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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2026

Leichtes, spannendes Lesevegnügen vor wunderschöner Kulisse

Mord und Gelato
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Im neuen 4. Band von Elizabeth Horn hat Commissario Fabio Angelotti alle Hände voll zu tun. Sehr zum Leidwesen seiner Haare, durch die er bei angespannten Situationen mit den Händen fährt und die dadurch ...

Im neuen 4. Band von Elizabeth Horn hat Commissario Fabio Angelotti alle Hände voll zu tun. Sehr zum Leidwesen seiner Haare, durch die er bei angespannten Situationen mit den Händen fährt und die dadurch wie ein Stimmungsbarometer wirken.
Fabio tritt nun also seine neue Stelle als Chef- mit den ihm zugeteilten neuen Kollegen- in Riva an. Dass es kein leichter Neubeginn werden wird, hatte er sich gedacht, doch dass er auf mehrere schwerwiegende Probleme trifft, die ihm fast den letzten Nerv rauben, hatte er sich so nicht vorgestellt. Als dann kurz darauf auch noch eine Leiche gefunden wird, haben sowohl die Carabinieri, als auch Fabios Team alle Hände volll zu tun. Ob Angelotti alles in den Griff bekommt?
Auch dieser 4. Band hat mich wieder vollkommen abgeholt und in seiner Leichtigkeit zu lesen in Urlaubsstimmung versetzt. Der Plot ist mit soviel Fingerspitzengefühl geschrieben und mit vielen Details ausgeschmückt, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte, vor allem wenn man mit den Örtlichkeiten vertraut ist.

Fazit:
Mord und Gelato hat mir sehr gut gefallen, die Figuren haben sich teilweise weiterentwickelt, jedoch nicht zu stark. Inhaltlich wirkt alles stimmig und sehr spannend mit Irrungen und Twists. Der Roman ist leicht und flott zu lesen. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten, der Schreibstil detailliert und flüssig. Ein wirklich toller Krimi, respektive Folgeband!

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Veröffentlicht am 19.08.2024

Ein packender True-Crime-Fall

Im Kopf des Bösen - Ken und Barbie
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Ein Kriminalroman, angelehnt an den erschütternden True-Crime-Fall um "Ken und Barbie", das brutale Serienkillerpaar aus Kanada.
MEINE MEINUNG:
Im Kopf des Bösen ist mein erster True-Crime-Roman von ...

Ein Kriminalroman, angelehnt an den erschütternden True-Crime-Fall um "Ken und Barbie", das brutale Serienkillerpaar aus Kanada.
MEINE MEINUNG:
Im Kopf des Bösen ist mein erster True-Crime-Roman von Axel Petermann.
Das Buch ist mir auf Instagram aufgefallen und sprach mich wegen des Klappentextes an. Mich interessiert grundsätzlich Ermittlungsarbeit respektive was Täter dazu führt so grausame Taten zu begehen. Auch das Thema Profiling finde ich sehr spannend und
anhand der Tatsache, dass der Kriminalroman an einen wahren Fall angelehnt ist, habe ich das Buch mit dem Bewusstsein gelesen, dass man sich nicht annähernd vorstellen kann oder will, wie es den misshandelten Mädchen oder deren Angehörigen geht, wenn jemandem so etwas angetan wird. Es liest sich zwar wie ein Thriller - in den sicher auch realistisches verarbeitet wird- jedoch lese ich einen True-Crime anders. (Kann man vlt. mit Aktenzeichen XY vergleichen. Wenn ich diese Sendung anschaue, habe ich andere Gefühle als wenn ich einen Krimi anschaue, von dem ich weiß, dass er nicht real ist).
In diesem Plot steht die Ermittlungsarbeit und das Profiling im Vordergrund, welche durch das symphatische Ermittlerduo sehr interessant rübergebracht wird.
Sophie, die Fallanalytikerin mit ihrem Asperger Syndrom gefällt mir besonders gut, da ich Erfahrungen mit Autismus Spektrum habe und mir diese Personen sehr lieb sind. Sie sind geradlinig, pedantisch und ehrlich. Ich konnte mich gut in Leonhard hineinversetzen, wenn er versucht mit Sophie respektvoll und wertschätzend umzugehen. Das kann sehr anstrengend sein kann.
Die Charaktere der Protaginisten sind authentisch und gut ausgearbeitet und die Schlagabtäusche haben mir sehr gut gefallen.
Petermanns und Mattfeldts Plot ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und entwickelt sich durch die angemessene Länge der Kapitel zum Pageturner. Sachlich, sehr kompetent und spannend zeigt Petermann die Vorgehensweise der Fallanalytik auf und beschreibt detailliert, sodass eine schaudernde Atmosphäre entsteht.
FAZIT:
Ein packender, schockierender True-Crime-Fall, an dem die realen Methoden der Fallanalyse aufgezeigt werden. Interessant, kompetent, Wissen vermittelnd. Klare Leseempfehlung!






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Veröffentlicht am 13.08.2024

Leseempfehlung!

Krähentochter
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INHALT:
Sanna, die junge, frisch ausgebildete Polizistin verschlägt es durch einen Notfalleinsatz in das wenig bewohnte Dorf Augu, indem vor zwei Jahren die Überreste eines verschwundenen Mädchens in ...

INHALT:
Sanna, die junge, frisch ausgebildete Polizistin verschlägt es durch einen Notfalleinsatz in das wenig bewohnte Dorf Augu, indem vor zwei Jahren die Überreste eines verschwundenen Mädchens in zwei weißen Koffern gefunden wurde.
Als Sanna erfährt, dass erneut ein Mädchen verschwunden ist und ihr Vorgesetzter die Eltern des verschwundenen Mädchens nicht ernst nimmt, ermittelt sie auf eigene Faust. Dabei stößt sie auf Ungereimtheiten und Geheimnisse der Einwohner, die Sanna zunächst mit Argwohn gegenüberstehen.
Nach und nach gewinnt sie deren Vertrauen und kann Ermittlungserfolge vorzeigen.
Kann sie das Mädchen retten bevor es wieder zu spät ist.....?
MEINE MEINUNG:
Dieser Band ist mir aufgrund der Vorgängerbände aufgefallen und hat mich sehr angesprochen. Es ist der 3. Band nach Fuchsmädchen und Rotwild. Beide habe ich nicht gelesen, da ich aber nicht beim 1. beginnen wollte, habe ich mich dafür entschieden bei Band 3 einzusteigen, da ich laut Klappentext das Gefühl hatte, dass er unabhängig von den anderen zu sein scheint.
Dem war so.
Der Plot beginnt direkt sehr spannend und ich fühlte mich sofort abgeholt. Es werden
mehrere Handlungsstränge mit etlichen Protaginisten geöffnet, da heißt es aufmerksam bleiben und die Übersicht behalten. M. Grunds Schreibstil liest sich super flott, angenehm und flüssig. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz gehalten und man merkt, dass Maria aus der Drehbuch Branche kommt, denn ihre Sätze sind eher kurz, aber trotzdem aussagekräftig. Dadurch wird beim Lesen ein rasantes Tempo erzeugt.
Obwohl in diesem Buch die Ermittlungsarbeit sehr im Vordergrund steht, wird der Spannungsbogen durchgehend gehalten und das Buch ist ein richtiger Pageturner. Die Autorin versteht durch ihre detaillierte, bildhafte Beschreibung Gänsehautatmosphäre zu schaffen, sodass das Kopfkino des Lesers in Schwung kommt. Sehr lobenswert finde ich auch, dass die Autorin durch die bunten Charaktere den Leser so raffiniert in die Irre schickt, dass selbst ich als erfahrene Thriller Leserin bis kurz vor Ende keine Ahnung hatte, wer denn jetzt als Mörder in Frage kommt. Klasse gemacht.
Zu guter Letzt noch einen Satz zum Titel. Da derzeit einige Bücher die "KRÄHEN" im Titel haben dachte ich "Nicht schon wieder" und im Nachhinein finde ich passt der Titel nicht wirklich zum Buch. Jedenfalls war ich froh, dass die Krähen ausblieben.

FAZIT: Ein sehr guter und spannender Thriller der ohne große Brutalität auskommt und trotz vordergründiger Ermittlungsarbeit stets spannend blieb. Das will gekonnt sein. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten.


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Veröffentlicht am 18.07.2024

Gelungener Folgeband!

