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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2018

Nichts geht über die Familie

Der Näher
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Inhalt:

Entführte Frauen und der Fund einer entsetzlich zugerichteten Frauenleiche. Kann es zwischen den Fällen einen Zusammenhang geben? Das muss Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA herausfinden. ...

Inhalt:

Entführte Frauen und der Fund einer entsetzlich zugerichteten Frauenleiche. Kann es zwischen den Fällen einen Zusammenhang geben? Das muss Martin Abel, Fallanalytiker des Stuttgarter LKA herausfinden. Während der Ermittlungen taucht eine Frau plötzlich wieder auf - doch kann sie helfen oder sind Abel und sein (unfreiwilliges) Team auf sich allein gestellt?

Rezension:

Es ist der dritte Band aus Rainer Löfflers fesselnder Thriller-Reihe um den Fallanalytiker Martin Abel. Für mich jedoch war es der erste Band der Reihe und ich konnte der Geschichte dennoch sehr gut folgen. Der Fall ans sich ist eigenständig und nimmt keinen Bezug auf die Vorgänger. Ein paar private Geschichten bauen natürlich darauf auf, doch wurden auch die nochmal kurz erläutert und daher für mich kein Problem.

Der Stil ist sehr gut nachvollziehbar und die Situationen und Orte sind so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen und dementsprechend reinversetzen kann. Das Buch ist ein kurzweiliges Vergnügen und ich hatte es in gut 3 Abenden durchgelesen. Ich hatte so eine Ahnung wer der Täter sein könnte, doch das warum hat mich dann doch etwas überrascht. Die anderen beiden Teile werde ich mir sicher auch noch holen um Abels Geschichte noch weiter verstehen zu können.

Für mich eine klare Empfehlung.

Veröffentlicht am 23.02.2018

Eine kriminalistische und leicht übersinnliche Familiengeschichte

Die erstaunliche Familie Telemachus
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Inhalt:

Es ist das Jahr 1995 und wir begleiten eine Familie - Familie Telemachus. Auf den ersten Blick eine ganz normale und chaotische Familie. Doch sie ist außergewöhnlich und für einige Überraschungen ...

Inhalt:

Es ist das Jahr 1995 und wir begleiten eine Familie - Familie Telemachus. Auf den ersten Blick eine ganz normale und chaotische Familie. Doch sie ist außergewöhnlich und für einige Überraschungen gut. Früh mussten sie den Verlust der Mutter erleben und mit sich und ihren Begabungen zu leben lernen. Denn fast alle haben spezielle, übersinnliche Fähigkeiten die das Leben nicht immer leichter machen.

Rezension:

Ich muss zugeben nach der Leseprobe hatte ich etwas anderes erwartet. Ein bisschen mehr Humor bzw. eine leichtere Lektüre. Das war dann allerdings ein Trugschluss. Es ging doch etwas tiefer und die Geschichte entwickelte sich eher zu einem Familienkrimi als zu einer Komödie. Doch als ich dann begonnen hatte zu lesen, habe ich mich immer mehr mit der Familie anfreunden können und war gespannt wie es weitergehen wird und vor allem - wie es ausgehen wird.

Wir begleiten jedes Familienmitglied einzeln. Von dem Familienoberhaupt bis zum Enkel erleben wir die Geschehnisse aus verschiedenen Perspektiven. Manche sind einem direkt sympathisch - bei anderen fragt man sich die ganze Zeit nur “Warum?” Doch genauso ist es doch bei fast jeder Familie, oder? Manche mag man - manche nicht. Die Familie kann man sich eben nicht aussuchen und doch muss man zum größten Teil mit ihnen klar kommen und versucht so Wege zu finden um das zu schaffen.

Auch in der Familie Telemachus muss man lernen miteinander klar zukommen obwohl man nicht mit jeder Entscheidung der Anderen einverstanden ist - doch am Ende ist es eben die Familie und die möchte man doch schützen.

Ich möchte gar nicht viel vom Inhalt preisgeben, denn das soll und muss Jeder für sich selbst entdecken. Doch rein zum Schreibstil kann ich sagen, dass der flüssig und für mich immer gut nachvollziehbar war. ich konnte mich in die Gedanken und Vorgänge der einzelnen Personen einfinden und auch wenn ich sie nicht nachvollziehen konnte, konnte ich sie rein sprachlich gut verstehen. Auch hatte ich das Gefühl, dass der Stil je nach Person ein bisschen abgeändert wurde, sodass auch da ein bisschen Individualität eingeflossen ist.

Wer also eine kriminalistische und leicht übersinnliche Familiengeschichte lesen möchte, ist hier gut beraten :)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Geschichte
  • Humor
  • Fantasie
Veröffentlicht am 03.02.2018

Zukunftsvisionen

QualityLand
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Qualityland muss man wohl mögen oder eben nicht – Ich für meinen teil fand es sehr gut und hat einem zudem die Augen für die ganzen digitale Welt geöffnet. Natürlich weiß man bereits einiges und auch Firmen ...

Qualityland muss man wohl mögen oder eben nicht – Ich für meinen teil fand es sehr gut und hat einem zudem die Augen für die ganzen digitale Welt geöffnet. Natürlich weiß man bereits einiges und auch Firmen wissen vermutlich mehr über uns als wir es ahnen.

Doch es in solch eine, doch sehr witzigen und charmanten Art vorgesetzt zu bekommen, hat zumindest mich noch mal etwas deutlicher nachdenken lassen.

Es ist kein Roman im klassischen Sinne. Die kurzen Kapitel sind irgendwie kleine Geschichten an sich, doch zusammen gereiht ergeben sie eine Geschichte. Und zwar die des Peter Arbeitsloser. Wir begleiten ihn einen Abschnitt seines Lebens und wie es den Bach runter geht. Zwischendurch begleiten wir zudem noch einen Wahlkampf, denn die aktuelle Präsidentin wird bald sterben. Und um das System und das Land noch ein wenig näher gebracht zu bekommen gibt es zwischen den Kapiteln Erläuterungen zum Land und ab und an kleine (sonderbare) Nachrichten.

De Stil mag ich zudem sehr. Die kurzen Kapitel laden ein auch zwischendurch mal ein bisschen zu lesen und so war ich recht schnell fertig.

Wer ein bisschen schrägen Humor hat, digitalen Wahnsinn liebt und noch gern lustige Zukunftsszenarien erfindet ist hier an der richtigen Stelle.

Veröffentlicht am 26.01.2018

Tauch ein in eine mythische Welt

Das Lied von Eis und Feuer 01
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Der Auftakt zu einer epischen und so fantasievollen Reihe hat für mich genau ins Schwarze getroffen.

Zuerst wurde bei uns die Serie begonnen doch schon nach der zweiten Folge wollte ich unbedingt die ...

Der Auftakt zu einer epischen und so fantasievollen Reihe hat für mich genau ins Schwarze getroffen.

Zuerst wurde bei uns die Serie begonnen doch schon nach der zweiten Folge wollte ich unbedingt die Bücher lesen und mich selbst in diese wundervolle Welt versetzen. Das ich schon ein bisschen gesehen hatte, war hier jedoch tatsächlich ein Vorteil. Denn so viele Namen und Charaktere müssen erstmal gemerkt und miteinander verknüpft werden. Die ungewöhnlichen Namen und Zusammenhänge können zu Beginn sehr verwirren. Da schonmal ein paar “Gesichter” dazu zu haben fand ich persönlich von Vorteil.

Das mag für einen Neueinsteiger sicher erstmal abschreckend wirken, doch wenn man dann die Familien und deren Zusammengehörigkeiten ein bisschen kennt und versteht ist man tief drin in einer wunderschönen Welt. Hier ist eigentlich für Jeden etwas geboten.

Die grobe Handlung wird durch die Medien und die Serie sicher schon den Meisten bekannt sein - doch kann ich jedem nur empfehlen auch in die Bücher einzusteigen. Hier wird einem noch viel mehr vermittelt als es in der Serie an sich möglich ist.

Veröffentlicht am 26.01.2018

Ein rasanter Krimi ohne Tiefe

In eisiger Nacht
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Inhalt:

Ein Kühllaster und 12 erfrorene Frauen - damit beginnt dieser Krimi von Tony Parsons. Detective Max Wolfe und seine Partner müssen nun herausfinden, wer diese schreckliche Tat zu verantworten ...

Inhalt:

Ein Kühllaster und 12 erfrorene Frauen - damit beginnt dieser Krimi von Tony Parsons. Detective Max Wolfe und seine Partner müssen nun herausfinden, wer diese schreckliche Tat zu verantworten hat. Alles deutet darauf hin, dass sie von Schleusern illegal ins Land geschafft wurden, doch es befinden sich nicht 12, sondern 13 Pässe bei den Leichen. Wer ist Nummer 13 und können die Ermittler sie lebend finden?

Rezension:

Es ist der vierte Krimi in Tony Parsons Reihe rund um den Detective Max Wolfe. Für mich jedoch war es der erste Teil, den ich je von ihm gelesen habe. Doch das war für mich kein Nachteil, denn die Figuren werden einem so gut beschrieben, dass man sie auch ohne Vorkenntnisse kennenlernen kann. Sicher fehlen hier und da ein paar Details aus dem Leben, doch das drückt die Stimmung nicht und der Fall kann unabhängig davon gut verfolgt werden.

So gut gewählt das Thema in der heutigen Zeit ist, ist der Krimi an sich zu schnell gestaltet. Manche Themen werden kurz angerissen und schon wieder verworfen. Es gibt viele Verdächtige und teilweise zu konstruierte Zufälle. Sicher muss ein Autor seinen Weg in die richtige Richtung lenken, doch darf der Leser nicht mitbekommen, dass manches nur deswegen geschieht, damit man in der Handlung weiterkommt. Es muss sich, trotz des Wissens ein Buch und somit eine fertige Geschichte zu lesen, zufällig anfühlen.

Es werden Themen und Vorgänge angerissen um sie innerhalb von 2 Seiten schon wieder zu beenden und abzuhaken. Eine Ermittlung an sich ist kaum gegeben oder man bekommt sie als Leser nicht mit und wird dann vor vollendete Tatsachen gestellt.

Ich hätte mir hier ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, denn an sich ist das Thema und die Handlung spannend und man fiebert teilweise mit (an den Stellen, an denen der Autor es zulässt)
Liegt es an der geringen seitenzahl? Wäre es dann nicht von Vorteil gewesen hier ein bisschen mehr Raum und Luft zu schaffen? Wenn nicht mehr Seiten möglich waren, dann hätte auf ein paar Nebenhandlungen verzichtet werden müssen. Hier wurde aus meiner Sicht viel Potenzial verschenkt. Wer auf schnelle und rasante Kromis und Handlungen nicht verzichten möchte, ist hier gut aufgehoben. Für alle, die jedoch gern mitfiebern und raten ist dieses Buch nichts.

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