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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2018

Wunderschön!

Das rote Adressbuch
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Dieses Buch erzählt auf wunderschöne Weise die Lebensgeschichte von Doris. Jetzt ist sie über 90 Jahre alt und immer noch hat sie das rote Adressbuch. Sie hat es, als sie 10 Jahre alt war, von ihrem Vater ...

Dieses Buch erzählt auf wunderschöne Weise die Lebensgeschichte von Doris. Jetzt ist sie über 90 Jahre alt und immer noch hat sie das rote Adressbuch. Sie hat es, als sie 10 Jahre alt war, von ihrem Vater geschenkt bekommen. Dieses rote Adressbuch war ein sehr besonderes Geschenk. Bald darauf ist ihr Vater bei einem tragischen Unglücksfall ums Leben gekommen. Damit hat ihre Kindheit ein abruptes Ende genommen. Sie musste die Schule viel zu früh beenden um für den Lebensunterhalt zu sorgen. In diesem Buch lesen wir, was Doris in ihren vielen Lebensjahren erlebt hat. Inzwischen ist es so, dass neben den meisten Namen in dem roten Adressbuch der Vermerk 'tot' steht.

Die Autorin hat es geschafft, dass ich so richtig in die Lebensgeschichte von Doris eintauchen konnte. Es ist eine wunderschöne Geschichte und wunderschön geschrieben. Zum Schluss musste ich dann doch noch ein Tränchen verdrücken.

Veröffentlicht am 23.09.2018

Sehr enttäuschend

Ein Teil von ihr
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Früher habe ich die Thriller von Karin Slaughter sehr gerne gelesen. Sie waren für mich ein Garant für einen fesselnden Thriller. Nun ist es inzwischen schon einige Jahre her, dass ich das letzte Buch ...

Früher habe ich die Thriller von Karin Slaughter sehr gerne gelesen. Sie waren für mich ein Garant für einen fesselnden Thriller. Nun ist es inzwischen schon einige Jahre her, dass ich das letzte Buch von ihr gelesen habe und hatte mich auf diesen neuen Thriller von ihr sehr gefreut, entsprechend war meine Erwartung, die allerdings überhaupt nicht erfüllt wurde.

Im Vordergrund bei diesem Thriller steht Andrea - genannt Andy. Sie sucht die Nähe zu Ihrer Mutter. Vom Wesen her könnten die beiden allerdings unterschiedlicher nicht sein. In einem Lokal entkommen Andy und ihre Mutter Laura bei einer Schießerei nur knapp dem Tod. Laura tötet den jungen Schützen - war es Notwehr?

Das Verhalten von Laura kann nicht nur die eigene Tochter nicht verstehen. Ich als Leserin habe Laura auch nicht verstanden. Neben dem Handlungsstrang, der in Gegenwart erzählt, gibt es einen weiteren, der in den 1980-iger Jahren spielt.

Dem Leser wird zwar in einem gewissen Maße klar, wie diese beiden Handlungsstränge zusammenhängen könnten. Obwohl es zwar "spannende Momente" gab, zog sich das Buch insgesamt mächtig in die Länge. Als ich fast 200 Seiten des Buches gelesen hatte, stellte ich mir die Frage, wann es mit dem packenden Thriller losgeht. Für mein Empfinden ging es nicht mehr wirklich los. Das Buch habe ich durchgelesen, weil ich immer noch hoffte, dass es mich doch noch packt und ich wollte doch auch wissen, wie es ausgeht.

Mir ist meine Zeit sehr wertvoll. Es tut mir an dieser Stelle tatsächlich schon leid, dass ich hier schreiben muss, dass ich es bereue, meine Zeit mit diesem Buch verbracht zu haben, schade!

Veröffentlicht am 19.09.2018

Ein Buch zum Abtauchen

Die Sonnenschwestern
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Nach "Die Reise der Amy Snow" und "Die zwei Leben der Florence Grace" hat mir auch dieses dritte Buch von Tracy Rees sehr gut gefallen. Ihr Schreibstil lädt wunderbar zum Abtauchen ein.

Dieses Buch wird ...

Nach "Die Reise der Amy Snow" und "Die zwei Leben der Florence Grace" hat mir auch dieses dritte Buch von Tracy Rees sehr gut gefallen. Ihr Schreibstil lädt wunderbar zum Abtauchen ein.

Dieses Buch wird in zwei Handlungssträngen erzählt. In der Gegenwart geht es um Nora. In Noras Leben verändert sich kurz vor ihrem 40. Geburtstag gerade alles. Ihren Mann hat sie verlassen un ihren Job gekündigt. Nora und ihre Mutter hatten sich immer sehr nah gestanden, doch auch hier scheint sich eine Distanz aufzutun, für die Nora keine Erklärung hat.

In einem weiteren Handlungsstrang geht es um Chloe in den 1950-iger Jahren. Chloe ist ein junges Mädchen, das auch eine sehr gute Beziehung zu ihrer Mutter hat. Jedes Jahr im Sommer darf Chloe drei Wochen bei ihrer Tante in einem kleinen Dorf am Meer verbringen. Sie genießt die Zeit dort sehr. Gleich im ersten Jahr freundet sie sich mit dem zwei Jahre jüngeren Llew an. Von da an verbringen sie jedes Jahr die meiste Zeit der drei Wochen im Sommer gemeinsam.

Ich persönlich fand des Handlungsstrang von Chloe interessanter. Im Verlauf des Buches erfährt der Leser, wie beide Handlungsstränge zusammenhängen und zum Ende hin verbinden sie sich auf wunderbare Weise miteinander.

Veröffentlicht am 15.09.2018

Ein komplettes Werk vom Spreepark - Plänterwald - vom Rummelplatz zum Lost Place

Rummel im Plänterwald
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Dieses Buch ist ein perfektes Werk. Es vereinigt alles rund um den Spreepark - Plänterwald.


Zunächst einmal begeistert die sehr hochwertige Aufmachung des Buches. Das Titelbild ist perfekt gewählt. ...

Dieses Buch ist ein perfektes Werk. Es vereinigt alles rund um den Spreepark - Plänterwald.


Zunächst einmal begeistert die sehr hochwertige Aufmachung des Buches. Das Titelbild ist perfekt gewählt. Überhaupt befindet sich in diesem Buch umfassendes und sehr faszinierendes Bildmaterial. Mit dem ausführlich und sehr verständlichen Text bietet sich dem Leser ein sehr umfassender Einblick in den Spreepark - Plänterwald.

Das Buch ist chronologisch aufgebaut. Es beginnt mit einer Vorgeschichte, wo es um die Aufforstung des Plänterwalds geht sowie um die Entstehung der ersten Kulturparks. Am 04. Oktober 1969 wurde der Kulturpark Berlin in der Art eines Rummelplatzes im Osten Berlins eröffnet. Nach der Wende wurde er mit der Bezeichnung Spreepark Berlin als Freizeitpark weitergeführt. Im Jahr 2001 musste der Park schließen und er wurde zu einem Lost Place.

Mit den vielen wunderbaren Beschreibungen kann der Leser richtig in die Geschichte des Spreeparks eintauchen. Die Stimmungen werden perfekt rüber gebracht. Der Leser kann förmlich das Juchzen aus der Achterbahn aber auch die traurige Stimmung aus dem Lost Place spüren - das ist den Autoren super gelungen!

Dieses sehr hochwertige Buch habe ich mit Sicherheit nicht nur einmal gelesen. Das ist ein Buch das bleibt und in das man immer wieder gerne hineinschaut.

... einfach ein rundherum perfekt gelungenes Buch zur Faszination Rund um den Spreepark - Plänterwald!

Veröffentlicht am 09.09.2018

Das Leben von Len Howard - ein angenehmer Zeitvertreib

Das Vogelhaus
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Diese Mischung aus Biografie und Roman ist aus der Sicht der fast in Vergessenheit geratenen Vogelkundlerin Len Howard geschrieben.

Zunächst einmal möchte ich erwähnen, dass mich die wunderschöne Gestaltung ...

Diese Mischung aus Biografie und Roman ist aus der Sicht der fast in Vergessenheit geratenen Vogelkundlerin Len Howard geschrieben.

Zunächst einmal möchte ich erwähnen, dass mich die wunderschöne Gestaltung des Buches sehr begeistert hat. Es hat eine angenehme Größe und es ist schon etwas Besonderes, dieses Buch in den Händen zu halten.

Len Howard ist 1894 geboren und wächst in einer gut situierten Familie in England auf. Schon von klein auf hat sie sich für Vögel und ihre Verhaltensweisen interessiert und sie hat sich sehr fürsorglich um sie gekümmert. Len hat eine sehr besondere Art, mit den Vögeln umzugehen. Im Laufe ihres Lebens lernt sie, die Vögel zu verstehen.

Dieses Buch ist insgesamt ein angenehmer und ruhiger Zeitvertreib. Das Geschriebene ist gut verständlich. Allerdings wird einiges nicht klar beschrieben, aber der Leser kann es zwischen den Zeilen lesen.