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Veröffentlicht am 25.11.2017

Etwas anders als sonst, aber trotzdem fesselnd bis zum Schluss!

Die fremde Königin
1

Bei der Autorin weiß man halt einfach, dass man wieder mal eine großartige Geschichte erwarten darf! Schon der Einstieg hat mich sofort in die historische Zeit versetzt, Spannung erzeugt und ich war mitten ...

Bei der Autorin weiß man halt einfach, dass man wieder mal eine großartige Geschichte erwarten darf! Schon der Einstieg hat mich sofort in die historische Zeit versetzt, Spannung erzeugt und ich war mitten im Geschehen!

Der Schreibstil ist wie immer flüssig und passt wunderbar zur Epoche, ohne übertrieben zu wirken. Erzählt wird aus der auktorialen Perspektive und wechselt dabei zwischen Sichtweisen der Charaktere - hauptsächlich der Königin Adelheid und Gaidemar.

Mit Adelheid bin ich nicht so richtig warm geworden. Was vielleicht auch beabsichtigt war, zumindest wirkt sie auf mich sehr authentisch. Sie ist eben nicht aus dem "einfachen Volk" sondern hat eine gewisse Erziehung genossen, die sie auf ihr "Amt" vorbereitet hat. Dass sie dadurch vieles nicht versteht, was die Sorgen und Nöte der einfachen Menschen betrifft ist also normal, auch wenn sie sie deshalb nicht völlig ignoriert. Aber es ist eben eine ganz andere Welt, als Königin zu leben und ganz andere Verantwortungen zu tragen, da fallen gewisse Entscheidungen nunmal nicht leicht bzw. fallen sie manchmal lieblos aus, weil sie immer "nur" das große Ganze im Auge hat - gefühlskalt könnte man sagen, aber sie hat eben ein ganz anderes Denken aus ihrer Erziehung geprägt. Trotzdem war es nicht so, dass ich sie nicht leiden konnte, sie war eben perfekt in ihrer Position und vor allem immer auf der Seite ihrer Familie.
König Otto mochte ich irgendwie tatsächlich mehr, denn trotz vieler erbarmungsloser Urteile und Vorgehensweisen, hatte er doch das Herz auf dem rechten Fleck.

Gaidemar, er war hier schon der Held der Geschichte, denn trotz zahlreicher Fehlschläge gibt er nicht auf. Sein Ehrgefühl ist ihm heilig und er ist ein typischer Vertreter seines Geschlechts, aber er hat auch weiche Seiten, wenn man es denn so nennen kann und ein für damals ungewohntes Feingefühl.
So schwierig das Leben damals auch war, ich kann mir gut vorstellen, dass die Menschen eben gerade deshalb so wie hier beschrieben oft eben nicht mit dem Schicksal gehadert haben. Sie haben es angenommen - sei es durch ihren Glauben oder innerer Stärke - und haben sich durchgekämpft. Nach vorne zu schauen und nach jedem hinfallen wieder aufzustehen, seine "Ehre" nicht zu vernachlässigen und gleichzeitig auch Empathie zu zeigen, trotzdem aber konsequent zu sein ... ein schweres Los, mit dem wir wohl auch heute noch zu kämpfen haben.

Überhaupt kreiert die Autorin die Charaktere wieder sehr prägnant, was die Handlung sehr lebendig gestaltet. Genauso wie die geschlichtlichen Hintergründe, die gekonnt und anschaulich in Szene gesetzt werden. Ich war keinen Moment gelangweilt und habe jeden Moment mit Spannung verfolgt - es ist sehr abwechslungsreich mit den Entwicklungen der Figuren sowie den Intrigen und Kriegsschauplätzen der damaligen Zeit. Hier gibts dazu natürlich wieder im Nachwort die Infos, aus welchen wahren Überlieferungen Rebecca Gablé ihre Geschichte kreiert hat, was ich immer besonders interessant finde - und es jedes Mal wieder bewundere, wie sie aus diesen wenigen Daten so eine oppulente Geschichte zusammenbasteln kann. Vor allem auch die vielen kleinen Details, die alles authentisch und lebendig wirken lassen.

