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Veröffentlicht am 01.10.2017

Gefühlvoll und starkes Thema aber....

Das Geschenk eines Sommers
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Ein starkes Thema nach einer ruhigen Einführung in das Leben einer jungen Frau
Clara hat ihr Leben scheinbar im Griff, gut bezahlter Job , Wohnung in bester Lage und einen gut aussehenden Liebhaber. ...

Ein starkes Thema nach einer ruhigen Einführung in das Leben einer jungen Frau


Clara hat ihr Leben scheinbar im Griff, gut bezahlter Job , Wohnung in bester Lage und einen gut aussehenden Liebhaber. Doch der Schein trügt etwas , denn Martin ihr Liebhaber ist bereits verheiratet und macht keine ernsthaften anstalten das zu ändern. Trotz vieler verscuche ihrer Freunde Clemens und Kathi bleibt sie dabei und belässt es bis aufs weitere in dem sie sich gerne bei ihnen darüber auslässt wie satt sie es hat.
Doch das Leben bekommt eine Wendung als sie ihre Eltern anruft die eigedlich im Urlaub in Paris sein soltlen. Sie erfährt nach langem hin und her das es iher Mutter Ruth nicht gut geht und sie beschließt von München zurück nach Berlin zu fahren um sie zu besuchen. Dort erfährt sie das ihre Mutter Krebs hat, oder wie sie es nennt ein Scheissdrecksvieh und von der gerade angetreten Rente nicht mehr viel hat. Darauf hin beschließt Clara den Sommer mit ihrer Mutter zu verbringen und legt alles andere auf Eis.
Für beide beginnt eine sehr emotionale Reise , denn es tauchen Menschen aus ihrer Vergangeheit auf , die alles um sie herum verändern.

Stark aber....



Wenn man Claras Leben so betrachtet scheint alles soweit in Ordnung zu sein. Ihr Tages ausfüllender Job , die einzig stabile Beziehung wie sie sagt und ihr alter Kater Alfred der immer da ist wenn es ihr Liebhaber Martin mal wieder nicht ist. Martin ist verheiratet und kommt eigedlich nur für ein Schäferstündchen bei ihr vorbei, weils in seiner Ehe nicht mehr so läuft. Das er aber trotzdem keinen Schussstrich dort zieht spricht Bände und auch Clara muss sich immer wieder fragenw arum sie das noch mitmacht. Es stört sie gewaltig , doch Martin vertöstet sie imemr wieder, sodass sie sich nur bei Clemens ihrem besten Freund und seiner Frau Kathi ausweint , die wohlgemerkt gar nichts davon halten und immer wieder versuchen Clara andere Männer vorzustellen. Doch Clara bleibt naiv und stur. Da möchte man gerne Clara zurufen , lass den Idioten doch einfach ziehen, das hast du nicht nötig.
Erst als sie von dem Zustand ihrer Mutter Ruth erfährt , die anstatt ihr neues Renter dasein in Paris mit ihrem Mann zu feiern, in der Charité sitzt und die vernichtende Diagnose Bauchspiecheldrüsenkrebs erhält.
Die Eltern versuchen es Clara zunächst zu verheimlichen , doch als sie in Berlin ankommt erzählen sie alles und Clara beschließt ihrer Mutter zu unterstützen. Auch hier kann man sich Claras Lage gut verstellen , wenn die Eltern versuchen das Böse auszuklammern im Leben, dabei will man doch Teilhaben.
Kurz um wird der Kater bei der Nachbarin , einer alten herrlichen urbayrischen Frau mit viel Lebensmut und neuem Patner untergebraucht und auch Matrin muss erstmal ohne sie auskommen. Dort merkt man schon das es ihm mal wieder nur um ihn geht. Er vermisst sie und fragt ständig wann sie wieder kommt , nicht wirklich wie es der Mutter von Clara geht, das verletzt Clara zunehmends. Es zeigt meiner Meinung nach eben wer er ist.
Ruth nimmt alles erstaunlich gut auf und obwohl es ihr gesundheitlich schlecht geht versucht sie immer was Gutes zu sehen, das ist sehr bemerkeswert.
Der Wunsch der Mutter , den Sommer in ihrer alten Heimat zu verbringen stellt dann den letzten Teil ihres Lebens da. Bevor die Reise in die Vergangeheit beginnt taucht noch ein alter Freund der Familie auf. Phillip , er ist Arzt geworden und war schon immer Claras Schwarm. Hier muss ich sagen wird es leider etwas flach , denn dem Leser wird sofoert klar auf was das alles hinausläuft und man hofft das es wenigstens schön ungestezt ist, aber leider belibt es flach und sehr einfach.
Phillip hilft der Mutter mit Medikamenten und Besuchen die letzte Zeit gut zu verleben und das freut natürlich Clara im doppelten Sinn.
Auch der Vater kann sich nach und nach besser damit zurecht finden das seine Frau nicht mehr nach Hause zurück kehren wird.
Während des Urlaubes , so nenne ich ihn mal , taucht noch eine sehr dramitsch und traurige Geschichte aus Ruths Vergangeheit auf.

Ruths Bruder ist behindert und hat vor vielen Jahren die Eltern erschossen , als ihr gemeinsamer Vater handgreiflich wurde. Ruth hatte ihrem Brunder das nie verziehn und war nach Berlin gegangen. Das Haus gehörte ihr und sie lies es nie verkaufen um es später mal an Clara zu geben. Zum Glück machen sie den Bruder ausfindig und Ruth und er sprechen sich noch mal aus um Freiden zu finden da auch er sehr bald stirbt. Leider bekommt der Leser zu wenig davon mit, das hätte mich intressiert was sie nun sagen und wie sie sich versöhnen.
Das Clara das Haus am Ende bekommen soll , ist natürlich keine Überraschung und auch nicht das sie Martin in den Wind schießt und sie und Phillip sich kriegen. Doch gerade diese schon sehr schulzige und perfekte Liebesgeschichte mit Happy End war für mich too much und zu vorhersehbar. ich wusste als Phillip auftauchte das es darauf hinausläuft. Auch geht es am Ende alles rasend schnell..schade das hatte diese starke Geschichte nicht nötig.

Am Ende bleibt es eine Geschichte mit gemischten Gefühlen



Mein Fazit zu diesem Buch ist etwas gespalten. Zum einen die wirklih starke Geschichte um Ruth und ihre Krankheit und das zueinderfinden mit Clara, das hat mir gut gefallen.
Das sehr schnelle Ende und die sehr aufgedrückte und vorhersehbare Liebesschichte waren mir zum einen sehr schade und too much. Auch die vielen sehr intressanten Nebengeschichten , sei es Claras Freunde oder ihre Nachbarin kommen viel zu kurz. Da wäre großes Potential gewesen auch das Ende noch mal auszubauen.
Trotz allem waren im Buch ein paar schöne Ansätze die man immer Beherzigen sollte. Das Leben ist zu kurz um es nach andern auszurichten denn man weiß nie was kommt.
Insgesammt würde ich das Buch nur bedingt weiter empfehlen.

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  • Gefühl
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