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Veröffentlicht am 07.10.2024

Mysteriöse Kreuzfahrt

Kein Land in Sicht
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Mysteriöse Kreuzfahrt

Was macht man, wenn man Kreuzfahrten hasst?
Wohl eher nicht auf eine gehen. Doch dann wacht eine Frau in einer Kabine auf. Kanns ich an nichts erinnern und auf einer Kreuzfahrt. ...

Mysteriöse Kreuzfahrt

Was macht man, wenn man Kreuzfahrten hasst?
Wohl eher nicht auf eine gehen. Doch dann wacht eine Frau in einer Kabine auf. Kanns ich an nichts erinnern und auf einer Kreuzfahrt. Was ist passiert und warum kann sie sich an nichts erinnern?

Darum geht es in dem Krimi von Christina Pertl. Mich hat die Idee direkt mitgerissen und ich wollte das Buch gern lesen. Der Schreibstil ist recht angenehm, kurzweilig und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise mitten auf dem Meer. Da man auch als Leser zu Beginn keine weiteren Informationen hat, macht es natürlich Spaß mit zu rätseln und zu ermitteln. Auch die Protagonisten fand ich alles in allem gut ausgearbeitet und glaubwürdig.

Ab und an empfand ich es dann doch etwas zu wirr um der Geschichte wirklich folgen zu können. Daher auch eher vier Sterne. Für folgende Bücher ist da sicher noch Luft nach oben und ich freu mich schon, weitere Bücher von ihr zu lesen. Denn ich denke, da kommt noch einiges gutes auf uns zu!

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Düsterer Krimi

Der lange Schatten
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Düsterer Krimi

Der Krimi der Autorin Celia Fremlin wurde erstmals 1993 veröffentlicht. Nun wurde es beim Dumont Verlag neu aufgelegt. Sie selbst ist mittlerweile verstorben, hat aber eine ganze Reihe ...

Düsterer Krimi

Der Krimi der Autorin Celia Fremlin wurde erstmals 1993 veröffentlicht. Nun wurde es beim Dumont Verlag neu aufgelegt. Sie selbst ist mittlerweile verstorben, hat aber eine ganze Reihe an Büchern geschrieben.

Wir begleiten Imogen. Sie hat vor ca. zwei Monaten ihren Mann bei einem Autounfall verloren und ist nun nach der ersten Zeit der Trauer dabei, alles was liegen geblieben ist, etwas aufzuarbeiten. Briefe, Exfrauen und die Kinder ihres Mannes. Doch dann erhält sie einen mysteriösen Anruf. Sie selbst soll Schuld sein am Tod ihres Mannes. Zudem passieren im Haus merkwürdige Dinge und so langsam wird es unangenehm.

Ich hatte zu Beginn nicht gewusst, dass es sich um einen fast 30 Jahre alten Roman handelt. Der Plot könnte gut eine aktuelle Serie auf einem Streamingdienst sein und hat mich gleich interessiert. Dieses Spiel mit der Psyche. Was ist wahr und was nicht? Spielt der Geist uns einen Streich?

Es ist ein intensiver Thriller. Er schafft es, tief in die menschliche Psyche einzudringen.
Es entsteht eine Atmosphäre, die Unsicherheit rzeugt. Die Charaktere sind glaubwürdig und komplex, vor allem Imogen, deren innere Zerrissenheit und Unsicherheit deutlich spürbar werden.

Ich hatte zudem die meiste Zeit das Gefühl, einem Theaterstück zuzusehen. Dass ich nicht der Leser bin, sondern in der ersten Reihe sitze und der Geschichte folge. Für mich tatsächlich eine neue, aber sehr spannende Erfahrung.
Wer Geschichten mag, die sich langsam aufbauen und tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten eintauchen, wird dieses Buch lieben.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Drachenseuche

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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Drachenseuche

Wie wäre es, wenn Drachen keine imposanten Wesen wären, sondern eine Plage? Die sich ausbreitet und den Menschen das Leben erschwert? Vor allem dann, wenn das eigene Schloss davon voll ist ...

Drachenseuche

Wie wäre es, wenn Drachen keine imposanten Wesen wären, sondern eine Plage? Die sich ausbreitet und den Menschen das Leben erschwert? Vor allem dann, wenn das eigene Schloss davon voll ist und ein toller Prinz auf dem Weg ist? So beginnt die Geschichte in “Ich fürchte, Ihr habt Drachen” von Peter S. Beagle. Dem Autor von “Das letzte Einhorn”

Beagle versteht es, den Leser direkt in seine Welt zu ziehen. Mit einem Humor, der einen gerade zu Beginn des Öfteren schmunzeln lässt und eine gewisse Ernsthaftigkeit gegen Ende des Buches. Allein an seiner Erzählweise schafft er es, die Stimmung und den Verlauf so rüberzubringen, dass man nicht das Gefühl hat, in einem Buch zu sein. Eher mittendrin im Geschehen. Wobei ich das hier gar nicht so gern wäre. Da war ich froh, nur Beobachter zu sein. Obwohl es natürlich fiktiv ist, fand ich einige Parallelen zu unserer Welt. Vor allem das mit den Drachen. Bei uns wären es wohl Ratten oder Insekten gewesen, die man nicht zu Hause haben möchte und bekämpft werden “müssen”
Man konnte Robert zudem anmerken, dass er Mitleid hatte. Immerhin leben bei ihm auch Drachen zu Hause. Wo werden die Grenzen gezogen zwischen einem geliebten Haustier und einer “Plage”? Daran musste ich des Öfteren denken.