Besonders interessant ist für mich, wie die Menschen damals gelebt und geliebt haben, denn mit der heutigen Zeit kann man es überhaupt nicht mehr vergleichen. Die Gefühle blieben bei "Die fremde Königin" weitgehend außen vor, wie es damals ja auch üblich war - gerade wenn man ständig den Krieg im Nacken sitzen hat. Aber die Autorin zeigt deutlich, wie sie trotz allem mit ihren Gefühlen umgehen konnten und mussten. Mir kommt es immer so vor, als würde auch in jeder Epoche die Definition von Liebe auf ihre Art neu erfunden bzw. ist sie sowieso für jeden Menschen ganz individuell, auch heute. Und selbst mit ihrer verschlossenen, ruppigen und standesmäßig verbundenen Weise waren es trotz allem tiefe und innige Gefühle, die nur anders gezeigt und ausgelebt wurden. Gerade das wurde hier wieder mal äußerst anschaulich und nachvollziehbar geschrieben.

Vorne im Buch findet man eine wunderschöne Karte des Reiches von König Otto um 962 in Farbe, sowie hinten eine Ahnentafel des Königshauses.

Veröffentlicht am 25.11.2017

Wichtiges und aktuelles Thema gut aufgearbeitet!

Noah
1

Das ist so ein Buch, das mich momentan echt sprachlos macht, während es in meinem Kopf unentwegt rattert und ich am liebsten jeden Menschen darauf ansprechen und sagen möchte: Lies bitte dieses Buch! Ich ...

Das ist so ein Buch, das mich momentan echt sprachlos macht, während es in meinem Kopf unentwegt rattert und ich am liebsten jeden Menschen darauf ansprechen und sagen möchte: Lies bitte dieses Buch! Ich liebe solche Geschichten, die in eine spannende Handlung eine Thematik einbauen, die auf aktuelle Problematiken hindeuten und zum Nachdenken anregen.

Manch einer hat in seiner Rezension geschrieben, dass es zu politisch wäre - aber wenn man sich das Thema anschaut, geht es nicht ohne und Politik an sich kam hier so gut wie gar nicht vor. Oder ich verstehe was anderes darunter; ich weiß es nicht genau ... Der Plan, den Fitzek hier entworfen hat, hat natürlich viel mit den Missständen unserer Erde zu tun und vor allem mit unserem grotesken Verhalten! Darauf hinzuweisen ist in dem Zusammenhang natürlich ein Muss und das mag so mancher vielleicht nicht vor Augen gehalten bekommen. Dabei wurde das ganze sehr geschickt in die Handlung eingewoben, die die Spannung durchweg und konstant hochgehalten hat!

Es sind mehrere Charaktere involviert, aus deren Sichtweise abwechselnd erzählt und so durch kleine Cliffhanger die Spannung hochgehalten wird. Anfangs tappt man wie Noah noch im Dunkeln, aber es zeichnet sich immer mehr durch kurze Blitzlichter ab, was dahinter steckt: Erinnerungen, die Hinweise geben, Zusammenhänge erklären und gleichzeitig neue Fragen aufwerfen. Sebastian Fitzek hat hier wirklich ein großartiges Zusammenspiel zwischen Fakten und Fiktion geschaffen und den Figuren, die hier mehr oder weniger freiwillig eine Rolle spielen, ein persönliches Statement aufgedrückt. Jeder für sich wirkt authentisch und zeigt verschiedene Sichtweisen, die man alle irgendwie nachvollziehen kann.
Einzig die Aufklärung zu den Hintergründen von Noah gegen Ende fand ich schon sehr konstruiert, aber das ist nur ein winzig kleiner Punkt gegenüber dem ansonsten wirklich überzeugenden Werk!

