in Haft? Für Ayala und seine Kollegen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn es sieht so aus, als wären die beiden Leichen in der Kathedrale der Beginn einer neuen Mordserie.
Meine Meinung
Das düstere Cover, aber auch Titel des Buches weckte meine Aufmerksamkeit und ich war gespannt darauf, was dieses Buch zu bieten hat.
Der Beginn ist gleich schon sehr spannend, denn es ist sozusagen das Ende, aber keine Sorge, es gibt nicht allzu viel Preis, macht aber so gespannt darauf, was da wirklich los ist, dass man gleich vom ersten Augenblick auf den Fortgang des Geschehens gespannt ist. Zugegeben, das Setting ist mit dem Baskenland keines, das man täglich findet und man muss sich hier einfach auch ein wenig an die Namen, Festtage und Orte gewöhnen, doch dann bekommt man wirklich spannende Unterhaltung geboten.
Eva Garcia Saenz schreibt sehr flüssig und konnte mich sehr schnell für ihre Geschichte einnehmen. Zum einen lag es daran, dass sie ihren Protagonisten, Inspector Ayala, aus der Ich-Form erzählen lässt, zum anderen gibt es hier ganz viel Interessantes über die Geschichte der Stadt Vitoria, die zugleich auch ihre Heimat ist. Was mir persönlich auch immer sehr gut gefällt, sind Erzählungen auf zwei Zeitebenen und auch diese kann man hier wiederfinden. Somit ergibt das ganze zwar auf dem ersten Blick ein etwas überladenes Bild, doch keine Angst, es lässt sich wirklich spannend und geradlinig lesen.
Wie erwähnt, ist schon der Beginn unheimlich spannend und so setzt sich dann auch der durchaus komplexe Thriller fort. Trotz vieler Informationen zum Land, zum Leben dort, aber auch zu dem Fall, damals und heute, lässt sich das Geschehen problemlos nachvollziehen. Der Fall selber ist sehr geschickt aufgebaut und verbindet noch einmal mehr die Geschichte der Stadt mit den Morden.
Inspector Ayala ist mir gleich sympathisch, was auch daran liegt, dass ich seine Gedanken immer direkt nachvollziehen konnte. Das gab den gewissen Einblick auf seine eigenen Emotionen und Überlegungen, brachte ihn aber auch menschlich näher. Das ist aber auch ein wenig das gewisse besondere dieses Thrillers, denn die Autorin schafft es, trotz der komplexen Handlung, auch ihren Charakteren viel Leben einzuhauchen. So sind die Ermittlungen spannend und nachvollziehbar und die Charaktere mit Tiefgang gezeichnet.
Mein Fazit
Mit “Die Stille des Todes” ist es Autorin Eva Garcia Saenz auf jeden Fall gelungen, einen Thriller zu schreiben, der sich aus der Masse einfach mal heraushebt. Dank des leichten Schreibstils fällt es nicht schwer, der komplexen Geschichte zu folgen und die Autorin hat hier wirklich an alles gedacht. Logische Ermittlungen, lebendig gezeichnete Charaktere und ganz viel Spannung in einem klar dargestelltem Setting, das mal etwas anderes war. Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich bereits jetzt schon auf eine Fortsetzung gespannt bin. Eine Thrillerreihe, die derzeit hohe Erwartungen in mir weckt.