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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Hochemotionaler Abschluss der Strong-Hearts-Dilogie

Shine Like Midnight Sun (Strong Hearts 2)
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Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende von Band 1 wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie die Geschichte von Lilly und Aron in "Shine Like Midnight Sun" von Sarah Stankewitz weitergeht. Und ich mochte ...

Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende von Band 1 wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie die Geschichte von Lilly und Aron in "Shine Like Midnight Sun" von Sarah Stankewitz weitergeht. Und ich mochte die Fortsetzung tatsächlich mehr als den Vorgänger, was mir nicht oft passiert.

Dank des flüssigen Schreibstils war ich direkt mitten im Geschehen – zunächst auf Sylt, wo Lilly nach ihrer überstürzten Flucht aus Island bei ihrer Großmutter unterkommt. Mir hat Lillys Beziehung zu ihrer Oma so gut gefallen, und es gab auch einen Moment am Strand, bei dem mir direkt schon die Tränen gekommen sind. Dass es direkt am Anfang so emotional wird, damit hatte ich nicht gerechnet. 🥹

Als Lilly dann zurück nach Island fliegt, um für SaveTheIceland zu arbeiten, schafft es Stankewitz wieder, die wunderschöne und raue Natur des Landes perfekt einzufangen und bildhaft darzustellen, sodass ich das Gefühl hatte, selbst dort zu sein. 😍🌊

Schön war auch das Wiedersehen mit den altbekannten Charakteren, auch wenn diese in Band 2 etwas mehr in den Hintergrund treten. Eigentlich bin ich kein Fan von neuen Charakteren – hier habe ich mich aber über Mindy als neue Figur gefreut, da Lilly mit ihr nun eine "eigene" Freundin hat, die nicht zu Arons Clique gehört.

Und dann ist da natürlich noch die Beziehung von Lilly und Aron, die so tragisch und hochemotional ist. Dadurch, dass die Story aus Sicht von beiden Protagonisten erzählt wird, erfährt man als Leser so viel über ihre Ängste und ihren Schmerz. Wie die beiden hatte ich gehofft, dass Aron rechtzeitig ein Spenderherz bekommt, hatte gleichzeitig aber auch Angst, dass er keins bekommt. Das Ende hätte dann für mich aber gerne noch etwas ausführlicher sein können. 🫣

"Shine Like Midnight Sun" hat mich mit seinem tollen Schreibstil und seinem tragischen Protagonistenpaar zu Tränen gerührt. Ein wirklich schöner und hochemotionaler Abschluss der Strong-Hearts-Dilogie. 🥹🫶🏼

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Spannender Fall rund um den Lebkuchenmann

Eulenschrei
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Mit "Eulenschrei" habe ich nun endlich meinen ersten Psychothriller von Max Bentow gelesen. Und was soll ich sagen? Ich bin echt begeistert, denn der Fall rund um den Lebkuchenmann ist super spannend. ...

Mit "Eulenschrei" habe ich nun endlich meinen ersten Psychothriller von Max Bentow gelesen. Und was soll ich sagen? Ich bin echt begeistert, denn der Fall rund um den Lebkuchenmann ist super spannend.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr atmosphärisch und hat mich ab der ersten Seite gepackt. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, wobei der Fokus aber auf den beiden Protagonisten Nils Trojan und Carlotta Weiss liegt. Mir hat es aber gut gefallen, dass es immer mal wieder auch Kapitel aus Sicht der Opfer und deren Angehöriger sowie Rückblenden zur Geschichte des Täters gibt. Dadurch wird es nie langweilig und man hat als Leser das Gefühl, immer hautnah mit dabei zu sein.

Profilerin Carlotta Weiss und Kommissar Nils Trojan sind dabei zwei sehr sympathische Protagonisten. Carlotta ist neu im Team von Trojan, sie ergänzen sich aber sehr und arbeiten super zusammen – und das, obwohl ihr Vorgesetzter versucht, die beiden gegeneinander auszuspielen. Mir hat es gefallen, dass sie sich aber gar nicht erst auf diese Machtspielchen einlassen und stattdessen Hand in Hand ermitteln.

Mit Carlottas Ermittlungsmethoden hatte ich jedoch zum Teil meine Probleme. Einerseits finde ich es spannend und faszinierend, wie sie sich in den Täter hineinversetzen kann. Andererseits grenzen ihre Schlussfolgerungen für mich manchmal an Hellseherei und ich konnte sie deswegen nicht immer nachvollziehen.

Der Fall des Lebkuchenmanns ist durchweg spannend, temporeich und auch sehr brutal. Ein Mord jagt den nächsten und die Opfer scheinen zufällig ausgewählt, da das Ermittlerduo zunächst keine Zusammenhänge herstellen kann. Die Auflösung des Falls fand ich ebenfalls sehr spannend, allerdings auch nicht zu 100 Prozent nachvollziehbar, da der Täter zeitgleich mehrere Mordserien mit unterschiedlichen Motiven begeht.

Dennoch ist "Eulenschrei" ein rasanter und spannender Psychothriller, der definitiv Lust auf mehr macht. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Carlotta und Trojan.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Unterhaltsame Sports Romance

Behind the Net
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In "Behind the Net" von Stephanie Archer begleiten wir Pippa, die gerade von ihrem Exfreund und Ex-Chef fallen gelassen wurde, dabei, wie sie ihren neuen Job als Assistentin des Profi-Eishockeyspielers ...

In "Behind the Net" von Stephanie Archer begleiten wir Pippa, die gerade von ihrem Exfreund und Ex-Chef fallen gelassen wurde, dabei, wie sie ihren neuen Job als Assistentin des Profi-Eishockeyspielers Jamie antritt. Auch wenn die beiden sich aus der High School kennen, tun sie so, als würden sie sich nicht kennen – und natürlich kommen sie sich bald näher. 😉

Mir ist es unheimlich leicht gefallen, in die Story hineinzufinden. Der Schreibstil ist so schön und flüssig, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Und auch die Charaktere sind so sympathisch – allen voran natürlich Pippa und Jamie, aber auch ihre Familien, die anderen Eishockeyspieler und Barbesitzerin Jordan sind total liebenswert.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Pippa und Jamie, was mir sehr gut gefallen hat, da man so auch Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Die beiden haben von Anfang an so eine unglaublich tolle Chemie, dass ich es kaum erwarten konnte, sie zusammen zu sehen. Was mich aber gestört hat, war der viele Spice. Schon zu Beginn waren beide die ganze Zeit recht h0rny und haben ständig voneinander fantasiert, aber am Ende ging es dann wirklich nur noch um das Eine, wodurch die Handlung dann doch etwas gelitten hat.

Positiv überrascht hat mich aber, wie gut mir das Eishockey-Thema gefallen hat. Ich bin nicht wirklich sportlich unterwegs, fand es aber spannend, etwas mehr über Eishockey zu erfahren. 🏒

Insgesamt hat mich "Behind the Net" gut unterhalten und es war definitiv nicht meine letzte Sports Romance. Beim nächsten Mal darf es dann aber gerne etwas weniger Spice und dafür mehr Tiefe sein. 🙃🤭

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Schöner Abschluss der Dilogie

Not Worth Keeping
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Nach dem fiesen Cliffhanger von "Not Worth Saving" wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie die Geschichte von Brooke und Noah weitergeht – vor allem, weil ich die Chemie und Spannung der beiden von ...

Nach dem fiesen Cliffhanger von "Not Worth Saving" wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie die Geschichte von Brooke und Noah weitergeht – vor allem, weil ich die Chemie und Spannung der beiden von Anfang an so sehr gespürt habe.

In "Not Worth Keeping" von Marie Niebler sind die Nachwehen aus Band 1 deutlich zu spüren. Brooke ist zurück in Auckland und hat weder zu Noah noch zu ihrem Bruder Greyson Kontakt, worunter alle leiden. Erzählt wird die Story wieder abwechselnd aus Sicht von Brooke und Noah, wodurch man als Leser trotzdem die ganze Zeit mit dabei ist und die Gefühle und Gedanken der beiden Protagonisten hautnah mitbekommt.

Brooke und Noah sind beide so sympathische Charaktere, auch wenn ihr Verhalten für mich vor allem in diesem Band nicht immer so ganz nachvollziehbar ist. Wie schon im ersten Band hat mich die mangelnde Kommunikation gestört, die sich mehr oder weniger durch die gesamte erste Hälfte zieht. Dadurch hat sich die zweite Hälfte und die Entwicklung der Charaktere etwas gehetzt für mich angefühlt.

Besonders toll fand ich aber, wie Noah sich weiterentwickelt. Ich hatte ihn im ersten Band sofort in mein Herz geschlossen und habe die ganze Zeit mit ihm mitgelitten, obwohl er durch sein Verhalten und sein Schweigen selbst dazu beigetragen hat, dass er so leidet. Toll fand ich auch die paar wenigen Rückblick-Kapitel, die seine Zeit im Heim und sein Kennenlernen mit Greyson aufzeigen. Dadurch lernt man Noah noch besser kennen und versteht, warum er sich schwer auf andere Menschen einlassen kann und sich als Belastung für andere empfindet. Als er am Ende mit seinem Pflegevater Dave spricht, hatte ich dann auch kurz ein paar Tränchen verdrückt; die Szene war einfach zu schön. 🥹🫶🏼

Insgesamt ist "Not Worth Keeping" dank Nieblers tollem Schreibstil und und der sympathischen Protagonisten aber ein schöner Abschluss der Dilogie. Und am Ende mochte ich doch tatsächlich auch Grey ein bisschen, das hätte ich nach Band 1 niemals gedacht. 🙃🤭

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Leider nicht so stark wie erwartet

Mit kaltem Kalkül
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Ich hatte Michael Tsokos schon lange auf meiner Wunschliste, da ich Rechtsmedizin und forensische Anthropologie total spannend finde und auch ein riesiger "Bones"-Fan bin. Deshalb hatte ich mich sehr auf ...

Ich hatte Michael Tsokos schon lange auf meiner Wunschliste, da ich Rechtsmedizin und forensische Anthropologie total spannend finde und auch ein riesiger "Bones"-Fan bin. Deshalb hatte ich mich sehr auf "Mit kaltem Kalkül" rund um die Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao gefreut.

Leider hatte ich aber schon zu Beginn Probleme, in die Story hineinzufinden. Dies lag zum einen an den beiden voneinander losgelösten Erzählsträngen. Während der ehemalige jordanische Geheimdienstler Khalaf auf eigene Faust nach dem verschwundenen Jungen sucht, beschäftigen sich Dr. Sabine Yao und ihr Team parallel mit einigen rechtsmedizinischen Fällen, die aber alle nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben. Es werden viele Figuren und Fälle eingeführt, ohne dass jedoch wirklich etwas passiert, wodurch ich vor allem das erste Drittel als recht spannungsarm und langatmig empfand.

Hinzu kommt, dass ich mit dem Schreibstil von Tsokos nicht wirklich warm geworden bin. Die Sätze sind oft sehr lang und verschachtelt, wodurch der Lesefluss sehr beeinträchtigt wird. Außerdem waren mir die Beschreibungen zum Teil zu detailliert und es gab recht viele Wiederholungen.

Sabine Yao ist aber eine sehr sympathische Protagonistin. Mir hat es gefallen, Einblicke in ihr Leben und ihre Arbeit zu bekommen. Dennoch ist sie die ganze Zeit sehr blass geblieben. In der ersten Hälfte taucht sie kaum auf, während sie in der zweiten Hälfte mehr oder weniger im Schatten der leitenden Ermittlerin Monica Monti steht. Das fand ich sehr schade, da ich so gerne mehr über Yao und ihre Arbeit erfahren hätte.

Alles in allem ist "Mit kaltem Kalkül" damit leider hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Nach einem holprigen Start hat die Story aber glücklicherweise an Fahrt aufgenommen, nachdem die beiden Handlungsstränge zusammengeführt wurden. Da ich so viel Gutes über Tsokos gehört habe, werde ihm auf jeden Fall noch eine Chance geben.

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