Profilbild von Thomasito

Thomasito

Lesejury Profi
offline

Thomasito ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Thomasito über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2025

Etwas verwirrend

Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt
0

"Perfect Crime" ist das zweite Buch, das von Claire Douglas gelesen habe. Und auch wenn mich "Girls Night" damals nicht komplett überzeugen konnte, mochte ich den Schreibstil und die Spannungsmomente sehr ...

"Perfect Crime" ist das zweite Buch, das von Claire Douglas gelesen habe. Und auch wenn mich "Girls Night" damals nicht komplett überzeugen konnte, mochte ich den Schreibstil und die Spannungsmomente sehr und wollte der Autorin auf jeden Fall noch eine Chance geben. Leider war auch "Perfect Crime" nicht so wirklich ein perfekte Read für mich.

Dabei fand ich die Idee der Story so gut. Protagonistin Emilia ist erfolgreiche Thrillerautorin – und plötzlich passieren ihr Dinge aus ihren Büchern auch im echten Leben. Als ihr aktuellstes, aber noch unveröffentlichtes Buch Vorlage für die Realität wird, ist klar: Jemand aus ihrem engsten Umfeld steckt dahinter. Eine echt gruselige Vorstellung!

Douglas' Schreibstil ist gewohnt flüssig und atmosphärisch, sodass ich gut in die Story hineingekommen bin. Allerdings wurde es für mich recht schnell verwirrend, als die zusätzlichen Erzählstränge eingeführt wurden. Neben der Hauptstory gibt es noch eine Storyline, die in der Vergangenheit spielt und in der die junge Daisy nach dem Mörder ihrer Mutter sucht, sowie Kapitel, von denen ich lange dachte, dass sie aus Emilias Büchern stammen. Dem war nicht so – und weil alles so zusammenhangslos schien, war ich recht verwirrt.

Die Hauptstory rund um Emilia fand ich aber interessant und es gab einige spannende Momente. Mit zunehmendem Verlauf hat sie mich jedoch echt angefangen zu nerven, da sie so lange und unnötigerweise über die Hintergründe ihres aktuellsten Buchs schweigt und die Lösung des Falls damit behindert. Zudem beschuldigt sie irgendwann jeden in ihrem Umfeld blind, hinter den Vorfällen zu stecken. Das Ende hat dann aber wieder einiges gut gemacht, denn hier gab es ein paar unerwartete Wendungen, die ich so nicht habe kommen sehen.

Insgesamt ist "Perfect Crime" für mich ein recht durchwachsener Thriller, der mit einer spannenden Idee daherkommt, deren Umsetzung mich jedoch nicht überzeugen konnte. Schade!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.08.2025

Ein Thriller, der lange in Erinnerung bleibt

Frag nach Andrea
0

Drei Frauen, ein Killer. In "Frag nach Andrea" von Noelle W. Ihli begleiten wir Meghan, Brecia und Skye, die eins gemeinsam haben: Sie wurden alle drei von demselben Mann umgebracht – und wollen ihm als ...

Drei Frauen, ein Killer. In "Frag nach Andrea" von Noelle W. Ihli begleiten wir Meghan, Brecia und Skye, die eins gemeinsam haben: Sie wurden alle drei von demselben Mann umgebracht – und wollen ihm als Geister das Handwerk legen. Ich fand die Idee des Buchs so spannend und einzigartig, dass ich es unbedingt lesen wollte.

Die Grundstimmung ist von Anfang an sehr bedrückend, da man als Leser direkt Zeuge davon wird, wie die drei Protagonistinnen aus dem Leben gerissen werden. Das war echt hart, aber gleichzeitig auch so gut gemacht. Denn nach diesen anfänglichen Schockmomenten war ich komplett gehooked und konnte kaum erwarten, weiterzulesen.

Der Schreibstil ist flüssig, fesselnd und total atmosphärisch, weshalb ich nur so durch die Seiten geflogen bin und das Buch tatsächlich auch innerhalb eines Tages durch hatte. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Meghan, Brecia und Skye, die jeweils im Abstand von rund einem Jahr in unterschiedlichen Bundesstaaten gestorben sind. Entsprechend spielt die Story auch in drei Zeitebenen, die sich aber nach und nach annähern. Das hat mir unheimlich gut gefallen und ich war so neugierig, wie die drei Erzählstränge wohl zusammengeführt würden.

Ich fand es faszinierend, wie unterschiedlich die drei Frauen mit ihrem Tod umgehen. Und ihr Verhalten hat mich oftmals so berührt und so traurig gemacht – denn alle drei sind starke und sympathische Frauen, die viel zu früh aus dem Leben gerissen wurden. Sehr emotional waren auch die Szenen, in denen man die Familien und Freunde der drei kennenlernt. Einzig die Storyline zwischen Meghan und ihrer verstorbenen Großmutter konnte mich nicht so richtig abholen.

"Frag nach Andrea" ist ein ganz besonderer Thriller, den ich jedem ans Herz legen kann. Die Story hat sich trotz des übernatürlichen Aspekts so authentisch angefühlt und die Grundstimmung war durchgehend so bedrückend – mir wird das Buch jedenfalls lange in Erinnerung bleiben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2025

Tolle Idee, die jedoch an der Umsetzung scheitert

Hello Stranger
0

Nach einer Gehirn-OP wacht Sadie im Krankenhaus auf und kann plötzlich keine Gesichter mehr erkennen – und das als Porträtmalerin, die gerade erst als Finalistin für einen renommierten Porträtwettbewerb ...

Nach einer Gehirn-OP wacht Sadie im Krankenhaus auf und kann plötzlich keine Gesichter mehr erkennen – und das als Porträtmalerin, die gerade erst als Finalistin für einen renommierten Porträtwettbewerb ausgewählt wurde. Ein wahrer Albtraum für Sadie – und eine spannende Ausgangssituation für einen Roman. 👩‍🎨

Tatsächlich hatte ich vor "Hello Stranger" von Katherine Center noch nie etwas von Gesichtsblindheit gehört, und das, obwohl rund zwei Prozent der Bevölkerung davon betroffen sind und keine Gesichter erkennen können – umso wichtiger, auf die Krankheit aufmerksam zu machen.

Der Schreibstil ist flüssig und humorvoll, weshalb ich leicht in die Story hineingekommen bin. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Sadie, die im Laufe des Buch einiges erlebt. Leider bin ich mit ihr aber nicht wirklich warmgeworden. Und das, obwohl ich wirklich mit ihr mitgefühlt habe, weil sie in ihrem Leben schon so viel durchmachen musste.

Dennoch empfand ich Sadie als eine sehr anstrengende Protagonistin, die recht ichbezogen und naiv ist. Ich konnte ihr Verhalten so oft überhaupt nicht nachvollziehen und habe beim Lesen so oft den Kopf geschüttelt. Vor allem ihre fast schon fanatischen Zukunftsfantasien mit Dr. Addison haben mich an den Rand der Verzweiflung getrieben. 🙈 Und auch ihre Vorurteile und ihr anfängliches Verhalten gegenüber Joe fand ich unmöglich.

Generell werden im Laufe der Story zu viele Themen angesprochen, die zum Teil zwar wirklich interessant sind (wie zum Beispiel ihr langjähriger Konflikt mit ihrem Vater), die aber zu oberflächlich thematisiert werden und zu schnell aufgelöst werden und damit sehr konstruiert wirken.

Insgesamt liegt "Hello Stranger" eine tolle Idee zugrunde, deren Umsetzung mir aber leider nicht gefallen hat. Trotz ein paar schöner Momente war mir die Story zu überladen mit Problemen, Konflikten und Misskommunikation, und das eigentliche Thema rund um die Gesichtsblindheit geriet komplett in den Hintergrund. Sehr schade. 😕

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2025

Spannender Thriller

Eine von uns
0

Die Vorstellung, mit jemandem wie Mary unter einem Dach zu leben, ist wirklich der Horror. Das dachte ich mir die ganze Zeit, als ich "Eine von uns" von Samantha Hayes gelesen habe. Die Haushälterin von ...

