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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2019

Eisiger Islandkrimi

Verborgen im Gletscher
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Dies war mein erstes Buch von Arnaldur Indridason und mein erster Islandkrimi.
Das Cover entspricht meiner Vorstellung von diesem Land sehr gut und wirkt mystisch und geheimnisvoll.
Eine Gruppe von Touristen ...

Dies war mein erstes Buch von Arnaldur Indridason und mein erster Islandkrimi.
Das Cover entspricht meiner Vorstellung von diesem Land sehr gut und wirkt mystisch und geheimnisvoll.
Eine Gruppe von Touristen findet auf einem schmelzenden Gletscher die Leiche eines vor 30 Jahren verschwundenen Geschäftsmannes. Der seinerzeit mit dem Fall betraute und inzwischen pensionierte Polizist Konrad wird über den Leichenfund informiert. Und obwohl er bereits im Ruhestand ist, wird er vom damaligen Hauptverdächtigen wieder in die Ermittlungen hineingezogen. Anfängliche Bedenken, aber auch die Frage wer war es und wieso wurde der Geschäftsmann Sigurin tatsächlich ermordet, lassen ihm keine Ruhe und so fängt er auf eigene Faust zu ermitteln an. Konrad ist die tragende Figur dieses Krimis. Es ist ein leiser Krimi dessen Spannung sich hauptsächlich durch die immer wieder neuen Informationen zum Fall aufkommt. Die Akteure sind Menschen wie du und ich, ihre Sprache ist echt und realistisch und der Schreibstil sehr angenehm und lesenswert. Es wird hier aber auch auf Missstände in der Gesellschaft deutlich hingewiesen wie z.B. Vorverurteilung und Alkoholmissbrauch. Der Fall lebt von der Erfahrung von Konrad und dem Vertrauen seiner Mitmenschen in seine Fähigkeiten und gerade das er nicht als Mensch ohne Fehler dargestellt wird macht ihn so sympathisch. Neben der eigentlichen Handlung erfährt man viel von Land und Leuten und kann so die Vorgehensweise der Akteure besser verstehen.
Der Fall bleibt lange undurchschaubar, wird aber verständlich und befriedigend aufgeklärt.
Der Autor hat eine klare Schreibweise die mir sehr gut gefällt, er stellt Personen in den Fokus mit denen man mitfühlen und mitleiden kann, sehr realistisch und aussagefähig.
Fazit: Verborgen im Gletscher ist ein ruhiger, langsam Spannung aufbauender Krimi der alle Seiten einer Mordermittlung beinhaltet. Absolut lesenswert.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Spannung pur

Brennende Narben
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Dies war mein erster Mara Billinsky Krimi den ich gelesen habe. Mit einem Paukenschlag nämlich dem bestialischen Mord an einer Edelprostituierten und dem Bombenanschlag auf der Autobahn auf einen Minibus ...

Dies war mein erster Mara Billinsky Krimi den ich gelesen habe. Mit einem Paukenschlag nämlich dem bestialischen Mord an einer Edelprostituierten und dem Bombenanschlag auf der Autobahn auf einen Minibus ebenfalls mit Prostituierten ist von Anfang an für Hochspannung gesorgt. Mara, die "Krähe", und ihre Kollegen von der Frankfurter Polizei, allen voran ihr Kollege Rosen, habe alle Hände voll zu tun. Ein anonymer Anrufer der Mara mit Tipps und Infos versorgt, macht das Ganze noch ominöser. Aber Mara kann auch bei beruflicher Auslastung nicht davon ab den Mörder ihrer Mutter zu suchen. Obwohl alle warnen weiter zu recherchieren (damaliger Staatsanwalt Grigoleit), sagen der Fall sei abgeschlossen (ihr Chef) oder sehr ungehalten auf ihre Fragen reagieren (ihr Vater - zu dem sie ein sehr angespanntes Verhältnis hat) ermittelt sie weiter und bleibt sich selbst treu.
Sehr gut wird hier privater Fall und Arbeit getrennt. Die detaillierte Beschreibung des Milieus und der Strukturen innerhalb lassen schon Nervenkitzel aufkommen und manchmal ein Schaudern zu was Menschen fähig sind.
Mir haben es die Protagonistin und Rosen besonders angetan, zwei total unterschiedliche Charakter die sich perfekt ergänzen und für einander da sind.
Ein Buch das spannend beginnt und diese Spannung bis zum Ende sogar noch steigert, man fängt an zu lesen und will nicht mehr aufhören bis das Buch zu Ende ist.
Für mich perfekt geschrieben - ein muss für alle Krimifans.

Veröffentlicht am 21.07.2019

Unterhaltsamer Krimi mit spanischem Flair

Comisario Benitez und der Mord am Strand
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Mit "Comisario Benitez und der Mord am Strand" hat man einen Krimi mit Sonne, Sommer, Urlaubsfeeling und verzwickten Mordfällen.
Der Comisario sieht sich einem ersten Mordopfer gegenüber für das sein Neffe ...

Mit "Comisario Benitez und der Mord am Strand" hat man einen Krimi mit Sonne, Sommer, Urlaubsfeeling und verzwickten Mordfällen.
Der Comisario sieht sich einem ersten Mordopfer gegenüber für das sein Neffe auch noch gearbeitet hat und als dieser dann verschwindet ist die Aufregung seiner ganzen Familie natürlich groß. Und gerade die Darstellung der Familie mit allen Ecken und Kanten, das Verhältnis untereinander und die anschauliche Darstellung des spanischen Familienlebens macht sehr viel Spaß zu lesen. Man kann lächeln und findet Menschen wie du und ich. Beschreibungen vom Leben auf dem Lande und wie Marabella dargestellt wird zeigen die Sympatie der Autorin für diese Insel aber auch die sozialen Brennpunkte werden nicht ausser Acht gelassen.
Die Aufklärung der Morde rückt bei so viel Familienverwicklungen fast in den Hintergrund, aber Comisario Benitez schafft es immer wieder den Spagat zwischen Pflicht und Verbundenheit mit den Seinen zu trennen und seine Arbeit mit Hilfe einer resoluten Kollegin zu bewältigen.
Gut es ist nicht der spannendste Krimi den ich kenne, aber die Handlung ist nachvollziehbar und wirkt realistisch, man kann mitfiedern wenn die Familie leidet und man bangt der Aufklärung der Morde entgegen und hofft mit Benitez.
Einen weiterer Fall dieses Ermittlers würde ich gerne lesen denn Land und Leute machen einfach Lust auf mehr.