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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2020

Einblick in die Welt von morgen

Tagesschau und Co. - Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen
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Inhalt:
Wie werden eigentlich die Nachrichten ausgewählt und gemacht, die wir täglich sehen und hören?

Den ganzen Tag über passieren überall auf der Welt Abertausende von interessanten Dingen – und nur ...

Inhalt:
Wie werden eigentlich die Nachrichten ausgewählt und gemacht, die wir täglich sehen und hören?

Den ganzen Tag über passieren überall auf der Welt Abertausende von interessanten Dingen – und nur ganz wenige davon finden ihren Weg in Nachrichtensendungen oder -berichte. Wer wählt sie aus? Wie werden sie bearbeitet? Stimmt eigentlich immer alles, was die Nachrichtensprecher sagen? Und was passiert, wenn es Pannen im Studio gibt? Das sind einige der Fragen, die in diesem Kindersachbuch ab 10 Jahren beantwortet werden - altersgerecht geschrieben und mit vielen Illustrationen, Fotos und Faktenkästen aufgelockert.

Persönliche Meinung:
Der Lesererhält einen tiefen Einblick in die Welt der Nachrichten. Einfach erklärt, so dass Kinder es gut verstehen können. Durch viele Illustrationen und Fotos werden Vorgänge in Redaktionen verdeutlicht und mit Interviews von bekannten Personen im Fernsehen gespickt. Die leichte Sprache ist verständlich und erklärt komplizierte Inhalte kinderleicht. Mich hat fasziniert wie die Nachrichtensender an ihre Informationen kommen und welche Rolle das Internet für die Verbreitung dieser spielt. Die Aufmachung ist interessant und ansprechend, da es bunt ist und es viel auf den Seiten zu entdecken gibt. Infoboxen, Illustrationen und Fotos sprechen das Auge an und transportieren dadurch viele nützliche Informationen. Themen wie Fake News, Auswahl der Nachrichten, Arbeit der Moderatoren in den Fernsehstudios und vieles mehr, ergeben einen Eindruck von der Pressewelt und wie der Weg dorthin verlaufen kann. Sehr informativ und anregend. Nicht nur für die Kleinen. Wenn es so ein Buch auch über Politik und die Parteien in Deutschland existieren würde, währe es einfacher eine gute Wahl zu treffen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2020

Kleider machen Geschichte

Die Kleider der Frauen
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Klappentext:
Als 1940 die Deutschen Paris einnehmen, wird die Haute-Couture-Schneiderin Estella in eine Mission der Résistance verwickelt, bei der sie dem geheimnisvollen Alex begegnet. In letzter Sekunde ...

Klappentext:
Als 1940 die Deutschen Paris einnehmen, wird die Haute-Couture-Schneiderin Estella in eine Mission der Résistance verwickelt, bei der sie dem geheimnisvollen Alex begegnet. In letzter Sekunde verhilft Estellas Mutter ihr zur Flucht, und sie gelangt nach New York – mit nicht mehr in der Tasche als einem goldenen Kleid und einem Traum: sich als Designerin in der von Männern beherrschten Welt der Mode einen Namen zu machen. Und dann steht sie auf einmal Alex gegenüber, der mehr über das Schicksal ihrer in Frankreich gebliebenen Mutter weiß, als er preisgeben will.

Protagonisten:
Estella ist eine junge Frau mit Träumen und einem großen Wunsch. Sie will die Modewelt erobern und es den Männern zeigen. Sie zeigt viel Stärke, da sie sich um 1940 ständig behaupten muss. Sie findet Freunde und versucht ihrer Neugier über Alex nachzugehen.
Fabienne ist Estellas Enkelin und erbt ihr Modeimperium. Dadurch entdeckt sie auch ein lang gehütetes Familiengeheimnis. Sie wirkt so stark wie ihre Oma und muss sich ebenfalls behaupten.

Schreibstil:
Einfach und verständlich. Schnell zu lesen und eine angenehme Sprache.

Fazit:
Die Atmosphäre des Buches ist sehr greifbar und der Leser kann sich gut in die Zeit einfühlen. Die Charaktere sind sympathisch und man kann mit ihnen den Lebenswandel der Zeit erleben. Mir hat an manchen Stellen ein wenig die realitätsnähe gefehlt. Die Figuren wirkten manchmal ein wenig zu konstruiert. Die Modewelt hingegen kommt sehr gut zur Geltung. Daher ein 3,5 Sterne Roman.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2020

Folge der Melodie

Die Dunkelheit der Drachen
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Klappentext:
Ein Schwarm Drachen greift das berüchtigte Gefängnis Tiviscan an, um den Rattenfänger von Hameln zu vernichten. Skrupellos hatte er Menschenkinder und Drachenkinder mithilfe einer magischen ...

Klappentext:
Ein Schwarm Drachen greift das berüchtigte Gefängnis Tiviscan an, um den Rattenfänger von Hameln zu vernichten. Skrupellos hatte er Menschenkinder und Drachenkinder mithilfe einer magischen Melodie entführt. Der gerade erst verurteilte Flötenschüler Flick nutzt den Tumult bei dem Angriff und flieht. Mit sich trägt er ein dunkles Geheimnis: Nur er weiß, dass die erzürnten Drachen den Falschen getötet haben und der Rattenfänger weiter sein Unwesen treibt. Unterstützt von einer sprechenden Ratte und einem abgestürzten Drachengreif macht sich Flick auf eine gefährliche Reise, um dem Rattenfänger für immer das Handwerk zu legen.

Protagonisten:
Flick ist sehr klug für sein alter und ich frage mich, was ihn so besonders macht. Vielleicht erfährt man im nächsten Band mehr von seiner Vergangenheit, denn er hat mehr als Talent fürs Flöten. Rena ist ein freches Mädchen und man hofft als Leser auf ihre Befreiung vom Fluch. Obgleich sie als Ratte sehr sympathisch erscheint. Braver ist ebenfalls ein interessanter Charakter, der eine schwere Bürde zu tragen bekommt und man hofft darauf, dass es ihm gelingt.

Sprache und Schreibstil:
Die Sprache ist sehr Kindgerecht, allerdings ist der Inhalt an manchen Stellen fast schon grausam, auch wenn sie gut ausgehen. Es werden Begriffe aus der Zeit verwändet, was die Szenerie noch authentischer macht. Der Leser wird mitgerissen, da die Sprache wie eine Melodie sich aufbaut und die Spannung unterstützt.

Fazit:
Mich hat der erste Teil sehr gefesselt. Ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen, da es so spannend war. Es ist definitiv eher für Kinder ab 12, denn ich habe mich als Erwachsener an manchen Stellen echt gegruselt. Die mittelalterliche und historische Atmosphäre war packend und es gab einige emotionale Momente. Der Waisenjunge Flick, das Rattenmädchen und der Drachengreif sind fantastische Protagonisten und ihre Freundschaft ist sehr berührend. Sogleich ist die Vermischung von Märchen und Fantasygeschichte sehr authentisch gelungen. Ich bin gespannt auf Teil 2.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2020

Das Geheimnis aus der Tiefe

Das Evangelium der Aale
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Ein zuteil biographischer Roman, mit philosophischen und biologischen Aspekten über den Aal. Patrik Svensson erzählt von seiner Kindheit, wie er mit seinem Vater Zeit beim Aalangeln verbrachte. Dabei werden ...

Ein zuteil biographischer Roman, mit philosophischen und biologischen Aspekten über den Aal. Patrik Svensson erzählt von seiner Kindheit, wie er mit seinem Vater Zeit beim Aalangeln verbrachte. Dabei werden seine Kindheitserinnerungen mit Informationen vom Aal verknüpft.
In den Kapiteln wird von Aristoteles über Siegmund Freud, bis hin zum Christentum und dem Klimawandel berichtet. Der poetische Schreibstil führt den Leser durch die Jahrhunderte und erstellen ein Bild von wissenschaftlichen und sachlichen Daten über den Aal und der Umgang des Menschen mit der Natur und seiner Gesellschaft.
Man erfährt nicht nur etwas über das Leben an der schwedischen Aalküste, sondern auch über den Menschen, die Psychologie und wird zum Denken angeregt.
Mir haben die Gedanken und philosophischen und psychologischen Anregungen gefallen und der Schreibstil führte flüssig durch die Kapitel.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2020

Familie

Die Bagage
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Klappentext:
Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die Bagage. Es ist die Zeit des ersten Weltkriegs und Josef wird zur Armee ...

Klappentext:
Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die Bagage. Es ist die Zeit des ersten Weltkriegs und Josef wird zur Armee eingezogen. Die Zeit, in der Maria und die Kinder allein zurückbleiben und abhängig werden vom Schutz des Bürgermeisters. Die Zeit, in der Georg aus Hannover in die Gegend kommt, der nicht nur hochdeutsch spricht und wunderschön ist, sondern eines Tages auch an die Tür der Bagage klopft. Und es ist die Zeit, in der Maria schwanger wird mit Grete, dem Kind der Familie, mit dem Josef nie ein Wort sprechen wird: der Mutter der Autorin. Mit großer Wucht erzählt Monika Helfer die Geschichte ihrer eigenen Herkunft.

Protagonisten:
Da es ein biographischer Roman ist, ist es schwer über die Erzählerin und die Hauptperson Maria zu schreiben. Es steht mir nicht zu, über einen anderen Menschen zu richten, daher werde ich nur meine Eindrücke wiedergeben: Ich glaube, dass Maria eine starke Frau war. Es wurde oft betont, wie hübsch sie war, weswegen ihre anderen Charakterzüge ein wenig untergingen. Für ihre Verhältnisse schien sie sehr gebildet zu sein. Gerne hätte ich noch mehr Facetten von ihr kennengelernt, als dass sie „nur“ schön war. Es erscheint mir immer ein wenig seltsam, wenn gefühlt alle Männer auf eine Frau stehen und keinen Respekt vor einer verheirateten Frau und ihrem Ehemann haben. Man könnte Maria Schwäche unterstellen, aber ich kann nicht beurteilen, wie es für sie in den Zeiten des Krieges ihren Mann war.

Sprache und Schreibstil:
Der schlichte Schreibstil hat den Leser mit auf das Land in die Welt der Bagage mitgenommen und bildlich das ärmliche Leben wiedergespiegelt. Die Beschreibungen der Menschen waren ein wenig zu seicht und ließen diese farblos und zumeist belanglos erscheinen. Daher konnte kaum eine emotionale Tiefe entstehen.

Fazit:
Mich hat dieser biographische Roman in eine andere Zeit entführt. Die Probleme der Menschen damals, sind vergleichbar mit Erlebnissen von vielen Kindern in den Generationen später. Maria erschien mir manchmal als zu äußerlich perfekt. Es war für mich nicht immer verständlich, warum sie in gewissen Situationen so gehandelt hat, wie sie es tat. Es ist zudem eine echt tragische Generationengeschichte, in der kaum jemand zufrieden war oder überhaupt überlebt hat. Alle schienen Schwierigkeiten mit Beziehungen gehabt zu haben und erschienen mir zutiefst unglücklich. Es ist durchaus ein Werk, das man lesen sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere