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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2021

Keine Leseempfehlung, enttäuchender Inhalt

Career Suicide
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Ok. Puh. Wo fange ich an?

Habe ich mit der etwas anderen Biografie gerechnet? Ja.
Mochte er sich mit dem Buch abheben? Ebenfalls Ja.
Ist ihm das gelungen? Meiner Meinung nach nicht wirklich.

Mir war ...

Ok. Puh. Wo fange ich an?

Habe ich mit der etwas anderen Biografie gerechnet? Ja.
Mochte er sich mit dem Buch abheben? Ebenfalls Ja.
Ist ihm das gelungen? Meiner Meinung nach nicht wirklich.

Mir war klar bei einem so speziell, polarisierenden Charakter wie Bill Kaulitz kann man einiges erwarten, aber überzeugen konnte er mich mit dieser Art nicht. Ich möchte noch kurz erwähnen Tokio Hotel war meine Jugend und meine erste Musikliebe, dass vieles nicht so war wie es verkauft wurde, war mir damals schon klar und somit nichts Neues für mich. Ich wollte die Geschichte dahinter, seine Geschichte erfahren, jedoch weiß ich nach dem Lesen eigentlich genau so viel wie vorher.

Ich hatte bisher nie den Eindruck das Bill dumm oder überheblich ist, allerdings macht ihn dieses Buch nicht unbedingt sympathischer. Ich weiß das, dass nicht seine Intension dahinter ist, und er möchte genau dieses Bild einem vermitteln, aber es wirkt oft krampfhaft und gestellt. Besonders gestört hat mich seine herablassende Art, wie er über andere Menschen spricht, die nicht zu seinem engeren Kreis gehören.

In dieser Biografie gilt Oberflächlichkeit als roter Faden. Oft erzählt er Dinge von bekannten und Menschen aus seinem Umfeld, besonders aus der Kinder- und Jugendzeit, die niemanden interessieren und daher mehr wie Lückenfüller wirken. Vielleicht um davon abzulenken, dass seine Kindheit doch nicht so anders war, als die vieler anderer Kinder.
Das extreme geprotzte und immer wiederholende Thema Geld und diverse teure Markenbezeichnungen, war mir too much. Ich hatte es bereits nach der zweiten Erwähnung verstanden. Außerdem fand ich die mehrfache Betonung auch Verharmlosung auf manche Dinge (z.B. Drogen, Partys, Exzesse) und schon etwas fragwürdig.

Hinzu kommt dann leider noch der wirre Schreibstil, jegliche Zeitformen wurden wild durcheinander gewürfelt. Auch die extrem, vulgäre Sprache mit den Vergleichen, hatte wenig mit schonungsloser Ehrlichkeit zu tun, sondern wirkte dezent übertrieben.
Ich meine „Die Musikwelt öffnete sich wie eine warme, feuchte M*se“ ist noch eines der harmloseren Zitate.

Bill ist zwischendurch doch sehr widersprüchlich und nicht so reflektierend wie er selbst von sich denkt.
Geht es darum, dass er sagt die Plattenfirma schubst sie von Termin zu Termin und er möchte nach 20 Stunden nicht noch mehr Interviews führen. Hat selbst aber die ganze Nacht zu gedröhnt gefeiert oder sagt er konnte damals selbst keinen freien Tag im Terminkalender lassen, weil er dachte sonst gerät er in Vergessenheit bzw. der Hype der Band könnte nachlassen.
Ebenfalls spricht er darüber, wieviel Geld sie doch unnötig ausgegeben haben und ob die denn nie hätte mal jemand beraten können. Hier bezweifle ich stark, dass die Jungs auf irgendwen gehört hätten. Denn laut eigenen Aussagen wussten sie ja nur selbst was das Beste für sie ist. Außerdem haben sie bis aus diesen Fehlern nicht wirklich gelernt, wenn man den weiteren Verlauf betrachtet.

Ich bin persönlich bin froh, dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten zu haben, denn 22 Euro wären mir im Nachhinein echt zu schade gewesen.

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Veröffentlicht am 09.02.2021

Abartig Gut

All Saints High - Der Verlorene
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Sie kann es einfach! Ich liebe diese Autorin, für ihre waghalsigen und andersartigen Geschichten.

All Saints High Der Verlorene ist faszinierend, abartig und absolut lesenswert. Für alle die keine 0815 ...

Sie kann es einfach! Ich liebe diese Autorin, für ihre waghalsigen und andersartigen Geschichten.

All Saints High Der Verlorene ist faszinierend, abartig und absolut lesenswert. Für alle die keine 0815 College Romance lesen wollen, und auch mal über moralische Grenzen hinwegsehen, dem kann ich diese Reihe wirklich empfehlen.

Auch wenn es nicht mal im Ansatz mein Favoriten Couple wird, muss ich dem Buch ganz klar 5 Sterne geben. Wer es schafft mich so sprachlos zurück zu lassen und selbst in den verrücktesten Szenen in mir den Drang weckt unbedingt weiterlesen zu wollen, auch wenn es absolut abstoßend ist, den kann ich nur mit voller Punktzahl belohnen.

Wie bereits Daria aus All Saints High 1, ist Vaughn ein polarisierender Charakter und das nicht unbedingt positiv. Er war für mich von Anfang an der interessantere Charakter, ich wollte unbedingt alles über ihn wissen. Dabei ging es nicht unbedingt nur um sein Geheimnis, sondern darum wie er zu dem jungen geworden ist, der einem beschrieben wird. Wie sehen seine Gedanken aus? Warum tickt er so anders? Denn Vaughn ist nicht nur ein bisschen anders, sondern extrem. Es dauert viele Seiten bis man ihn zu verstehen beginnt. Aber am Ende lohnt es sich hinter die Fassade des kaputten Jungen zu sehen.

Kommen wir zu Leonora oder kurz Lenny. Sie war zwar eine ganz coole Protagonistin, jedoch kein Charakter der mich lange interessiert hat. Zumindest nicht als einzelne Person. Sie war schnell zu durchschauen und daher kein besonderes Highlight. Im Zusammenhang mit Vaughn passte es allerdings perfekt.

Einziger Kritikpunkt, die letzten Seiten des Epilogs hätte ich mir ein bisschen anders gewünscht. Um die Geschichte ausreichend beschreiben zu können, müsste ich indirekt Spoilern. Da das der Geschichte jedoch den Reiz nehmen würde, belasse ich es dabei.

Wenn man denkt, man hat jede erdenkliche College NA Geschichte gelesen, wird man mit diesem Band eines besseren belehrt. Erst recht wenn man aus Vicious Love bereits einiges über Vaughns Eltern weiß, erstaunt einen dieses Buch noch mehr. Obwohl vielleicht auch nicht, je nachdem wie sehr man die beiden mochte. Mein Herz wollte überlaufen, bei jeder einzelnen Szene von Baron „Vicious“ Spencer. Es tut mir leid, aber er gehört genauso in diesen Band, wie sein Sohn.

L.J. Shen schafft es immer wieder aufs Neue mich zu überraschen. Jedes ihrer Bücher aus der ASH- oder Sinners of Saint Reihe hat etwas verbotenes, aber mit diesem Teil von Vaughn und Lenny setzt sie dem Ganzen die Krone auf.

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Veröffentlicht am 21.12.2020

Super Idee, gute Umsetzung aber zu oberflächlich

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love
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Ich bin ein riesen Fan von Biancas First-Reihe, es war damals einer meiner ersten New Adult Reihen, die ich gelesen habe. Und auch wenn mich nicht jedes Buch von ihr 100% überzeugt hat, kaufe und lese ...

Ich bin ein riesen Fan von Biancas First-Reihe, es war damals einer meiner ersten New Adult Reihen, die ich gelesen habe. Und auch wenn mich nicht jedes Buch von ihr 100% überzeugt hat, kaufe und lese ich jedes Buch von ihr blind.

A Fate Darker Than Love traf eigentlich genau meinen Fantasy Geschmack. Valkyren, nordische Götter und Mythologie, zusammen mit Biancas Schreibstil ist einfach lesenswert. Egal ob einem am Ende die Geschichte gefällt oder nicht aber die Art und Weise, wie sie schreibt ist einmalig. Bei jedem ihrer Bücher merke ich schon auf der ersten Seite, dass es ohne Zweifel von Bianca stammt. Ihr Humor und der Sarkasmus ist jedes Mal auf den Punkt perfekt.

Mit Blair haben wir eine interessante Protagonistin, die mir von Anfang an sympathisch war. Ich möchte besonders ihre Verbundenheit zu den Polarlichtern. Genau wie ihren Charakter.
Die Geschichte nimmt nach einer kurzen Einführung auf den ersten Seiten schon direkt Fahrt auf, sodass man mitten im Geschehen ist. Eine Vermutung nach der anderen schießt einem durch den Kopf, weswegen man unbedingt weiterlesen will. Für die ersten 120 Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich glaube, wenn die Zeit da gewesen wäre hätte ich es in einem Rutsch gelesen.

Mit den Valkyren kommen auf einen Schlag viele neue Charaktere dazu, aber wirklich kennenlernen tut man sie nicht. Die Welt um die Valkyren und Valhalla, hätte mehr Zeit gebraucht, es ist doch recht oberflächlich gehalten. Man kann keine Bindung mehr zu den Protagonisten aufbauen und fühlt sich eher wie ein Außenstehender, als mitten in der Geschichte. Daher konnte ich am Ende die Emotionen nicht mehr nachvollziehen. Für mich fehlte im letzten Drittel die tiefe, ich hatte das Gefühl die Ereignisse überschlagen sich, ich musste einige Seiten sogar doppelt lesen weil ich dachte es würden Sätze fehlen oder ich hätte etwas überlesen. Dadurch wirkten die Handlungen bzw. das Geschehen unlogisch. Insgesamt hätten der Geschichte ein paar Seiten mehr auf jeden Fall sehr gut getan.
Ebenso geht die Beziehung zwischen Blair und Ryan ging komplett verloren.

Mir persönlich war relativ schnell klar, wie der erste Band endet und worauf das ganze Hinauslaufen wird. Obwohl mit einer kleinen Sache konnte Bianca mich zum Schluss doch noch überraschen.

Fazit:
Der Aufbau der Handlung, sowie die Umsetzung mit Mythologien über die nordischen Götter und Valkyren ist Bianca ohne Zweifel gelungen. Sie hat hier definitiv etwas Neues geschaffen. Allerdings flacht die Geschichte aber ca. der Hälfte leider etwas ab. Es passiert zwar eine Menge, jedoch fehlt hier die Tiefe.
Auch wenn es ein paar Sternchen Abzug gibt, werde ich den zweiten Band lesen.

Für Fantasy Neulinge würde ich es auf jeden Fall empfehlen.

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Krönender Abschluss einer unvergleichlichen Reihe

Beta Hearts
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Ich weiß gar nicht genau, wie ich diesen Band in Worte fassen soll. Mein Herz ist schwer, weil diese wahnsinnig gute Geschichte nun zu Ende ist. Und obwohl ich unbedingt die letzte Illustration sehen und ...

Ich weiß gar nicht genau, wie ich diesen Band in Worte fassen soll. Mein Herz ist schwer, weil diese wahnsinnig gute Geschichte nun zu Ende ist. Und obwohl ich unbedingt die letzte Illustration sehen und wissen wollte, wie Marie dem Ganzen ein Ende setzten wird musste mich wirklich überwinden die letzten 100 Seiten, dieses Buches zu lesen. Marie hat es mehr als 1x geschafft, mich völlig in die Irre zu führen, nur um mich sprachlos zurück zu lassen. Zum Schluss habe ich mich schon gar nicht mehr getraut eine Vermutung aufzustellen, weil fast jede meiner Theorien im Sand verlaufen ist.
Einzig mit meinen Gedanken zu Andra hatte ich Recht. Bei ihr hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass sich mehr hinter ihr verbirgt als man erwartet. Neben Luke zählte sie zu meinen absoluten Lieblingscharakteren.
Dieses Buch ist ein bisschen ruhiger als die anderen beiden, was nicht bedeutet, dass nichts passiert es beinhaltet nur weniger Action. Was dem ganzen allerdings kein Abbruch tut, im Gegenteil, dadurch wirken weder die Kampfszenen noch die Handlungen überzogen und eintönig. Für mich ist es ein sehr ausbalanciertes Buch gewesen.

Beta Hearts ist der perfekte Abschluss. Von Anfang bis Ende erleben wir ein interessantes Worldbuilding, mit vielschichtigen Charakteren und einer gut durchgeplotteten Geschichte. In keinem Moment fühlte ich mich allein gelassen oder verwirrt, denn jede Information zum Verständnis für den Leser, wird nach und nach eingebaut. Teilweise sogar wiederholt, damit der Leser weiß welche Punkte wichtig für das Buch sind. Außerdem helfen die kleinen Akteneinträge o.a. um Hintergründe noch besser zu verstehen. Selbst als Sci-Fi Neuling kam ich super mit der Geschichte klar. Dazu muss ich nochmal diese liebevoll, gestalteten Illustrationen erwähnen, die für mich das Ganze abgerundet haben.

Die gesamte Reihe hat eine gewisse Tiefgründigkeit, die erst durch die kurzen Gedankenausschnitte von KAMI so richtig zum Tragen kommt. Denn selbst wenn die Geschichte in der Zukunft spielt, trifft sie doch den Kern der Zeit. Und ich kam des Öfteren nicht drum herum mir vorzustellen, dass die Welt irgendwann, in ein paar hundert Jahren vielleicht, genauso aussehen könnte. (Abgesehen von KAMI).

Marie nimmt uns mit auf eine Reise in die Zukunft, vielleicht in eine Welt, wie sie in ein paar Jahrhunderten sein könnte. Es hat mir riesigen Spaß gemacht, die Neon Birds Welt durch ihre Augen und Worte zu sehen.

Insgesamt 1419 Seiten voller Herzblut, Spannung und Emotionen!

Eine ganz klare Leseempfehlung, für jeden der Science Fiction mag, egal ob Einsteiger und Liebhaber.

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Veröffentlicht am 08.11.2020

Grandioser Reihenauftakt

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft (Band 1)
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"Magie ist das, was der normale Mensch mit den Naturwissenschaften nicht mehr erklären kann."

Kira Licht schafft es immer wieder mit neuen Ideen den Leser zu überraschen. Erst kamen die apokalyptischen ...

"Magie ist das, was der normale Mensch mit den Naturwissenschaften nicht mehr erklären kann."

Kira Licht schafft es immer wieder mit neuen Ideen den Leser zu überraschen. Erst kamen die apokalyptischen Reiter in Lovely Curse und jetzt die Alchemisten mit Kaleidra.

Kaleidra ist eine gute aber anspruchsvolle Geschichte. Damit meine ich nicht, dass es schwer zu lesen ist, sondern eher das man sich am Anfang schwer tut, den ganzen Input zu verarbeiten, weil man nicht weiß, was ist für die Geschichte wichtig und was nicht. Zum Glück lernen wir zusammen mit Emilia die Welt der Alchemisten schnell kennen. Ebenso werden wichtige Informationen mehrmals wiederholt, sodass es nicht schlimm ist, wenn man sich nicht alles merken konnte.

Der Schreibstil von Kira Licht ist großartig. Er ist flüssig, gut zu lesen und hat die perfekte Portion Humor. Emilias sarkastische, ironische Gedanken haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Sie ist eine super coole Protagonistin, die man einfach gern haben muss. An ihren moralischen Vorstellungen kann sich so mancher eine Scheibe abschneide.
Neben Emilia haben wir Ben, den männlichen Hauptprotagonisten. Obwohl ich genau solche Charaktere mag, habe ich sehr lange gebraucht um mit Ben warm zu werden. Dazu muss ich gestehen, dass er selbst zum Ende nicht mein Favoriten Charakter geworden ist. Aber trotzdem steckt hinter ihm, eine Menge positiver Eigenschaften.
Auch wenn ich darauf jetzt nicht weiter eingehen möchte, sind die weiteren Nebencharaktere alle durchweg sympathisch. Jeder hat seine Rolle und passt auf den Punkt in die Geschichte.

Mir hat das Lesen unglaublich viel Spaß gemacht, ich konnte zu keinem Moment voraussagen, was als nächstes passieren wird. Fast jede meiner Theorien war falsch, und das passiert wirklich nur ganz selten. Eine hervorragend ausgearbeitete Geschichte mit unglaublich viel Herzblut und tollen Weisheiten.
Achja und ich liebe dieses Cover!!! Ich glaube neben Crescent City, optisch mein Jahreshighlight.

Zu guter Letzt kann ich nur sagen: "Willkommen in der Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich hoffe du bist gut in Chemie"

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