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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2025

Leider nicht mein Fall

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Ich habe inzwischen schon einige Bücher von Arno Strobel gelesen, und wenn ich zum Beispiel an "Sharing" denke, läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken herunter. "Fake" und "Stalker" konnten mich zuletzt ...

Ich habe inzwischen schon einige Bücher von Arno Strobel gelesen, und wenn ich zum Beispiel an "Sharing" denke, läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken herunter. "Fake" und "Stalker" konnten mich zuletzt nicht so richtig überzeugen, aber ich habe dennoch gehofft, dass es wieder bergauf geht. Doch dann kam "Welcome Home" dieses Jahr... 🥴🫣

Dabei hat mir das Setting im Neubaugebiet Auf Mons echt gut gefallen. Dieses wurde sehr atmosphärisch beschrieben und ich hatte von Anfang an ein bedrückendes Gefühl beim Lesen. Mir waren viele der Nachbarn suspekt – allen voran Johanna, die scheinbar krankhaft fixiert auf die kleine Emilia, die Tochter von Ines und Marco Winkler, war.

Leider habe ich jedoch relativ schnell das Interesse an der Story verloren. Nach der anfänglichen Spannung ist die Geschichte nur so vor sich hingedümpelt. Hinzu kommt, dass die Charaktere – allen voran Marco und Hauptkommissarin Gräfen – recht eindimensional und unsympathisch waren und die meiste Zeit so überhaupt nicht nachvollziehbar gehandelt haben. Auch die Auflösung hat sich doch sehr an den Haaren herbeigezogen angefühlt.

Bisher war Strobels Schreibstil zumindest immer eine sichere Bank für mich: flüssig und einfach, atmosphärisch und packend. Dieses Mal bin ich aber leider nicht so ganz damit klargekommen. Viele Sätze schienen zusammenhangslos aneinandergereiht, und die Dialoge waren zum Teil sehr hölzern und unauthentisch. 🥲

Leider war "Welcome Home" für mich das bisher schlechteste Buch von Strobel. Ich hoffe so sehr, dass mich sein nächster Thriller wieder überzeugen kann, denn sonst wird es wohl mein letztes Buch von ihm sein. 🥲

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Schöne Fortsetzung

Whispers like Summer Nights
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Wie ich mich auf die Rückkehr nach Hazelwood gefreut habe! 😍 Nachdem mir "Feels Like Butterflies" von Ann-Kathrin Falkenberg so gut gefallen hatte, war es für mich natürlich ein Muss, auch den zweiten ...

Wie ich mich auf die Rückkehr nach Hazelwood gefreut habe! 😍 Nachdem mir "Feels Like Butterflies" von Ann-Kathrin Falkenberg so gut gefallen hatte, war es für mich natürlich ein Muss, auch den zweiten Band der Reihe "Whispers Like Summer Nights" zu lesen. Calebs Flucht aus Hazelwood wurde ja bereits im ersten Band angeteasert und ich war sehr gespannt, was es damit auf sich hat.

Und ich war ab der ersten Seiten wieder total begeistert, was nicht zuletzt an dem flüssigen und einnehmenden Schreibstil der Autorin liegt. Die Charaktere sind so toll gezeichnet und das Kleinstadt-Setting in Hazelwood ist so bildhaft und idyllisch beschrieben, dass ich direkt mitten im Geschehen war.

Amber und Caleb waren das Traumpaar an der Highschool – bis Caleb sechs Monate zuvor Hazelwood und damit auch Amber in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verlassen hat. Ich war so gespannt, mehr über die Gründe zu erfahren und mitzuerleben, wie die beiden nun miteinander umgehen.

Da die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Amber und Caleb erzählt wird, erhält man Einblicke in die Gefühle und Gedanken der beiden – und es wird früh deutlich, dass beide alles andere als über die Trennung hinweg sind. Von Anfang an war so ein Knistern zwischen ihnen zu spüren. Und auch wenn mir beide so sympathisch waren, fand ich ihr Verhalten oftmals leider nicht so nachvollziehbar und es gab mir zu viel Hin und Her und zu viele Missverständnisse.

Insgesamt ist "Whispers Like Summer Nights" aber eine schöne Fortsetzung, die dank des tollen Schreibstils und Settings sowie sympathischer Charaktere überzeugen kann. Ich freue mich schon sehr auf den Abschluss der Reihe – zwischen Rile und Amy sind im zweiten Band ja ganz schön die Fetzen geflogen. 😲🤭

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Spannender Pageturner

Worst Case
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Ein Passagierflugzeug, das abstürzt auf dem Gelände eines Atomkraftwerks in Flammen aufgeht: T.J. Newman kommt echt auf die krassesten Ideen! Nach "Absturz" im letzten Jahr war mir klar, dass ich auch ...

Ein Passagierflugzeug, das abstürzt auf dem Gelände eines Atomkraftwerks in Flammen aufgeht: T.J. Newman kommt echt auf die krassesten Ideen! Nach "Absturz" im letzten Jahr war mir klar, dass ich auch ihren neuen Thriller "Worst Case" unbedingt lesen will. Und dieser hat es erneut in sich.

Schon im Prolog musste ich direkt schlucken, als der Coastal-Airways-Flug 235 nach einem Herzinfarkt des Piloten abstürzt. Es war so ein beklemmendes Gefühl, den Absturz aus den verschiedenen und schnell wechselnden Perspektiven der Flugbegleiterinnen und des Co-Piloten mitzuerleben. Aber dank des temporeichen POV-Wechsels und des flüssigen und mitreißenden Schreibstils war ich direkt mitten im Geschehen.

Mit dem Absturz geht das wirkliche Drama jedoch erst los: Denn das Flugzeug landet auf dem Gelände eines Atomkraftwerks und beschädigt dabei das Kühlbecken – wodurch eine Kernschmelze droht. So beginnt für die Mitarbeiter des Kernkraftwerks und die lokale Feuerwehr ein Wettlauf gegen die Zeit. Ich hatte beim Lesen durchgehend Gänsehaut und war so gespannt, ob und wie sie die Kernschmelze abwenden können.

Obwohl ich die Story total spannend fand und das Buch am liebsten gar nicht weglegen wollte, hatte ich meine Probleme, die vielen Charaktere auseinanderzuhalten. Erst nach der Hälfte hatte ich in etwa einen Überblick darüber, wer wer ist und wer mit wem verwandt ist. Dadurch konnte ich keine richtig tiefe Bindung zu den Charakteren aufbauen.

Nichtsdestotrotz habe ich mit ihnen mitgefiebert und gelitten – und hatte hin und wieder auch Tränen in den Augen. Newman versteht es, Extremsituationen nicht nur spannend zu erzählen, sondern auch das Zwischenmenschliche hochemotional darzustellen. Und es gab einige Plot Twists und Momente zwischen den Charakteren, die mich unfassbar traurig gemacht haben. 😭

Alles in allem ist "Worst Case" ein spannender und temporeicher Pageturner, auch wenn ich etwas länger gebraucht habe, um die Charaktere auseinanderhalten zu können. Dennoch gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Emotional und schön

Words Like Feathers
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Mit "Words Like Feathers" ist inzwischen der zweite Roman von Marie Weis erschienen – und nachdem mich ihr Debüt "To My Sunflower" so berührt hat, wollte ich unbedingt auch ihr neues Buch lesen.

Was ich ...

Mit "Words Like Feathers" ist inzwischen der zweite Roman von Marie Weis erschienen – und nachdem mich ihr Debüt "To My Sunflower" so berührt hat, wollte ich unbedingt auch ihr neues Buch lesen.

Was ich von Anfang an toll fand, ist Olivias Liebe zu Kino, Filmen und Serien. Sie brennt regelrecht für das CineHeaven und ich habe die vielen Bezüge zu Film und Fernsehen sowie die Liebeserklärung an das Kino geliebt. 😍

Was ich ebenfalls mochte, ist Weis' Schreibstil. Dieser ist so flüssig, leicht und emotional, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Überzeugend war auch das schottische Setting, das sehr bildhaft beschrieben wird und mir das Gefühl gab, selbst in den Highlands und im Retreat zu sein.

Erzählt wird die Geschichte komplett aus Sicht von Olivia, was mir gut gefallen hat. Dadurch erhält man als Leser tiefe Einblicke in ihre Gefühle und Gedanken und erlebt so direkt mit, wie sie mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen hat. Denn Olivia leidet unter einer Zwangsstörung, die sie in ihrem Alltag und in Bezug auf andere Menschen sehr einschränkt.

In Rückblenden lernt man, wie Livs Mental-Health-Probleme schleichend in ihrem Leben Einzug gehalten haben. Außerdem erfährt man, warum ihre Beziehung mit ihrem Ex Tristan in die Brüche gegangen ist. Entsprechend sind die Rückblenden sehr wichtig für die Story, allerdings hätten sie für meinen Geschmack etwas kürzer sein können.

Neben Olivia mochte ich auch Tristan sehr, auch wenn er zu Beginn sehr abweisend ihr gegenüber war – was zum Teil aber auch nachvollziehbar war. Die Chemie zwischen den beiden war jedoch von Anfang an zu spüren und ich fand es schön zu sehen, wie sie sich wieder näherkommen. Am Ende war es mir dann aber doch etwas zu viel Hin und Her. 🫣

"Words Like Feathers" ist eine wunderschöne und tiefgründige Geschichte, die mich an vielen Stellen sehr berührt hat, an anderen aber auch zum Schmunzeln und Lachen gebracht hat. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Roman von Weis. 🩷

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Highlight!

Wild Eyes
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Mit "Wild Love" habe ich dieses Jahr mein erstes Buch von Elsie Silver gelesen – und ich konnte es kaum erwarten, die Rose Hill-Reihe weiterzulesen. Im zweiten Band "Wild Eyes" stehen nun Rosies Bruder ...

Mit "Wild Love" habe ich dieses Jahr mein erstes Buch von Elsie Silver gelesen – und ich konnte es kaum erwarten, die Rose Hill-Reihe weiterzulesen. Im zweiten Band "Wild Eyes" stehen nun Rosies Bruder West und Popstar Skylar Stone im Mittelpunkt.

Alleine schon der Einstieg und das erste Aufeinandertreffen der beiden Protagonisten war einfach zu witzig, als Skylar auf ihrem Weg nach Rose Hill am Straßenrand hält, um ein Selfie mit einem wilden Grizzlybären zu machen. Ich musste so über ihre Naivität und Wests Humor lachen. Generell hat mir der humorvolle Schreibstil gefallen, der zugleich auch sehr flüssig und locker war.

Erzählt wird die Story abwechselnd aus Sicht von West und Skylar, die beide so sympathisch sind. Da ist zum einen West, liebevoller Vater und Pferdetrainer, der einerseits ungern allein ist, andererseits aber auch wegen seiner Kinder keine Frau zu nah an sich heranlässt. Auf der anderen Seite ist Skylar, die in ihrem Leben schon einiges durchgemacht hat und von ihrer Familie und ihrem Agenten ausgenutzt wurde.

Ich mochte den Dual POV sehr, da man dadurch tiefere Einblicke in die Gefühle und Gedanken beider Protagonisten erhält und sie besser kennenlernt. Die Chemie zwischen den beiden ist von Anfang an einfach so zu spüren und ich habe darauf hingefiebert, dass sie sich endlich näherkommen. Und eines sei gesagt: Es wird spicy! 🌶🔥

Wie in Band 1 waren auch in "Wild Eyes" die Kids meine heimlichen Stars. Emmy und Oliver sind einfach zuckersüß und haben so einen Schwung in die Story gebracht. Und vor allem Skylars Connection mit Oliver hat mir so gut gefallen. Einfach schön! 🥹🫶🏼

"Wild Eyes" hat alles, was man sich wünscht: Tolle Protagonisten mit einer unfassbaren Chemie, ein wunderschönes Kleinstadt-Setting sowie viel Humor und Tiefe. Mein absolutes Jahreshighlight bisher! Ich bin schon gespannt auf Band 3 und die Geschichte von Tabitha und Rhys. Bisher wurde ich nämlich aus den beiden noch nicht so schlau. 🤭

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