Die Vorstellung, mit jemandem wie Mary unter einem Dach zu leben, ist wirklich der Horror. Das dachte ich mir die ganze Zeit, als ich "Eine von uns" von Samantha Hayes gelesen habe. Die Haushälterin von Ginas Freundin Annie, bei der Gina samt ihrer Familie unterkommt, nachdem ihr Haus abgebrannt ist, ist so unheimlich, dass es mir beim Lesen einen Schauer nach dem anderen über den Rücken gejagt hat.

Der Einstieg in die Story ist mir sehr leicht gefallen. Bereits im Prolog hatte ich so eine Gänsehaut, weil ich es so schrecklich fand zu lesen, was der 15-jährigen Sara damals passiert ist. Der flüssige und atmosphärische Schreibstil hat zudem dazu beigetragen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Gina und Mary, was mir gut gefallen hat, da man dadurch in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden eintaucht und mehr über sie erfährt. Zudem gibt es immer wieder Rückblenden, die die "Freundschaft" von Gina, Annie, Laura und Sara beleuchten und auf die verhängnisvolle Nacht von Saras Verschwinden hinarbeiten.

Und auch wenn die Story für mich durchweg spannend war und ich mitgefiebert und mitgerätselt habe, fand ich Ginas Verhalten zu oft viel zu naiv und nicht wirklich nachvollziehbar. Und auch wenn die Auflösung einige Überraschungen und Plot Twists bereithielt, die ich nicht habe kommen sehen, war mir einiges davon zu konstruiert. Das waren einfach ein paar Zufälle zu viel für meinen Geschmack.

Dennoch hat mich "Eine von uns" bestens unterhalten und ich hatte beim Lesen durchgehend ein beklemmendes Gefühl. Ich freue mich schon darauf, mehr von der Autorin zu lesen. 🙂

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.08.2025

Tolle Formel 1 Romance

Crushing Souls (Driven Dreams-Dilogie, Band 1)
0

Als Kind habe ich es geliebt, jeden Sonntag zusammen mit meinem Vater Formel 1-Rennen zu schauen.
Deswegen habe ich mich total auf "Crushing Souls" von Carolin Wahl gefreut, nachdem ich gelesen hatte, ...

Als Kind habe ich es geliebt, jeden Sonntag zusammen mit meinem Vater Formel 1-Rennen zu schauen.
Deswegen habe ich mich total auf "Crushing Souls" von Carolin Wahl gefreut, nachdem ich gelesen hatte, dass Formel 1 so eine große Rolle spielt. 😍🏎

Auf der ersten Seite geht es schon rasant los, als Duncan auf der Rennstrecke fährt und man als Leser direkt mit dabei ist. Die Formel 1-Thematik ist so gut umgesetzt und ich fand es so faszinierend, mehr über den Rennsport zu erfahren und zusammem mit Fiona und Duncan für die Rennen um die Welt zu reisen.

Wahls Schreibstil ist flüssig und so angenehm, weshalb ich so gut durch das Buch gekommen bin und es gar nicht mehr weglegen wollte.
Die Geschichte wird sehr bildhaft und authentisch aus abwechselnd aus Sicht von Fiona und Damian erzählt, die mir beide sofort sympathisch waren. Ich habe es geliebt, mehr über die beiden, ihre Vergangenheit und auch die Gründe, warum sie sich nicht ausstehen können, zu erfahren.

Das Knistern und die Spannung zwischen den beiden war für mich von Anfang an zu spüren – und ich konnte es kaum erwarten, bis sie sich näher kommen. Es gab dann auch wirklich so viele schöne Momente zwischen den beiden, aber mir ging es dann am Ende zu schnell und natürlich musste es auch noch Miscommunication geben, die in meinen Augen einfach total unnötig war. 😫

Insgesamt ist "Crushing Souls" aber ein unfassbar schöner Auftakt der Driven Dreams-Dilogie, der definitiv Lust auf mehr macht. Ich bin so gespannt, wie es mit Aurora und Adrian weitergeht, nachdem es in "Crushing Souls" bereits ein einschneidendes Erlebnis zwischen den beiden gab. 😱

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere