Wenn die Vergangenheit das Leben prägt
Einsam wie der TodDas Ermittlerduo Wolf Larsen, ehemaliger Polizeibeamter, und die Journalistin Sanna arbeiten zusammen als Privatermittler. In diesem Fall jedoch ermittelt Wolf zusammen mit Sanna in deren Vergangenheit. ...
Das Ermittlerduo Wolf Larsen, ehemaliger Polizeibeamter, und die Journalistin Sanna arbeiten zusammen als Privatermittler. In diesem Fall jedoch ermittelt Wolf zusammen mit Sanna in deren Vergangenheit.
Ein YouTuber verbreitet seine Infos das Sannas und Elins Vater, der für tot gehalten wird, immer noch leben soll.. Die beiden Schwestern wollen dieser Behauptung unbedingt nachgehen, denn ihre Vergangenheit mit einem gewälttätigen und brutalen Vater ist bis heute eine Belastung für sie. Trotzdem soll der Verbleib des Vaters geklärt werden, zumal er ja offiziell als tot gilt. Während Sanna an einer Identitätsstörung leidet, ist Elin wegen einer Borderline-Störung in Behandlung, was auf die Vergangenheit mit dem tief gläubigen aber ebenso kontrollierenden und rücksichtslosen Vater zurückzuführen ist.
Die Perspektiven wechseln und sowohl die Handlungen in der Gegenwart als auch die in der Vergangenheit zeichnen ein düsteres Bild und lassen erahnen welche seelischen Spuren so eine Kindheit mit sich bringt.
Der Autor Bernhard Stäber hat hier ein Buch mit sehr düsterem Inhalt geschrieben, das unter die Haut geht. Der Schreibstil liest sich flüssig und die Handlung ist immer nachvollziehbar. Es wird von Anfang an Spannung aufgebaut und das Grauen das hier gezeigt wird, macht atemlos und lässt jedes Verständnis für die Gefühle der Schwestern zu. Ein schockierender Einblick in ein Familienleben, welches nach aussen so normal, wenn auch etwas streng gezeigt wurde und das dann so katastrophal endete. Nichts für schwache Nerven aber lesenswert.