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VerenaStahl

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2024

Kein roter Faden

Pineapple Street
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Ich hatte mir leider etwas mehr von dem Buch erhofft. Einen richtigen roten Faden hat es meiner Meinung nicht, man begleitet drei Frauen einer reichen New Yorker Familie, zwei Schwestern und ihre Schwägerin. ...

Ich hatte mir leider etwas mehr von dem Buch erhofft. Einen richtigen roten Faden hat es meiner Meinung nicht, man begleitet drei Frauen einer reichen New Yorker Familie, zwei Schwestern und ihre Schwägerin. Manche Situationen wirken recht zusammenhangslos oder es sind auf einmal große Zeitsprünge zwischen den Szenen.

Die Autorin versucht teilweise auf wichtige gesellschaftliche Themen wie Rassismus oder die Verantwortung, die viel Geld mit sich bringt, aufmerksam zu machen, aber eine richtige Auseinandersetzung mit den Themen will ihr nicht gelingen. Es bleibt alles sehr oberflächlich.

Es gibt zwar teilweise bei den Hauptpersonen einen Wandel in ihrem Denken, aber so richtig nachvollziehbar, wie es dazu kam, wurde es mir nicht bzw. geschah das sehr plötzlich. Auch auf die im Klappentext angesprochene Frage, ob Geld wirklich glücklich macht, gibt es keine so richtige Antwort.

Den Schreibstil fand ich ganz gut und schnell zu lesen. Die verschiedenen Perspektiven haben etwas Abwechslung reingebracht. Sasha, die angeheiratete Schwägerin, war für mich der interessanteste Charakter, weil sie neu in der Welt der Reichen ist und man mit ihr einige skurrile Marotten der Schwiegerfamilie kennengelernt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2024

Erwartungen nicht ganz erfüllt

Wenn sie lügt
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Die Geschichte wurde aus den Perspektiven von Norah und Goran erzählt, wodurch die Erzählung abwechslungsreicher wurde. Norah hat einige anonyme Briefe erhalten, die nach ihrem Exfreund klingen, der vor ...

Die Geschichte wurde aus den Perspektiven von Norah und Goran erzählt, wodurch die Erzählung abwechslungsreicher wurde. Norah hat einige anonyme Briefe erhalten, die nach ihrem Exfreund klingen, der vor zwanzig Jahren ein Pärchen umgebracht hat. Goran hilft ihr dabei herauszufinden, was und wer dahintersteckt. Auch gab es zwischendurch Rückblicke in die Vergangenheit, um für den Leser langsam die Puzzleteile aus der Zeit der Morde zusammenzusetzen. Das Setting in einem kleinen Dorf in Thüringen fand ich sehr passend.

Die Geschichte war für mich etwas vorhersehbar. Eigentlich war mir schon recht bald klar, wer die Briefe geschrieben hat und was seine Motive waren. Generell hätte ich mir mehr Spannung gewünscht, einige Szenen hätten dafür auch Potenzial gehabt. Es gab zwar ein paar brenzlige Situationen, aber diese wurden meist recht schnell und unkompliziert entschärft.

Der Schreibstil ist ganz angenehm, allerdings fand ich ihn an manchen Stellen etwas zu derb bzw. wirkten manche Szenen in einem Thriller deplaziert.

Es mag ein gutes Buch für zwischendurch sein, aber es ist kein must read. Wer viel Spannung möchte, wird hier leider eher nicht fündig.

Veröffentlicht am 16.07.2024

Süße Liebesgeschichte mit tiefgründigen Themen

Funny Story
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Funny Story war für mich das zweite Buch der Autorin nach Book Lovers. Dieses hier hat mir sogar noch ein bisschen besser gefallen als das andere.

Ich mag den Schreibstil von Emily Henry sehr gerne. Er ...

Funny Story war für mich das zweite Buch der Autorin nach Book Lovers. Dieses hier hat mir sogar noch ein bisschen besser gefallen als das andere.

Ich mag den Schreibstil von Emily Henry sehr gerne. Er ist lustig, abwechslungsreich und lässt sich schnell lesen, die Dialoge werden nicht langweilig. Manche Phrasen und Themen wiederholen sich allerdings öfter, was das Ganze ein bisschen in die Länge zieht.

Die Charaktere sind durchweg sympathisch, außer diejenigen, die man nicht mögen soll und den Hauptfiguren nicht wohlgesinnt sind.

Die Geschichte ist recht vorhersehbar, aber das tut dem Lesespaß keinen Abbruch. Es geht viel um die Vergangenheit der Protagonisten und deren Einfluss auf ihre Gefühlswelt. So finden auch ernste Themen wie Vertrauensprobleme, Abhängigkeit vom Partner und Einsamkeit ihren Platz in der Geschichte.

Insgesamt kann ich das Buch nur jedem weiterempfehlen, der eine kurzweilige Liebesgeschichte sucht, die an manchen Stellen etwas kitschig ist, aber der es auch nicht an Ernsthaftigkeit mangelt.

Veröffentlicht am 28.06.2024

Die erste Lebenshälfte von Agatha Christie

Agatha Christie
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Da jedem der Name Agatha Christie wahrscheinlich ein Begriff ist und ich bisher von ihr als Person nichts wusste, war ich gespannt, mehr über sie zu erfahren.

Die ersten zwei Drittel des Buches beschäftigen ...

Da jedem der Name Agatha Christie wahrscheinlich ein Begriff ist und ich bisher von ihr als Person nichts wusste, war ich gespannt, mehr über sie zu erfahren.

Die ersten zwei Drittel des Buches beschäftigen sich mit Agathas Kindheit und Jugend. Dabei liegt das Augenmerk ganz klar darauf, einen Mann bzw. die Liebe zu finden. Es wird viel auf ihre Gefühlswelt und Gedanken eingegangen. Es ist also eine Mischung aus Biographie und Fiktion. Für mich hat sich der Teil etwas gezogen und hätte kürzer ausfallen dürfen.

Das letzte Drittel, in dem es dann langsam mit ihrer Schriftstellerkarriere vorangeht und sie Reisen unternimmt, fand ich besser und spannender. Die auf dem Klappentext erwähnten Abschnitte ihres Lebens wurden aber leider nur recht kurz angerissen.

Der Schreibstil ist passend zur damaligen Zeit und lässt sich sehr flüssig und schnell lesen.

Das Buch endet abrupt kurz nach ihrer Reise mit dem Orientexpress und der Idee zu Miss Marple im Jahre 1929. Ihre restlichen Lebensjahre bis 1976 werden dann auf vier Seiten im Nachwort zusammengefasst. Da hätte ich mir ehrlich gesagt einen etwas anderen Schwerpunkt gewünscht und gerne mehr über ihre spätere Karriere und ihren weiteren Lebensweg erfahren.

Insgesamt ist das Buch wohl eher für Personen wie mich geeignet, die noch gar nichts über Agatha Christie wissen. Es enthält einige interessante Punkte, auch was generell das Leben Anfang des 20. Jahrhunderts angeht. Die Person der weltberühmten Autorin lernt man dadurch aber leider nur zum Teil kennen.

Veröffentlicht am 14.06.2024

Anders als erwartet

Die kurze Stunde der Frauen
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Die Themengebiete, die sich die Autorin rausgepickt hat, um die Lebenssituation der Frauen der Nachkriegszeit zu verstehen, fand ich vielversprechend und vielfältig: Vergleiche zwischen den Frauen in Ost- ...

Die Themengebiete, die sich die Autorin rausgepickt hat, um die Lebenssituation der Frauen der Nachkriegszeit zu verstehen, fand ich vielversprechend und vielfältig: Vergleiche zwischen den Frauen in Ost- und Westdeutschland, Mythos der Trümmerfrauen, die Mütter der Verfassung, Erziehung, Ehe, Arbeit, etc.

Ich hätte im Endeffekt aber den Fokus auf weniger Themen und damit mehr Vertiefung in bestimmten Bereichen besser gefunden, vielleicht gerade in denen, die der breiten Masse eher unbekannt sind. Trotzdem waren einige interessante und für mich neue Informationen dabei.

Das Buch enthält außerdem Bilder, die passend ausgewählt sind und etwas Abwechslung reinbringen.

Häufig verwendet die Autorin Tagebucheinträge der Frauen, was zu einem direkteren Einblick in das damalige Leben führt. Teilweise fasst sie diese selbst zusammen und zitiert nicht immer wörtlich, wodurch sich leider auch einige Ungereimtheiten und Logikfehler einschleichen.

Irgendwie hat mir zudem ein bisschen der Zusammenhang und Übergang der einzelnen Kapitel gefehlt. Das Oberthema Frauen in der Nachkriegszeit zieht sich zwar durch das gesamte Buch, allerdings lesen sich die einzelnen Kapitel eher wie eigenständige Essays. Oft werden Informationen wiederholt. Insgesamt wurde für mich das, was der Klappentext verspricht, nicht ganz erfüllt. Gerade die Bezugnahme zu unserem heutigen Leben hat z. B. meiner Meinung nach nicht wirklich stattgefunden, außer in ein paar Zahlenvergleichen.

Außerdem wird die Autorin an manchen Stellen wertend und lässt für ein Sachbuch zu sehr ihre eigene Meinung miteinfließen. Da hätte ich mir mehr Neutralität gewünscht.