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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2024

Ein solider Auftakt mit einem guten Erstkontakt-Szenario

Das Uranus Leuchten
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Der erste Band bot mir ein gutes Erstkontakt-Szenario, wobei es doch eine gute Zeit dauerte, bis das Geschehen in Fahrt kam. Erfahre im Text mehr dazu.

Meine Meinung zum Cover:
Das Cover ist ein richtiger ...

Der erste Band bot mir ein gutes Erstkontakt-Szenario, wobei es doch eine gute Zeit dauerte, bis das Geschehen in Fahrt kam. Erfahre im Text mehr dazu.

Meine Meinung zum Cover:
Das Cover ist ein richtiger Eyecatcher, weil die Elemente und die Farben wunderbar miteinander kombiniert wurden. Die Titelschrift leuchtet einem regelrecht entgegen, was gut zum Titel passt. Der Planet und das Raumschiff symbolisieren einen Moment aus der Geschichte.

Meine Meinung zum Inhalt:
Ich stieg mitten in einer Szene in die Geschichte ein und traf direkt auf den Hauptprotagonisten John Coel. Nach einer kurzen Orientierungsphase fand ich gut in das Geschehen hinein und begleitete Coel durch seinen Tag. David Reimer wählte für dieses Buch einen eher ruhigen Erzählstil mit dem er ausführlich beschrieb. Dabei fand er ein gutes Mittelmaß, sodass es niemals zu viel wurde und die Story dennoch vorankam.

John Coel war kein einfacher Charakter. Ich tat mir lange Zeit schwer mit ihn, weil er ein recht explosives Verhalten an den Tag legte. Außerdem schien er ganz einfach aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Sprich er interpretierte in einen kleinen Moment viel zu viel hinein. Selbstmitleid war auch so eine Sache, die den Mann lange begleitete. Auch ich war der Meinung, dass er für den Vorfall keine Schuld trug, aus dessen Grund er abgesetzt wurde. Dennoch war der Hass auf seinen Nachfolger etwas übertrieben, egal was davor vorgefallen war.

Die ersten ungefähr 84 Seiten spielten auf der Erde. In ihnen wurden u.a. Coels Kommando-Wechsel, der Start der Mission des anderen Teams mit der Aquarius, das Training für seine eigene Mission und die Entdeckung des Signals erzählt. Danach ging es auch für John und seine neue Crew ins Weltall. Die nächsten Kapitel drehten sich um die Mission zum Mars. Nach 120 Seiten kam die im Klappentext beschriebene Wendung. Logischerweise drehte sich der Rest des Buches um die Rettung der Aquarius-Crew und das Uranus-Signal. Mir persönlich war das Erzähltempo etwas zu langsam, obwohl mich die Grundidee begeisterte.

Die Geschehnisse waren klassische Science-Fiction. Es gab mehrere gute Wendungen und einige gefährliche Situationen für alle. Nach und nach wurde mehr herausgefunden. Das Erstkontakt-Szenario verlief anders als erwartet. Überhaupt gab es in Zusammenhang damit einige Geheimnisse, die noch aufgedeckt werden müssten. Besonders ein Crew-Mitglied war mir suspekt, denn etwas schien mit ihm nicht zu stimmen. Oder täuschte ich mich? Mir fehlten noch einige Informationen.

Jedenfalls brachten die Forschungen spannende Abschnitte mit sich, die ich aufmerksam verfolgte. Es ist schwer darüber zu schreiben, ohne ein Wort zu spoilern. Aus diesem Grund verrate ich deshalb nicht mehr viel über die weitere Handlung. Eine bestimmte Entscheidung von Coel bezüglich Aquarius konnte ich nicht nachvollziehen. Die abschließende große Überraschung brachte das letzte Kapitel. Selbst nach dem Beenden des Buches ist mir nicht klar, was ich davon halten soll. Es sind noch viele Fragen offen, die hoffentlich in der Fortsetzung beantwortet werden.

Mein Fazit:
Der erste Band der Reihe enthält einen soliden Auftakt mit einem guten Erstkontakt-Szenario. Das erste Drittel wurde sehr gemächlich erzählt. Danach nahm die Geschichte an Fahrt auf und die Ereignisses geschahen in schnellerer Abfolge. Trotzdem war mir die Erzählweise etwas zu langsam. Die Wendungen im letzten Drittel gefielen mir besonders gut, weil es viele spannungsvolle Momente gab. Mit Hauptprotagonistin John Coel kam ich leider nicht so gut klar. Dennoch hatte ich ein gutes Leseerlebnis und bin neugierig, was noch auf die Protagonisten zukommen wird.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 21.05.2024

Hat mich in vielerlei Hinsicht begeistert

Glimmer – Die Verschollene
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Das Buch begeisterte mich vor allem durch den coolen Weltenbau und die sympathische Ermittlerin. Unten im Text verrate ich dir mehr dazu.

Meine Meinung zur Geschichte:
Bei diesem Hörbuch war der Klappentext ...

Das Buch begeisterte mich vor allem durch den coolen Weltenbau und die sympathische Ermittlerin. Unten im Text verrate ich dir mehr dazu.

Meine Meinung zur Geschichte:
Bei diesem Hörbuch war der Klappentext der Grund, warum ich es unbedingt anhören wollte. Ich liebe es, wenn Ermittlerinnen übernatürliche Fähigkeiten haben. Zudem klang die Idee mit der Alternativwelt vielversprechend. Schnell merkte ich, dass Heather G. Harris einen angenehm lockeren und bildhaften Schreibstil hat. Ich fand mich sofort in ihrer Welt zurecht und begab mich an die Seite von Jinx.

Der Einstieg in die Geschichte war auf der ruhigeren Seite, erst mit der kurze Zeit später folgenden Beauftragung des neuen Falles kam Fahrt auf. Gleichzeitig zeigte sich, wie sich Jinx‘ Gabe äußerte bzw. wie sie diese nutze. Relativ schnell danach machte die Ermittlerin ihre ersten Erfahrungen mit der übernatürlichen Welt. Bei mir löste sie sofort eine große Faszination aus, wodurch ich mehr erfahren wollte. Die Idee zur Alternativwelt wurde von der Autorin gekonnt umgesetzt. Am liebsten wäre ich auch in ihr verweilt.

Der Fall um die verschwundene Studentin wurde mit der Zeit immer komplizierter und vor allem gefährlich. Jinx und ich hatten beide nicht an solche Ausmaße gedacht und waren dementsprechend überrascht. Gleichzeitig fand ich die Wendungen richtig spannend, obwohl ich zwischendurch um das Wohlergehen von ihr bangen musste. Mein Liebling in der Geschichte war übrigens Dogge Gato. Das humorvolle Verhalten war zum Schmunzeln komisch und herrlich süß. Inspektor Stone war mir von Anfang an suspekt. Warum konnte ich lange Zeit nicht sagen. Leider bestätigte sich mein Verdacht gegen Ende der Geschichte. Zu weiteren Protagonisten berichte ich aus Spoilergründen nichts. Schön fand ich, dass Jinx im Verlauf einiges über ihre Eltern herausfinden konnte.

Die Hörzeit verging durch die aufregenden Kapitel wie im Flug. Stone und Jinx kamen der Wahrheit mit jedem Abschnitt weiter auf die Spur. Wir trafen auf andere übernatürliche Wesen und schlossen Bekanntschaften. Was das titelgebende Glimmer ist und welche Rolle es spielt, wurde aufgeklärt. Die letzten Kapitel fand ich besonders gut. Vor allem der finale Showdown hatte es in sich, weil ich bis zum letzten Moment mitfieberte. Was ich vom Epilog halten soll, weiß ich auch lange nach dem Beenden nicht. Allerdings bin ich gespannt, wie es in Band 2 weiter gehen wird.

Meine Meinung zur Sprecherin:
Christina Ann Zalamea ist nicht nur Sprecherin dieses Hörbuches, sondern auch Synchronsprecherin in einigen Disney-Filmen. Ihre Stimme war mir bekannt vorgekommen, doch konnte sie erst nach einer kurzen Recherche zuordnen. Mir hat ihr Vorlesen außerordentlich gut gefallen. Ihre warme und volle Stimme passte hervorragend gut zu Protagonistin Jinx. Für die Hörzeit schlüpfte die Sprecherin in ihre Rolle.

Mein Fazit:
Der erste Band der Reihe hat mich in vielerlei Hinsicht für sich begeistert. Es gab einen grandiosen Weltenbau, eine sympathische Ermittlerin und einen humorvollen Sidekick. Die Story selbst war immer spannungsvoll und mit guten Wendungen gespickt. Auch die Alternativwelt mit ihren übernatürlichen Bewohnern faszinierente mich sehr. Gerade im letzten Drittel fieberte ich am meisten mit, bis das Geschehen in ein actionreiches Finale mündete. Die Sprecherin Christina Ann Zalamea las die Geschichte so gekonnt, dass sie eins mit der Rolle wurde.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 19.05.2024

Spannend und bildreich geschrieben

Feywind (Band 1 der Feywind-Saga)
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Der erste Band der Reihe hat alles, was eine gute High-Fantasy Reihe braucht und bot mir dabei eine aufregende Geschichte. Wie sie mir gefallen hat, erzähle ich dir nachfolgend im Text.

Meine Meinung ...

Der erste Band der Reihe hat alles, was eine gute High-Fantasy Reihe braucht und bot mir dabei eine aufregende Geschichte. Wie sie mir gefallen hat, erzähle ich dir nachfolgend im Text.

Meine Meinung zum Cover:
Auf dem Cover des Buches sind passend zum Genre Fantasy-Elemente zu sehen. Wenn man die Geschichte kennt, weiß man was sie symbolisieren. Die Coverdesignerin schuf ein stimmiges Gesamtbild auf dem man bei näherer Betrachtung immer wieder Neues erkennen kann. Mir persönlich gefällt es durch die harmonische Wirkung sehr.

Meine Meinung zum Inhalt:
Die Geschichte begann mit der Ankunft von Hauptprotagonist Feywind in seiner alten Heimat Waldfelsen, die er wegen seiner Ausbildung verlassen hatte. Peter Hohmann zeigte mir schnell, wie der junge Mann dachte und führte mich in seine Welt ein. Die Erzählweise ist klar, bildhaft und aussagekräftig. Ich fand mich schnell zurecht und begleitete Feywind auf seinen Wegen im Dorf.

Einerseits hatte ich den Eindruck, dass ihm die Ausbildung und die Zeit außerhalb gut getan hatten. Andererseits erkannte ich, dass ihm oft noch das Selbstbewusstsein und innere Stärke fehlten. Trotzdem war er mir sympathisch, weil er nach kurzer Zeit zu handeln begann und sich nicht mehr einschüchtern lassen wollte. Bald darauf nahm das Geschehen Fahrt auf. Feywind fand düstere Wahrheiten heraus, die Lebensgefahr für ihn bedeuteten. Die Inquisition hatte die Menschen im gesamten Land manipuliert und ihr Denken in eine finstere Richtung getrieben. Dann war da auch noch der Fremde, der sich seit ein paar Tagen im Ort befand und der Mord an seinem Vater.

Wenig später geschah etwas, dass für richtig viel Spannung sorgte und der Geschichte eine neue Wendung gab. Ab diesem Zeitpunkt begann sich Feywind im positiven Sinn zu verändern. Seine unverhofften Begleiter mochte ich auf Anhieb. Vor allem der Mann war mir sympathisch, leider kann ich dir aus Spoilergründen nicht mehr über ihn verraten. Die weiteren Kapitel waren nicht nur actionreich, sondern auch sehr emotional bis hin zu totaler Erschöpfung. Irgendwann durfte ich aufatmen und schöne Momente erleben. Sogar für etwas Liebe war Zeit, wenn gleich ich die Entstehung nicht ganz so stimmig empfand. Gleichzeitig wuchs Feywinds Können in Sachen Magie. Sie wurde immer stärker und zeigte, dass noch viel mehr in ihm stecken musste.

