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Veröffentlicht am 11.09.2021

Wohlfühlkrimi im Schoss der Kirche

Herr Heiland - Folge 01
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Hier haben wir eine neue Reihe Wohlfühlkrimis. Dieses mal mit einem Pastor in der Hauptrolle. Das ist für mich ein Pluspunkt, muss man natürlich mögen so etwas.
Ich fand dieses Hörbuch wirklich gut. Ich ...

Hier haben wir eine neue Reihe Wohlfühlkrimis. Dieses mal mit einem Pastor in der Hauptrolle. Das ist für mich ein Pluspunkt, muss man natürlich mögen so etwas.
Ich fand dieses Hörbuch wirklich gut. Ich liebe aber auch Wohlfühlkrimis. Es war gut geschrieben, der Pastor äußerst sympathihsch, die übrigen Charaktere evtl. ein bisschen überspitzt aber sonst auch nachvollziehbar. Ebenso die Handlung, wobei mir schwant, dass sich da bei näherer Betrachtung möglicherweise noch ein paar Kritikpunkte ergeben könnten. Tatsächlich schreibe ich diese Rezension aber, weil ich mich so gefreut habe, diese Krimireihe zu entdecken und diesen Krimi direkt durchgehört habe. Nun bin ich etwas enttäuscht, dass Spotify die Nachfolgewerke noch nicht hat. Alles in allem meiner Ansicht nach als absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 11.09.2021

Netter, unterhaltsamer Auftakt in eine Krimireihe, die sich noch etwas finden muss

Tote brauchen kein Shampoo - Folge 01
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Bei "Tote brauchen kein Shampoo-Mord in Obertanndorf" handelt es sich um einen Roman der Gattung Cosy Crime. Auch wenn er im Allgäu spielt, ist es kein typischer Regionalkrimi, wer also ein Buch/Hörbuch ...

Bei "Tote brauchen kein Shampoo-Mord in Obertanndorf" handelt es sich um einen Roman der Gattung Cosy Crime. Auch wenn er im Allgäu spielt, ist es kein typischer Regionalkrimi, wer also ein Buch/Hörbuch mit viel Lokalkolorit sucht, sollte eher ein anderes wählen.
Ansonsten ist der Auftakt in eine neue, unblutige Krimireihe hier recht gelungen. Es läuft noch nicht alles glatt in diesem Krimi. So passt der Prolog bspw nicht zum Rest des Romans und einzelne Charaktere sind noch etwas zu undefiniert. Auch bei der Handlung gibt es Verbesserungspotential. Die Protagonistin führt durchaus Überlegungen aus, bevor sie (zum Teil gefährlich) handelt, nur sind diese nicht unbedingt schlüssig bzw führen in meinen Augen zum falschen Schluss. Und mit der Auflösung am Ende konnte ich mich auch nicht recht anfreunden, hier kam mir Vieles zu sehr aus dem Nichts oder erschien mir unlogisch.
Dennoch fand ich "Tote brauchen kein Shampoo" ein nett zu hörendes Hörbuch, mit sympathischen Charakteren. Dass und wie die Protagonistin in ein Verbrechen hinein gezogen wurde, war aus meiner Sicht sehr gut angebahnt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass in eventuellen Folgeromanen noch ein bisschen an den Stellschrauben gedreht wird und eine nette, unterhaltsame, Romanreihe dabei heraus kommt.
Sarah Liu liest zudem sehr angenehm und lässt sich gut hören.

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Veröffentlicht am 08.08.2021

Idyllische Gärten, romantische Liebe, Schiffbruch und Flucht - ein Roman so bunt wie die Blumen Heligans

Die Gärten von Heligan - Spuren des Aufbruchs
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Die Gärten von Heligan ist ein Roman von Inez Corbi, der zu zwei verschiedenen Zeiten in Heligan spielt.
Das Cover überzeugt und auch die Innenklappen sind ganz wunderbar gemacht, mit ihren Einblicken ...

