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Veröffentlicht am 08.11.2023

Je mehr ich dir gebe

Je mehr ich dir gebe
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Julia und Jonas sind Seelenverwandte. Doch dann stirbt Jonas und Julia bleibt allein zurück. Bis sie Kolja trifft, Jonas besten Freund. Dieser kümmert sich rührend um sie, liest ihr jeden Wunsch von den ...

Julia und Jonas sind Seelenverwandte. Doch dann stirbt Jonas und Julia bleibt allein zurück. Bis sie Kolja trifft, Jonas besten Freund. Dieser kümmert sich rührend um sie, liest ihr jeden Wunsch von den Augen ab, mit der Begründung das Jonas das so gewollt hätte. Julia fühlt sich durch ihn Jonas wieder nahe und lässt sich komplett auf ihn ein. Es entsteht eine Art Dreiecksbeziehung zwischen ihr, Jonas und Kolja, doch kann das gut gehen?

Julia ist am Boden zerstört und versucht auf fragwürdige Art wieder zu Jonas zu gelangen oder ihn zu sich zu holen. Teilweise kann ich mich gut in sie herein versetzen, in ihre Trauer und ihre Verzweiflung. Nicht nachvollziehen kann ich die Art und Weise wie sie anfangs mit Kolja und seinen Gefühlen umgeht. Anfangs tat er mir deshalb leid. Dies schlug im Verlauf des Buches ins komplette Gegenteil um, als sich nach und nach sein wahres Gesicht zeigte. Ich kann nicht verstehen, dass Julia sich nicht gegen ihn wehrt und all dies mit sich machen lässt. Andererseits allerdings schon, sie will schließlich bei Jonas sein.
Auch die beste Freundin Charly punktet nicht unbedingt mit Sympathie. Sie macht sich zwar Sorgen um Julia, aber steht ihr meiner Meinung nach nicht bei. Das ist das Problem an den Charakteren: Mit keinem von ihnen kann ich mich wirklich identifizieren. Julias Verhaltensweisen sind zwar teilweise nachvollziehbar, aber ich glaube nicht, dass ich ebenso handeln würde.

Die Idee und Story finde ich sehr gut und interessant. Es ist keine Geschichte, aus der man mit einem guten Gefühl heraus geht, einfach weil es eine traurige Handlung hat.
Zum Ende hin gibt es eine mehr oder weniger überraschende Wendung, die die Beziehung zwischen Julia und Kolja in einem anderen Licht erscheinen lässt, genau wie die Person Kolja selbst. Dieses Ende ist meiner Meinung nach genau richtig, es hätte gar nicht anders enden dürfen.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, sodass dieses Buch eine nette Lektüre für zwischendurch ist.

Wer Liebesgeschichten, Dreiecksbeziehungen und die Thematik Nachtod-Erfahrung und das Sich-Selbst finden mag, für den ist dieses Buch auf jedenfall etwas.

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Veröffentlicht am 08.11.2023

Absolut grandioses und lesenswertes Endzeit-Epos

Die Zwölf
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Die sechsjährige Amy wird von einem FBI-Agenten aus einem Nonnenkloster entführt, wo sie zuvor von ihrer überforderten und allein erziehenden Mutter zurück gelassen wurde. Er bringt sie in eine Forschungseinrichtung ...

Die sechsjährige Amy wird von einem FBI-Agenten aus einem Nonnenkloster entführt, wo sie zuvor von ihrer überforderten und allein erziehenden Mutter zurück gelassen wurde. Er bringt sie in eine Forschungseinrichtung irgendwo im Nirgendwo. Dort dient sie als Probandin in einer Versuchsreihe, deren Ziel es ist, Menschen unsterblich zu machen. Die Experimente geraten völlig außer Kontrolle und es entflieht etwas, das das Ende der Menschheit bedeuten könnte.


Dies ist der 2. Teil eines Endzeit-Epos, welches wirklich absolut genial ist. Das Buch spielt zu verschiedenen Zeiten. Teilweise im Jahr 0, also als die Katastrophe grade erst geschehen ist und dann viele Jahre später. So wird sowohl die aktuelle Entwicklung beleuchtet als auch die postapokalyptische Welt. Zudem tritt eine unglaubliche Anzahl von Protagonisten auf, die in allen möglichen Bevölkerungsschichten leben oder ganz unterschiedliche Rollen spielen, so dass der Leser einen totalen Rundumblick erhält, um das ganze kolossale Ausmaß der Folgen dieses einen Experiments mitzuerleben. Besonders faszinierend war für mich auch, dass sich der Schreibstil mit dem Wechsel der Perspektive häufig drastisch verändert. Es ist, genau wie der erste Band mit seinen über 1000 Seiten, zu keiner Zeit jemals langweilig, langatmig oder sinnlos ausgeweitet. Der Autor braucht einfach die volle Anzahl an Seiten, um seine Welt so absolut komplex und bild- sowie wortgewaltig darzustellen. Sämtliche Charaktere sind unheimlich authentisch und durchdacht, das Szenario wahnsinnig bedrohlich, beängstigend und menschenfeindlich. Das Buch beschäftigt sich zu dem mit vielen ethischen und moralischen Fragen. Es fesselt von der ersten bis zur letzten Seite, besticht durch einen phantastischen Schreibstil und ist wirklich absolut grandios und lesenswert!

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Veröffentlicht am 08.11.2023

Seelenrausch

Seelenrausch
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Als Eve und Liam sich das erste Mal begegnen, trifft beide der Schlag. Beide kennen das Antlitz des jeweils anderen aus jahrelangen Träumen, sie scheinen sich schon ewig zu kennen. Doch es steckt mehr ...