Nach und nach wurde mir Wissen über die Welt vermittelt, in der Feywind lebte. Ich erfuhr welche Rolle die Inquisition spielt und dass es Elfen im Land gab, wobei diese sehr zurückgezogen lebten. Dann waren da die Heilerinnen und Heiler bzw. Magierinnen und Magier. Menschen und Elfen sind beide befähigt Magie zu wirken. Außerdem gelangte ich im Verlauf der Geschichte an einen Ort, an dem die Realität verschwamm und ich mir nicht sicher war, ob wir uns im Land der Lebenden oder der Toten befanden.

Mein kleines Highlight war der Schrumpfdrache. Anfangs hatte ich ihn noch nicht auf dem Schirm, doch später wurde er zu einem coolen Sidekick. Irgendwann nahm das Geschehen eine dramatische Wendung. Die Spannung und die Action verdoppelten sich. Kämpfe, Schmerz, Tod und noch viel mehr kamen auf mich zu. Ich fieberte ununterbrochen mit und wollte das Lesen nicht mehr unterbrechen. Feywind fand etwas heraus, das uns beide schockierte, da ich damit nicht gerechnet hatte. Der finale Showdown war heftig, aufreibend und grausam. Gleichzeitig war der Abschnitt voller Intensität. Am Ende musste ich noch einmal schreckliche Ängste durchstehen. Der Epilog gab mir meine Hoffnung zurück und sorgte dafür, dass es keinen schlimmen Cliffhanger gab. Meine Erleichterung war dementsprechend groß.

Mein Fazit:
Der erste Band um Feywind und seine Begleiter wurde von Peter Hohmann spannend und bildreich geschrieben. Nach dem ersten Kennenlernen nahm die Geschichte langsam Fahrt auf, bis es durch ein bestimmtes Ereignis Schlag auf Schlag ging. Neben Charakterentwicklung aufgrund der Ereignisse gab es viele emotionale Momente, die den Protagonisten Tiefe gaben. Mein Liebling war der Sidekick, der so manchen Moment erheiterte. Der Verlauf des Geschehens konnte mich für sich begeistern. Besonders im letzten Drittel fieberte ich richtig mit, weil viel Entscheidenes passierte. Durch erbitterte Kämpfe gab ein schreckliches Blutvergießen, doch gab es trotzdem einen Hoffnungsschimmer. Der Abschnitt war besonders actionreich, wodurch es zu einem doppelt so spannenden Finale kam. Zum Glück wurde im Epilog der drohende Cliffhanger abgewendet. In Summe ist das Buch ein richtiger guter Reihenauftakt.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Veröffentlicht am 17.05.2024

Gut durchdachte Geschichte mit viel Spannung

Nebula Rising 1
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»Code Red« ist ein richtig guter Auftaktband und bot viele spannungsreiche Abschnitte. Im Text erzähle ich dir spoilerfrei mehr über das Buch.

Meine Meinung zur Geschichte:
Ich hatte den ersten Band der ...

»Code Red« ist ein richtig guter Auftaktband und bot viele spannungsreiche Abschnitte. Im Text erzähle ich dir spoilerfrei mehr über das Buch.

Meine Meinung zur Geschichte:
Ich hatte den ersten Band der Reihe bereits im Juni 2019 gelesen. Da es schon knapp 5 Jahre her ist und ich mich nicht mehr an alle Details erinnern konnte, hörte ich mir das Buch als Hörbuch an. Thariot gelang es erneut mich für die Geschichte zu begeistern. Mit seinem klaren und direkten Schreibstil holte er mich zurück in seine Welt.

Erzählt wurde das Geschehen über vier Handlungsstränge, die mehr oder weniger parallel liefen. Stellenweise kamen sie zusammen, bis sie komplett ineinander mündeten. Zudem ist das Buch in fünf Phasen unterteilt. Ich startete mit Kenan, der gemeinsam mit seinen Kameraden einen unbekannten Planteten mit in einem unbekannten System betrat. Kurz darauf wurde eine Kette von weitreichenden Ereignissen losgetreten. Ich mochte den jungen Soldaten auf Anhieb, da er trotz allem seinen eigenen Kopf behielt und nicht allen Befehlen blind folgte.

Special Agent Felicitas Cortez wurde im Draconis Sytem zum Tatort eines Mordes gerufen. Dieser entpuppte sich als weit komplizierter als sie erwartet hatte. Anfangs konnte ich sie schwer einschätzen. Dann merkte ich, dass ihr die Wahrheit enorm wichtig war. Ihr Verstand ist scharf und doch hinterfragte sie ein bisschen zu wenig. Jonah im Keid-System hatte ganz andere Probleme bzw. ging er seinen eigenen Geschäften nach. Der junge Mann ist besserwisserisch und ein wenig arrogant, er geriet immer wieder in brenzlige Situationen, die er wie durch ein Wunder überstand. Unversehens stolperte in den gefährlichsten Auftrag seines Lebens. Immerhin hatte er etwas Unterstützung. Dann wäre da noch Kono, ein durchtriebene KI, die nur auf Erfolg, Macht und Geld aus ist. Ein weiterer Mitspieler war Casper, eine Figur deren Intentionen nicht so einfach nachvollziehbar waren. Selbst nach dem Beenden des Buches war ich mir nicht sicher, was ich von ihm halten sollte. In meinen Augen ist er ein Meister der Manipulation.

Das Geschehen rund um die vier Hauptprotagonistin wurde spannend und aufregend beschrieben. Es gab viele actionreiche Szenen mit Kämpfen um Leben und Tod. Dabei starben auch viele Menschen. Für emotionale Momente war zwischendurch ebenso etwas Zeit. Langweile? Die findest du hier in keiner einzigen Sekunde. Stattdessen fieberte ich fast über die ganze Zeit mit. Es gab nicht wirklich etwas, was ich zu bemängeln hatte. Die Wendungen hatten es oft in sich, wobei mich die Handlungsstränge von Felicitas und Kenan am meisten fesselten.

Gegen Ende wurde es nochmal richtig dramatisch und heftig. Die Ereignisse geschahen Schlag auf Schlag, weshalb ein Atem schöpfen unmöglich war. Kurz war ich gerührt, weil eine Szene sehr emotional war. Das letzte Kapitel gehörte einer weiteren Protagonistin, über die ich dir aus Spoilergründen nicht mehr verraten werde. Jedenfalls ist es ein starker Abschluss des Buches und verspricht spannende Fortsetzungsbände.

Meine Meinung zum Sprecher:
Matthias Lühn konnte mit seinem Vorlesen bei mir punkten und damit ein gutes Hörerlebnis schaffen. Seine Stimme hat einen prägnanten Klang mit dem er meine Aufmerksamkeit auf die Geschichte lenken konnte. Ich musste einzig die Hörgeschwindigkeit höherstellen, weil er mir persönlich zu langsam las, was ich nicht schlimm fand.

Mein Fazit:
Der erste Band der Reihe konnte mich mit einer gut durchdachten Geschichte begeistern. Die Handlung wurde mit spannenden Wendungen und aufregenden Ereignissen gekonnt erzählt. Es gab viele actionreiche Szenen in denen auch um Leben und Tod gekämpft wurde. Trotz einer rasanten Erzählweise bekamen die Persönlichkeiten der Protagonisten durch emotionale Momente ein gewisses Maß an Tiefe. Moral, Gerechtigkeit, Geldgier und Machtbestreben konkurrierten miteinander. Am Ende gab es einen heftigen Showdown, der gefühlstechnisch auf einer neuen Liga lag. Das gesamte Buch hat mir richtig gut gefallen. Das Ende macht Lust auf die Fortsetzungen. Mit Matthias Lühn las ein guter Sprecher die Geschichte.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

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Veröffentlicht am 17.05.2024

Vielversprechender Klappentext, nichts für mich

Strahlendes Eis
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Auf diesen Thriller hatte ich mich durch den vielversprechenden Klappentext sehr gefreut, doch war er nicht das, was ich erwartet hatte. Warum erläutere ich unten im Text.

Meine Meinung zum Cover:
Die ...

Auf diesen Thriller hatte ich mich durch den vielversprechenden Klappentext sehr gefreut, doch war er nicht das, was ich erwartet hatte. Warum erläutere ich unten im Text.

Meine Meinung zum Cover:
Die Covergestaltung passt zum Titel des Buches. Es sieht als würde darauf „strahlendes Eis“ zersplittern, wobei der Farbverlauf etwas für sich hat. Mich hat es angesprochen, weshalb ich mir das Buch näher angeschaut habe.

Meine Meinung zum Inhalt:
Nach dem vielversprechenden Klappentext war ich gespannt, was für eine Geschichte mich erwarten wird. Der Anfang war spannend und versprach mir eine spannende Geschichte. Michael Lüders hat einen guten Schreibstil, mit dem er das Geschehen bildhaft beschreibt. Die Grundidee ließ mich aufmerksam lesen, weil ich alles verstehen wollte.

Anfangs hatte ich Probleme hineinzukommen, weil der Autor innerhalb der Kapitel sehr oft Sprünge zu anderen Personen und Handlungssträngen machte. Es war bald anstrengend den Überblick zu behalten. Ich brauchte tatsächlich mehrere Kapitel bis ich mich einigermaßen daran gewöhnt hatte. Trotzdem mochte ich das, was ich erlebte. Ich wollte erfahren, was damals in der Arktis wirklich geschehen war und warum erneut ein Geheimnis um die betroffene Region gemacht wurde.

Im Mittelteil und der zweiten Hälfte des Buches ging es mit Intrigen, Machtspiele und Lügen hin und her. Ich begann mich mehr und mehr zu langweilen und hoffte, dass endlich entscheidende Ereignisse eintreten werden. Stattdessen ging es weiter hin und her. Es ging um Geld, Einfluss und Vertuschung. Manipulation und Betrug standen an der Tagesordnung – typisch Politik, doch sehr anstrengend. Unter all dem litt die Spannung erheblich, weshalb ich mir nicht sicher war, ob ich es schaffen würde das Buch zu beenden.

Es gab mehrere liebenswerte Protagonistinnen und Protagonisten, die über den Verlauf Sympathiepunkte sammeln konnten. Besonders ein Mann, der damals alles in der Arktis hautnah erlebte, konnte mich für sich einnehmen. Seine Gedanken waren emotional und sein Handlungsstrang war meinem Empfinden nach mit Abstand der Beste. Wobei ich stellenweise auch die Geschehnisse rund um die Klimaktivistin mochte. Mit Sophie konnte ich gar nichts anfangen. Sie war mir zu unnahbar und entfernte sich immer weiter. Überhaupt gab es mit ihr einige Szenen, die ich als unnötig empfand. Da war mir Harald um einiges willkommener, bei ihm gab es mehr Tiefe.

Als das Ende näher rückte dachte ich an ein starkes Finale, weil das Potenzial dazu da war. Leider beinhaltete es weitere Machtspiele und keine wirkliche Auslösung. Mir war es zu offen und nichtssagend. Ich habe aufgrud all dieser Punkte nicht wirklich Lust weitere Bände zu lesen. Denn im Nachhinein fand ich heraus, dass es sich hierbei um den dritten Band einer Reihe handelt. Die Handlung selbst gab nur winzige Hinweise, dass es so ist.

Mein Fazit:
»Strahlendes Eis« enthält eine gute Grundidee im Storytelling. Mich persönlich konnte die springende Erzählweise zu den vielen Personen und Handlungssträngen nicht überzeugen. Die Handlung war geprägt von Intrigen, Machtspielen, Lügen und Betrug – passend für einen Politthriller. Leider nahm das Ganze Überhand und wurde zu einem langatmigen Hin und Her. Stellenweise gab es dann doch ein wenig Spannung, weshalb ich bis zum Ende durchhielt. Das Finale konnte mich ebenso wenig überzeugen, weil das es zu offen und nichtssagend endete.

Ich vergebe 2 von 5 möglichen Sternen!

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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