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Veröffentlicht am 13.02.2026

spicy Romance vor Eiskockey-Kulisse

Collide
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Summer will auch ihren Master in Sportspychologie an der renommierten Dalton-Universität machen, doch ihre Professorin teilt ihr für ihre Bewerbung ein Eishockey-Thema zu, und das, obwohl Summer aufgrund ...

Summer will auch ihren Master in Sportspychologie an der renommierten Dalton-Universität machen, doch ihre Professorin teilt ihr für ihre Bewerbung ein Eishockey-Thema zu, und das, obwohl Summer aufgrund familiärer Verflechtungen überhaupt nichts mit Eishockey zu tun haben will.
Aiden dagegen, Captain des Eishockey-Teams, hat gar keine Lust auf seine Strafarbeit, die er aufgebrummt bekommen hat, weil er mal wieder den Kopf für sein Team hingehalten hat.
Nach dem Überwinden erster anfänglicher Widerstände kommen die beiden sich näher.

Das Buch ist das erste Buch der Autorin in der Reihe, es sind bereits zwei weitere erschienen. Diese handeln jedoch von anderen Teammitgliedern und anderem Pairing (die zusätzlich in diesem Buch nicht angedeutet wurden), man sollte sie also auch für sich stehend lesen können.

Das Cover ist relativ schlicht und wirkt auf den ersten Blick nicht besonders außergewöhnlich. Es passt allerdings durch kleine Details sehr gut zur Geschichte und wirkt durchdacht.

Das Buch selbst war vom Stil her sehr leicht und flüssig zu lesen. Der Leser wird direkt in die Handlung hineingeworfen, und ohne es zu merken, hat man bereit mehrere Kapitel gelesen.
Durch das Psychologie-Studium der Hautfigur und die daraus resultierenden Studien, die sie durchführt, wirken die Handlungen der anderen Figuren durchdachter und tiefer.
Insgesamt jedoch sind die Figuren wenig einzigartig und auch einige Beziehungen untereinander wirken ein bisschen gezwungen.
Dafür ist die übergreifende Handlung sowie Wendungen zwar auch wenig überraschend, aber zumindest glaubwürdig. Der Handlungsbogen, in dem einige Figuren später ihre Abrechnung bekommen, verschafft zwar endlich Genugtuung, allerdings wirkt es schon vorher so, als sei der einzige Daseinszweck dieser Figuren, Konflikt zu stiften, der sich zusätzlich am Schluss sehr schnell in Wohlgefallen auflöst.

Fazit: Eine nette Romance-Story ohne viel Tiefgang, aber trotzdem mit Lesespaß und 4/5-Spice-Chillischoten.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2024

Schneewittchen andersherum - und irgendwie auch nicht

Spellbound - Der Zwerg im Glassarg
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Anwältin und Hexe Emma Hart findet sich immer besser in ihrem neuen Leben in der Stadt Spellbound und ihrem Job als dortige Pflichtverteidigerin zurecht. Doch dann wird ihre Freundin Sophie bezichtigt, ...

Anwältin und Hexe Emma Hart findet sich immer besser in ihrem neuen Leben in der Stadt Spellbound und ihrem Job als dortige Pflichtverteidigerin zurecht. Doch dann wird ihre Freundin Sophie bezichtigt, einen Zwerg in einen Glassarg im Wald gesperrt zu haben und ihn so verhext zu haben, dass er nun in tiefem Schlaf liegt. Weil der örtliche Sherriff Ermittlungen typischerweise nicht so sorgfältig ausführt, stellt Emma eigene Nachforschungen an, die sie zu allem Überfluss auch noch in die Dating-Szene Spellbounds führen. Und das, wo sie mit dem Thema doch gerade selber schon mehr als genug Stoff zum Nachdenken hat!

Das Cover passt weiter wunderbar zur Reihe (und ich möchte einfach weiter über dieses wunderschöne Blau schwärmen!), sowohl, weil die Optik fortgeführt wird und man direkt erkennt, dass die Bücher zusammengehören, als auch, weil die Stimmung, die damit verbreitet wird, gut zur Geschichte passt. Auch wenn ich die Bilder auf dem Cover noch keinen Orten der Handlung zuordnen konnte, die könnten also auch einfach nur hübsch ohne konkreten Aufhänger sein.

Auch in diesem Band wird dem klassischen Aufbau aus den beiden Büchern davor gefolgt: Emma übernimmt einen Fall als Pflichtverteidigerin, in einem weiteren Fall ermittelt sie und nebenbei geht sie in die Hexenakademie und kümmert sich um ihr Privatleben. Soweit die Zutaten, das Verhältnis war dieses Mal ein deutlich anderes: Der Schwerpunkt lag bei der Falllösung (insbesondere den Sachverhalt, in dem sie Pflichtverteidigerin war, hatte ich zwischenzeitlich fast vergessen, so sehr wurde dort an Worten gespart), verknüpft aber mit dem Privat- (und Liebes-) Leben von Emma. Dadurch blieb kaum noch Zeit für ihre Hexenausbildung, was ich sehr schade fand, da ich schon dem Moment entgegenfiebere, wenn sie ihren Abschluss an der Akademie macht und fertig ausgebildete Hexe ist.

Dafür gab es in diesem Buch sehr viel Charakterentwicklung für die Nebenfiguren. Das Schöne ist, dass dabei ganz alltägliche Probleme aufgegriffen werden und in die magische Welt "übersetzt" werden, sodass man sie absolut nachvollziehen und empfinden kann. Das gibt der Welt noch mehr Tiefe. Wie das tiefe Einsinken in einen flauschigen Sessel vor dem Kamin, denn weiterhin ist das Gesamtbild einfach stimmig und ein Buch zum Wohlfühlen.


Nett fand ich dieses Mal, dass es nicht immer Mord sein muss, sondern dass die Leute auch mal überleben können und es ein wahrhaftes Happy End geben kann. Wäre sonst auch schwierig in einer Stadt, die niemand verlassen kann und von der deshalb niemand weiß. Bei der Menge an Verbrechen wäre ja irgendwann gar keiner mehr da...
Ende

Insgesamt also wieder ein Buch, das sich wahnsinnig schnell (viel zu schnell) durchliest und die Genrebezeichnung Cosy Crime zu Recht trägt.

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  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2024

Noch besser als der erste Band

Spellbound - Höllenritt auf dem Hexenbesen
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Das Leben geht für Emma in Spellbound weiter. Dieses Mal muss sie als Pflichtverteidigerin eine Jugendliche vertreten, während in der Stadt ein weiterer Mord passiert. Aber um ihr Liebesleben möchte sie ...

Das Leben geht für Emma in Spellbound weiter. Dieses Mal muss sie als Pflichtverteidigerin eine Jugendliche vertreten, während in der Stadt ein weiterer Mord passiert. Aber um ihr Liebesleben möchte sie sich auch kümmern. Zu allem Überfluss steht die Besenflugprüfung an und in ihrer Hexenkunst-Förderklasse gibt es menschliche? hexische? Schwierigkeiten.

Das Cover des zweiten Bandes passt sehr gut zum ersten, man sieht direkt, dass sie zusammengehören. Die Häuserreihe sieht gemütlich aus und das Blau ist schon wieder sooo schön...

Die Hauptfigur bleibt weiter nahbar und man erfährt ein bisschen mehr über ihre Vergangenheit. Wenn auch nur ein kleines Bisschen, aber durch das Anteasern wird man noch neugieriger und ich hoffe wirklich, dass dieses Mysterium, sowohl zu ihrer Familie als auch zu ihrem Hexenzirkel und auch noch zum Fluch der Stadt Spellbound irgendwann gelöst wird. Die Erwartungen sind jetzt zwar hoch, aber wenn die Reihe so weitergeht, bin ich zuversichtlich, dass sie diesbezüglich erfüllt werden können.
Die Nebenfiguren werden noch detailreicher als schon im ersten Band und mir gefällt, dass es auch erste kleine Konflikte gibt und nicht nur alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

Was mir hier gefallen hat, war, dass die Handlung kohärenter und in sich abgeschlossener als im ersten Band wirkte. Zwar war auch dieses Buch wieder viel zu schnell vorbei, aber es fühlte sich nicht so an, als ob man durchgestolpert wäre, um zum Schluss zu kommen. Außerdem waren in diesem Buch die Anhaltspunkte für den Mordfall auch so beschrieben, dass ich sie bemerkt habe und mir eigene Gedanken zur Falllösung machen konnte (und richtig raten konnte).

Insgesamt also wieder ein kuscheliger Krimi in einer so zauberhaften Umgebung, dass ich, die bei Krimis eigentlich eher Angehörige der Thriller-Fraktion bin, keine Spannung vermisse, schließlich ist die Welt einfach so fantastisch und bunt und schön ausgestaltet.

Wem der erste Band gefallen hat, der wird auch die Fortsetzung mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 14.08.2024

Macht Lust auf mehr

Spellbound - Tod eines aufrechten Vampirs
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Auf dem Weg zu einer Klientin muss Anwältin Emma Hart vom Retten gerettet werden. Dabei überschreitet sie die Grenzen der Stadt Spellbound, kann jedoch nicht in die andere Richtung zurück. Sie findet heraus, ...

Auf dem Weg zu einer Klientin muss Anwältin Emma Hart vom Retten gerettet werden. Dabei überschreitet sie die Grenzen der Stadt Spellbound, kann jedoch nicht in die andere Richtung zurück. Sie findet heraus, dass sie eine Hexe ist, und dass Spellbound mit einem Fluch belegt ist, sodass keiner der Bewohner die Stadt wieder verlassen kann. Kürzlich wurde in Spellbound ein Vampir ermordet. Während sie die vielen magischen Wesen, die die Stadt bewohnen, kennenlernt, muss sie den Job des Mordopfers als Pflichtverteidigerin übernehmen und gleichzeitig lernen, was zum Hexesein dazugehört.