Als Eve und Liam sich das erste Mal begegnen, trifft beide der Schlag. Beide kennen das Antlitz des jeweils anderen aus jahrelangen Träumen, sie scheinen sich schon ewig zu kennen. Doch es steckt mehr dahinter als das bloße Traumbild des perfekten Partners. Es entsteht eine zarte Liebesgeschichte, doch kann diese den Intrigen des Bösen trotzen?

Die Geschichte wird aus der Sicht von vier Charakteren beschrieben: Eve, Liam, Michael und Leviathan. Sie ist zudem geprägt von Traumsequenzen, Visionen und Erinnerungen. Diese sind nicht chronologisch geordnet. Durch diese verschiedenen Episoden wird der Leser in die Geschichte einer uralten Liebe, die jahrtausendlangen Kriegen, unzähligen Intrigen und sogar dem Tod selbst die Stirn bietet, entführt. Was einen zunächst verwirrt, wird im Laufe der Handlung nach und nach aufgelöst, sodass man am Ende mit einem guten Gefühl das Buch zuschlagen kann.

Der Schreibstil von Maya L. Heyes ist etwas ganz besonderes, er hebt sich von anderen Autoren ab, passt aber perfekt zur Thematik des Buches.

Alles in allem ein gelungenes Lesevergnügen. Ich bin gespannt, was man von der Autorin in Zukunft noch hören bzw. lesen wird.

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Veröffentlicht am 08.11.2023

Die Liebe deines Lebens

Die Liebe deines Lebens
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Christine trifft Adam auf einer Brücke in Dublin. Dieser ist grade im Begriff sich von eben dieser zu stürzen und Selbstmord zu begehen. Die beiden vereinbaren einen Deal: Christine hat bis zu seinem 35. ...

Christine trifft Adam auf einer Brücke in Dublin. Dieser ist grade im Begriff sich von eben dieser zu stürzen und Selbstmord zu begehen. Die beiden vereinbaren einen Deal: Christine hat bis zu seinem 35. Geburtstag Zeit, also ungefähr 2 Wochen, ihn davon zu überzeugen, wie schön und lebenswert das Leben ist. Falls sie dies nicht schafft, sichert sie ihm zu nicht einzuschreiten, wenn er sein Vorhaben doch in die Tat umsetzen will.

Oberste Priorität hat die Rückeroberung seiner Exfreundin Maria. Doch Adam hat nicht nur Probleme in der Liebe, er hat Baustellen in sämtlichen Bereichen seines Lebens. Christine, die zur Bewältigung ihrer Probleme auf Ratgeber und Selbsthilfebücher schwört, versucht jetzt anhand dieser Adams Probleme in den Griff zu bekommen und ihm Werkzeuge an die Hand zu geben, wie er sich in Notfallsituationen verhalten soll.

Die Charaktere Christine und Adam sind sehr liebenswert und sympathisch beschrieben. Man schließt sie auf Anhieb ins Herz. In diesem Buch werden verschiedene Geschichten miteinander verknüpft: Es dreht sich natürlich um Adam und Christine, die ihm das Leben retten will, aber eigentlich selber unglücklich ist mit ihrem Leben, sodass die beiden sich im Endeffekt gegenseitig stützen. Außerdem geht um Simon, den Christine ganz am Anfang des Buches trifft und der ebenfalls versucht hat sich das Leben zu nehmen und wegen dem Christine überhaupt so versessen darauf ist, Adam helfen zu müssen.

Die Handlung ist flüssig geschrieben, es wird niemals langweilig. Der Schreibstil gefällt mir, wie immer bei Cecelia Ahern, sehr gut.

Dieses Buch ist sowohl wunderschön als auch teilweise sehr traurig und berührend. Es regt zum Nachdenken an und vermittelt dabei eine Botschaft, die lebensrettend sein kann...

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Veröffentlicht am 08.11.2023

Die kleinen Momente sind manchmal die größten…

Der Moment, bevor …
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Sie sind voller Zauber, diese winzigen Augenblicke, bevor etwas Bestimmtes passiert. Diese zarten Momente, in denen alles stecken kann: Wünsche, Sehnsüchte und Vorstellungen, aber auch Ängste, Sorgen und ...

Sie sind voller Zauber, diese winzigen Augenblicke, bevor etwas Bestimmtes passiert. Diese zarten Momente, in denen alles stecken kann: Wünsche, Sehnsüchte und Vorstellungen, aber auch Ängste, Sorgen und Befürchtungen. Was geschieht jetzt? Wie wird es sein? Was wird es mit mir machen?

Zarte, in Pastell gehaltene Illustrationen begleiten uns durch den Tag: vom Sonnenaufgang, dem ersten Vogelzwitschern bis zu dem Zeitpunkt, wo wir abends das Licht ausmachen. Dabei gibt das Buch kleine Impulse zur Achtsamkeit unsere Umwelt und das Miteinander betreffend: was sehe, höre oder rieche ich? Was erträume ich mir oder was bewegt mich? Es geht ebenso um innere Konflikte und Entscheidungen, die man treffen muss. Dabei sind Zeichnungen sowie Text federleicht und regen dennoch zum Nachdenken an. Jeder Moment, oft besonders die flüchtigen und scheinbar unbedeutenden, sind kostbar und es wert, bewusst empfunden und gelebt zu werden. Die kleinen Momente sind eben manchmal die größten…

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