Leider nicht mein Fall
Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?Ich habe inzwischen schon einige Bücher von Arno Strobel gelesen, und wenn ich zum Beispiel an "Sharing" denke, läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken herunter. "Fake" und "Stalker" konnten mich zuletzt ...
Ich habe inzwischen schon einige Bücher von Arno Strobel gelesen, und wenn ich zum Beispiel an "Sharing" denke, läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken herunter. "Fake" und "Stalker" konnten mich zuletzt nicht so richtig überzeugen, aber ich habe dennoch gehofft, dass es wieder bergauf geht. Doch dann kam "Welcome Home" dieses Jahr... 🥴🫣
Dabei hat mir das Setting im Neubaugebiet Auf Mons echt gut gefallen. Dieses wurde sehr atmosphärisch beschrieben und ich hatte von Anfang an ein bedrückendes Gefühl beim Lesen. Mir waren viele der Nachbarn suspekt – allen voran Johanna, die scheinbar krankhaft fixiert auf die kleine Emilia, die Tochter von Ines und Marco Winkler, war.
Leider habe ich jedoch relativ schnell das Interesse an der Story verloren. Nach der anfänglichen Spannung ist die Geschichte nur so vor sich hingedümpelt. Hinzu kommt, dass die Charaktere – allen voran Marco und Hauptkommissarin Gräfen – recht eindimensional und unsympathisch waren und die meiste Zeit so überhaupt nicht nachvollziehbar gehandelt haben. Auch die Auflösung hat sich doch sehr an den Haaren herbeigezogen angefühlt.
Bisher war Strobels Schreibstil zumindest immer eine sichere Bank für mich: flüssig und einfach, atmosphärisch und packend. Dieses Mal bin ich aber leider nicht so ganz damit klargekommen. Viele Sätze schienen zusammenhangslos aneinandergereiht, und die Dialoge waren zum Teil sehr hölzern und unauthentisch. 🥲
Leider war "Welcome Home" für mich das bisher schlechteste Buch von Strobel. Ich hoffe so sehr, dass mich sein nächster Thriller wieder überzeugen kann, denn sonst wird es wohl mein letztes Buch von ihm sein. 🥲