Wir erleben also nicht nur eine spannende Geschichte, nein, wir werden auch zum Nachdenken angeregt und das macht das Buch für mich doch recht faszinierend.

Ein weiteres Detail, das ich mochte, ist die Illustration zu Beginn und Ende des Buches. Sie lädt einen noch einmal zusätzlich ein, sich in diese Welt zu begeben und sich auf sie einzulassen.

Eine klare Empfehlung für alle Fans vom letzten Einhorn und für die, die es noch werden wollen.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Spannende Fantasy

Das Buch der tausend Türen
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Spannende Fantasy

“Es gibt so viel jenseits dieser vier Wände zu entdecken. Lassen Sie die Welt nicht an sich vorbeiziehen.”

Die Vorstellung, eine Tür zu öffnen und an einem Ort zu sein, den man sich ...

Spannende Fantasy

“Es gibt so viel jenseits dieser vier Wände zu entdecken. Lassen Sie die Welt nicht an sich vorbeiziehen.”

Die Vorstellung, eine Tür zu öffnen und an einem Ort zu sein, den man sich vorstellt, ist Klasse. Keine langen Reisen mehr. Wenn man einen Ort oder eine Person vermisst, muss man nicht lange planen, reisen und Geld ausgeben. Einfach eine Tür öffnen und dort sein.

Das passiert Cassie. In ihrem Laden stirt ein alter Mann und hinterlässt ihr zwei Bücher auf dem Tisch. Eine alte Version von “Der Graf von Monte Christo” und ein Lederbuch mit vermeintlich wirren Texten. Damit beginnt das Abenteuer.

Ich fand die Grundidee super. Jeder hat sich vermutlich schon einmal vorgestellt, wie es wäre, an andere Orte zu reisen, ohne wirklich verreisen zu müssen. Doch nicht nur darum geht es in dem Buch. Es geht um verschiedene Ansichten, Zeiten und wie all das zusammen spielt. Auch wenn der Schreibstil an sich kurzweilig und gut verständlich ist, kommt nach dem ruhigen Einstieg einiges auf den Leser zu. Verschiedene Perspektiven und Protagonisten kommen zu Wort und da muss man sich erstmal zurechtfinden. Doch dann erwartet den Leser eine tolle Lesereise. Jedoch sollte man nicht mit den Gedanken abschweifen und beim Inhalt bleiben. Sonst überliest man schnell mal etwas und weiß ein paar Seiten nicht mehr, wie etwas zusammenhängt.

Mein eigenes kleines Highlight war zudem, dass alle Kapitel eine eigene Überschrift haben. Das mag für viele sicher nichts besonderes sein - für mich zeigt es jedoch, dass der Autor sich auch hier viele Gedanken gemacht hat und nicht nur eine Zahlenfolge hat laufen lassen.

Ein wirklich spannendes, gut durchdachtes und mit Abenteuern gespicktes Buch.


ET: 14.08.2024
ISBN: 9783453274686
Umfang: 528 Seiten

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Veröffentlicht am 03.10.2024

Unerwartet und zu oberflächlich

Auf der Mauer, auf der Lauer
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Unerwartet und zu oberflächlich

Ich bin tatsächlich ziemlich zwiegespalten, was das Buch angeht.
Der Klappentext hört sich erstmal gut an und ich mag Young Adult Crime ab und an ganz gern.

Die fast ...

Unerwartet und zu oberflächlich

Ich bin tatsächlich ziemlich zwiegespalten, was das Buch angeht.
Der Klappentext hört sich erstmal gut an und ich mag Young Adult Crime ab und an ganz gern.

Die fast 17 jährige Charlie wird entführt. Sie erwacht in einem dunklen Raum und weiß nicht, warum sie dort gelandet ist. Wir erleben die Tage vorher und gleichzeitig ihre Zeit im Haus, was wie eine Art Escaperoom gestaltet ist. Sie muss Aufgaben lösen, um von Zimmer zu Zimmer zu kommen - und hoffentlich dem ganzen zu entfliehen.

Zuerst möchte ich die positiven Dinge hervorheben. Ich mag die Aufmachung des Buches. Die Geschichte wird unterbrochen von Verhören, Tagebucheinträgen und Erinnerungen. Das lockert die Geschichte immer etwas auf und ich kann mir vorstellen, dass Jugendliche - für die, die Bücher grundsätzlich geschrieben sind - sich damit noch besser einfühlen können.

Zudem ist der Schreibstil selbst recht locker und in einer einfachen Sprache verfasst, sodass man als Leser recht schnell dabei ist und der Geschichte folgen kann. Die Kapitel sind angenehm kurz und man kann so zwischendurch auch mal Pause machen.

Doch leider überwiegen in dem Fall für mich die negativen Aspekte.
Als erstes sind mir die immer mal wieder eingeflochtenen englischen Wörter und Redewendungen aufgefallen. Ich weiß nicht, ob es Altersspezifisch eingebaut wurde - aber mir hat es leider nicht gefallen.

Dann hat man kaum etwas von dem Haus und den Spielen mitbekommen bzw. war da kaum was. Das war für mich eigentlich der Hauptaspekt, es zu lesen. Was muss Charlie alles machen und wie schafft sie es? Da war fast nichts zu lesen - da ist einfach kaum etwas passiert.

Und das Ende… Das finde ich gar nicht gut. Überhaupt nicht.
Wenn mir das mit und in meinem Umfeld stattfinden würde, wäre da ganz schnell kein Kontakt mehr! Ich weiß nicht, ob ich es angebracht finde, so mit einer Person umzugehen.

Daher tatsächlich keine Empfehlung von mir.

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