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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Bei weitem nicht so gut wie das Original

Die Monogramm-Morde
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Hercule Poirot sitzt gemütlich in seinem Stammcafe, als plötzlich eine aufgeregte junge Dame das Lokal betritt. Poirots Spürsinn ist sofort geweckt, doch die Dame will sich ihm nicht anvertrauen. Als am ...

Hercule Poirot sitzt gemütlich in seinem Stammcafe, als plötzlich eine aufgeregte junge Dame das Lokal betritt. Poirots Spürsinn ist sofort geweckt, doch die Dame will sich ihm nicht anvertrauen. Als am nächsten Tag in einem nahegelegenen Hotel drei Leichen entdeckt werden begibt er sich erneut auf Mörderjagd.

Sophie Hannah hat sich daran gewagt den berühmten belgischen Detektiv Poirot wiederzuerwecken, dabei trifft sie seinen Charakter und seine Methoden gar nicht schlecht, kommt jedoch bei weitem nicht an die große Agatha Christie heran. Der Fall wirkt einfach zu konstruiert und der Inspektor Catchpool, aus dessen Sicht dieser Fall geschildert wird, ist einfach anstrengend.

Wie es heute üblich ist leidet der ermittelnde Inspektor an seelischen Qualen, die weder zu Agatha Christies Geschichten passen, noch besonders überzeugend sind. Dafür wird jedoch bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf herumgeritten, was das Buch leider in die Länge zieht.

Auch der Fall an sich konnte mich nicht überzeugen. Anstatt mit dem üblichen „Aha-Effekt“, der die Bücher von Agatha Christie so einzigartig macht, zurückzubleiben, ist es eher ein „Naja-Effekt“.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schmöker zum Träumen und Genießen

Die Insel der tausend Quellen
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Die Insel der tausend Quellen ist Band eins ihrer Jamaikasaga (Band 2: Die Insel der roten Mangroven).

Nora, eine reiche Kaufmannstochter verliebt sich unsterblich in den verarmten Adeligen Simon. Gemeinsam ...

Die Insel der tausend Quellen ist Band eins ihrer Jamaikasaga (Band 2: Die Insel der roten Mangroven).

Nora, eine reiche Kaufmannstochter verliebt sich unsterblich in den verarmten Adeligen Simon. Gemeinsam träumen sie von einem Leben in den britischen Kolonien. Doch das Schicksal und Noras Vater verhindern diesen Traum. Als Frau eines anderen schafft Nora jedoch die Reise nach Jamaika, wo sie feststellen muss, dass ihr Paradies auch dunkle Seiten hat.

Wie bisher in allen ihren Büchern schafft es Sarah Lark mit ihrer Geschichte eine Sogwirkung zu entfesseln, die es einem schwer macht das Buch wieder aus den Händen zu legen. Also definitiv nicht als Lektüre geeignet, wenn man am nächsten Tag früh und fit aus den Federn muss.

Man darf allerdings keinen historisch korrekten Roman erwarten. Wie in Liebesgeschichten üblich werden einige Dinge arg verkitscht. Dennoch, oder gerade deshalb fällt es einem leicht sich an die weißen Strände und das blaue Wasser der Karibik zu träumen. Ebenso gut schafft sie es, den Gestank und Kälte Londons lebendig werden zu lassen.

Einfach ein gutes Buch zum Träumen und Genießen.

Veröffentlicht am 07.01.2018

Bedrückend und spannend

Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée
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Köln im eiskalten Nachkriegswinter, den Menschen mangelt es an Nahrung, Wärme und Wohnraum. Jeder versucht so gut es geht mit den Schrecken der letzten Jahre zurecht zukommen. Mitten unter ihnen die junge ...

Köln im eiskalten Nachkriegswinter, den Menschen mangelt es an Nahrung, Wärme und Wohnraum. Jeder versucht so gut es geht mit den Schrecken der letzten Jahre zurecht zukommen. Mitten unter ihnen die junge Friederike Mathee, die das Glück hatte eine Anstellung bei der weiblichen Polizei zu ergattern. Gemeinsam mit einem Polizisten der britischen Besatzungsmacht soll sie nun in einem Mordfall ermitteln, doch neben dem Fall müssen die Beiden auch mit dem Hass zwischen Besatzungsmacht und Kriegsverlierern zurecht kommen.
Die Geschichte rund um den Mordfall ist spannend geschrieben. Ein solider Krimi, der den Leser selbst zur Auflösung einlädt und dabei genau im richtigen Maßen Informationen preisgibt.
Besonders überzeugt hat mich aber die Darstellung Kölns in der Nachkriegszeit mit all seinen Problemen und die Vielschichtigkeit der handelnden Personen. Sie alle haben Ecken und Kanten, haben Fehler gemacht und müssen sich jetzt damit auseinandersetzen. Sie verzichtet auf den erhobenen Zeigefinger, erhebt aber auch niemanden zum Gutmenschen. Eine für mich gelungene Mischung der verschiedenen menschlichen Reaktionen in einer solchen Zeit.
Für mich als Kölner ist es zudem interessant mit den Protagonisten durch das zerbombte Köln zu wandern und so einen neuen Blick auf die Stadt zu erhalten.
Insgesamt ein gelungener Krimi, der den Zeitgeist nachvollziehbar einfängt.

Veröffentlicht am 27.10.2017

Ein klassischer Krimi

Geheimnis in Rot
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An Weihnachten versammelt sich die ganze Familie Melbury im alten Familiensitz und die meisten Angehörigen des Familienpatriarchen interessiert nur eins, was steht im Testament und ist die junge hübsche ...

An Weihnachten versammelt sich die ganze Familie Melbury im alten Familiensitz und die meisten Angehörigen des Familienpatriarchen interessiert nur eins, was steht im Testament und ist die junge hübsche Sekretärin eine Gefahr und dann wird ein Mord begangen.
Ein altes englisches Landhaus, ein Mord und nur eine handvoll Verdächtige. Dieser Krimi bietet das klassische Setting eines Rätselkrimis. Gemeinsam mit der Polizei geht der Leser auf Mörderjagd und erfährt nach und nach mehr Details. Dabei bleibt einem dem Mörder recht lange verborgen, kann aber am Ende enttarnt werden.
Mavis Doriel Hay hat einen sehr angenehmen Schreibstil und entwickelt mit ihrer Geschichte einen Sog dem man sich nur schwer entziehen kann, denn man will es wissen, wer ist der Mörder.
Für alle Fans eines klassischen Krimis die richtige Lektüre für kalte Wintertage.

Veröffentlicht am 18.09.2017

Durchschnittlich

Der Preis, den man zahlt
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Mitten im spanischen Bürgerkrieg wird der Agent Falco auf eine Mission Mitten in feindliches Gebiet gesendet. An seiner Seite junge idealistische Kämpfer für die Sache der Nationalisten, unter ihnen die ...

Mitten im spanischen Bürgerkrieg wird der Agent Falco auf eine Mission Mitten in feindliches Gebiet gesendet. An seiner Seite junge idealistische Kämpfer für die Sache der Nationalisten, unter ihnen die schöne Eva Rengel, die ihn aus dem Konzept bringt.
Was zunächst klingt wie eine spannende Spionagegeschichte entpuppt sich immer mehr zu einer Studie der Grausamkeiten auf beiden Seiten. Überall herrscht Verrat, Grausamkeit und Eigennutz. Auch wenn dies ganz interessant ist und es dem Autor gelingt keine der beiden Parteien in ein wohlwollendes Licht zu rücken, geht leider die Spannung verloren. Das Buch war zu keiner Zeit Langweilig, konnte mich aber auch nie richtig in seinen Bann schlagen. Auch die Charaktere waren weitestgehend vorhersehbar.
Geschichte und Charaktere konnte mich nicht recht überzeugen, aber der Schreibstil war sehr angenehm, flüssig zu lesen ohne dabei simpel oder einfallslos zu sein.
Insgesamt hatte ich mir einfach etwas mehr Spannung erwartet.