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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

Feinfühlig

Ein Hund namens Katze
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Ich habe „Ein Hund namens Katze“ mit großer Freude gelesen und auch meiner Nichte gefiel es gut. Die Geschichte ist poetisch, ruhig und sehr feinfühlig erzählt. Besonders berührt hat mich die sanfte Art, ...

Ich habe „Ein Hund namens Katze“ mit großer Freude gelesen und auch meiner Nichte gefiel es gut. Die Geschichte ist poetisch, ruhig und sehr feinfühlig erzählt. Besonders berührt hat mich die sanfte Art, mit der Freundschaft, Anderssein und Zusammenhalt dargestellt werden. Dazu kommen die wunderschönen Illustrationen: Sie sind warm, detailreich und tragen viel zur besonderen Stimmung des Buches bei. Beim gemeinsamen Lesen habe ich oft innegehalten, um die Bilder noch einmal genauer anzuschauen. An einigen Stellen wirkt der Text für mich allerdings ein wenig holprig. Ich frage mich, ob das vielleicht an der Übersetzung liegt, denn die Grundidee der Geschichte ist eigentlich sehr stimmig. Insgesamt hat mir das Bilderbuch aber wirklich gut gefallen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen Freude daran haben. Auf die weiteren Teile der Reihe bin ich auf jeden Fall schon sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Authentisches Landleben

Gekommen, um zu bleiben
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Ich träume schon seit einigen Jahren von einem Aussteigerleben auf einem einsamen Hof – und genau deshalb hat mich dieses Buch sofort gepackt. Madeleine und ihr Freund Lukas haben den Mut aufgebracht, ...


Ich träume schon seit einigen Jahren von einem Aussteigerleben auf einem einsamen Hof – und genau deshalb hat mich dieses Buch sofort gepackt. Madeleine und ihr Freund Lukas haben den Mut aufgebracht, von dem ich selbst noch träume, und es ist unglaublich schön, sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, direkt neben ihnen zu stehen: Madeleines Schreibstil ist so bildhaft, dass ich mir die Landschaft, den Hof und den Alltag dort lebendig vorstellen konnte. Besonders beeindruckt hat mich ihre Ehrlichkeit. Sie erzählt nicht nur von den schönen, romantischen Momenten, sondern verschweigt auch die anstrengenden, zweifelnden und manchmal unerfreulichen Seiten dieses Lebens nicht. Genau das macht das Buch so authentisch und nahbar. Für mich ist „gekommen um zu bleiben“ inspirierend, ermutigend und gleichzeitig wohltuend realistisch – ein Buch, das lange nachhallt und Lust macht, den eigenen Träumen näherzukommen.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Ein schönes Buch

Das schönste aller Leben
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Anfangs tat ich mich mit dem Debütroman von Betty Boras, „Das schönste aller Leben“ etwas schwer. Die vielen Namen und die Zeitsprünge forderten meine Aufmerksamkeit, und ich brauchte einen Moment, ...

Anfangs tat ich mich mit dem Debütroman von Betty Boras, „Das schönste aller Leben“ etwas schwer. Die vielen Namen und die Zeitsprünge forderten meine Aufmerksamkeit, und ich brauchte einen Moment, um richtig anzukommen. Doch schon nach kurzer Zeit war ich vollkommen gefesselt. Besonders Theresias Geschichte hat mich tief berührt, ebenso wie Vios Schicksal und der bewegende Umgang mit ihrer vernarbten Tochter Sophie. Die Figuren sind vielschichtig, glaubwürdig und emotional nah erzählt. Ich meine herauszulesen, dass die Autorin ihre eigenen Erfahrungen mit einbringt.
Trotz aller Schwere verlieren die Geschichten nie ihre Hoffnung, und beide Handlungsstränge finden ein stimmiges, versöhnliches Ende. Für mich ist dieses Buch in sich absolut „rund“ – ein fein komponierter Roman, der nachhallt und zeigt, wie kraftvoll Neuanfänge sein können.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Einfühlsam und poetisch

Starfish
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„Starfish“ von Lisa Fipps hat mich tief berührt – selten habe ich ein Buch gelesen, das so poetisch und gleichzeitig so schonungslos ehrlich ist. Ich konnte kaum aufhören zu lesen und hatte mehrfach ...

„Starfish“ von Lisa Fipps hat mich tief berührt – selten habe ich ein Buch gelesen, das so poetisch und gleichzeitig so schonungslos ehrlich ist. Ich konnte kaum aufhören zu lesen und hatte mehrfach Tränen in den Augen. Ellie, die Hauptfigur, erlebt so viel Ablehnung – in der Schule, von ihren Geschwistern, sogar und leidet besonders von ihrer eigenen Mutter. Das tat weh, weil es so echt beschrieben ist. Und doch gibt es so viel Hoffnung: in den Momenten mit ihrer Freundin Catalina, in den Gesprächen mit ihrer warmherzigen Therapeutin, in Ellies wachsendem Mut, sich selbst zu akzeptieren. Dieses Buch ist nicht nur wunderschön geschrieben, sondern auch ungemein wichtig. Es erinnert mich daran, wie dringend wir mehr Empathie brauchen – für andere und für uns selbst.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Bezaubernd

Niemands Töchter
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Anfangs war ich ein wenig verwirrt von Judith Hoerschs neuem Roman und vor allem von der Vielzahl an Charakteren in „Niemands Töchter“, doch schon bald fügten sich die einzelnen Stimmen zu einem ...

Anfangs war ich ein wenig verwirrt von Judith Hoerschs neuem Roman und vor allem von der Vielzahl an Charakteren in „Niemands Töchter“, doch schon bald fügten sich die einzelnen Stimmen zu einem faszinierenden Gesamtbild zusammen. Je weiter ich las, desto tiefer zog mich die Geschichte in ihren Bann – bis ich am Ende mit Tränen in den Augen das Buch zuklappte. Diese stille, aber ungemein kraftvolle Intensität hat mich nachhaltig berührt. Besonders beeindruckend finde ich, wie behutsam und klug die Autorin die einzelnen Erzählstränge miteinander verwebt, bis schließlich alles ineinandergreift. Das Wortspiel mit dem Titel und Maries Nachnamen „Niemann“ ist dabei eine wunderbare symbolische Ebene, die dem Buch zusätzliche Tiefe verleiht. Für mich ist „Niemands Töchter“ ein literarisches Highlight, das lange nachhallt.

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