Die Gärten von Heligan ist ein Roman von Inez Corbi, der zu zwei verschiedenen Zeiten in Heligan spielt.
Das Cover überzeugt und auch die Innenklappen sind ganz wunderbar gemacht, mit ihren Einblicken in die Heligan Gardens und der Zeitleiste der Eigentümer.
Der Roman ist in den heutigen Heligan Gardens angesiedelt, wo die Protagonistin Lexi als freiwillige Gartenhelferin ein Praktikum antritt. Mit ihr kommt unerwartet zeitweise eine gewisse Spannung und Dramatik in diesen Roman, denn die Trennung von ihrem Ex-Freund Rob erfolgte offensichtlich nicht im Guten. Er scheint jedoch nicht der Typ Mann zu sein, der seine Freundin ziehen lässt, und so kommt es, dass Lexi sich auf der Flucht vor ihm in den berühmten Gärten wiederfindet. Obwohl ihr Leben hier eigentlich einen entspannten Verlauf nehmen könnte, bleibt die Angst ihr ständiger Begleiter: Wird Rob sie finden? Welche Rolle spielen die neuen Menschen in ihrem Leben? Kann sie ihnen vertrauen? Und was ist mit ihren Eltern? Sind sie vor Rob sicher? Und bewahren sie auch (ohne es zu wissen) das Geheimnis ihrer Tochter? Oder werden am Ende sie diejenigen sein, die ihre Tochter verraten?
Regelmäßig erfolgen im Buch Zeitsprünge ins späte 18. Jahrhundert, wo die Geschichte der Schwestern Damaris und Allie Tremayne erzählt wird, die nach dem Tod der Eltern von ihrem Cousin Henry Tremayne in Heligan aufgenommen werden. In diesen Abschnitten gibt es ebenfalls spannende Entwicklungen und Verwicklungen, von denen das Auffinden eines Schiffbrüchigen nur der Auftakt ist und man viel Anteil am Aufbau des Gartens wie auch am Familienleben der Tremaynes nimmt.
Der Roman ist sehr angenehm geschrieben, und weist viele sehr sympathische Charaktere auf, ebenso einige, deren Sympathiegrad nicht eindeutig ist und die den Roman ebenfalls interessant machen. Wobei spannende Momente hier klar die Ausnahme bilden. Es handelt sich ja schließlich nicht um einen Krimi. Die beiden Geschichten ziehen auch so in den Bann, wenn auch unterschiedlich stark. Abzug in der Bewertung gibt es von mir aber dafür, dass am Ende mehrere Auflösungen stark im Zeitraffer über's Knie gebrochen werden, während das Buch gleichzeitig eigentlich mittendrin endet. Es gibt noch nicht einmal einen Cliffhänger oder irgendeine Vorbereitung darauf, dass eine Fortsetzung folgt. Zumindest in der heutzutage angesetzten Geschichte, ist es, als hätte die Autorin vergessen, die nächsten Kapitel mit abzugeben. Wer einen gut in sich abgeschlossen Roman sucht, sollte mit diesem Buch also vermutlich warten, bis auch Band zwei erschienen ist...

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Veröffentlicht am 14.07.2021

Mord im Périgord - eine Premiere für Kommissarin Mercier wie Autorin Dubois

Trüffelgold
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Der Krimi Trüffelgold von Julie Dubois siedelt einen Cosy Crime in Frankreich, statt in England an. Es handelt sich hierbei um einen Regionalkrimi, der stark auf die Besonderheiten der Region, insbesondere ...

Der Krimi Trüffelgold von Julie Dubois siedelt einen Cosy Crime in Frankreich, statt in England an. Es handelt sich hierbei um einen Regionalkrimi, der stark auf die Besonderheiten der Region, insbesondere im kulinarischen Sinne eingeht. Für meinen Geschmack ist das Essensthema sogar etwas zu stark im Vordergrund, Fans französischer, kulinarischer Besonderheiten kommen hier aber vermutlich voll auf ihre Kosten.
Das Buch stellt den Auftakt in eine Krimireihe mit Marie Mercier als Ermittlerin dar. Die Pariser Kommissarin hat im malerischen Saint-André-du-Périgord das Haus ihrer Großmutter geerbt und ein Sabbatjahr genommen, um eine Auszeit zu nehmen und hier alles herzurichten. Bedingt durch viele Ferienbesuche bei der Großmutter, ist sie mit den Dorfbewohnern recht vertraut, so dass man auch als LeserIn schnell einen Zugang zu ihnen findet. Die verschiedenen Charaktere sind sehr authentisch beschrieben und lassen einen schnell in das Buch eintauchen. Bei näherer Betrachtung bleiben einige von ihnen jedoch doch eher seicht oder undurchsichtig. Kaum jedoch hat man die ersten Personen kennengelernt, da kommt es auch schon zu einem Todesfall: Franck Girard, Radtourist und Freund ihrer Ferienfreundin Hélène wird erschossen. Recht schnell ist klar, dass es sich um einen Mord handeln muss. Als die örtliche Polizei unter Leitung von Kommissar Michel Leblanc einen weiteren alten Ferienfreund Maries, Philippe, des Mordes verdächtigt, findet Marie sich plötzlich selbst verstrickt in die Ermittlungen. Es ist ein schmaler Grat, der sich durch das ganze Buch hindurchzieht: Inwieweit ist ihre Einmischung willkommen? Wie steht der Kommissar dazu? Was wissen ihre Bekannten, Verwandten und Freunde? Ist sie vielleicht doch nicht so akzeptiert, wie sie dachte? Und wie gefährlich könnte es gegebenenfalls auch für sie oder ihre Lieben werden?
Wer gerne Krimis liest, die Wert auf das Drumherum, die regionale Atmosphäre und die zwischenmenschlichen Beziehungen Wert legen anstelle von blutigen Verbrechen und packender Spannung, findet hier einen netten Roman für Zwischendurch, der Durchaus der Auftakt einer vielversprechenden Reihe sein könnte. Besonders zum Ende hin zeigen sich allerdings einige Schwachstellen und die Auflösung kommt nicht ganz ohne den einen oder anderen Hinkefuß aus. Eine Schwachstelle, die in Folgebänden vielleicht noch abgebaut werden kann? Immerhin handelt es sich um ein Erstlingswerk, das sich durchaus nett lesen lässt und eine gute Überleitung zu einem möglichen zweiten Band eröffnet.

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