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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2021

Nordische Mythologie Meets Thriller

Naglfar
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Im tiefen Eis nördlich von Norwegen, haben Minenarbeiter Höhlen mit Felszeichnungen und ein Schiff entdeckt. Der erste, der das Schiff berühret, läuft kurz darauf Amok.
Jetzt soll ein Forscherteam herausfinden, ...

Im tiefen Eis nördlich von Norwegen, haben Minenarbeiter Höhlen mit Felszeichnungen und ein Schiff entdeckt. Der erste, der das Schiff berühret, läuft kurz darauf Amok.
Jetzt soll ein Forscherteam herausfinden, was es mit den Funden auf sich hat. Die Archäologin Anika Wahlgren kommt dem Rätsel auf die Spur und mit ihrer Hilfe entdeckt das Forscherteam, dass mehr in dem Schiff steckt, als zuerst angenommen. Allerdings sind die Forscher nicht die einzigen, die es auf die Geheimnisse des Schiffes abgesehen haben.

Naglfar ist ein Mix aus Thriller, Sci-Fi und Mythologie; kannte ich so noch nicht ist aber wirklich gut gelungen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen, manchmal ging es mir allerdings etwas zu schnell.
Da es um ein Forscherteam geht, wird natürlich auch die Forschung beschrieben, aber angenehmer Weise wir man nicht mit Fachchinesisch bombardiert und ich als Laie fand das alles durchaus schlüssig und spannend.
( kann es aber natürlich nicht nachprüfen🙂) Zwischendurch gibt es auch den einen oder anderen Perspektiv-Wechsel, so dass man die verschiedenen Charaktere besser kennen lernen und verstehen kann; etwas das ich persönlich sehr gut finde, denn so kann man die Beweggründe der jeweiligen Person sehr gut nachvollziehen.
Ich fand das Buch durchweg sehr spannend und auch die Teile in denen näher auf die Forschungen eingegangen wurde, waren nie langweilig und sehr interessant.
Ich hätte mir ein wenig mehr nordische Mythologie gewünscht, hatte aber auch mit wenig davon sehr viel Spaß beim Lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2021

Über Freundschaft und wütende Zwerge

Luis und Lena - Der Zwerg des Zorns
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„Der Zwerg des Zorns“, ist das zweite verrückte Abenteuer von Luis und Lena.

Zufällig findet Luis beim Fußball spielen einen Taschenriesen; den möchte er unbedingt zu seiner Freundin Lena bringen, denn ...

„Der Zwerg des Zorns“, ist das zweite verrückte Abenteuer von Luis und Lena.

Zufällig findet Luis beim Fußball spielen einen Taschenriesen; den möchte er unbedingt zu seiner Freundin Lena bringen, denn sie ist Expertin für magische Wesen.
Leider ist der Taschenriese gar nicht dankbar dafür, das Luis und Lena helfen möchten und hält die beiden seine Rettung und hält die beiden mit seinen Launen ganz schön auf Trab.

Ich habe das Buch gelesen, ohne den ersten Teil zu kennen und bin gut in die Geschichte rein gekommen. Die wichtigen Dinge werden nochmal erklärt, so dass das kein Problem war.
Erzählt wird die Geschichte von Luis, was mir sehr gut gefallen hat, denn ich lese gerne Bücher in der Ich-Perspektive.
Luis versucht, die Existenz von magischen Wesen vor seinen Freunden und seiner Familie zu verstecken. Das führt oft zu wirklich komischen Situationen aus denen er sich dann irgendwie wieder raus reden muss; dabei kommen teilweise krude Geschichten raus, über die ich gut gelacht habe. Er ist sehr intelligent, aber dabei kein Besserwisser; auch etwas, das mir sehr gefallen hat.
Seine Freunde, die Wildschweine ( ja die Jungs nennen sich tatsächlich so ) ist eine lustige Truppe, in der jeder seine eigene Macke hat. Zusammen spielen sie Fußball und haben sogar eine eigene Satzung. Freundschaft geht bei ihnen über alles und ich finde, dass das eine gute Botschaft ist, die dieses Buch übermittelt.
Freundschaft ist wichtig und muss gepflegt werden, kleine „Vergehen“ werden verziehen und die Wildschweine sind immer füreinander da.
Der lockere Schreibstil und die Illustrationen machen viel Spaß und die leicht schrägen Charaktere sowieso.
Das Buch ist meiner Meinung nach, sowohl für Mädchen, als auch für Jungen geeignet.

Ein Buch über Freundschaft und magische Wesen, das von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung bekommt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2021

Eine Vampirgeschichte ohne die typischen Klischees

Dead Hearts Can‘t Love
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Der Vampir Loan hasst sein Dasein. Er arbeitet in einem Bestattungsinstitut und meidet soziale Kontakte, wo er nur kann.
Alles ändert sich, als er in seiner Stamm-Bar auf die menschliche Sophia trifft, ...

