Platzhalter für Profilbild

Venatrix

Lesejury Star
offline

Venatrix ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Venatrix über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2018

Eine Reise in die Weiten des Weltalls ..

Das Universum in deiner Hand
0

Christophe Galfard nimmt den interessierten Leser auf eine Reise durch Zeit und Raum mit. Mit ihm durchqueren wir die Weiten des Weltraums und begegnen Schwarzen Löchern, Roten Riesen, Weißen Zwergen und ...

Christophe Galfard nimmt den interessierten Leser auf eine Reise durch Zeit und Raum mit. Mit ihm durchqueren wir die Weiten des Weltraums und begegnen Schwarzen Löchern, Roten Riesen, Weißen Zwergen und dringen in bislang unbekannte Galaxien ein, ohne an die Grenzen des Universums zu stoßen.

In sieben großen Kapiteln plus Vorwort und Epilog erzählt der Autor in einer, für einen Wissenschaftler eher unüblich, poetischen und anschaulichen Sprache, über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des Universums. Nicht alles ist leicht vorstellbar.

• Vorwort
• Der Kosmos
• Das Weltall verstehen
• Schnell
• Eintauchen in die Quantenwelt
• Zum Ursprung in Zeit und Raum
• Rätsel tun sich auf
• Einen Schritt weiter
• Epilog

Das Buch startet mit zwei Versprechen:

„..erstens: Das Buch enthält nur eine einzige Gleichung. Hier ist sie: E=mc²
zweitens: das Buch wird niemanden überfordern"

Und ja, Galfard hält sein Versprechen. In teilweise kurzen Kapiteln wird uns der Stoff eindrücklich vermittelt. An anderer Stelle wiederholt er „.. Du erinnerst dich, …“ zum besseren Verständnis bereits Gesagtes.

Stellenweise wirkt das Buch wie ein Jugendbuch bzw. wie ein Auszug aus der Science Fiction-Literatur (Ich habe immer darauf gewartet, dass Mr. Spock doch noch um die Ecke linst.). Vermutlich liegt das daran, dass Galfard den Leser direkt mit eine freundlichen „du“ anspricht. So kann man sich bei der Reise in das Universum an der Hand genommen, fühlen. Man dünkt sich immer mitten Geschehen, pirscht sich an die Sonne und/oder andere Himmelskörper an und kann nur staunen.
„Gute SF ist besser als schlechte Wissenschaft" (brit. Astronom Sir Martin Rees/S. 69). Ja, dem kann ich beipflichten.

Man merkt, dass der geniale Stephen Hawking Galfards Doktorvater ist. Der Erzählstil ist ähnlich. Diese Bemerkung soll Christophe Galfards Buch jetzt nicht herabsetzen, denn ich habe gehörigen Respekt vor Wissenschaftler, die sperrige Themen gut aufbereiten und Nicht-Fachleuten amüsant und interessant darreichen. Insider von Astrophysik werden vermutlich zu anderen Werken greifen, mir hat es jedoch gut gefallen.

Die Aufmachung des Buches ist gediegen und sehr schön gestaltet. Es lässt sich daher mehrmals zur Hand nehmen, ohne dass die Seiten davonfliegen. Davonfliegen sollst nämlich nur „du“ – in die Weiten des Weltalls.

Fazit:

Ein unterhaltsames und informatives Werk, das in keiner Schulbibliothek fehlen sollte. Es ist auch für Erwachsene, die sich bislang wenig mit den komplexen Zusammenhängen des Universums beschäftigt haben, eine Bereicherung. Eine gewisse Aufmerksamkeit beim Lesen ist allerdings erforderlich. Gerne gebe ich 5 Sterne.


Veröffentlicht am 06.02.2018

Das Land faszinierend, das Buch eine Mogelpackung

Russland
0

Russland ist ein beeindruckendes Land mit großartigen Städten und weiten, oft unheimlich wirkenden Landschaften.

Das Cover dieses 640 Seiten dicken Buches hat mich fasziniert. Umso mehr wiegt meine Enttäuschung ...

Russland ist ein beeindruckendes Land mit großartigen Städten und weiten, oft unheimlich wirkenden Landschaften.

Das Cover dieses 640 Seiten dicken Buches hat mich fasziniert. Umso mehr wiegt meine Enttäuschung über den Inhalt.

Die Fotos sind zum überwiegenden Teil toll und opulent, der dazugehörige Text ist stellenweise nicht sehr sorgfältig recherchiert. So ist z.B. die Schlacht um Stalingrad mit „Winter 1941/42“ angegeben, tatsächlich fand sie zwischen August 1942 und Februar 1943 statt. So ein gravierender Fehler sollte den Journalistinnen Barbara Kerneck, die von 1988 bis 2000 freie Korrespondentin in Moskau war, und Barbara Oertel nicht passieren. Beide sind bei der taz beschäftigt.

Leider lässt auch der Schreibstil insgesamt zu wünschen übrig. Gemeinplätze und Binsenwahrheiten wechseln einander ab. Bildunterschriften erwähnen Gezeigtes nochmals.

Allerdings habe ich zum Schluss noch im Bildnachweis entdeckt, dass die Bilder bei diversen Fotoagenturen eingekauft wurden. Ich frage mich, worin die Arbeit der beiden Journalistinnen liegt?
Für mich persönlich ist das Buch, das immerhin 42,00 Euro kostet, eine Mogelpackung.

Fazit:

Eine herbe Enttäuschung, daher nur 2 Sterne.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Wiener Küche einmal anders...

111 Orte der Wiener Küche, die man gesehen haben muss
0

Gleich einmal vorweg – das Buch ist KEIN Restaurantführer oder Kochbuch. Trotzdem lernen wir Orte kennen, an denen es Köstliches zu speisen gibt. Wir spazieren kreuz und quer durch Österreichs Hauptstadt. ...

Gleich einmal vorweg – das Buch ist KEIN Restaurantführer oder Kochbuch. Trotzdem lernen wir Orte kennen, an denen es Köstliches zu speisen gibt. Wir spazieren kreuz und quer durch Österreichs Hauptstadt. Eine Anekdote (oder wie man hierzulange sagt „G’schichtl“) nach der anderen wird erzählt, immer ergänzt durch ein interessantes Foto dazu.

Wer kennt schon ein „Schmauswaberl“ (Tipp 85/S. 178)? Maria Theresia hat verfügt, dass die Reste der täglichen Tafelfreuden bei Hofe billig an Gasthäuser abgegeben werden. Diese Speisereste verkauften die Wirte dann, neu zusammengestellt, an ihre Gäste.

Ein verlorener Ort soll wieder auferstehen: der Fischmarkt. Ursprünglich bei der „Fischerstiege“ (Tipp 30/S. 68) gelegen, wurde er zum Schanzlmarkt (Tipp 83/S.174) verlegt, wo man ihn mangels Bedarf 1972 geschlossen hat. Jetzt scheint das Interesse von Verkäufern und Käufer (und der Stadt) wieder erwacht zu sein.

Doch auch auf Kaffeehäuser und Konditoreien darf nicht vergessen werden. Eine ganz spezielle Wiener Tradition ist der Weinbau und der „G’mischte Satz“ (Tipp 109/S. 226). Anders als bei einer Cuvée werden beim Gemischten Satz die Trauben unterschiedlicher Weißweinsorten gemeinsam gepresst und vergoren. (Die Cuvée ist ein Verschnitt fertiger Weine.)

Ja, die Wiener Küche hat einiges zu bieten. Kulinarik und Literatur, Getränke und Bauwerke. Hier lohnt es sich, einmal näher hinzusehen.

Das Buch ist im Emons-Verlag erschienen. Es gibt eine Vielzahl von „111 Orten, die man gesehen haben muss“.
Ein elegantes Mitbringsel aus Wien oder eine nette Erinnerung für Wien-Besucher.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Die wunderbare welt der Schärfe

Chili Pepper
0

Wunderschöne Abbildungen und köstliche Rezepte erwarten den Leser dieses Buches.

Zu Beginn noch ein historischer Exkurs in die Herkunft und Geschichte der Chili-Pflanze, die Christoph Kolumbus nach Europa ...

Wunderschöne Abbildungen und köstliche Rezepte erwarten den Leser dieses Buches.

Zu Beginn noch ein historischer Exkurs in die Herkunft und Geschichte der Chili-Pflanze, die Christoph Kolumbus nach Europa gebracht hat. Nachdem er sich ja in Indien wähnte, erhielten die scharfen Schoten den Namen "indischer Pfeffer". Das große Geld wie mit anderen Gewürzen ist mit Chilis nicht zu machen, da sie in jedem Blumentopf gedeihen.

Sehr interessant finde ich die Aufzählung der unterschiedlichen Pflanzen und ihrer Früchte. Bei uns wachsen jedes Jahr Chilis im Garten und es ist besonders spannend zu sehen, ob das, was auf dem Etikett steht auch wirklich heranwächst. Supermilde Chilis haben sich in der Vergangenheit als höllisch scharf erwiesen und solche, die mit Schärfegrad 8 oder 9 ausgewiesen waren, als bessere Paprika.

Leider ist das tolle Cover nicht im LB-Verzeichnis zu finden, daher das angehängte Foto.

Fazit:

Ein tolles Geschenk für (männliche) Hobbyköche und Gartenfreunde. Gerne gebe ich 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Schottische Küche enthält nicht nur Haggis ..

Haggis, Whisky & Co
0

Ich habe das Buch in der "Whiskyerlebniswelt" der Jasmin Haider in Roggenreith (www.whiskyerlebniswelt.at) entdeckt und war sofort begeistert.

Die Autoren haben ein liebevoll gestaltetes Kochbuch herausgegeben. ...

Ich habe das Buch in der "Whiskyerlebniswelt" der Jasmin Haider in Roggenreith (www.whiskyerlebniswelt.at) entdeckt und war sofort begeistert.

Die Autoren haben ein liebevoll gestaltetes Kochbuch herausgegeben. Die Querverbindung zu Robert Burns (schottischer Dichter und Symbolfigur des Freiheitskampfes) und seinen Balladen hat mir sehr gut gefallen.

Die Rezepte sind interessant und behutsam an den heutigen Geschmack angepasst.
Die schottische Küche besteht nicht nur aus Haggis.