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Veröffentlicht am 08.09.2025

Ein atmosphärisches Debüt

A Dance of Lies
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Ein atmosphärisches Debüt

Ich muss gestehen, dass mich hier das Cover bzw. die ganze Gestaltung total angezogen hat. Es lädt förmlich dazu ein, es in die Hand zu nehmen und genauer anzuschauen. Dann habe ...

Ein atmosphärisches Debüt

Ich muss gestehen, dass mich hier das Cover bzw. die ganze Gestaltung total angezogen hat. Es lädt förmlich dazu ein, es in die Hand zu nehmen und genauer anzuschauen. Dann habe ich den Klappentext gelesen und wollte es gern weiterlesen.

Wir begleiten Vasalie. Einst Tänzerin am Hof, wird sie nach zwei Jahren Kerker vom König gezwungen, als Spionin in den gefährlichen Machtspielen der Königreiche zu agieren. Zwischen Intrigen, Verrat und den brutalen Befehlen Illians sucht sie Schutz bei dessen Bruder Anton, mit dem sich eine verbotene Liebe entwickelt. Doch ein weiteres Herz begehrt sie, und Vasalie muss entscheiden, wem sie vertrauen und für wen sie alles riskieren will.

Ich mochte Vasalie sehr. Auch wenn man sicher als Leser so manch andere Entscheidung getroffen hätte, konnte ich es doch meistens nachvollziehen. Sich als Frau in so einer Welt durchzukämpfen ist nicht leicht. Dann natürlich der recht typische Antagonist Illian. Auch wenn man eigentlich weiß, dass er so beschrieben ist, dass er garantiert gehasst wird - die Autorin hat ihren Job hier wirklich gut gemacht. Man hasst ihn. Wirklich!

Und das ist etwas, was ich an dem Buch mochte. Man konnte eintauchen und sehen, was die Autorin uns mitgeben möchte. Die Beschreibungen, nicht nur der Protagonisten, sondern auch der ganzen Welt sind unglaublich toll und ich hatte das Gefühl mittendrin zu sein (Gott sei Dank war ich es nicht bei all den Gefahren)

Und ja, es gibt auch romantische Teile, aber in einem angenehmen Maß und nicht zu kitschig.

ISBN: 978-3608966626
Autor: Brittney Arena
Verlag: Hobbitpresse
Veröffentlicht. 12.08.25
Umfang: 512 Seiten

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Ein guter Umgang mit dem Internet

«Aber alle haben ein Smartphone!»
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Ein guter Umgang mit dem Internet

Ich habe ein Kind, das jetzt in die Grundschule geht. Auch wenn das Thema Handy hoffentlich noch etwas dauert, möchte ich vorbereitet sein. Auf Gespräche, auf Erklärungen, ...

Ein guter Umgang mit dem Internet

Ich habe ein Kind, das jetzt in die Grundschule geht. Auch wenn das Thema Handy hoffentlich noch etwas dauert, möchte ich vorbereitet sein. Auf Gespräche, auf Erklärungen, wie man damit umzugehen hat und auch was die Gefahren sein können. Daher fand ich das Buch und dessen Ansatz sehr interessant.

Elisabeth Koblitz beleuchtet in ihrem Buch die Fragen und Sorgen, die Familien im digitalen Alltag rund um Smartphones, Apps und Medienzeit beschäftigen. Dabei verbindet sie ihre Erfahrungen als Mutter mit fundierten Interviews von Fachleuten und den Stimmen der Kinder selbst. Entstanden ist ein praxisnaher Ratgeber, der Strategien für einen bewussten und ausgewogenen Umgang mit digitalen Medien bietet.

In 13 Kapiteln wie “Likes, Klicks und Level”, "Digitales Lernen in der Schule” oder auch “Die 10 goldenen Elternregeln” werden wir in eine wirklich umfangreiche und gut erklärte Welt rund um Smartphones, Internet und deren Umgang damit mitgenommen.

Ich mag die kurzen und doch sehr gut geschriebenen Kapitel. Man kann sich das Buch komplett durchlesen und wenn man etwas spezielles sucht, dann kann man dank des guten Inhaltsverzeichnisses direkt danach suchen. Ich weisß, dass uns das Buch sicher noch eine Weile begleiten wird und ich bin jetzt schon ein bisschen auf erste Fragen und Diskussionen vorbereitet.

ISBN: 978-3499017773
Autor: Elisabeth Koblitz
Verlag: Rowolth
Veröffentlicht. 15.07.25
Umfang: 256 Seiten

Veröffentlicht am 07.09.2025

Der gefährliche Hype rund um Tradewifes

Heimat
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Der gefährliche Hype rund um Tradewifes

Man kann sich ihnen fast nicht entziehen. Überall auf Social Media sieht man sie. Die sogenannten “Tradewifes”. Frauen, die leben wollen wie “früher” unterdrückt ...

Der gefährliche Hype rund um Tradewifes

Man kann sich ihnen fast nicht entziehen. Überall auf Social Media sieht man sie. Die sogenannten “Tradewifes”. Frauen, die leben wollen wie “früher” unterdrückt und finanziell abhängig vom Partner. Aber so wird es natürlich nicht verkauft. Sie geben sich unabhängig, wollen alle Kinder unbedingt zu Hause erziehen und lehnen fast alle medizinischen Fortschritte ab. Und eine dieser Geschichten bringt uns Hannah Lühmann näher.

Jana zieht mit ihrer Familie aufs Land und entdeckt hinter der scheinbaren Idylle ein Milieu, in dem rechte Ideologien und AfD-Nähe zum Alltag gehören. Besonders ihre Nachbarin Karolin, die sich als »Tradwife« ganz der konservativen Rolle von Hausfrau und Mutter verschrieben hat, verkörpert dieses Weltbild. Zwischen Faszination und Abwehr gerät Jana zunehmend in den Sog dieser Ideologie und muss sich mit ihren eigenen Widersprüchen auseinandersetzen.