Der Vampir Loan hasst sein Dasein. Er arbeitet in einem Bestattungsinstitut und meidet soziale Kontakte, wo er nur kann.
Alles ändert sich, als er in seiner Stamm-Bar auf die menschliche Sophia trifft, zu der er sich sofort hingezogen fühlt. Leider sieht der Ältestenrat das nicht gern und bald schon muss Loan entscheiden was ihm wichtig ist.
Der Schreibstil hat mir sehr gefallen und ich bin sofort in der Geschichte gewesen. Die Kapitel sind mal aus Loans und mal aus Sophias Sicht geschrieben, so dass man bei beiden einen Blick in die Gedankenwelt werfen kann; etwas das ich persönlich sehr mag. Die beiden Hauptfiguren werden sehr gut beschrieben und ich hatte sowohl von Loan, dem alles hassenden Vampir, als auch von der sehr verunsicherten Sophia sofort ein Bild vor Augen und konnte deren Handlungen und Entscheidungen gut nachvollziehen.
J.M.Weimer räumt mit sämtlichen Klischees auf. Vampir Loan ist weder superstark noch wunderschön, sondern einfach „nur“ ein Blutsauger, der sein „Leben“ hasst.
Sophia ist keine typische Katalog-Schönheit, sondern eine normal gewachsene Frau mit Kurven und einer Schwäche für Kekse.
Das beides ist für sich genommen, schon sehr sympathisch.
Die Tatsache, dass diese Liebesgeschichte im Großen und Ganzen ohne übermäßig viel Kitsch auskommt, ist für mich ein weiterer Pluspunkt.
Das Ende kam mir dann etwas plötzlich und abrupt, was aber am Lesespass nichts geändert hat.
Für jeden, der mal eine etwas andere Vampir-Geschichte lesen möchte, ein schönes Buch für zwischendurch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.08.2021

Eine großartige Fortsetzung. Zitat: Moral muss man sich leisten können

Ohne Strom / Ohne Strom - Wo sind deine Grenzen? - Band 2
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Nicht ganz drei Wochen sind seit dem weltweiten Stromausfall vergangen und während Malte versucht, seine Menschlichkeit nicht zu verlieren, heißt es für viele andere „die oder wir“.
Malte entgleitet das ...

Nicht ganz drei Wochen sind seit dem weltweiten Stromausfall vergangen und während Malte versucht, seine Menschlichkeit nicht zu verlieren, heißt es für viele andere „die oder wir“.
Malte entgleitet das Verhältnis zu seinem Sohn Lukas immer mehr und dieser wendet sich den Freyristen zu.
Simone erlebt auf ihrem Weg von Hamburg nach Mittelhessen immer weniger Hilfsbereitschaft und immer mehr Gewalt.
Das Dorf Niederumbach hat viel erreicht, doch müssen auch Überfälle und harte Rückschläge überwunden werden; auch der zunehmende Druck durch religiöse Fanatiker und Rassisten wird immer größer.
Der zweite Teil von „Ohne Strom“ setzt nahtlos da an, wo der erste Teil endet. Der Schreibstil ist wieder flüssig und gut zu lesen und wir erleben die Geschichte erneut aus verschiedenen Perspektiven.
Der Druck auf die Menschen wächst enorm, denn noch immer ist kein Ende des Stromausfalles in Sicht. Die Gewaltbereitschaft nimmt jeden Tag mehr zu und es fällt immer schwerer seine eigenen Moralvorstellungen zu erfüllen.
Bereits im ersten Teil mussten schwere Entscheidungen getroffen werden und es wir eher schlimmer als besser. Auch in diesem Buch musste ich mich selbst oft fragen, wo wohl meine Grenzen wären; und hoffe einfach, dass ich das nie erfahren werde.
Auch diesmal sind mir viele Dinge sehr nahe gegangen, ich hatte oft eine Gänsehaut und habe tatsächlich auch zwei, drei Tränchen vergossen.
Wichtig zu erwähnen: der erste Teil muss unbedingt gelesen werden, um beim zweiten Teil voll dabei sein zu können.
Von mir gibt es wieder eine klare Leseempfehlung, denn dieses Buch regt wieder zum Nachdenken an und zeigt, wie schnell aus Nachbarn Feinde werden können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2021

Nichts für schwache Nerven

Angstrichter
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Der Angstrichter ist der vierte Grall-und-Wyler-Thriller von Lars Schütz.
Die Profiler Jan Grall und Rabea Wyler begeben sich auf die Jagd nach einem Mörder, der seine Opfer in mittelalterlicher Manier ...

Der Angstrichter ist der vierte Grall-und-Wyler-Thriller von Lars Schütz.
Die Profiler Jan Grall und Rabea Wyler begeben sich auf die Jagd nach einem Mörder, der seine Opfer in mittelalterlicher Manier hinrichtet.
Nachdem Körperteile des ersten Opfers an den vier Stadttoren von Nürnberg gefunden wurden, kursiert im Netz ein Video der Hinrichtung.
Bald schon werden die Jäger zu Gejagten.
Wird es Jan und Rabea gelingen, den Killer zu stellen, bevor sie selbst zum Opfer werden?
Für mich ist es das erste Buch, dass ich aus dieser Reihe lese und ich habe gut in die Geschichte rein gefunden, es ist also durchaus auch ohne Kenntnis der anderen drei Teile lesbar.
Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge.
Die Charaktere werden sehr gut beschrieben und da Rabea und Jan zwischendurch unterschiedlichen Spuren folgen, wechselt die Perspektive und ich konnte mich sehr gut in die beiden hinein versetzen und ihren Gedankengängen während den Ermittlungen folgen.
Der Prolog ist aus Sicht des Scharfrichters geschrieben, was auch einen guten Einblick in dessen Kopf bringt.
Zusätzlich hält das natürlich den Spannungsbogen durchgehend oben genauso wie die sehr detaillierten Beschreibungen der teilweise eher düsteren Atmosphäre.
Sehr gefallen hat mir auch, dass man quasi nebenher noch ein wenig über das Mittelalter lernt, denn jeder der vier Abschnitte beginnt mit der Beschreibung eines Verbrechens und der dazugehörigen mittelalterlichen Strafe.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für alle, die Ihre Thriller gerne blutig mögen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere