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Veröffentlicht am 29.06.2022

Gefährliches Meer

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
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„Gefährliches Meer vor Mallorca: zwei Tote und drei Verletzte beim Baden“
Eine ganze Reihe von folgenschweren Badeunglücken hat sich zwischen Donnerstag (9.6.) und Freitag (10.6.) im Mittelmeer vor Mallorca ...

„Gefährliches Meer vor Mallorca: zwei Tote und drei Verletzte beim Baden“
Eine ganze Reihe von folgenschweren Badeunglücken hat sich zwischen Donnerstag (9.6.) und Freitag (10.6.) im Mittelmeer vor Mallorca ereignet. Bei den Unglücken kamen zwei Menschen ums Leben, drei weitere wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Ein weiteres Todesopfer gab es bei einem Badeunfall vor Menorca.
Der erste tödliche Zwischenfall ereignete sich am Freitag (10.6.) gegen 15.40 Uhr an der Playa de Muro in der Bucht von Alcúdia im Norden von Mallorca. Die Rettungsschwimmer an dem Strand hatten einen Krankenwagen gerufen, weil sie einen Mann mit schweren Ertrinkungserscheinungen aus dem Meer gerettet hatten. Am Strand begannen die Rettungsschwimmer mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Drei Rettungswagen erreichten den Ort, der Mann allerdings konnte nicht gerettet werden.
Nur fünf Minuten später, gegen 15.45 Uhr, mussten die Rettungsschwimmer an der auch bei Deutschen sehr beliebten Bucht Cala Agulla nahe Cala Ratjada im Nordosten der Insel eingreifen. Sie zogen einen Mann aus dem Wasser, der bereits in kritischem Zustand war und begannen ebenfalls mit der Wiederbelebung. Zwei Rettungswagen und ein Arzt des Gesundheitszentrums Capdepera eilten zur Unglücksstelle. 45 Minuten lang versuchten die Mediziner, den Mann zu reanimieren, konnten letztlich aber auch nur den Tod feststellen.
Gegen 17.15 Uhr starb dann ein ausländischer Urlauber am Strand Racó d'en Paupa an der Südostküste von Menorca. Der Mann wurde etwa 100 Meter vom Strand entfernt im Wasser treibend entdeckt und aus dem Meer gezogen. Auch für ihn konnte man nichts mehr tun.

Warum ich hier diesen Zeitungsartikel poste?

Ganz einfach. Ich musste bei diesen Schlagzeilen heute früh an ein sehr gutes Buch denken, das ich gelesen habe.
„Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren“ von Ali Benjamin
Suzy Swanson macht sich über vieles Gedanken, worüber andere nur den Kopf schütteln: den Schlafrhythmus von Schnecken zum Beispiel, oder wie alt man ist, wenn das Herz 412 Millionen Mal geschlagen hat – gerade mal zwölf Jahre. In dem Alter ertrank Suzys Freundin Franny im Meer, obwohl sie eine gute Schwimmerin war.
Bei einem Schulausflug ins Aquarium erkennt Suzy, dass eine Qualle, wenn man sie nur lange genug betrachtet, irgendwann wie ein schlagendes Herz aussieht. Doch es gibt auch Quallen, die sind so klein und durchscheinend, dass sie im Wasser praktisch unsichtbar sind. Wie die Irukandji, deren Gift zu den gefährlichsten der Welt gehört.
Suzy, die seit dem Tod ihrer Freundin nicht mehr spricht, kann nur noch daran denken, dass womöglich diese winzige Qualle schuld am Tod von Franny ist. Immerhin gibt es pro Jahr angeblich 150 Millionen Quallenstiche. Suzy rechnet aus, dass so auf jeden sechsundvierzigsten Menschen ein Quallenstich kommt und die Wahrscheinlichkeit, zumindest eine Person zu kennen, die von einer Qualle gestochen wurde, doch sehr hoch ist.
Um ihre Theorie zu beweisen, plant sie heimlich eine Reise nach Australien, um dort den Quallenforscher Dr. Jamie Seymore nach seiner Meinung zu fragen.
Nach dem Lesen dieses Buches, weiß man ein ganze Menge über Quallen, doch auch die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren…

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Veröffentlicht am 25.06.2022

Reiselektüre oder Urlaub zu Hause

Eines Menschen Flügel
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Noch immer ist es nicht allen von uns möglich, überall hinzufliegen, wohin wir gerne möchten.
Kein Problem. Dann lese ich halt in meinem Urlaub ein Buch über Menschen, die fliegen können, dachte ich mir ...