Wichtig sind hier natürlich vor allem die Fragen, die der Autor aufwirft, auch wenn er im Nachwort natürlich unterstreicht, dass es ein "Unterhaltungsroman" ist; nichtsdestotrotz ist es ihm hervorragend gelungen, viele der wirklich grausamen Verhältnisse aufzuzeigen, die tagtäglich auf der Erde passieren: mit uns Menschen, mit den Tieren und mit unserer Umwelt. Wir alle wissen davon, aber wir haben gelernt, wegzuschauen, es nicht zu beachten oder sind einfach hilflos und überfordert, weil man keinen Weg sieht, der woanders hinführt. Weg von einer Zukunft die wir uns alle nicht wünschen, vor allem nicht unseren Kindern, denn der Verbrauch, den wir täglich konsumieren, übersteigt die Ressourcen unserer Mutter Erde schon lange bei weitem!

Massenproduktionen, Verschwendung, überproportionaler Konsum, Wegwerfgesellschaft, Raubbau der Natur, hungernde Kinder, Kriege, Flüchtlinge ... alles Auswirkungen der Überbevölkerung? Prinzipiell ja, aber nicht wirklich, denn der Lebensstandard ist die eigentlich Ursache.


Das Thema spukt mir schon seit Jahren im Kopf rum und ich gebe zu, ich verdränge es auch oft, weil dieses ganze Elend einen runterzieht und man nicht weiß, wie man es ändern kann. Lest dazu bitte auch unbedingt das Nachwort des Autors, denn er erklärt hier einiges zu den Standpunkten, die er in dem Roman eingeflochten hat.
Schaut auch mal bei footprint-deutschland.de vorbei, wie ihr und euer Verhalten sich auf unseren Planeten auswirkt!

Veröffentlicht am 05.03.2019

Einen Tick schwächer als Band 1

Die Stadt der toten Klingen
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"Was ist ein Schwert anderes als ein Weg zum Tode?
Was ist das Leben anderes als der Weg zum Tode?"

Zitat aus
Die Stadt der Toten Klingen von Robert Jackson Bennett

Im zweiten Band der "Göttlichen Städte" ...

"Was ist ein Schwert anderes als ein Weg zum Tode?
Was ist das Leben anderes als der Weg zum Tode?"

Zitat aus
Die Stadt der Toten Klingen von Robert Jackson Bennett

Im zweiten Band der "Göttlichen Städte" steht die Soldatin Turyin Mulagesh im Mittelpunkt. 5 Jahre sind nach der Schlacht in Bulikov vergangen, aber sie kann sich nicht in ihren verdienten Ruhestand zurückziehen, denn der Hafenbau in Voortyashtan hat etwas zutage gefördert, das längst vergessen war und eine Mitarbeiterin des Ministeriums verschwinden lassen, deren Spuren sie nun folgen muss.

Der Autor hat einen sehr intensiven und fesselnden Schreibstil, mit dem er mich wieder total gebannt hat. Während die Stadt Voortyshatan wieder aufgebaut und die Bevölkerung in zivilisiertere Gesellschaftsformen gewandelt werden soll, regen sich uralte Mythen, die in göttlichen Mirakeln zutage treten, ein seltsames Erz wird im Geheimen gefördert und Turyin trifft auf alte Bekannte, die sie nicht alle gerne wieder sieht.


Die Handlung ist dieses Mal durchgehend geprägt von Krieg, Tod und Gewalt, wird aber auch immer wieder von den Feinheiten der Liebe und der Vergebung durchdrungen. Mir war es stellenweise etwas zuviel mit den ganzen Militärstrategien und Gedanken, aber insgesamt gab es viele kleine Nebenhandlungen und Figuren, die die Spannung hoch gehalten und Abwechslung geboten haben. Turyin hab ich ja schon im ersten Band ins Herz geschlossen und hier hat sich jetzt offenbart, was hinter ihrer tragischen Figur steckt.

Vor allem die Welt, die der Autor hier entstehen lässt - ein von toten Göttern verlassenes Volk, ein zaghaftes aufeinander Zugehen zweier sich stets bekämpfender Generationen, eine verblassende Magie und die Anfänge der Technik ergibt eine grandiose und neuartige Mischung in dem Genre. Vor allem auch die Überraschungen am Ende, die nicht immer ein Happy End für alle bereit halten, finde ich gelungen. Insgesamt nicht perfekt, aber eine gelungene Fortsetzung.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Anspruchsvoll anders

Die Stadt der tausend Treppen
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Das Buch hat mich vollkommen überrascht, denn die meisten High Fantasy Romane siedeln sich ja in einer eher mittelalterlichen Welt an - und obwohl es schon einen leichten Flair dieser Atmosphäre hat, spielt ...

Das Buch hat mich vollkommen überrascht, denn die meisten High Fantasy Romane siedeln sich ja in einer eher mittelalterlichen Welt an - und obwohl es schon einen leichten Flair dieser Atmosphäre hat, spielt es in einer Stadt, in der es durchaus fortschrittliche Techniken wie Elektrizität, Telefone, Züge und Autos gibt.
Der Schauplatz ist die Stadt Bulikov, die noch immer sehr unter der saypurischen Invasion zu leiden hat. Den Bewohnern wurde durch die Eroberer jegliche Götteranbetung untersagt, sämtliche Vergangenheit und Zugriff auf geschichtliche Überlieferungen verwehrt. Das führt natürlich zu unterschwelligen aber auch öffentlichen Rebellionen und das Zusammenwachsen der Bevölkerung gestaltet sich als so gut wie unmöglich.

"Nationen haben keine Moral", zitiert Shara ihre Tante, "nur Interessen." S. 187

So kommt es anscheinend auch zu dem Mord an dem berühmten Historiker, der die Botschafterin Shara Thivani auf den Plan ruft. Als Kulturattachée unterwegs hat sie aber einen ganz anderen Hintergrund, der vorerst allerdings noch geheim bleiben soll. Mit ihr zusammen reist ein grober Hüne aus den Nordlanden, Sigrud, der sie vor allem durch seine schlagkräftige Seite unterstützt.
Ich mochte beide Figuren sehr, denn sie sind ungewöhnlich, denn die Klischees die sie bedienen, sind doch eher untypisch in ihrer Umsetzung und ergänzen sich perfekt.

Der Autor schreibt hier im Präsens, woran ich mich erst ein bisschen gewöhnen musste, obwohl das ja in Büchern nicht selten vorkommt. Vor allem aber ist es anspruchsvoll geschrieben und es sind viele Namen und Bezeichnungen von Figuren, Städten und Titel, die man sich verinnerlichen muss. Überhaupt geht es viel um politische Interessen und Gruppierungen, die sehr gut aktuelle Themen widerspiegeln.
Das muss man mögen, aber ich fand es fesselnd geschrieben vor allem auch durch den Mix aus der Ermittlung in dem Mordfall, der Aufdeckung über die Hintergründe des Landes über die alten Götter und ihrer Magie und auch der Charaktere, deren Geheimnisse nur nach und nach ans Licht kommen.

Der Titel mit den tausend Treppen hat mich etwas irritiert, denn ich hatte mir das anders vorgestellt und mir eher viele Verfolgungsjagden oder auch Entdeckungen vorgestellt, die damit zusammenhängen. Es gibt zwar einen Zusammenhang, aber eben anders, als man denkt. Was ja auch durchaus positiv zu sehen ist.

Auch die Magie, die eher eine zurückhaltende Rolle spielt, hat mich fasziniert. Sie ist gekoppelt an die vielen Gottheiten, die früher in einer Art Symbiose mit den Menschen auf dem Kontinent und somit auch in Bulikov existiert haben, doch ihre Vernichtung durch den Kaj vor 75 Jahren hat das Land in tiefe Zerrissenheit gestürzt - wortwörtlich. Die Erklärungen hier sind verblüffend und eindrucksvoll und mit vielen interessanten Ideen gespickt.
Diese beziehen sich auch auf den Glauben und die damit verbundene Lebensweise in der Gesellschaft. Hier findet man viele Paralleln zu uns und Momente, die zum Nachdenken anregen.

"Das kann man nicht vergleichen. Wir entstammen unterschiedlichen Ländern."
"Ich habe noch nie ein Land gesehen. Immer nur den Erdboden unter meinen Füßen." S. 237

Mich hat es jedenfalls sehr begeistert, auch wenn ich anfangs öfters mal etwas angestrengt lesen musste, weil der Autor einen sehr herausfordernden Stil an den Tag legt und man sich in diese Welt erst einfinden muss. Trotzdem war ich immer gepackt und neugierig wie es weitergeht, denn es gibt eine Menge Entwicklungen und Fragen, denen man auf den Grund gehen will.

Ich freu mich jetzt jedenfalls schon sehr auf die Fortsetzung :)

Veröffentlicht am 05.03.2019

Überraschend guter Abschluss

Gezeitenstern-Saga - Der Kristall des Chaos
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Die Idee der Unsterblichkeit in Büchern ist ja nicht neu, hier aber genial verflochten mit den "Gezeiten der Magie", die über einen jahrhundertelangen Zeitraum steigen und fallen. Somit sind diese Unsterblichen ...

Die Idee der Unsterblichkeit in Büchern ist ja nicht neu, hier aber genial verflochten mit den "Gezeiten der Magie", die über einen jahrhundertelangen Zeitraum steigen und fallen. Somit sind diese Unsterblichen bei Flut zwar so mächtig, ganze Länder unterwerfen zu können, bei Ebbe jedoch zu nicht mehr imstande als jeder gewöhnliche Mensch.
Außerdem ist der Gebrauch der Gezeitenmagie ab einem gewissen Punkt nicht mehr kontrollierbar und in der Vergangenheit wurde schon ein paarmal ein "Weltenende" ausgelöst, dass zwar nicht die Welt zerstört hat, aber doch in einer Art Armageddon endete.
Diese Erfahrungen lassen sie vorsichtig handeln, denn auch wenn sie nicht sterblich sind, sind sie doch schmerzempfindlich und wollen schließlich über ein Reich herrschen, in dem es sich auch bequem leben lässt. Deshalb intrigieren sie beim Steigen der Flut, sichern sich die machtvollsten Positionen um auf dem Höhepunkt der magischen Kraft ihre Trümpfe auszuspielen.

Bisher hatten die Unsterblichen auf Amyrantha immer ihr eigenes Süppchen gekocht. Jetzt aber ziehen sich die Fäden zusammen und ein ganze neues Bild entsteht, während die Suche nach dem Kristall des Chaos schnell klarmacht, das einiges mehr auf dem Spiel steht, als jeder von ihnen geahnt hätte.

In den drei vorherigen Bänden hat man viel über die Gezeitenmagie und die Unsterblichen erfahren, doch jetzt, im Abschlussband, gehts ans Eingemachte. Die Autorin gewährt endlich einen Einblick hinter die Kulissen, auf deren Bühne schön langsam der letzte Vorhang fällt. Eine wirklich grandiose Idee, die alle Zusammenhänge gekonnt verknüpft und einen Überraschungseffekt bereit hält, der in einem phänomenalen Finale endet.

Wie auch in den drei Bänden zuvor ist die Schreibweise sehr flüssig zu lesen, verliert sich aber in der ersten Hälfte manchmal etwas in den Details. Da hätte man für mich noch etwas mehr straffen können. Insgesamt entwickelt sich aber alles außergewöhnlich spannend und auch wenn man weiß, welche Ziele verfolgt werden, hatte ich keine Ahnung wie das ganze wohl enden könnte. Alle Figuren finden einen Platz in der Entwicklung und sind bis zum Schluss aktiv am Geschehen beteilgt. Das hat mir sehr gut gefallen, denn man konnte jeden von ihnen von Anfang an begleiten und ihre Geschichte miterleben.
Die Spannung steigert sich gegen Ende jedenfalls immer mehr und verblüfft mit einer wirklich außergewöhnlichen Auflösung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte und die Geschichte perfekt abgerundet hat.

Ich kann die Bücher jedem Fantasy Fan nur ans Herz legen - man fliegt einfach nur so durch die Seiten!