Leise schleicht sich die Ideologie an. In einem Buchclub, der ein Buch propagiert, dass man Kinder nicht abgeben sollte usw. Doch eigentlich mag Jana es doch, am Tag Freizeit zu haben und die Kinder im Kindergarten zu lassen. Ist es wirklich so schlimm?

Diese Zwiespälte, die das Buch immer wieder aufzeigen, lassen den Leser tief in diese Geschichte eintauchen. Ohne einen Vorwurf schafft Lühmann es, diese Bewegung als das zu zeigen, was sie ist. Gefährlich. Sie geben sich nett, verständnisvoll und als Freundin. Doch werden einem Gedanken in den Kopf gepflanzt, die man vorher immer abgelehnt hat.

Man muss beim Lesen jedoch damit rechnen, dass Wut in einem aufsteigt. Wut darüber, dass Menschen tatsächlich Impfungen ablehnen. Ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder so aufs Spiel setzen. Dennoch will ich das Buch unbedingt empfehlen.

ISBN: 978-3446282827
Autor: Hannah Lühmann
Verlag: hanserblau
Veröffentlicht. 19.08.25
Umfang: 176 Seiten

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Mein Körper und ich

Junge Frau mit Katze
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Mein Körper und ich

“Junge Frau mit Katze” ist das zweite Buch der Autorin Danila Fröscher. Schon der Vorgänger “Lügen über meine Mutter” hat sich mit dem Körperbild beschäftigt. Doch während es in diesem ...

Mein Körper und ich

“Junge Frau mit Katze” ist das zweite Buch der Autorin Danila Fröscher. Schon der Vorgänger “Lügen über meine Mutter” hat sich mit dem Körperbild beschäftigt. Doch während es in diesem eben um die eigene Mutter geht, geht es hier um sie selbst. Um ein Leiden des Körpers, dass sie nicht zuordnen kann und kein Arzt ihr richtig helfen kann.

Ela wächst im Schatten ihrer Mutter auf und trägt die Schuldzuweisungen des Vaters an deren Körper mit sich, bis schließlich ihr eigener kranker Körper sie an ihre Grenzen bringt. Kurz vor dem Ende ihrer Promotion erleidet sie einen Zusammenbruch, während sie mit Selbstzweifeln und körperlichen Symptomen ringt. Daniela Dröscher erzählt diese späte Selbstfindung autofiktional, psychologisch eindringlich und zugleich mit feinem Humor.

Frauen werden in der Medizin oft nicht ernst genommen. Es ist Stress, Einbildung oder “man soll sich mal nicht so haben”. Forschungen werden eher an den körperlichen Eigenschaften von Männern betrieben und selbst im Erste Hilfe Kurs lernen wir, wie ein Herzinfarkt zu erkennen ist - aber eben der typische bei einem Mann.

Wie kann man da noch vertrauen? Ich fand die Geschichte wahnsinnig emotional. Ela auf diesem Weg zu begleiten war teilweise schwierig. Sie hat Rückschläge erlebt, musste eventuelle Abschiede verarbeiten und sich von der eigenen Krankenversicherung klein machen lassen.

Dennoch fand ich es gut, wie die Autorin es geschafft hat, nicht den Mut zu verlieren und hier und da den Humor nicht zu kurz kommen zu lassen. Es war eine gute Mischung aus Erfahrung, Kritik und dennoch einer lockeren Erzählweise.

ISBN: 978-3462007619
Autor: Daniela Dröscher
Verlag: Kiwi
Veröffentlicht. 14.08.25
Umfang: 320 Seiten

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Gibt es einen Gott?

Es gibt einen Gott, und ihr ist langweilig
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Gibt es einen Gott?

Laut Christian Schulte-Lohs gibt es sie. Und ja, ihr scheint langweilig zu sein.

In diesem Roman wird bewiesen, dass Gott tatsächlich existiert. Aber sie langweilt sich und fordert ...

Gibt es einen Gott?

Laut Christian Schulte-Lohs gibt es sie. Und ja, ihr scheint langweilig zu sein.

In diesem Roman wird bewiesen, dass Gott tatsächlich existiert. Aber sie langweilt sich und fordert die Menschheit auf, Kunst zur neuen Währung zu machen. Eine irre Idee? Sicher. Aber die Menschheit muss eben mal wieder etwas aufgemischt werden.

Der obdachlose Jazzmusiker Adam Fein wird widerwillig zum Leiter einer skurrilen Kunstakademie für all jene, die überfordert oder völlig talentlos sind, und trifft dort auf die gescheiterte Schriftstellerin Sara. Gemeinsam versuchen die beiden, ihren Weg durch diese absurde neue Weltordnung zu finden, während die Menschheit in ein kreatives Chaos stürzt.

Die Idee hinter dem Buch ist schon recht außergewöhnlich und das ist auch sein Schreibstil. Denn leider hatte ich ein paar Probleme mich in diesen einzufinden und damit die Geschichte nachvollziehen zu können.

Denn diese Mischung aus Humor und Gesellschaftskritik hätte sicher einige Leser bekommen können, wenn der Zugang etwas einfacher wäre. Aber vielleicht habe auch ich selbst etwas nicht verstanden.

Dennoch hat er mich dazu gebracht , über Kunst, Sinn und die Art, wie wir unser Leben messen, nachzudenken. Vielleicht werde ich es noch einmal lesen und dann noch mehr in den Lesefluss kommen.

ISBN: 978-3426309384
Autor: Christian Schulte-Loh
Verlag: Droemer
Veröffentlicht. 01.07.25
Umfang: 337 Seiten