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Veröffentlicht am 11.06.2026

Pastor Josefs letzter Wunsch

Mirabellentage
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Im beschaulichen fränkischem Dorf Blumfeld steht Anna vor einer großen Herausforderung. Als Haushaltshilfe und Freundin seit Kindertagen hat sie den Pfarrhaushalt geleitet. Sie sorgte für das Wohl der ...

Im beschaulichen fränkischem Dorf Blumfeld steht Anna vor einer großen Herausforderung. Als Haushaltshilfe und Freundin seit Kindertagen hat sie den Pfarrhaushalt geleitet. Sie sorgte für das Wohl der Gemeinde, für Treffen und Busreisen. 30 Jahre war sie für alles zuständig, die gute Seele, und nun ist völlig überraschend Pfarrer Josef verstorben. Annas Aufgabe besteht darin, seine Asche ans Meer zu bringen und dort zu verstreuen. Bereits zur offiziellen Beerdigung ist der neue Pastor da, der junge Fridtjof von einer Halliginsel, mit einem unverständlichen Dialekt. Braucht er sie noch oder muss sie sich eine neue Arbeitsstelle suchen?
Sehr lebendig wird uns der Alltag der Haushälterin in einer Pfarrgemeinde geschildert, immer wieder unterbrochen durch Rückblenden, mal melancholisch, mal humorvoll, aber immer voller Herzenswärme. Der kleine Ort steht im Mittelpunkt, man kennt sich oft schon von Kindesbeinen an. Anna hat den Ort nie verlassen und nun soll sie auf sich alleingestellt und heimlich mit Josefs Asche ans Meer fahren. Durch die episodischen Rückblenden sehr abwechslungsreich und interessant geschrieben.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Andersartigkeit

Pina fällt aus
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Leo, ein junger Mann von 20 Jahren, ist anders als andere. Er funktioniert nur nach speziellen Normen und Regelmäßigkeiten, Abweichungen duldet er nicht. Er braucht Rituale zum Aufstehen und beim Frühstück ...

Leo, ein junger Mann von 20 Jahren, ist anders als andere. Er funktioniert nur nach speziellen Normen und Regelmäßigkeiten, Abweichungen duldet er nicht. Er braucht Rituale zum Aufstehen und beim Frühstück damit er den Bus in die Behindertenwerkstatt nicht verpasst. Seine Mutsch (Mutter) Pina weiß was zu tun ist. Ihre eigenen Bedürfnisse und Gesundheit hat sie hinter Leos Bedürfnisse gestellt bis sie auf der Straße umkippt und mit einer Notoperation so gerade gerettet wird. Leo ist alleine und versteht nichts. In dem Haus wohnen die 86-jährige Inge, die nach einem Sturz ihre Wohnung nicht mehr verlässt, Herr Wojtek, der im Homeoffice arbeitet, schüchtern und unsicher und in eine Verkäuferin aus dem Internet verliebt und Zola, 16 Jahre jung, rebelliert gegen die Eltern, Schule und Konventionen, bis ihr Vater sie in diese Mietshauswohnung abgeschoben hat. Diese unkonventionelle Hausgemeinschaft kümmert sich so gut es geht um Leo, mit allen Problemen und Fehlern und mit aller Hoffnung, ihn nicht in ein Pflegeheim abschieben zu müssen bis Pina wieder gesund ist.
Der Roman über Außenseiter der Gesellschaft, über Andersartigkeit hat neben der Nachdenklichkeit über unserem Umgang mit diesen Menschen besonders viel Humor und liest sich leicht und locker.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

nachdenken über den Sinn des Lebens

Ich, die ich Männer nicht kannte
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In einem Keller in einem Käfig eingesperrt leben 40 Frauen, die von männlichen Wärter bewacht werden und bestraft, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Man hat zu essen und zu schlafen wenn es angeordnet ...