Das Cover fällt gleich im ersten Moment ins Auge, obwohl es sehr schlicht ist, weil das Hintergrundblau so wunderschön ist. Auch fügt es sich prima in die Reihe ein.
Den Beginn fand ich etwas holprig, was daran liegen kann, dass ich mich erst in den Schreibstil einfinden musste.
Der Krimi gerät eher in den Hintergrund und wird gefühlt nur in Nebensätzen behandelt, was in Ordnung ist, weil es Cosy Crime ist und zusätzlich noch die gesamte Welt eingeführt werden muss, und dann ist das Buch nach kurzer Zeit schon wieder vorbei. Zwar führt das dazu, dass man von der Lösung des Falls überrumpelt wird, die aus dem Hut gezaubert wird - zumindest ich hatte keine Chance, mitzurätseln, weil die Hinweise so spärlich gestreut waren - das ganze ist aber trotzdem irgendwie plausibel.
Und zum Schluss gibt es noch ein ganz besonders schönes kleines Geschichtenelement in Form einer neuen Figur, das in weiteren Büchern bestimmt noch großen Spaß macht.
Die Welt ist dafür aber eine sehr gemütliche, die sich nach Kaminfeuer anfühlt. Es macht großen Spaß, sich die einzelnen Szenen vorzustellen. Auch ist sie sehr durchdacht und daher zwar extrem detailreich, aber durch das Einbinden von allgemein bekannten Vorstellungen nicht erschlagend.

Die Hauptfigur ist ein bisschen tollpatschig und ungeschickt, aber sehr lustig und sympathisch, sodass man gerne liest, wie es mit ihr weitergeht. Zwar findet sie sich für meinen Geschmack ein bisschen zu problemlos mit ihrem Quasi-Gefängnis ab, kann sie doch die Stadt nicht mehr verlassen und muss ihr altes Leben hinter sich lassen, aber da gibt es definitiv noch Potential für mehr; einerseits zu ihrer eigenen Vergangenheit, andererseits zur Vergangenheit der Stadt und ob der Fluch gebrochen werden kann.
Ähnlich sympathisch und vor allem individuell sind die Bekanntschaften, die Emma macht.

Insgesamt ein lohnenswertes Buch, das sich leicht in einem Rutsch durchlesen lässt und direkt Lust auf die folgenden Bände macht.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Verurteile ein Buch nicht nach seinem Cover - auch wenn es schön ist

Die Katze, die von Büchern träumte
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Nach dem Tod seines Großvaters wirkt der Protagonist Rintaro depressiv. Aus dieser Antriebslosigkeit holt ihn eine sprechende, orange getigerte Katze heraus, indem sie ihn in ein Labyrinth bringt, in dem ...

Nach dem Tod seines Großvaters wirkt der Protagonist Rintaro depressiv. Aus dieser Antriebslosigkeit holt ihn eine sprechende, orange getigerte Katze heraus, indem sie ihn in ein Labyrinth bringt, in dem Bücher gerettet werden müssen.

Ich habe das Buch gekauft, weil ich das englische Cover so wunderschön fand: Es ist sonnengelb mit teilweise goldfarbenen Akzenten, einige Elemente sind haptisch abgesetzt und zentral ist die orange getigerte Katze mit einem Stapel Bücher zu sehen. Auch der englische Titel "The Cat who saved Books" klang sehr vielversprechend.
Zumindest die Sprache hat mich nicht überzeugt. Bei einem Buch, das von Büchern handelt, hätte ich eine sehr lyrische, bildhafte und melodische Sprache erwartet, wurde aber enttäuscht. Es mag sein, dass diese im japanischen Original vorhanden ist, in der Übersetzung ist sie jedenfalls nicht übergekommen. Auch empfand ich es als störend, dass einige Wörter nicht aus dem japanischen übersetzt wurden. Lästig war dann zusätzlich, dass so sehr auf der Tatsache, dass Rintaro ja "nur" ein Stubenhocker sei, herumgeritten wurde. Das hätte mir aber vermutlich ähnlich missfallen, wenn das Wort übersetzt gewesen wäre, weil es in meiner Wahrnehmung die Handlung nicht vorangebracht hat.

Schade fand ich, dass die Katze keine noch präsentere Rolle bekommen hat. Ich mochte die Idee dieser Figur, auch wenn sie in der Umsetzung einen noch greifbareren und ausgearbeiteteren Charakter hätte bekommen können.

Der Aufbau der Handlung hat mir gut gefallen, dass konkrete, abgegrenzte Probleme der Reihe nach angegangen werden, auch weil im Prozess einige mehr (oder leider manchmal auch weniger) kluge Äußerungen über Bücher und Lesen getätigt wurden, allerdings lösten sich die Probleme für meinen Geschmack zu schnell und zu einfach in Wohlgefallen auf. Das retardierende Moment, das den Spannungsbogen etwas hätte erhöhen können, fehlte mir zum Beispiel auch völlig.
Das Ende war zwar erwartbar, aber nicht völlig sicher, deswegen hat es mich trotzdem zufriedengestellt. Auch passte ein Happy End extrem gut zu einem Buch über Bücher.

Insgesamt aber dennoch ein nettes, durchaus empfehlenswertes, Buch für Leseliebhaber.

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