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Veröffentlicht am 11.09.2017

Tolles orientalisches Abenteuer

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
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Mit dem Auftakt zu der Bücherreihe um die "Bibliothek der flüsternden Schatten" ist Akram El-Bahay ein sehr schöner Einstieg gelungen. Wie der Titel verspricht, dreht es sich tatsächlich um eine Bücherstadt ...

Mit dem Auftakt zu der Bücherreihe um die "Bibliothek der flüsternden Schatten" ist Akram El-Bahay ein sehr schöner Einstieg gelungen. Wie der Titel verspricht, dreht es sich tatsächlich um eine Bücherstadt -- und die gefährlichen Geheimnisse die diese in sich birgt.
Das orientalische Flair kommt sehr gut herüber, man fühlt sich ein bisschen wie in 1001 Nacht. Wir lernen diverse Fabelwesen kennen, manche sind gefährlich, andere sind eher hilflos, und gefährdet sind sie alle.

Was mir nicht so gut gefallen hat, sind die Charaktere, bzw deren Entwicklung. Einige sind nicht wirklich glaubwürdig, andere haben viel Potential, werden dann aber mehr oder minder 'fallengelassen' -- möglicherweise, um in einer der geplanten Fortsetzungen eine wichtigere Rolle zu spielen.
Einige Fragen werden geklärt, aber die Art und Weise wie das gemacht wird hat mir persönlich nicht so zugesagt. Irgendwie überschlägt sich am Schluss des Buches alles. Das hält zwar die Spannung hoch, ist aber unbefriedigend gelöst und auch etwas verwirrend. Außerdem bleiben sehr viele Fragen offen, und der zweite Band ist noch nicht einmal geschrieben. Dafür ziehe ich generell einen Stern ab, denn als Solo wäre mir das Ende zu schwach.
Ich habe mich aber trotzdem sehr gut unterhalten, bin abgetaucht in eine orientalische Fabelwelt mit tollen Ideen, und würde das Buch trotz kleiner Schwächen weiterempfehlen, aber vermutlich wartet man besser auf die Fortsetzung bevor man sonst am Ende eine sehr lange Wartezeit hat.
Ich möchte mich ganz herzlich bei Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar sowie für die Leserunde bedanken.

Veröffentlicht am 24.01.2017

Historischer Roman der den Namen verdient hat

Die Tochter des Fechtmeisters
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Inhalt:

In dem Roman: Die Tochter des Fechtmeisters, geht es unter anderem um die verschiedenen Fechtbruderschaften im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, und um die Glaubensstreitigkeiten während ...

Inhalt:

In dem Roman: Die Tochter des Fechtmeisters, geht es unter anderem um die verschiedenen Fechtbruderschaften im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, und um die Glaubensstreitigkeiten während der Herrschaft Kaiser Rudolph II.

Der Weg der Protagonisten führt von Rostock nach Frankfurt und Prag, wo es zum 'Showdown' kommt.

Clarissa ist die Tochter eines bekannten und geachteten Fechtmeisters. Da sie das einzige Kind ist, hat sie frühzeitig fechten gelernt. Damals wurde noch überwiegend mit dem Schwert gefochten, das leichtere Rapier kam erst später auf.

Clarissa muss sich ihrer Haut erwehren als ihr Vater ermordet wird. Sie macht das ganz gut, hat aber auch Hilfe auf ihrem weiteren Weg, der sie letztendlich nach Prag führt, denn sie muss versuchen, den Mord an ihrem Vater aufzuklären. Die Situation ist überall im Reich bedrohlich, denn es ist eine religiöse Verschwörung im Gange, und Clarissa und ihre Freunde sind mittendrin.



Meine Meinung:

Sabine Weiß ist ein großartiger historischer Roman gelungen. Es gelingt ihr meisterlich, die verworrenen politischen und religiösen Verhältnisse der Zeit aufzudröseln und in eine spannende Geschichte einzubinden. So entsteht ein plastisches Bild der Verhältnisse im heiligen römischen Reich des beginnenden 17. Jahrhunderts. Die Charaktere sind durchweg facettenreich, und sie machen eine Entwicklung durch. Natürlich entstehen dabei ein paar Längen, aber ich empfand sie nicht als störend, einzig die ganzen Fechtbegriffe habe ich überflogen, mit denen konnte ich nichts anfangen, aber für jemand, der sich mit der Materie auskennt, steigern sie vermutlich die Authentizität. Die Sprache ist gut, der Schreibstil flüssig. Es gibt ein paar Nebenstränge, wo ich denke, die Autorin ist ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen, und die mich nicht überzeugen konnten, aber insgesamt liegt mit 'Die Tochter des Fechtmeisters' ein Roman vor, der dem Genre 'Historischer Roman' alle Ehre macht, und mir eine Zeit nahe gebracht hat, mit der ich mich vorher nicht wirklich beschäftigt hatte.

Ich kann diesen Roman jedem Liebhaber des Genres sehr empfehlen, und auch wenn man nicht unbedingt ein Freund historischer Romane ist, dürfte man seine Freude daran haben.

Vielen Dank an Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Manuskriptes, und an Sabine Weiß für die Begleitung der Leserunde.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Etwas Haut und viel Wirtschaft

Skin
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Zunächst einmal möchte ich mich bei Bastei-Lübbe für die Leserunde und das Freiexemplar bedanken! Leider entsprach das Buch nicht meinen Erwartungen.

Inhalt:

Christian arbeitet bei einer großen Beraterfirma, ...

