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Veröffentlicht am 15.09.2016

Bittersweet-Bittersüss!

Bittersweet
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Mabel Dagmar wird von Genevra Katherine Winslow, genannt Ev, zu einem glamourösen Empfang der Collegepräsidenten anlässlich des 18. Geburtstags von Ev eingeladen. Sie kann es kaum glauben. Ev kommt aus ...

Mabel Dagmar wird von Genevra Katherine Winslow, genannt Ev, zu einem glamourösen Empfang der Collegepräsidenten anlässlich des 18. Geburtstags von Ev eingeladen. Sie kann es kaum glauben. Ev kommt aus einer wohlhabenden Familie, während Mabel quasi ein Nichts ist. Für Mabel wird mit der Einladung ein Traum war. Ev, die mitunter auch sehr großzügig sein kann, lässt sogar extra ein Kleid für Mabel anfertigen.
Aber es kommt noch besser. Ev bietet ihr an den Sommer mit ihr in Winloch, dem Ferienort der Familie in Vermont zu verbringen. Dort gibt es für sie beide sogar ein eigenes Haus - Bittersweet, wo sie gemeinsam den ganzen Sommer allein sein können.
Dort wird Mabel mit der gesamten riesigen Familie Winslow und deren Traditionen im Ferienort konfrontiert. Es scheint ihr so erstrebenswert und sie würde so gerne dazu gehören. Darum hat sie auch ständig Angst zurück geschickt zu werden.
Sie lernt einige Familienangehörige besser kennen und wird geschickt von ihnen manipuliert. Sie soll die dunklen Geheimnisse der Winslows herausfinden. Dann würde sie das Haus von Indo - Evs Tante - erben. Auch wenn da der Gedanke ist, dass es bestimmt nicht klappt mit dem Haus, lässt sie sich trotz allem auf das Aufspüren der Geheimnisse ein. Ev, die eigentlich Zeit mit ihr verbringen will, hat selbst plötzlich ganz andere, eigene Pläne und lässt Mabel im Stich. Im Gegenteil sie benutzt Mabel als Alibi und trifft sich lieber heimlich mit ihrem Freund.
Da Mabel also sowieso den Tag über allein ist, lässt sie sich auf die Spurensuche ein. Hilfe und Unterstützung erhält sie von Galway, dem Bruder von Ev. Gemeinsam versuchen beide hinter die Geheimnisse der Familie zu gelangen und kommen sich dabei auch noch näher.
Und da ist so einiges an Ungereimtheiten, was ihnen auffällt. Es ist wie beim Stochern ins Wespennest, sie setzen mit der Suche Ereignisse in Gang, die wahrscheinlich nie passiert wären. Und auch in dieser Familie ist vielmehr im Argen, als man am Anfang gedacht hätte. Je tiefer man eindringt, umso größer wird das Entsetzen.
Vielmehr will ich gar nicht erzählen. Ich glaube, da sollte sich jeder selbst ein Bild machen.
Mich hat das Buch absolut begeistert. Es ist der Autorin gelungen auf eine sanfte Art und Weise viel Spannung zu erzeugen. Man ahnt beim Lesen ja nicht, wo es hingeht. Im Nachhinein hatte ich während des Lesens auch beim mir das Gefühl, irgendwie manipuliert zu werden. Die Spannung und die eigene Lust auf die Lösung der Geheimnisse wurden beim Lesen derart gesteigert, dass ich eigentlich keine Lust hatte, das Buch aus der Hand zu legen.
Umso erstaunlicher dann das Ende. Die Spannung, die sich während des Lesens fortwährend steigerte, fand ihren Höhepunkt. Das Ende war dann trotzdem anders als erwartet - obwohl, was hatte ich denn erwartet? Letztlich hat mir das Ende gefallen und ich war sehr zufrieden.
Eine klare Empfehlung an alle - dieses Buch lohnt sich zu lesen. Es ist anders als andere Familiengeschichten, weil hier die Rätsel und Familiengeheimnisse von einer völlig unbeteiligten Person gelöst werden. Darum macht es vielleicht noch viel mehr Spaß das Buch zu lesen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannend bis zum Schluss

Wundmal
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Schon der Anfang hat es in sich. Wir werden mit dem Mord an der alten Frau Lasarew und ihrem erwachsenen Enkel konfrontiert. Beide wurden vor ihrem Tod auch noch bestialisch gefoltert. Kurze Zeit später ...

Schon der Anfang hat es in sich. Wir werden mit dem Mord an der alten Frau Lasarew und ihrem erwachsenen Enkel konfrontiert. Beide wurden vor ihrem Tod auch noch bestialisch gefoltert. Kurze Zeit später die nächste Entdeckung. Bei einem tödlichen Autounfall entdecken die Ermittler im Kofferraum des Autos blutige Folterwerkzeuge. Es wird der Ermittlerin Jennifer Leitner und dem Staatsanwalt Oliver Grohmann, die gemeinsam ermitteln, schnell klar, dass hier beide Fälle unmittelbar im Zusammenhang stehen. Es wird noch merkwürdiger als herauskommt, dass die 85jährige Galina Lasarew im organisierten Verbrechen tätig war und dass der Mord an ihr und ihrem Enkel ein Auftragsmord war.
Während der Suche nach dem Mörder erfahren wir als Leser etwas über Sasha, seine Kindheit und dass er offensichtlich etwas mit den Morden zu tun hat.

Und wir werden mit der deutschen Ermittlungsarbeit im organisierten Verbrechen konfrontiert. Hier agiert ein unsympathischer Ermittler, dem die Opfer und die Aufklärung relativ egal sind. Ihm geht es darum, die großen Fische zu fangen. Die am Rande geschehenen Morde sollen zugunsten der großen Ermittlungen eingestellt werden.

Ab hier wird das Lesen dann richtig spannend, denn Jennifer Leitner und Oliver Grohmann wollen den Fall und alles was damit zusammenhängt aufklären. Dafür überschreiten sie ihre Befugnisse, umgehen die Regeln und ermitteln am Rande der Legalität. Dadurch erhält die Handlung zusätzliche Spannung und Dramatik. Die Ereignisse überschlagen sich und es wird immer aufregender.

Auch zum Ende gelingt Saskia Berwein ein fulminantes, nicht vorhersehbares, extrem spannendes Finale. Hier hat die Autorin ja noch einmal richtig Haken geschlagen. Es sind Dinge passiert, mit denen ich nie gerechnet hätte. Meine Gedanken haben sich gerade zum Schluss hin überschlagen, wer denn nun der Täter sein könnte.

Das war mein erstes Buch von Saskia Berwein und es gibt bereits 3 Bücher zu den Ermittlern Leitner und Grohmann. Das ich diese bis jetzt noch nicht kannte, war dem Lesegenuss nicht abträglich. Im Gegenteil hier besteht für mich absoluter Nachholebedarf!

Ich vergebe für diesen Krimi 5 ausgezeichnete Lesesterne. Ein fesselndes, spannendes Buch und das bis zum Ende. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Beängstigendes Szenarium, spannend bis zum Schluss

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken
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Sandra ist Therapeutin und lebt mit ihrem Mann Ben und ihrer Tochter Ivy in einem wunderschönen, einsamen Traumhaus mitten in der Natur. Alles ist perfekt und doch hat Ivy das Gefühl, dass ihre Mutter ...

Sandra ist Therapeutin und lebt mit ihrem Mann Ben und ihrer Tochter Ivy in einem wunderschönen, einsamen Traumhaus mitten in der Natur. Alles ist perfekt und doch hat Ivy das Gefühl, dass ihre Mutter ihr etwas verheimlicht.
Alles könnte so schön sein und doch stehen an diesem Tag plötzlich zwei Männer in ihrem Haus und bedrohen Sandy und ihre Familie. In der Annahme, dass beide Männer nur weitere Ausrüstung für ihre Flucht benötigen, fällt auch die Gegenwehr nur sehr spärlich aus. Auch Ivy ist keine Hilfe. Sie ist oben in ihrem Zimmer und scheint von allem gar nichts mitzubekommen. Doch die Situation eskaliert. Ben liegt schwerstverletzt im Keller, der Hund ist eingesperrt und auch Ivy kann keine Hilfe mehr holen, sie wurde entdeckt.

Und da ist Barbara. Sie liebt ihren Nicky über alles. Die Liebe geht so weit, dass sie sich jeglichen Erziehungsmaßnahmen verweigert, in der Annahme, dass ihr Sohn hochbegabt sei und deshalb nicht immer so reagiert, wie die Umwelt es von ihm erwartet. Ihre gesamte Aufmerksamkeit konzentriert sich auf ihren Sohn. Sie wird dann doch ungewollt mit dem zweiten Kind schwanger. Ihr Tochter Cassandra hat einen schweren Stand in der Familie. Die Mutter beachtet und liebt sie nicht, der Bruder quält sie auf grausame Art und Weise. Unterstützung erhält sie nur vom Vater, doch der ist selten da.
Was, wie und warum die beiden Erzählstränge zusammen kommen, lest es selbst.

Jenny Milchman hat hier einen extrem spannenden Thriller geschrieben. Gekonnt wechselt sie in der Erzählperspektive von Vergangenheit und Gegenwart und bringt so die Geschichte voran. In ihrer sprachlichen Ausdrucksform schafft sie es das Psychoduell zwischen den Protagonisten immer wieder auf den Punkt zu treiben. Bereits im ersten Moment der Bedrohung wird schnell klar, dass kann nur ein Albtraum sein. Jedoch setzt sich die unterschwellige Bedrohung, trotz einiger Hoffnungsmomente, fort und mündet in einem atemberaubenden, überraschenden Finale. Letztlich kann ich sagen, das ich echt erleichtert darüber war, als es dann zu Ende war.

