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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2020

Leichte Kost

Tee? Kaffee? Mord! - Die letzten Worte des Ian O'Shelley
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Diesmal war die Lösung für mich nicht vorhersehbar, wie noch im ersten Band.
Auch dieser Band ist wieder gut geschrieben, aber es gab ein paar Dinge, die mich ein bisschen genervt haben: Louise wurde ...

Diesmal war die Lösung für mich nicht vorhersehbar, wie noch im ersten Band.
Auch dieser Band ist wieder gut geschrieben, aber es gab ein paar Dinge, die mich ein bisschen genervt haben: Louise wurde oft als 'die ältere Frau' bezeichnet.
Da stellt sich mir die Frage: älter im Sinne von: an die 70, oder älter im Sinne von: älter als Nathalie? Warum nicht einfach den Namen nennen?
Davon abgesehen aber wieder unterhaltsame, leichte Krimikost die allerdings in irgendeinem Dorf in Deutschland (zum Beispiel in Bayern) wesentlich besser angesiedelt wäre als in England.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2020

Umterhaltsam

Tee? Kaffee? Mord! - Der doppelte Monet
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Als ich diese Krimiserie kürzlich entdeckte, war ich ein bisschen skeptisch: ein deutscher Autor oder Autorin oder gar Autorenteam sollte einen guten Cozy Crime/Mystery schreiben? Immerhin ist es für mich ...

Als ich diese Krimiserie kürzlich entdeckte, war ich ein bisschen skeptisch: ein deutscher Autor oder Autorin oder gar Autorenteam sollte einen guten Cozy Crime/Mystery schreiben? Immerhin ist es für mich nicht ausreichend, die Handlung nach England zu verlegen, und sich ein englisch klingendes Pseudonym zu geben.

Ich muss gestehen, dass das richtige 'englische Feeling' tatsächlich nicht aufkam, aber der Krimi ist tatsächlich gut geschrieben und unterhaltsam, und darauf kommt es schließlich an. Die Sprecherin war angenehm, so dass ich ein paar unterhaltsame Stunden verbracht habe. Ein bisschen vorhersehbar war die Auflösung schon, aber das ist OK, da es wirklich gut geschrieben ist. Ich hoffe, die Folgebände sind vergleichbar. -

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2019

Gelungene Fortsetzung

Gut Greifenau - Nachtfeuer
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Inhalt:
Die Familie Auwitz-Aarhayn und ihre Bediensteten durchleben die Zeit des ersten Weltkrieges. Aufgrund ihrer Lage geht es ihnen noch vergleichsweise gut, wenngleich sich auch auf dem Gut die Lebensmittelknappheit ...

Inhalt:
Die Familie Auwitz-Aarhayn und ihre Bediensteten durchleben die Zeit des ersten Weltkrieges. Aufgrund ihrer Lage geht es ihnen noch vergleichsweise gut, wenngleich sich auch auf dem Gut die Lebensmittelknappheit bemerkbar macht.

Nikolaus ist im Krieg, Konstantin ist mit einer Verletzung und einer Kriegsneurose auf das Gut zurückgekehrt, Alexander ist aus der Schule zurück, und für Katharina hat sich nichts verändert. Ihre Mutter hält nach wie vor an ihren Heiratsplänen für sie fest.

Einige der Bediensteten wurden eingezogen, die anderen wursteln mehr oder weniger unverändert vor sich hin.

Mit Fortschreiten des Krieges wird die Situation für alle immer bedrohlicher, es gibt aber auch Lichtblicke.

Meine Meinung
Mit ‘Nachtfeuer’ hat Hanna Caspian eine gelungene Fortsetzung der Gut Greifenau-Saga geschrieben.

Die Charaktere entwickeln sich weiter — einige so, wie man es erwartet, andere können überraschen.

Es gelingt Hanna Caspian die Figuren so plastisch darzustellen, dass man mit fiebert.

Man freut sich mit Albert und Wiebke, ist empört und abgestoßen von Feodora, Anastasia, und einigen anderen, empfindet durchaus ein bisschen Schadenfreude für Adolphis, und hofft und bangt besonders für Konstantin und Katharina.

Im Vordergrund steht die Familie mit ihren Bediensteten, aber auch einige Dorfbewohner mischen mehr oder minder kräftig mit.

Alle haben so ihre kleinen oder großen Geheimnisse, und der Krieg ist nicht gerade zuträglich.

Überhaupt ist der erste Weltkrieg sehr gut in die Geschichte eingewoben: er wirkt sich natürlich auf die Geschicke aller aus, steht aber nicht im Vordergrund.

Durch diese Verquickung von Krieg und Familienschicksale bekommt man einen sehr guten Eindruck von den Umwälzungen, die der erste Weltkrieg für das gesamte Land mit sich bringt.

Ich würde den Roman daher nicht unbedingt als historischen Roman einordnen, er ist aber durch den historischen Kontext besonders interessant und vermittelt einen sehr guten Eindruck davon, wie es den Deutschen während des Krieges so gegangen ist.

Das Buch endet mit einem ‘Cliffhanger’, aber da der dritte Band inzwischen vorliegt, kann ich es verzeihen. Ich freue mich schon auf den Abschluss der Trilogie, denn ich muss unbedingt wissen, wie es mit Konstantin und Katharina weitergeht. Können sie dem Schicksal entkommen, das andere für sie vorgesehen haben?