In einem Keller in einem Käfig eingesperrt leben 40 Frauen, die von männlichen Wärter bewacht werden und bestraft, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Man hat zu essen und zu schlafen wenn es angeordnet wird, jeglicher Körperkontakt wird nicht gestattet. Unter diesen Frauen ist versehentlich auch ein Mädchen, die zu der Zeit als sie in dieses Gefängnis kam noch so klein war, das sie sich an eine Zeit davor nicht erinnern kann. Anders die anderen Frauen, die ihre Männer und Kinder vermissen, an ihre Freiheit, an ein normales Leben, an Kleinigkeiten, die das Leben schön machten. Viele Jahre sind vergangen als plötzlich, gerade als ein Wärter den Käfig zur Essensausgabe öffnete, ein Alarm ertönte und alle Wärter verschwanden. Die Frauen waren frei, sie konnten heraus, doch wo waren sie, auf der Erde konnten sie nicht sein, es gab keine Jahreszeiten. Weitere Jahre verbrachten sie auf der Suche nach anderen Menschen, doch sie fanden immer nur weitere, verschlossene, Käfige, mit Toten. Am Ende blieb nur noch die Kleine, wie sie mangels Namen von den Frauen genannt wurde. Sie berichtet uns von ihren Erlebnissen, von der Gemeinschaft der Frauen, die Hilfe, die sie einander gaben, was sie selbst von ihnen lernte um zu überleben. Wie viel Überlebenswille in ihnen steckte und wer aufgeben wollte. Die Kleine wollte immer mehr, verstehen, wo sie war, warum sie an einem fremden Ort eingesperrt war, was der Sinn des Lebens ist. Auf ihrer Reise werden wir sehr emotional mitgenommen und können uns in sie hinein fühlen.
Ein Roman, der zum Nachdenken einlädt und auch nach Beendigung des Roman nicht loslässt.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

von Gleichnissen und Metaphern

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Nach längerer Pause ist das Känguru wieder da, begleitet vom Kleinkünstler Marc-Uwe, oder ist Marc-Uwe die Hauptperson? Darüber wird gerne debattiert, zu Hause am gemeinsamen Küchentisch. Bis das Känguru ...

Nach längerer Pause ist das Känguru wieder da, begleitet vom Kleinkünstler Marc-Uwe, oder ist Marc-Uwe die Hauptperson? Darüber wird gerne debattiert, zu Hause am gemeinsamen Küchentisch. Bis das Känguru die Rebellion gegen die Zustände ausruft und Marc-Uwe der erste Unterstützer wird. Sie beschließen einen Wettbewerb, wer die meisten Anhänger für die Rebellion gewinnt. Wobei das Känguru eindeutig gewitzter und mit mehr Erfolg an die Sache heran geht. Bei Hertha in der Kneipe treffen sich immer mehr, die ebenso unzufrieden mit den Zuständen sind. Es wird debattiert über die Untätigkeit der Parteien, über Klimaleugner und das festhalten an fossiler Energie. Die absurden Forderungen der AfD werden auf sehr humorvolle Art vorgeführt. Die Weltpolitik wird nicht ausgespart, aber auch uns selbst wird der Spiegel vorgehalten. Ob tiefgläubige es genauso witzig finden wie ich mag ich nicht beurteilen, ich habe mich köstlich amüsiert über die Gleichnisse Jesus. Der ganze Roman handelt von Gleichnissen und Metaphern, abgesichert mit Faktenchecks.
Um dem ganzen Humor zu genießen ist das Hörbuch eindeutig die bessere Wahl. Großartig geschrieben und gelesen.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Positive Seiten des Alters

Alt genug
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Endlich ist Ildiko von Kürthy alt genug und muss nicht mehr gefallen, nicht mehr sexy sein. Sie trägt nun bequeme Kleidung und fragt sich nicht mehr, ob sie dem Mann gefällt sondern ob er ihr gefällt. ...

Endlich ist Ildiko von Kürthy alt genug und muss nicht mehr gefallen, nicht mehr sexy sein. Sie trägt nun bequeme Kleidung und fragt sich nicht mehr, ob sie dem Mann gefällt sondern ob er ihr gefällt. Die Rahmenhandlung dieses sehr persönlichen Romans ist der Geburtstag ihrer Freundin, ausgerechnet in der obersten Etage, die sie, da sie Angst hat den Fahrstuhl zu benutzen, nach sechs Etagen in einem einsamen Treppenhaus erreicht. Ildiko beschreibt ihre Ängste, ihren Umgang mit ihnen, sie erzählt von ihren Problemen während der Wechseljahre. Alles Themen, die so gut wie jede Frau über 50 kennt. Ist es die Erziehung oder die Hormone die Frauen immer wieder ausbremsen? Einige Zitate werden geschickt in den Roman mit eingebaut. In vielen Anekdoten werden Episoden aus ihrem Leben erzählt, ihre Gedanken und Gefühle, von ihrer Familie, den Söhnen, die noch zu Hause leben, von ihren Freundinnen, von Krankheiten und Todesfällen, von ihren Eltern.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, auch wenn es manchmal zu langatmig ist, Ildiko schreibt sehr lebensnah und sagt was viele Frauen genau so denken und erlebt haben. Älter werden heißt auch ein mehr an Erfahrung, es ist nichts negatives.

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