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Veröffentlicht am 21.04.2025

Gut geschrieben, aber nervige Charaktere

Die Villa
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Ein Junggesellinnenabschied im spanischen Marbella, der für die zukünftige Braut Aoife tödlich endet: Darum geht es in Jess Ryders Thriller "Die Villa". Klingt nach einer spannenden Story – vor allem, ...

Ein Junggesellinnenabschied im spanischen Marbella, der für die zukünftige Braut Aoife tödlich endet: Darum geht es in Jess Ryders Thriller "Die Villa". Klingt nach einer spannenden Story – vor allem, da es einige Erinnerungslücken und Unklarheiten gibt und der Mörder nie geschnappt wurde.

Drei Jahre später reisen Aoifes Freundinnen noch einmal nach Marbella. Genauer gesagt lockt Dani, die sich nicht an den Abend von Aoifes Tod erinnern kann, die anderen drei unter falschem Vorwand in die Villa, in der alles geschah, um das Wochenende vor drei Jahren noch einmal aufzuarbeiten und Danis Erinnerungslücken zu schließen.

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, weshalb ich auch direkt in der Story war und das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen – zum einen in der Gegenwart aus Sicht von Dani, zum anderen gibt es im Wechsel auch Rückblenden zu Aoifes Junggesellinnenabschied, die aus der Perspektive von Dani, Tiff, Beth und Celine geschildert werden. Dies hat mir geholfen, die Protagonistinnen besser zu verstehen. Sympathisch wurden sie mir dadurch aber leider nicht.

Im Gegenteil: Je mehr ich über die fünf Frauen erfahren habe, desto weniger mochte ich sie. Irgendeine von ihnen war immer entweder genervt oder eifersüchtig und es gab fast durchgehend Streit und Intrigen, was ich dann doch recht anstrengend fand und die Story zum Teil auch etwas langatmig gemacht hat. Wer solche Freunde hat, braucht echt keine Feinde mehr. 😅😬

Gut gefallen hat mir aber das Ende, das ich so nicht habe kommen sehen. Ich habe lange hin- und hergerätselt, was wohl mit Aoife passiert ist, und theoretisch hätte auch jeder ein Motiv gehabt, wie sich im Laufe der Story herausstellt. Die Auflösung hat mich dann aber sehr überrascht und war gleichzeitig auch plausibel.

Insgesamt ist "Die Villa" ein netter Thriller für zwischendurch. Auch wenn ich die Protagonistinnen allesamt sehr nervig und seltsam fand, konnte das Ende dies etwas wettmachen. 🫠

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Wunderschönes Wohlfühlbuch

Feels like Butterflies
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"Feels Like Butterflies" von Ann-Kathrin Falkenberg ist ein Buch, auf das ich mich dieses Jahr mit am meisten gefreut habe. Der Klappentext hatte mich sofort überzeugt und das Setting auf der Schmetterlingsfarm ...

"Feels Like Butterflies" von Ann-Kathrin Falkenberg ist ein Buch, auf das ich mich dieses Jahr mit am meisten gefreut habe. Der Klappentext hatte mich sofort überzeugt und das Setting auf der Schmetterlingsfarm in den Wäldern Tennessees klang einfach so wunderschön, dass ich es kaum erwarten konnte, das Buch zu lesen.

Und was soll ich sagen? Ich war ab der ersten Seite sofort mitten im Geschehen und wollte das Buch gar nicht mehr weglegen, da der Schreibstil so flüssig und mitreißend und das Setting so idyllisch war. Ich hatte das Gefühl, selbst in Hazelwood zu sein und mit Nate in seinem Wohnwagen zu sitzen oder mich zusammen mit Charlie um die Schmetterlinge zu kümmern. Für meinen Geschmack hätte die Schmetterlingsfarm sogar gerne noch etwas präsenter sein dürfen. 🙃🦋

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonisten Charlie und Nate, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Und dennoch konnte ich von Anfang an die Chemie zwischen den beiden spüren, auch wenn sie sich wehement dagegen gewehrt haben. Trotz ihrer Unterschiede begegnen sie sich zu einem Zeitpunkt im Leben, an dem beide mehr oder weniger an einem Tiefpunkt sind. Denn während Charlie aufgrund von finanziellen Problemen ihr Studium unterbrechen und zu ihren Eltern zurückziehen muss, ist die Arbeit in Hazelwood für Nate die einzige Möglichkeit, um seiner Gefängnisstrafe zu entgehen. Umso schöner fand ich es deshalb, als die beiden sich näher gekommen sind und sich einander geöffnet haben.

Allerdings kam mir das Ende dann etwas zu schnell. Hier hätte ich mir etwas weniger Drama oder ein paar mehr Seiten gewünscht, damit sich die Story etwas runder angefühlt hätte. Allerdings ist das Jammern auf hohem Niveau. 😉🙃

Insgesamt ist "Feels Like Butterflies" ein wunderschöner Debütroman, der mich dank des tollen Schreibstils, traumhaften Settings und der sympathischen Charaktere sofort abgeholt hat. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände der Reihe. 🦋

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Wichtiges Thema, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen

Your Eyes on Me – Based on Alexa's True Story
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Ich habe mich total auf "Your Eyes On Me" von Leonie Lastella gefreut. Denn als erstes Buch, das im neuen {heartlines} Verlag erschienen ist, erzählt es die Story der Plus-Size-Protagonistin Alea – und ...

Ich habe mich total auf "Your Eyes On Me" von Leonie Lastella gefreut. Denn als erstes Buch, das im neuen {heartlines} Verlag erschienen ist, erzählt es die Story der Plus-Size-Protagonistin Alea – und das basierend auf der wahren Geschichte der Storygeberin Alexa Black.

Dank des flüssigen Schreibstils war ich direkt in der Story und damit Teil des Lebens von Alea und Titus, aus deren Sicht die Geschichte abwechselnd erzählt wird. Beide Protagonisten sind Influencer auf Social Media, könnten jedoch nicht unterschiedlicher sein. Denn während Alea sich für Body Positivity einsetzt, stehen für Titus Fitness und Sport im Vordergrund. Und auch wenn sie so verschieden sind, waren beide von Anfang an sympathisch und ich konnte es kaum erwarten, dass sie aufeinandertreffen.

Leider wurden mir Alea und Titus zunehmend unsympathischer, als sie sich kennenlernen. Alea predigt die ganze Zeit, vorurteilsfrei und respektvoll miteinander umzugehen, hält sich selbst aber überhaupt nicht daran und ist Titus gegenüber die ganze Zeit so unhöflich. Titus war mir hingegen viel zu besessen von Alea und hat schon fast stalkerähnliche Züge entwickelt, obwohl er sie noch gar nicht kannte. Das hat sich für mich nicht wirklich realistisch angefühlt. Entsprechend habe ich leider auch keine Chemie zwischen den beiden gespürt.

Toll fand ich aber die anderen Charaktere und den Found Family-Trope. Luca, Jasper und Co. haben der Story eine gewisse Leichtigkeit gegeben und ich hatte das Gefühl, selbst ein Teil der WG und ihrer Game of Thrones-Abende zu sein. Und auch die Thematik rund um Body Positivity fand ich toll und so wichtig. Denn leider sind Plus-Size-Personen immer noch viel zu unterrepräsentiert in den Medien. Und Repräsentanz ist einfach so wichtig.

Insgesamt ist "Your Eyes On Me" ein nettes Buch für zwischendurch, das eine wichtige Botschaft hat. Leider konnten mich die Charaktere und die Umsetzung der Story aber nicht wirklich abholen.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Nettes Buch für zwischendurch

Breakups and Butterflies
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Seit der Sweet Lemon Agency-Trilogie bin ich ein riesiger Fan von Kyra Groh und habe mich deshalb sehr auf "Breakups and Butterflies" gefreut. Und der Schreibstil ist wie gewohnt so humorvoll und leicht, ...

Seit der Sweet Lemon Agency-Trilogie bin ich ein riesiger Fan von Kyra Groh und habe mich deshalb sehr auf "Breakups and Butterflies" gefreut. Und der Schreibstil ist wie gewohnt so humorvoll und leicht, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Erzählt wird die Geschichte komplett aus Sicht von Mara, die es zu Beginn der Story alles andere als einfach hat. Sie wird von ihrem Verlobten verlassen, weiß nicht, wo sie unterkommen soll und ist zudem auch nicht so wirklich zufrieden mit ihrem Job. Ich habe so mit Mara mitgefühlt, als sie zu Beginn vor dem Scherbenhaufen, der ihr Leben ist, steht. Und ich habe mich umso mehr gefreut, als sie im Co-Working-Space Marius kennenlernt und zwischen ihnen die Funken nur so geflogen sind.

Leider nimmt die Liebesgeschichte zwischen den beiden nicht so viel Raum ein, wie der Klappentext vermuten lässt. Vielmehr steht Maras Weg zu sich selbst im Vordergrund, was mir aber sehr gut gefallen hat. Denn Mara macht eine erstaunliche Entwicklung durch und ich muss ehrlich sagen, dass ich sie zwischendurch auch recht anstregend, naiv und auch ignorant fand. So spricht sie z.B. ihren Bruder wieder und wieder als Eugen an, obwohl sie wiederholt darauf aufmerksam gemacht wird, dass er so nicht mehr genannt wird. 🙄😬

Und auch wenn mir die vielen Nebencharaktere wie Veda, Kitty und Anne, die mehr oder weniger zu Maras Found Family werden, echt gut gefallen haben, sind sie jedoch gleichzeitig auch recht blass geblieben. Am Ende ging mir dann auch alles etwas zu schnell und es wurden nicht alle offenen Fragen beantwortet, was ich etwas schade fand.

Insgesamt hat mich "Breakups and Butterflies" zwar unterhalten, allerdings kommt es nicht an die anderen Bücher der Autorin heran. Die Annotationen der Autorin hätte ich nicht wirklich gebraucht, da diese doch recht überschaubar waren und auch sehr oberflächlich geblieben sind. Ich hatte mir hier ein paar Einblicke zur Entstehung der Story gewünscht. Aber an sich war das eine nette Idee.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Beklemmende Geisterstory

Die Folcroft-Geister
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Ich habe ja so ein bisschen ein ambivalentes Verhältnis zum Horrorgenre. Einerseits liebe ich es, mich zu gruseln, gleichzeitig bin ich aber auch ein riesiger Schisser, der im Kino auch mal laut aufschreit ...

Ich habe ja so ein bisschen ein ambivalentes Verhältnis zum Horrorgenre. Einerseits liebe ich es, mich zu gruseln, gleichzeitig bin ich aber auch ein riesiger Schisser, der im Kino auch mal laut aufschreit und sich nach einem Horrorfilm erstmal nicht mehr in den Keller traut. Mit "Die Folcroft-Geister" von Darcy Coates habe ich mich nun auch an mein erstes Buch aus dem Festa Verlag getraut – und es war mehr oder weniger perfekt, um in das Gruselgenre einzusteigen.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr atmosphärisch, wodurch ich direkt in der Story war. Und auch wenn die Geschichte recht entspannt losgeht, war für mich von Anfang an ein leicht beklemmendes Gefühl da, das sich von Kapitel zu Kapitel gesteigert hat. Dies lag nicht zuletzt an der Ausgangssituation: Die beiden Protagonisten Tara und Kyle sind Teenager, die auf dem Weg zu ihren Großeltern sind, die sie noch nie zuvor gesehen haben.

Und auch wenn May und Peter Folcroft auf der ersten Blick total liebenswürdig und fürsorglich sind, merken Tara und Kyle doch recht schnell, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Es gehen seltsame Dinge im Haus vor und auch die anderen Einwohner des Dorfs halten sich von den Folcrofts fern.

Natürlich dürfen auch Geister und übernatürliche Elemente nicht fehlen, die jedoch eher spärlich eingesetzt werden. Zwar war die Grundstimmung durchgehend unheimlich, aber die großen Grusel- und Horrormomente blieben leider aus. Auch kam mir das Ende etwas zu plötzlich; hier hätte ich gerne noch etwas mehr darüber erfahren, wie es weitergeht.

Insgesamt ist "Die Folcroft-Geister" aber eine tolle Geistesgeschichte, die sich aufgrund der eher ruhigen und dennoch unheimlichen Erzählweise perfekt als Einstieg ins Gruselgenre eignet. Ich freue mich schon darauf, mehr von der Autorin zu lesen. 👻🙃

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