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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2017

Ein fesselndes Leseerlebnis mit einer unerwarteten Handlung

DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest
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In diesem Buch geht es zum einen um die 15-jährige Katie. Sie reißt von zu Hause, dort wohnen ihre Mutter und ihr Stiefvater, aus. Sie will zu ihrem Vater, der bisher in schwierigen Situation nie für Katie ...

In diesem Buch geht es zum einen um die 15-jährige Katie. Sie reißt von zu Hause, dort wohnen ihre Mutter und ihr Stiefvater, aus. Sie will zu ihrem Vater, der bisher in schwierigen Situation nie für Katie da war. Mit dieser Aktion will Katie eigentlich nur ihrer Mutter eins auswischen. Ganz weit kommt sie allerdings nicht. Ein Mann, der vorgibt Katie zu kennen, packt sie und zerrt sie in sein Auto.

In einer Zeitung schreibt Margot Lewis eine Kolumne mit der Bezeichnung "Dear Amy" und wird damit zur Kummerkastentante. Hauptberuflich arbeitet sie als Lehrerin, sie arbeitet gerne in ihrem Beruf und sie weiß auch, dass sie eine gute Lehrerin ist. Eines Tages erhält sie einen Brief, dessen Empfänger mit "Dear Amy" adressiert ist. Als Absender ist Bethan Avery genannt. Bethan Avery ist ein Mädchen, das vor 20 Jahren verschwand. Von ihr wurde seiner Zeit nur ein Kleidungsstück gefunden. Was / wer verbirgt sich hinter diesen Briefen? Wer ist der Absender? Haben diese Briefe vielleicht etwas mit dem Verschwinden von Katie zu tun? Oder ist das ganze nur ein sehr schlechter Scherz?

Neben ihrem Beruf und dem Hobby mit der Kolumne durchlebt Margot privat gerade eine sehr schwierige Zeit: Ihr Mann hat sich von ihr getrennt und nun steht die Scheidung an.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und das Buch ist insgesamt sehr angenehm zu lesen. Mit der Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, gelingt es der Autorin sehr gut, dass der Leser richtig neugierig auf das weitere Geschehen ist. Ich konnte das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen und musste einfach wissen wie es weitergeht.

Klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 02.04.2017

Ein so wichtiges Thema über das man nicht gerne spricht - das Sterben

Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster
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Es ist ein so wichtiges und unbeliebtes Thema, mit dem sich Susann Pásztor hier auseinandersetzt: der Tod, der in absehbarer Zeit bevor steht. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, dieses schwierige Thema ...

Es ist ein so wichtiges und unbeliebtes Thema, mit dem sich Susann Pásztor hier auseinandersetzt: der Tod, der in absehbarer Zeit bevor steht. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, dieses schwierige Thema in eine sehr gute Geschichte zu bringen. Es macht sehr deutlich, wie schwer oder auch wie einfach der Umgang mit jemandem ist, der weiß, dass er nicht mehr lange leben wird.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen und es ist leicht verständlich. Der Inhalt ist sehr mitfühlend und berührend.

Zum Inhalt:
Fred ist alleinerziehender Vater vom 13-jährigen Phil. Er hat gerade seine Ausbildung zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter beendet. Karla ist die erste Person, die er auf dem Weg zum Tod begleiten wird. Karla hat Krebs und sie weiß, dass sie nur noch ein halbes Jahr oder auch weniger zu leben hat. Allerdings kommen Fred und Karla nicht gut miteinander klar. Fred möchte alles besonders gut machen und tritt dabei auch gerne mal in ein Fettnäpfchen (oder eher ein Fett-Topf).

Karla ist in ihrem gesamten Leben immer ihren Weg gegangen und möchte auch zu ihrem Lebensende sich nicht von jemand anderem etwas sagen lassen - sie ist schon recht eigensinnig. Ganz anders als Fred, kommt sein Sohn Phil bestens mit Karla klar und die beiden werden sich gegenseitig sehr wichtig. Letztendlich profitiert davon auch ein sehr viel besseres Verhältnis zwischen Fred und Phil.

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das führt zu einer sehr nachdenklichen aber auch humorvollen Geschichte zu einem sehr schwierigen und unschönen Thema.

Veröffentlicht am 01.04.2017

Darcey Bell ist ein großartiger Debütroman gelungen

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
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Für mich ist es immer wieder sehr wichtig, wie ein Buch aussieht, wie das Cover gestaltet ist und auch wie sich ein Buch anfühlt. Und das ist bei diesem Buch wunderbar gelungen und stimmig. Das Buch hat ...

Für mich ist es immer wieder sehr wichtig, wie ein Buch aussieht, wie das Cover gestaltet ist und auch wie sich ein Buch anfühlt. Und das ist bei diesem Buch wunderbar gelungen und stimmig. Das Buch hat zudem eine sehr schöne Größe, da habe ich es sehr genossen, das Buch in den Händen zu halten.

Zum Inhalt:
Stephanie und Emily sind sehr gut miteinander befreundet. Ihre gleichaltrigen Söhne sind ebenfalls beste Freunde. Stephanie ist alleinerziehend, ihr Mann hatte vor einigen Jahren einen tödlichen Verkehrsunfall.

Nur ein kleiner Gefallen: Kannst du Nicky von der Schule abholen. Das ist es, worum Emily Stephanie bittet. Für Stephanie ist das überhaupt kein Problem. Es kommt Stephanie nur merkwürdig vor, dass Emily ihren Sohn zur erwarteten Uhrzeit nicht abholt, aber vielleicht hat Stephanie auch nur einfach etwas falsch verstanden. Auch nach mehreren Tagen lässt Emily nichts von sich hören. Inzwischen macht sich auch Emilys Ehemann Sorgen, der zwischenzeitlich auf einer Geschäftsreise war. Emily ist weiterhin nicht erreichbar und bleibt verschwunden. Stephanie und Emilys Ehemann Sean versuchen so gut wie möglich, einen Alltag für Nicky wieder herzustellen, er vermisst natürlich seine Mutter. Dabei kommen sich Stephanie und Sean näher.

Stephanie teilt ihre Erlebnisse um das Verschwinden ihrer Freundin öffentlich in ihrem Mom-Blog. Einige Kapitel bestehen ausschließlich aus Stephanies Bog-Eintrag.

Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Sichtweisen geschrieben, das macht es für den Leser so unheimlich spannend und fesselnd. Der Leser wird so immer wieder in eine andere Richtung geleitet. Insgesamt ist die Handlung absolut anders als erwartet. Der Schreibstil ist sehr flüssig.

Ein fesselndes Buch für spannende Lesestunden!

Veröffentlicht am 19.03.2017

Danke an Sam Pivnik, dass er seine Geschichte in diesem Buch erzählt hat.

Der letzte Überlebende
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Sam Pivnik wurde als Szlamek Pivnik in Polen geboren. In den ersten 13 Lebensjahren konnte er unbeschwert Kind sein. Seine Kindheit endete abrupt mit seinem 13. Geburtstag, das war genau der Tag, als die ...

Sam Pivnik wurde als Szlamek Pivnik in Polen geboren. In den ersten 13 Lebensjahren konnte er unbeschwert Kind sein. Seine Kindheit endete abrupt mit seinem 13. Geburtstag, das war genau der Tag, als die Deutschen in Polen einmarschiert sind, es ist Krieg und das Unheil nimmt seinen Lauf. Das war das letzte Mal, dass Sam seinen Geburtstag gefeiert hat. Sam weiß zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass sein altes Leben für immer verloren ist. Mit 17 Jahren ist er im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, er weiß, dass er sein Liebstes verloren hat: seine Familie. Er weiß auch, dass er stark sein muss, wenn er am Leben bleiben möchte. Mit seinem sehr ausgeprägten Überlebenswillen schafft er das, was unmöglich scheint, er findet einen Weg, dieses Lager lebend zu verlassen und auch danach muss er weiter um sein Überleben kämpfen. Es ist wirklich unglaublich, wie oft Sam dem Todesengel entkommen ist.

Dieses Buch hat mir an so manchen Stellen die Tränen in die Augen getrieben. Denn es ist die wahre Geschichte von Sam Pivnik. Diese sehr klare und verständliche Schreibweise hat mich sehr mitgenommen, es war, als würde Sam gerade jetzt seine Geschichte erzählen.

Dieses Buch - die wahre Geschichte von Szlamek Pivnik - hat mich sehr mitgenommen!

Veröffentlicht am 17.03.2017

Der Wahrheit auf der Spur

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit
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In diesem Buch geht es hauptsächlich um Zoe. Als sie 15 Jahre alt war hat ein Autounfall ihr Leben komplett verändert. Zoe ist sehr begabt und eine leidenschaftliche Klavierspielerin. Für die Schule die ...

In diesem Buch geht es hauptsächlich um Zoe. Als sie 15 Jahre alt war hat ein Autounfall ihr Leben komplett verändert. Zoe ist sehr begabt und eine leidenschaftliche Klavierspielerin. Für die Schule die sie besucht, hat sie ein Stipendium bekommen. Für Zoe ist es an der Schule nicht einfach. Sie findet nur schwer Kontakt zu den anderen Mitschülern. Als Zoe mit ihrer Freundin auf einer Party ist, hat sie die leise Hoffnung, dass sich doch nun einiges zum Guten wenden könnte, doch dann passiert der verhängnisvolle Autounfall. Zoe selber ist das Auto gefahren, obwohl sie keinen Führerschein hat. Ihre drei Mitfahrer haben den Unfall nicht überlebt. Zudem wurde festgestellt, dass Zoe alkoholisiert war. Zoe wird verurteilt.

Drei Jahre später führt sie ihr "zweites Leben". Die Mutter hat sich inzwischen von Zoes Vater getrennt und hat wieder geheiratet. Die Familie wohnt in einer anderen Stadt, wo man die Vergangenheit von Zoe und ihrer Familie nicht kennt. Die Familie besteht aus Zoe, ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und dessen Sohn und Grace, dem Baby ihrer Mutter und ihres Stiefvaters. Alles scheint in Ordnung, bis eines Tages bei einem Klavierkonzert von Zoe und ihrem Stiefbruder der Vater eines bei dem Autounfall verstorbenen Mädchens aufsteht und Zoe schwer beschuldigt. Genau in dieser Nacht wird Zoes Mutter zu Hause tot aufgefunden.

Das Buch erzählt eigentlich nur an dem Abend des Konzertes und den darauffolgenden Tag. Die einzelnen Kapitel werden aus Sicht der unterschiedlichen Familienmitgliedern erzählt. Durch diese unterschiedliche Sichtweise kommt eine ganz besondere Spannung auf, die bis zum Schluss erhalten bleibt.