Zunächst einmal möchte ich mich bei Bastei-Lübbe für die Leserunde und das Freiexemplar bedanken! Leider entsprach das Buch nicht meinen Erwartungen.

Inhalt:

Christian arbeitet bei einer großen Beraterfirma, und der Druck ist sehr hoch. Als er dann mysteriöse Anrufe und emails bekommt, und diverse Morde entdeckt werden die in Zusammenhang mit Christian und den emails stehen, wird die Situation knifflig bis aussichtslos.

Meine Meinung:

Der Prolog las sich sehr vielversprechend, also freute ich mich auf einen richtig guten Thriller.
Leider kam der erst im letzten Viertel des Buches in Gang, und ohne die Leserunde wäre ich vorher längst ausgestiegen.
Die ersten 100 Seiten waren derart langweilig, dass ich anfing querzulesen. Auch der nächste Abschnitt wurde nicht viel besser, und der Protagonist war so dämlich, dass ich das Buch am liebsten in die Ecke gefeuert hätte. Keine der Handlungen konnte mich überzeugen; der Zusammenhang zwischen Christians Job und der Firma mit der Handlung fehlte fast gänzlich; auch weitere Nebenstränge wurden vermutlich nur im Hinblick auf mögliche Fortsetzungen geschrieben, denn sie hatten mit dem Hauptthema absolut nichts zu tun.
Leider konnte mich keiner der Charaktere überzeugen: Christian war so naiv und dumm dass ich hätte schreien mögen, der Kommissar war auf seine Weise genauso dämlich, der Täter war vollkommen gestört...
In diesem Thriller hat mir alles gefehlt: die Spannung, Protagonisten und Handlung die glaubhaft herüberkommen... Dafür hätte ich tiefe Einblicke in die (Bank)wirtschaft bekommen können, wenn es mich denn interessiert hätte. Es war aber nicht als Wirtschaftsthriller deklariert, und letztendlich war es auch kein Wirtschaftsthriller, aber man hatte das Gefühl, der Autor wollte einen schreiben und hat es sich zum Schluss anders überlegt.
Ich persönlich erwarte von einem Thriller etwas anderes als der Autor hier geliefert hat, deswegen würde ich das Buch nicht wirklich empfehlen. Ich bin aber sicher, dass es genügend Fans gibt, die das ganz anders sehen, und auch den wirtschaftlichen Teil verschlingen.
Wer also kein Problem damit hat, hunderte von Seiten über wirtschaftliche Machenschaften und Philosophien zu lesen (die absolut NICHTS mit der eigentlichen Handlung zu tun haben), der ist mit diesem Roman gut beraten; wer auf einen spannenden Thriller hofft, sollte die Finger davon lassen.

Veröffentlicht am 09.12.2017

Interessante Thematik

The Chosen One - Die Ausersehene
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Das Buch liest sich sehr flüssig. 
Wir werden in eine Welt geführt in der die Regentin diktatorisch das Leben aller Bewohner ihres Landes bestimmt. Da der Großteil der Frauen unfruchtbar ist und die Regentin ...

Das Buch liest sich sehr flüssig. 
Wir werden in eine Welt geführt in der die Regentin diktatorisch das Leben aller Bewohner ihres Landes bestimmt. Da der Großteil der Frauen unfruchtbar ist und die Regentin mit einem gut organisierten Zuchtprogramm dafür sorgt dass die Bevölkerung nicht ausstirbt, regt sich wenig Widerstand, und wo es ihn gibt, wird er drastisch bestraft. 
Skadi ist eine von den Auserwählten die Kinder gebären sollen. Da sie nie etwas anderes gekannt hat, zweifelt sie sehr lange nicht an ihrem Schicksal. Kurz bevor sie das erste mal begattet werden soll macht sie jedoch ein paar Erfahrungen die sie nachdenklich machen. Aufmerksam beobachtet sie daraufhin ihre Umgebung und flieht in Panik.
Sie trifft auf Leute die sie aufnehmen, und eine abenteuerliche Reise beginnt, in deren Verlauf so einiges aufgeklärt wird was man sich das ganze Buch über gefragt hat. 
Die Geschichte hat kleine Schwächen--so wirkt sie insgesamt ein bisschen übereilt, und die Charaktere sind noch nicht richtig herausgearbeitet,
aber da die Charaktere liebenswert sind (natürlich mit Ausnahmen), und die Idee sehr interessant ( die Thematik erinnerte mich an Margaret Atwoods: Der Report der Magd), konnte ich gut darüber hinwegsehen, zumal die Zielgruppe Teenager sind. 

Ich bedanke mich bei Bastei Lübbe für die Leserunde und das Rezensionsexemplar. 

Veröffentlicht am 27.09.2017

Die Macht des Wortes

Bird and Sword
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Durch die Leserunde wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Da ich aber nicht warten wollte, habe ich mir das Buch dann selbst besorgt, besonders, da die Rezensionen doch sehr unterschiedlich waren.
Es ...

Durch die Leserunde wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Da ich aber nicht warten wollte, habe ich mir das Buch dann selbst besorgt, besonders, da die Rezensionen doch sehr unterschiedlich waren.
Es war mein erstes Buch dieser Autorin, und mir hat es gefallen. Die Welt ist interessant, desgleichen die Charaktere. Ich fand es durchaus spannend, aber einiges schien etwas gerafft zu sein.
Die Konflikte wurden auch nicht wirklich gelöst, und auf die Scheinheiligkeit der Bösewichte wurde nicht eingegangen, aber vielleicht ist das auch besser so, könnte es doch ansonsten als moralisierend empfunden werden.
Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt.