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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2026

Mit Fantasie nach Anderswo, ein Bilderbuch, das Kinderträume zum Leben erweckt

Heute fahren wir nach Anderswo
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„Heute fahren wir nach Anderswo“ ist ein zauberhaftes Bilderbuch, das Kinder auf eine fantasievolle Reise mitnimmt. Im Mittelpunkt steht Oscar, der sich langweilt, bis Elfi mit ihrer geheimnisvollen Elfenkreide ...

„Heute fahren wir nach Anderswo“ ist ein zauberhaftes Bilderbuch, das Kinder auf eine fantasievolle Reise mitnimmt. Im Mittelpunkt steht Oscar, der sich langweilt, bis Elfi mit ihrer geheimnisvollen Elfenkreide auftaucht. Was zunächst wie ein gewöhnlicher Tag beginnt, verwandelt sich im Handumdrehen in ein aufregendes Abenteuer: Ein gemaltes rotes Kreideauto bringt die beiden nach „Anderswo“, wo einige Abenteuer auf die beiden warten.

Die Geschichte lebt von ihrer liebevollen Botschaft, denn Fantasie kennt keine Grenzen. Besonders schön ist, wie gezeigt wird, dass Mut und Vorstellungskraft auch dann weiterhelfen, wenn Zweifel aufkommen, etwa als Oscar sich fragt, ob er das Abenteuer auch allein fortsetzen kann.
Die Illustrationen sind ein echtes Highlight. Bunt, detailreich und absolut kindgerecht. Sie laden zum Entdecken ein und regen die eigene Vorstellungskraft an. Genau das macht das Buch so wertvoll, es inspiriert Kinder dazu, selbst kreativ zu werden und ihre eigenen „Anderswo“-Welten zu erschaffen.
Auch pädagogisch überzeugt das Buch: Es zeigt auf spielerische Weise, dass Langeweile nichts negatives sein muss, sondern der Anfang von etwas Neuem sein kann. Statt zu Bildschirmmedien zu greifen, werden Kinder ermutigt, ihre Fantasie zu nutzen und selbst aktiv zu werden.
Für den Einsatz in einer Lesestunde ist dieses Buch ebenfalls ideal geeignet. Es bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für kreative Aktivitäten, zum Beispiel das gemeinsame Malen oder sogar das Herstellen eigener Kreide.
Mein Fazit:
Ein wunderschön gestaltetes Bilderbuch voller Magie, Abenteuer und Kreativität. Es regt die Fantasie an, macht Mut und zeigt, wie viel in der eigenen Vorstellungskraft steckt.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Humorvoll, interaktiv und pädagogisch wertvoll

Bloß nicht öffnen
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„Bloß nicht öffnen“ ist ein wirklich tolles Kinderbuch, das besonders jüngere Kinder sofort in seinen Bann zieht. Die Geschichte ist humorvoll erzählt, leicht verständlich und wird von sehr niedlichen ...

„Bloß nicht öffnen“ ist ein wirklich tolles Kinderbuch, das besonders jüngere Kinder sofort in seinen Bann zieht. Die Geschichte ist humorvoll erzählt, leicht verständlich und wird von sehr niedlichen und detailreichen Illustrationen begleitet. Gerade diese Kombination aus Text und Bild macht es für Kinder besonders zugänglich.
Was mir persönlich besonders gut gefällt, sind die kleinen Mitmach-Elemente im Buch. Die Aufforderungen an die Kinder laden dazu ein, aktiv an der Geschichte teilzunehmen, sei es durch Mitsprechen, Reagieren oder kleine Handlungen. Dadurch entsteht eine lebendige Vorlesesituation, bei der Kinder nicht nur zuhören, sondern wirklich Teil der Geschichte werden.
Auch aus meiner medienpädagogischen Arbeit heraus schätze ich solche Bücher sehr.. Gerade in einer Zeit, in der viele Kinder früh mit digitalen Medien in Kontakt kommen, sind interaktive Vorlesebücher eine wunderbare Möglichkeit, Aufmerksamkeit, Sprache und Fantasie auf spielerische Weise zu fördern. Die Mitmach-Impulse helfen besonders schüchternen Kindern, sich zu beteiligen und ermutigen sie, aktiv am Geschehen teilzunehmen.
Außerdem gefällt mir das größere Format des Buches sehr gut. Im Vergleich zu vielen kleineren Pappbilderbüchern wirkt es hochwertig und ist auch für das Vorlesen in Gruppen, zum Beispiel in Kita- oder pädagogischen Kontexten. hervorragend geeignet, weil die Bilder gut sichtbar sind.
Insgesamt ist es ein rundum gelungenes Buch, das Kinder zum Lachen bringt, zum Mitmachen motiviert und immer wieder gerne zur Hand genommen wird. Für mich ist es definitiv eines dieser Bücher, die man nicht nur einmal vorliest, sondern immer wieder, und jedes Mal macht es wieder Spaß. Ich liebe diese Geschichten einfach.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Abenteuer zum Mitentscheiden! Spannend, kreativ und voller Entdeckungen

Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Poseidons Dreizack
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„Das Fundbüro der verlorenen Schätze – Poseidons Dreizack“ ist ein richtig tolles „Du entscheidest selbst“-Buch. Ich bin ein großer Fan von Geschichten, bei denen man selbst bestimmen kann, wie es weitergeht ...

„Das Fundbüro der verlorenen Schätze – Poseidons Dreizack“ ist ein richtig tolles „Du entscheidest selbst“-Buch. Ich bin ein großer Fan von Geschichten, bei denen man selbst bestimmen kann, wie es weitergeht und genau das macht hier besonders viel Spaß. Man kann die Geschichte immer wieder neu lesen und entdeckt jedes Mal andere Wege und neue Abenteuer.
Besonders gefallen haben mir die kleinen geschichtlichen Hintergründe, zum Beispiel rund um Troja und die Geschichte mit dem Trojanischen Pferd. Dadurch wird das Abenteuer nicht nur spannend, sondern man nimmt auch ganz nebenbei noch interessantes Wissen mit.
Ein echtes Highlight sind außerdem die eingebauten Rätsel. Das Buchstabengitter oder die versteckten Buchstaben im Fundbüro sorgen für zusätzliche Abwechslung und machen das Lesen noch interaktiver. Genau solche Elemente finde ich großartig, gerade auch für die Leseförderung.

Auch die Illustrationen sind richtig gelungen. Es gibt auf den Seiten viel zu entdecken, was die Geschichte noch lebendiger macht. Beim Lesen bekommt man außerdem direkt Lust auf Abenteuer, bei mir hat das Buch tatsächlich die Idee geweckt, mal wieder einen Freizeitpark zu besuchen.
Für meine Arbeit mit Kindern ist dieses Buch eine richtig tolle Grundlage. Im medienpädagogischen Bereich bin ich immer auf der Suche nach solchen kreativen und interaktiven Geschichten. Durch die vielen Entscheidungen, Rätsel und Bilder eignet es sich auch hervorragend für Kinder, die sonst vielleicht nicht so gerne lesen, weil es so viel Abwechslung bietet.
Ich werde mir auf jeden Fall auch noch den Band „Flammensturm“ besorgen. „Poseidons Dreizack“ kann ich wirklich sehr empfehlen. Ein spannendes, abwechslungsreiches Abenteuer, das Kinder aktiv in die Geschichte hineinzieht.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Vorleseabenteuer über Magie, Freundschaft und Mut

Herwig und Elsie – Wo ist der große Zauberer?
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„Herwig und Elsie“ von Ute Krause ist eine herzerwärmende Geschichte. Am Anfang ist es noch etwas traurig. Der kleine Zauberhase Herwig ist plötzlich ganz allein, nachdem sein Zauberer verschwunden ist. ...


„Herwig und Elsie“ von Ute Krause ist eine herzerwärmende Geschichte. Am Anfang ist es noch etwas traurig. Der kleine Zauberhase Herwig ist plötzlich ganz allein, nachdem sein Zauberer verschwunden ist. Beim Lesen hofft man die ganze Zeit, dass er jemanden findet, der ihm beisteht und ihn auf seinem Weg begleitet.

Zum Glück bleibt Herwig nicht lange allein. Auf seiner Reise begegnet er der Elefantin Elsie, und sie ist einfach allerliebst. Gemeinsam erleben sie Abenteuer, lernen mutig zu sein und merken, wie wichtig Freundschaft ist. Besonders schön ist die Botschaft der Geschichte. Auch wenn man jemanden verliert, können neue Freundschaften entstehen, die einen durchs Leben begleiten.

Die Illustrationen sind einfach megasüß. Sie sind detailreich, liebevoll gestaltet und begleiten das Geschehen auf fast jeder Seite. Gerade Elsie ist so niedlich gezeichnet, dass man sie sofort ins Herz schließt. Ich mag die Szene sehr, bei der Herwig sie klein zaubert, dass sie in den Zylinder passt. “Herwig blicke zum Zauberhut, aus dem jetzt ein winziger Rüssel ragte”. Die Zeichnung dazu ist einfach so süß.

Das Thema Zauberei hat für mich persönlich immer einen ganz besonderen, magischen Reiz. Ich finde es faszinierend, wie leicht man Kinder mit ein paar kleinen Zaubertricks begeistern kann. Während des Lesens kam mir sogar die Idee, wie schön dieses Buch als Einstieg für einen kleinen Zauberkurs im Rahmen eines Ferienprogramms in der Bücherei wäre, für mich eine richtig tolle Inspiration!

Die Geschichte eignet sich wunderbar zum Vorlesen, zum Beispiel als Gute-Nacht-Geschichte. Themen wie Abschied, Mut und Freundschaft werden dabei sehr kindgerecht erzählt.

Ich finde die Geschichten von Ute Krause generell sehr erfrischend und mag auch ihre „Muskeltiere“-Abenteuer sehr gern. „Herwig und Elsie“ ist für mich ein kleines, zauberhaftes Vorlesejuwel, das zeigt, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind. Mit diesem Buch werde ich sicherlich öfter arbeiten.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Wenn Bilder Geschichten erzählen

Die verborgenen Bilder
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„Die verborgenen Bilder“ von Maja Ilisch ist ein Kinderroman, der mich wirklich überrascht hat. Auf den ersten Blick wirkt das Buch eher ruhig und auf keinen Fall reißerisch, aber genau darin liegt seine ...

„Die verborgenen Bilder“ von Maja Ilisch ist ein Kinderroman, der mich wirklich überrascht hat. Auf den ersten Blick wirkt das Buch eher ruhig und auf keinen Fall reißerisch, aber genau darin liegt seine Stärke. Hinter der unscheinbaren Oberfläche steckt eine Geschichte mit viel Tiefe, Gefühl und Aussagekraft.

Im Mittelpunkt steht Frieke, die gerade mit der Trennung ihrer Eltern klarkommen muss. Besonders schwer fällt ihr, dass ihr Vater einen neuen Partner hat und sich ihr ganzes Leben plötzlich verändert. Diese Mischung aus Wut, Unsicherheit und Identitätssuche ist sehr nachvollziehbar beschrieben. Gerade dieser familiäre Konflikt macht Frieke zu einer Figur, mit der man sofort mitfühlen kann.

Ein besonderes Highlight ist die Idee mit den Zeichnungen unter der Tapete, durch die Frieke in die Vergangenheit reisen kann. Besonders schön war auch der Austausch mit Maja Ilisch während der Leserunde. Zu erfahren, dass die Idee zu den Zeichnungen sogar von einer echten Entdeckung in ihrer Wohnung inspiriert wurde, und dass sie sich persönlich Zeit für Antworten nimmt, macht die Autorin sehr sympathisch und nahbar. So wirkt der Ausgangspunkt der Geschichte fast magisch, obwohl er eigentlich aus einem ganz normalen Alltag stammt.

Durch die Begegnung mit Ilsabeth in den späten 1920er-Jahren entsteht eine berührende Freundschaft über die Zeit hinweg. Gleichzeitig zeigt das Buch sehr behutsam, wie sich die politische Situation verändert und welche Schatten der Nationalsozialismus wirft. Besonders gelungen finde ich, dass das Thema Antisemitismus und Zivilcourage altersgerecht erzählt wird, ohne die Geschichte zu überfrachten. Die Zeitreise ist dabei nicht nur ein spannendes Abenteuer, sondern auch eine Art „Flucht“ für Frieke, bis sie merkt, dass auch die Vergangenheit nicht so unbeschwert ist, wie sie zunächst denkt.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Verbindung verschiedener Themen. Friekes persönliche Identitätsfindung, das Coming-out ihres Vaters und die historische Ebene der Geschichte greifen sehr natürlich ineinander. Dadurch fühlt sich das Buch gleichzeitig persönlich, gesellschaftlich relevant und historisch spannend an.

Für mich ist „Die verborgenen Bilder“ ein sehr starkes Kinderbuch mit viel Herz und wichtiger Botschaft. Ich würde mir wirklich wünschen, dass viele junge Leserinnen und Leser dieses Buch entdecken. Es zeigt, wie Literatur helfen kann, Geschichte zu verstehen, Empathie zu entwickeln und den Mut zu finden, für andere einzustehen.

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