Düster, vielschichtig und voller Geheimnisse
Dairi„Dairi – Das Erwachen“ erzählt Miyus Geschichte – ein Mädchen, das in einem kalten Waisenhaus aufwächst, in dem Kinder verschwinden, tot wieder auftauchen. Nach einem tödlichen Übergriff wacht sie in der ...
„Dairi – Das Erwachen“ erzählt Miyus Geschichte – ein Mädchen, das in einem kalten Waisenhaus aufwächst, in dem Kinder verschwinden, tot wieder auftauchen. Nach einem tödlichen Übergriff wacht sie in der Welt der Gedanken auf – einer Zwischenwelt, in der sie ihrer eigenen Vergangenheit begegnet und auf die sogenannten Ämter trifft.
Nagato, das zweite Amt, rettet sie – ein Junge ohne Emotionen, der seinen Körper mit einem Dämon teilt. Juro verkörpert den Tod, Toya ist mit dem Geist eines Drachenkönigs verbunden. Und Miyu selbst trägt das dritte Amt in sich – eine Fähigkeit, mit Geistern zu sprechen.
Die Handlung entfaltet sich langsam, mit vielen Perspektiven, vielen inneren Bildern und Symbolen. Besonders berührend ist die stille Annäherung zwischen Miyu und Nagato – zwei gebrochene Figuren, die trotzdem nicht aufgeben.
Was ich sehr mochte: der Stil ist poetisch, dicht, emotional. Was mich gestört hat: Man erfährt zu wenig über die eigentliche Prophezeiung. Das Ende ist ein Cut – mittendrin, ohne richtigen Abschluss.
Insgesamt aber ein starker Reihenauftakt für alle, die dunkle, leise Fantasy mögen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.