Richter sterben besser
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Richter Siggi Buckmannn steckt mal wieder in Schwierigkeiten. Kaum von der Hochzeit seiner Ex- Frau Britta zurückgekehrt, wird er beinahe von einem Auto überfahren und kurz darauf von einem herabfallenden ...

Richter Siggi Buckmannn steckt mal wieder in Schwierigkeiten. Kaum von der Hochzeit seiner Ex- Frau Britta zurückgekehrt, wird er beinahe von einem Auto überfahren und kurz darauf von einem herabfallenden Blumenkübel getroffen. Während sein alter Freund Hauptkommissar Hiller an einen Zufall glaubt, ist Siggi überzeugt, dass ihm jemand an den Kragen will. An Feinden mangelt es schließlich nicht.

MEINE MEINUNG:
Auch dieser Band hat mir wieder sehr gut gefallen. Thorsten Schleif versteht es den Leser durch sein Wissen, intelligent verzettelte Fälle zu konstruieren, die den Leser brillant unterhalten. Der Sarkasmus von Siggi Buckmann gefällt mir persönlich sehr gut. Auch wie er stetig mit seinem Kater spricht.
Die weiteren Protagonisten (sprich Richterkollegen, Kriminelle etc. um Siggi Buckmann sind symphatisch und kommen authentisch rüber.
Es werden mehrere Handlungsstränge der Protagonisten geöffnet, die mit Cliffhangern versehen sind.
Die Kapitel sind extrem kurz gehalten und der Schreibstil flott und leicht zu lesen.
Richter Buckmann löst seine Schwierigkeiten auch diesmal wieder eher unkonventionell. Ob er auch diesmal ungeschoren davonkommt?

FAZIT:
Ein gelungener 3. Band von Richter Siggi Buckmann. Sarkastisch, zynisch, unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 18.07.2024

Spannend aber mit Schwächen

Krähentage
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Ein spannender Thriller mit einigen Schwächen.
Krähentage begann zunächst sehr gut und spannend, aber im weiteren Verlauf des Plots kam mir jedoch als langjährige Thrillerleserin ein Deja vu von Ereignissen, ...

Ein spannender Thriller mit einigen Schwächen.
Krähentage begann zunächst sehr gut und spannend, aber im weiteren Verlauf des Plots kam mir jedoch als langjährige Thrillerleserin ein Deja vu von Ereignissen, die schon zu oft abgehandelt wurden.
Das Besondere an diesem Plot ist, dass der Täter von Beginn an einen eigenen Handlungsstrang besitzt und in Ich Form erzählt. Leider habe ich von Anfang an geahnt, was dem Täter wiederfahren war, dass er zum Täter wurde.
In Krähentage wurde ein neues Ermittler-Team erschaffen, dass zwar durch sehr bunte, detailliert ausgearbeitete und zugegeben symphatische Charaktere besteht, das aber in ihrer Ermittlungsarbeit wenig überzeugte. Das Team trat mir zu lange auf der Stelle, das heißt es wurde immer wieder erwähnt, dass es keine Ergebnisse gibt, somit fand ich die Ermittlungen ohne direkten Spannungsbogen meist zu langatmig bzw. zu oberflächlich abgehandelt. Auch der hinzugezogene Fallanalytiker (im Rollstuhl sitzend) war eher als Comparse tätig als denn seines Jobs als Analytiker zu fungieren.
Sehr sympathisch waren mir Mila und Jakob die beide als Chefs der Ermittler-Gruppe fungieren und beide ein Geheimnis zu haben scheinen.
Was mir nicht gefallen hat, war der Staatsanwalt, der gerade in seiner Position nicht fähig ist, seine Untergebenen wertschätzend zu behandeln. Seine Äußerungen fand ich generell too much.
Zum Ende des Plots gab es noch einige Schwächen und zwar, dass die Technik im Haus von Marius bei der Durchsuchung nicht gefunden wurde und zweitens, dass Profis den Täter entkommen lassen, das war schon sehr primitiv.
Während Jakobs Geheimnis am Ende gelüftet wird, dient Milas Geheimnis als Cliffhanger und lässt auf einen 2. Band schließen.

FAZIT: Zwar ein guter Start des Plots, der aber durch einige Schwächen an Tempo verlor und der durch Grausamkeit des Täters durch die Schändung der Krähen aufpeppen sollte, mich aber dadurch nicht abholen konnte.

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