Noch immer ist es nicht allen von uns möglich, überall hinzufliegen, wohin wir gerne möchten.
Kein Problem. Dann lese ich halt in meinem Urlaub ein Buch über Menschen, die fliegen können, dachte ich mir und blieb zu Hause im Garten, am See, oder in der Therme.
„Eines Menschen Flügel“ von Andreas Eschbach hat mich dann aber mehr als entschädigt, für die aktuellen Reiseeinschränkungen. Wie ein Sog hat mich die Geschichte auf einen paradiesischen Planeten entführt. Nach und nach, eigentlich mit jedem neuen Kapitel, machte ich eine neue interessante Urlaubsbekanntschaft. Alle erzählten von ihrem Leben im Einklang mit der Natur, von den Ahnen und deren Einfluss auf ihre Welt, von ihren Freunden und Träumen.
Ich fieberte mit Owen mit, der sich nichts sehnlicher wünschte, als einmal die Sterne zu sehen und freute mich mit ihm, als es ihm endlich glückte. Ich hasste die gemeine, mysteriöse Bruderschaft dafür, dass sie ihn als Lügner abstempeln ließ. Fühlte mit Oris, seinem Sohn, der mit Hilfe seiner Freunde den Namen des Vaters reinwaschen wollte und war dabei, als nach und nach die Dinge unweigerlich ihren Lauf nahmen. Sich herausstellte, dass im Nachhinein alles einen Sinn ergab. In Tränen aufgelöst erlebte ich das Schicksal dieser lieben geflügelten Wesen und ihrer Welt.
1257 Seiten lang war ich auf Urlaub in einer anderen Zeit, auf einem fremden Planeten und habe den Trip geliebt. Und selbst danach ließen mich die Geschehnisse nicht sofort los. Ich frage mich noch immer, was davon ist Utopie? Was ist die Moral aus der Geschichte? Und wie es eine gute Reise tun soll, hat das Buch damit seine Bestimmung erfüllt und mein Leben bereichert.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2022

Reiselektüre oder Urlaub zu Hause

Eines Menschen Flügel
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Noch immer ist es nicht allen von uns möglich, überall hinzufliegen, wohin wir gerne möchten.
Kein Problem. Dann lese ich halt in meinem Urlaub ein Buch über Menschen, die fliegen können, dachte ich mir ...

Noch immer ist es nicht allen von uns möglich, überall hinzufliegen, wohin wir gerne möchten.
Kein Problem. Dann lese ich halt in meinem Urlaub ein Buch über Menschen, die fliegen können, dachte ich mir und blieb zu Hause im Garten, am See, oder in der Therme.
„Eines Menschen Flügel“ von Andreas Eschbach hat mich dann aber mehr als entschädigt, für die aktuellen Reiseeinschränkungen. Wie ein Sog hat mich die Geschichte auf einen paradiesischen Planeten entführt. Nach und nach, eigentlich mit jedem neuen Kapitel, machte ich eine neue interessante Urlaubsbekanntschaft. Alle erzählten von ihrem Leben im Einklang mit der Natur, von den Ahnen und deren Einfluss auf ihre Welt, von ihren Freunden und Träumen.
Ich fieberte mit Owen mit, der sich nichts sehnlicher wünschte, als einmal die Sterne zu sehen und freute mich mit ihm, als es ihm endlich glückte. Ich hasste die gemeine, mysteriöse Bruderschaft dafür, dass sie ihn als Lügner abstempeln ließ. Fühlte mit Oris, seinem Sohn, der mit Hilfe seiner Freunde den Namen des Vaters reinwaschen wollte und war dabei, als nach und nach die Dinge unweigerlich ihren Lauf nahmen. Sich herausstellte, dass im Nachhinein alles einen Sinn ergab. In Tränen aufgelöst erlebte ich das Schicksal dieser lieben geflügelten Wesen und ihrer Welt.
1257 Seiten lang war ich auf Urlaub in einer anderen Zeit, auf einem fremden Planeten und habe den Trip geliebt. Und selbst danach ließen mich die Geschehnisse nicht sofort los. Ich frage mich noch immer, was davon ist Utopie? Was ist die Moral aus der Geschichte? Und wie es eine gute Reise tun soll, hat das Buch damit seine Bestimmung erfüllt und mein Leben bereichert.

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