Hier von mir eine klare Leseempfehlung an alle Thrillerfans und verdiente fünf Lesesterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Langatmiger Krimi mit dann doch spannendem Ende

Brennender Midi
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Ein spektakulärer Flugzeugabstoß im kleinen Örtchen Lancon in der Provence zum Ende der Sommerferien bringt den ganzen Ort durcheinander. Den Absturz kann sich niemand erklären. Der Pilot sollte am nächsten ...

Ein spektakulärer Flugzeugabstoß im kleinen Örtchen Lancon in der Provence zum Ende der Sommerferien bringt den ganzen Ort durcheinander. Den Absturz kann sich niemand erklären. Der Pilot sollte am nächsten Tag sein Abschlusszeugnis erhalten, er hatte die dreijährige Ausbildung bei der Armee so gut wie abgeschlossen. Die Armee möchte den Fall am liebsten intern klären. Jedoch Capitaine Roger Blanc glaubt nicht einen einfachen Absturz. Während der Recherchen findet Blanc einige Merkwürdigkeiten aus dem Leben des Piloten heraus. Wie konnte er sich ohne finanzielle Unterstützung eine eigene Wohnung leisten und dieses auch noch mit der teuersten Technik ausstatten? Und dann gibt es im Olivenwäldchen, wo auch das Flugzeug abgestürzt war, bereits den nächsten Toten.

Capitaine Blanc und sein Team ermitteln in einem Sumpf aus Korruption. Und es ermittelt auch noch die Anti-Terror-Einheit. Keine Behörde arbeitet mit der anderen zusammen, im Gegenteil, jeder ermittelt für sich und versucht so den Fall zu lösen. Bis der Fall gelöst wird, ziehen sich die Ermittlungen mitunter recht zäh hin. Letztlich gelingt es Cay Rademacher dann jedoch zum Schluss mit einem echten Endspurt alle noch offenen Fäden zusammen zu führen und den Fall aufzuklären. Jedoch lest es selbst.

Dieser Krimi dominiert mit seine anschaulichen Beschreibungen der Provence und der dort lebenden Menschen mit ihren Eigenheiten. Gerade diese Eigenheiten erschweren die Ermittlungen ungemein. Und das hat es mir als Leser auch mitunter sehr schwer gemacht in der Handlung zu bleiben. Irritierend kam dazu, wenn der Autor mit einer Regelmäßigkeit französische Floskeln und Redewendungen mit in den Text einfließen ließ. Ohne Übersetzung war es mir mitunter schwer hier den Zusammenhang zu erschließen.

Der Krimi hat mich nicht überzeugt. Ich habe mich phasenweise schwer getan mit dem Lesen, das wirkliche spannende Ende hat mich dann doch ein wenig versöhnt.

Ich vergebe für diesen Krimi drei Lesesterne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Warum verschwinden Menschen spurlos?

Wald der Toten
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Fran Lovey, Schwesternschülerin am Brighton General Hospital, ist verschwunden. Das heißt, so richtig verschwunden ist sie eigentlich nicht. Sie meldet sich bei Chris ihrem Exfreund per SMS, dass sie später ...

Fran Lovey, Schwesternschülerin am Brighton General Hospital, ist verschwunden. Das heißt, so richtig verschwunden ist sie eigentlich nicht. Sie meldet sich bei Chris ihrem Exfreund per SMS, dass sie später kommt. Tage später die nächste Meldung, in der sie Chris Bescheid gibt, dass es ihr gut geht und sie bald nach Hause kommt. Für die Polizei ist es zunächst ein Routinefall einer jungen Frau, die einfach mal für eine Zeit aus ihrem gewohnten Leben ausgebrochen ist. Lediglich Chris und auch die Familie von Fran ist überzeugt, dass sie gegen ihren Willen festgehalten wird. Und es wird noch ominöser. Fran fängt an sich telefonisch meist bei Chris zu melden. Aber ihre Stimme wird immer schwächer. Miriam Beckett, eine junge Detektivin, gibt sich mit dem lapidaren Erklärung der Polizei nicht zufrieden und beginnt intensive Recherchen.

Warum ist Fran verschwunden? Warum ruft sie immer wieder ihre Familie an? Vor allem, warum ruft sie meist bei Chris an, obwohl sie doch einen neuen Freund hat? Warum meldet sie sich nie bei ihm? Gibt es überhaupt noch eine Chance für Fran?

So viele Fragen stellen sich beim Lesen - und sie werden natürlich alle wunderbar beantwortet, wenn man das Buch gelesen hat. Das macht im Übrigen die Spannung dieses Buches auch. Diese Katz- und Mausspiel mit dem man als Leser konfrontiert wird. Oft weiß oder ahnt man als Leser mehr als die Polizei und hofft, dass diese dann auch irgendwann die richtigen Schlüsse ziehen wird.

Wen es interessiert, was mit Fran Lovey passiert ist, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. Ein spannender Krimi den ich mit drei Lesesterne bewerte.