Wer gerne Familiengeschichten liest und auch historisch interessiert ist, dem kann ich diese Trilogie nur ans Herz legen.

Der Schreibstil ist flüssig, und das Buch liest sich so weg, man merkt gar nicht, dass es über 500 Seiten sind.

Und jetzt habe ich eine Verabredung mit der Morgenröte…

Ich möchte mich bei Knaur für das Leseexemplar bedanken, sowie bei Literaturschock und Hanna Caspian für die Lese- und Diskussionsrunde.

Veröffentlicht am 17.01.2019

Großartig

Das Universum für Eilige
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Ich habe das Hörbuch im Original gehört, bin aber sicher, dass Oliver Rohrbeck es wunderbar liest.

Ich bin ein SciFi Fan und liebe zum Beispiel die Star Trek Serien. Als ich dann irgendwann über dieses ...

Ich habe das Hörbuch im Original gehört, bin aber sicher, dass Oliver Rohrbeck es wunderbar liest.

Ich bin ein SciFi Fan und liebe zum Beispiel die Star Trek Serien. Als ich dann irgendwann über dieses Buch gestolpert bin, habe ich es gekauft. Ich habe es zwar nicht eilig, erhoffte mir jedoch ein paar Informationen über das Weltall -- in einer Sprache die ich auch verstehen kann. Das Buch hat diese Erwartungen voll erfüllt. Ich habe eine Menge gelernt. Nicht, dass ich viel davon auf Dauer erinnern werde, aber ich fand es hochinteressant.

Autoren die ihre eigenen Bücher lesen sind oft mit Vorsicht zu geniessen, aber in diesem Fall war es ein Erlebnis. Nicht nur, dass Tyson wusste was er da las, man konnte auch die Begeisterung spüren, die er bei diesem Thema empfindet.


Wenn man schon immer mal wissen wollte was ein Quark ist, was es mit Pulsaren auf sich hat, warum Pluto doch kein Planet ist, oder warum die höchsten Gebirge nicht noch höher sind; oder wer einfach nur gutgemachte, intelligente Unterhaltung möchte, sollte sich die knapp vier Stunden für das Hörbuch nehmen.

Veröffentlicht am 04.01.2019

Ewig leben? Nein Danke!

Ewiges Leben
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Inhalt:


Die Firma Futuria, gegründet mit der hehren Idee das Leben für die Menschheit zu verbessern, Krankheiten auszumerzen, und letztendlich den Menschen zur Unsterblichkeit zu verhelfen, hat sich ...

Inhalt:


Die Firma Futuria, gegründet mit der hehren Idee das Leben für die Menschheit zu verbessern, Krankheiten auszumerzen, und letztendlich den Menschen zur Unsterblichkeit zu verhelfen, hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, und die Ziele haben sich geändert. Dies ist allerdings nicht offensichtlich, offiziell wird weiterhin daran gearbeitet, die ursprünglichen Ziele zu verwirklichen.

Die Journalistin Sophia wird von Futuria engagiert um anlässlich des 20jährigen Firmenjubiläums ein Firmenporträt zu erstellen.


Bei einer Feier kommt es zu einem Zwischenfall, und Sophia und ihr Kollege Borris untersuchen die Hintergründe.


Plötzlich finden sie sich in einem Sumpf aus Intrigen wieder.


Derweil sind Futurias Gegner auch nicht untätig, und alles läuft auf einen großen Showdown hinaus dessen Gewinner nicht feststeht.


Meine Meinung


Mit 'Ewiges Leben' ist Andreas Brandhorst ein großartiger, brandaktueller Thriller gelungen, der es wieder mal schafft heiße Eisen anzupacken und zum Nachdenken anzuregen, ohne dabei zu moralisieren.

Der Spannungsbogen wird konstant aufrechterhalten -- was bei über 700 Seiten eine großartige Leistung ist.


Das Buch liest sich einfach so weg, man merkt die Länge überhaupt nicht, denn die Szenen und Protagonisten wechseln ständig, wobei alle quasi aufeinander zulaufen.


Sympathien und Antipathien die man im Laufe des Buches entwickelt muss man überdenken, denn es ist nicht alles so, wie es scheint.

Technische oder wissenschaftliche Kenntnisse braucht man nicht, um das Buch zu verstehen. Alles wird so erklärt, dass man jederzeit im Bilde ist.


Interessanterweise hat die Wirklichkeit die Fiktion in einigen Bereichen schon eingeholt, was doch irgendwie erschreckend ist.

Natürlich ist uns allen bewusst, dass die schöne neue Welt auch Schattenseiten hat, aber im Allgemeinen verdrängt man das. Im Buch werden wir mit den Schattenseiten konfrontiert und müssen uns damit auseinandersetzen.

Es ist ein tolles Buch, großartig recherchiert, sehr flüssig geschrieben, und absolut empfehlenswert.


Übrigens ist die Hörbuchvariante, gelesen von Richard Barenberg, auch sehr zu empfehlen. Richard Barenberg liest die Geschichte großartig. Leider ist die Kapiteleinteilung des Hörbuches absolut willkürlich, so dass man nicht ohne weiteres zwischen Buch und Hörbuch hin- und herspringen kann.


Vielen Dank an Leserunden.de und Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.