„Barbie - in real Life“ ist ein unterhaltsamer Bildband, der wohl vor allem echte Barbie-Fans überzeugt.
In dem quadratischen Format findet man allerlei Fotos der beliebten Puppe. Das Besondere daran ...
„Barbie - in real Life“ ist ein unterhaltsamer Bildband, der wohl vor allem echte Barbie-Fans überzeugt.
In dem quadratischen Format findet man allerlei Fotos der beliebten Puppe. Das Besondere daran sind die nachgestellten realen Szenen in zum Teil realistischen Settings. Die Puppen wurden so platziert, als würden sie miteinander interagieren und Ähnliches. Passend zum Bild gibt es dann noch einen kurzen Erklärtext. Die Bilder entstammen einem beliebten Instagram Account. Niedlich ist, dass die Accessoires, Kleidung, etc. wirklich sehr nah an der Realität dargestellt sind.
Um ehrlich zu sein, ist mir die Zielgruppe, was das Alter betrifft, etwas unklar. Am Ende soll es wohl wie schon gesagt Barbie-Fans ansprechen, egal welchen Alters. Die ikonische Puppe ist ja schon lange nicht bloß ein Spielzeug. Insgesamt ist dies ein Bildband, der beim Durchblättern Spaß macht. Einige Bilder und Texte sind zudem sehr humorvoll. Uns gefällt das Buch gut!
Die Plätze auf der "Arche Boa" sind gegrenzt, also müssen sich die Tiere bewerben, um mit an Bord gehen zu können. Sie sollen in einer Aufführung zeigen, weshalb sie unbedingt gerettet werden sollen.
Die ...
Die Plätze auf der "Arche Boa" sind gegrenzt, also müssen sich die Tiere bewerben, um mit an Bord gehen zu können. Sie sollen in einer Aufführung zeigen, weshalb sie unbedingt gerettet werden sollen.
Die Geschichte thematisiert die Folgen des Klimawandels aus der Perspektive von unterschiedlichen Tieren. Bei den Auftritten kommen sie zu Wort und berichten, was mit ihrem Lebensraum passiert und weshalb sie wichtig für das Ökosystem sind. Die Erzählweise ist in sinnvollen Reimen, die sich flüssig lesen lassen. Der Ton ist ernst, manchmal sogar rau, doch meiner Ansicht nach sehr passend, wenn man es im Kontext sieht. So wird schon für kleine Leser und Leserinnen deutlich, weshalb es so wichtig ist, Tiere und die Umwelt zu schützen.
Zusätzlich zu den sehr gelungenen Reimtexten ist das Buch wunderschön illustriert. Wir haben jedes Mal große Freude beim Lesen. Insgesamt ein wirklich stimmiges Buch, das altersgerecht wichtige Botschaften transportiert.
Kai erwacht ohne Erinnerung, als eine Diebin über ihr gebeugt ihr Amulett und Kleidung stiehlt. Sie verfolgt sie, möchte unbedingt ihr Schmuckstück zurück und landet in einem abgelegenen Dorf.
Der Plot ...
Kai erwacht ohne Erinnerung, als eine Diebin über ihr gebeugt ihr Amulett und Kleidung stiehlt. Sie verfolgt sie, möchte unbedingt ihr Schmuckstück zurück und landet in einem abgelegenen Dorf.
Der Plot der Geschichte klang total vielversprechend und auch die ersten Seiten starten schon mal gut. Die Protagonistin versucht verzweifelt herauszufinden, wer sie eigentlich ist und was mit ihr passiert ist. Die Handlung beginnt spannend und actionreich. Das lässt für mich jedoch irgendwann stark nach und ich hatte echt Probleme mich in diese Welt hineinzufinden. Die Autorin beschreibt das vom Tod gezeichnete Dorf sehr bildlich, nämlich vor allem als ekelerregend, übelriechend, faulig, stinkend, usw. Auch auf die Dorfbewohner treffen diese Attribute zu, zudem sehen sie auch noch aus, als würden sie bereits verwesen. Anfangs war das noch okay für mich, doch als mir klar wurde, dass dies das Worldbuilding dieses Romans sein soll, konnte ich mich gar nicht damit anfreunden. Die faulig riechende Diebin entpuppte sich als eine der wesentlichen Nebenfiguren, was noch dazu kommt.
Ich hatte ständig ein gewisses Ekelempfinden beim Lesen, was mir den Spaß extrem verdorben hat. Auch der Slow Burn Trope hat mir absolut nicht gefallen. Jadon ist natürlich der einzige Mensch im Dorf, der weder stinkt noch am Verwesen ist, nein, er ist der schönste Mann überhaupt. Die Flirtversuche beginnen früh und sind unpassend und viel zu holprig. Konnte mich gar nicht überzeugen.
Insgesamt habe ich mich sehr durch das Buch quälen müssen. Selten habe ich so lange für eines gebraucht. Das Worldbuilding war überhaupt nicht mein Fall und auch die Charaktere überzeugen mich nicht. Schade!
Es ist 2014, Lucy studiert und wohnt in Berlin. Sie hat den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen, doch dann schickt sie ihr nach Jahren das alte Klavier aus der Kindheit. Lucys Mutter nutzt auf der Absenderadresse ...
Es ist 2014, Lucy studiert und wohnt in Berlin. Sie hat den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen, doch dann schickt sie ihr nach Jahren das alte Klavier aus der Kindheit. Lucys Mutter nutzt auf der Absenderadresse den Mädchennamen ihrer Großmutter. All das wühlt die junge Frau auf, sodass sie auf die Suche nach ihren Wurzeln geht.
"Die Summe unserer Teile" ist eine Geschichte über familiäre Konflikte, die über Generationen bestehen und weiter gegeben werden. Die Handlung wird aus drei Perspektiven und erzählt - Lucy, Daria und Lyudmila, jeweils in einer anderen Zeit und einem anderen Ort. Nach und nach wird das Leben jeder Frau greifbarer genau wie die problematischen Mütter-Töchter-Beziehungen. Man merkt, welche Narben Flucht und Unterdrückung im Leben von Lyudmila und Daria hinterlassen haben und wie auch Lucy noch mit den Traumata ihrer Mutter und Großmutter zu kämpfen hat.
Die Geschichte ist insgesamt emotional erzählt. Manches Mal fehlt jedoch etwas, die Lücken können nicht ganz geschlossen werden. Die Handlungen der Figuren bleiben stellenweise unklar und wenig nachvollziehbar. Mein Eindruck ist, dass die Geschichte noch mehr Erzählzeit gebraucht hätte. Alle Handlungsstränge vollständig zusammenzuführen erscheint mir auf 250 Seiten kaum möglich. Daher einen kleinen Abzug für ein sonst sehr gelungenes Buch.
Wanda ist alleinerziehende Mutter und lebt mit ihrer 5-jährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock einer Berliner Platte. Sie ist mit ihrem Leben dort nicht zufrieden, stattdessen jagt sie ihrem Traum ...
Wanda ist alleinerziehende Mutter und lebt mit ihrer 5-jährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock einer Berliner Platte. Sie ist mit ihrem Leben dort nicht zufrieden, stattdessen jagt sie ihrem Traum hinterher, eine ernsthafte Rolle als Schauspielerin zu ergattern.
Die Autorin erzählt in rauer Sprache, wie Wandas Leben im Plattenbau aussieht. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund, bedient sich bewusst gewisser Klischees, indem sie vielerlei Familienkonstellationen in der Platte beschreibt. Man merkt, dass das Absicht ist, denn das Spiel mit Stereotypen regt zum Nachdenken an. An Wandas Erlebnissen, insbesondere mit ihrer Tochter, zeigt sich, welche soziale Ungerechtigkeit Menschen wie ihnen widerfährt: ist man einmal scheinbar ganz unten, so wird man verurteilt und nicht ernst genommen. Was wie bei Karlie fatale Folgen haben kann. Die Erzählung löst eine gewisse Beklemmung aus und man empfindet plötzlich dieselbe Wut wie Wanda.
Bis hierhin war ich begeistert von dem Buch. Dann allerdings entwickelt sich die Story in eine Richtung, die zunehmend unrealistisch wird. Der Sprachstil erschien mir zu Beginn noch grandios, doch im weiteren Verlauf kamen durch die wenigen Dialoge Lücken auf, was es mir schwer machte, einen richtigen Zugang zu Wanda zu finden.
Wanda schafft es irgendwann, in die Welt der Stars einzutauchen und verliert damit immer mehr an Glaubwürdigkeit. Plötzlich nervt es, dass sie ihre Nachbarn nicht bei bei ihrem Namen anspricht ("Aylins Mutter") oder deren Verhalten verurteilt - dabei ist es doch genau das, worunter sie leidet. Dass andere Menschen ihr Leben bewerten. Wanda will nicht zu diesem Milieu dazugehören, was erst mal einmal nachvollziehbar wird, weil sie die Klischees ja selbst verinnerlicht hat. Allerdings stellt sie sich ständig so dar, als wäre sie etwas Besseres. Als würde das glanzlose Leben noch auf sie warten, was sie höchst unsympathisch wirken lässt. Gerade im letzten Abschnitt spitzt sich diese Unglaubwürdigkeit immer weiter zu.
Was will die Autorin mit ihrer Geschichte denn nun sagen? Wo ist plötzlich die Gesellschaftskritik hin, die zu Beginn doch so groß war? Am Ende kann man wohl die Botschaft des Buches deuten, wie man möchte, zufriedenstellend ist es jedoch für mich nicht.
Insgesamt bin ich daher leider enttäuscht von dem Buch, das wirklich sehr stark angefangen hat, dann aber irgendwie für mich den roten Faden verloren hat.