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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2025

Ein humorvoller Blick auf gruselige Tiere

Das Lexikon gruseliger Tiere
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Wer sich schon immer gefragt hat, warum uns bestimmte Tiere einen Schauer über den Rücken jagen, findet in Das Lexikon gruseliger Tiere eine unterhaltsame und informative Antwort. Das Buch, das humorvoll ...

Wer sich schon immer gefragt hat, warum uns bestimmte Tiere einen Schauer über den Rücken jagen, findet in Das Lexikon gruseliger Tiere eine unterhaltsame und informative Antwort. Das Buch, das humorvoll illustriert ist, nimmt einige der gefürchtetsten Kreaturen der Erde unter die Lupe und zeigt, dass ihr gruseliger Ruf nicht immer gerechtfertigt ist.

Die Texte sind in einer einfachen, direkten Sprache verfasst und stecken voller lustiger Fakten, die selbst eingefleischte Tierliebhaber überraschen werden. Man erfährt beispielsweise, dass ein Gelber Mittelmeerskorpion im Dunkeln leuchtet , Flusspferde mit Kot geheime Botschaften übermitteln und junge Grizzlys auf Bäume klettern können. Die Zeichnungen sind verspielt und witzig, was dem ernsten Thema der gefährlichen Tiere eine lockere Note verleiht. Sie zeigen unter anderem einen Grizzlybären, der sich als "Teddy giganticus" vorstellt und einen Seeleoparden, der eine Brille nicht tragen kann, weil ihm die Ohrmuscheln fehlen.

Es hat uns wirklich Spaß gemacht das Buch und die darin vorgestellten Tiere zu entdecken. Ich persönlich hätte mir noch ein Bild von dem echtem Tier gewünscht.

Veröffentlicht am 10.09.2025

Das düstere Geheimnis der Flüsterflammen

Whisperwicks – Die Suche nach den Flüsterflammen
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Das Buch entführt uns in die fantastische Welt von Winkelwald und erzählt die Geschichte von Edwid Cotton, einem Jungen, der ein dunkles Geheimnis aufdeckt.

Alles beginnt mit einem mysteriösen ...

Das Buch entführt uns in die fantastische Welt von Winkelwald und erzählt die Geschichte von Edwid Cotton, einem Jungen, der ein dunkles Geheimnis aufdeckt.

Alles beginnt mit einem mysteriösen Riss in der Wand von Edwids Schlafzimmer. Dieser Riss, aus dem eine kalte, flüsternde Stimme dringt, behauptet, ein Opfer des Kinderbuchautors Olfred Wicker zu sein, der die Ideen anderer stiehlt und sie dann in den Mauern der Stadt einsperrt. Edwid, der die Wahrheit herausfinden will, beschließt, Olfred Wickers Haus aufzusuchen, um einen Schlüssel zu finden, der das Wesen in der Wand befreien soll.

Auf seiner Mission wird Edwid mit unvorhergesehenen Herausforderungen konfrontiert. Er muss sich nicht nur an seinem misstrauischen Vater Hansel vorbeischleichen , sondern auch an seiner Zwillingsschwester Elizabella, zu der er eine zunehmend angespannte Beziehung hat. Trotz Edwids Versprechen, ihr alles zu erzählen, wenn er zurück ist, lässt er sie schweren Herzens zurück.

Das düstere, unheimliche Setting des Buches, insbesondere in Olfred Wickers Haus, schafft eine beklemmende Atmosphäre, die hervorragend zur Geschichte passt. Die Wendung am Ende des ersten Kapitels, als Edwid eine schockierende Wahrheit über das Wesen in der Wand erfährt, ist ein echter Schocker. Es macht Lust auf mehr und lässt den Leser gespannt zurück.

Der Autor baut von Beginn an eine dichte Spannung auf, die durch die gut ausgearbeiteten Charaktere und die mysteriöse Handlung bis zum Schluss erhalten bleibt. Wer Fantasiegeschichten mit dunklem Geheimnis mag, wird dieses Buch nicht aus der Hand legen können.

Veröffentlicht am 10.09.2025

Eine Geschichte über zwei Leben in Kopenhagen

Copenhagen Cinnamon 1. Delicate
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"Copenhagen Cinnamon" von Stefanie Neeb nimmt uns mit auf eine Reise in das bunte Kopenhagen und erzählt die Geschichten von Mads und Jonna, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam zu haben scheinen. ...

"Copenhagen Cinnamon" von Stefanie Neeb nimmt uns mit auf eine Reise in das bunte Kopenhagen und erzählt die Geschichten von Mads und Jonna, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam zu haben scheinen. Das Buch beginnt sofort mit einem Blick in ihr Leben und wir werden schnell in die Handlung hineingezogen.

Mads kümmert sich um seinen Opa Knud und hat mit seiner Vergangenheit zu kämpfen. Seine Schuldgefühle sind fast greifbar und man spürt, wie sehr ihn das belastet. Auch wenn die Handlung rund um ihn und seine Affäre Stina auf den ersten Seiten etwas erotisch ist, wird schnell klar, dass es um tiefere Gefühle geht. Mads' Hingabe für seinen Opa und seine inneren Konflikte machen ihn zu einer interessanten Figur.

Jonna steht unter dem Druck, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und die Kanzlei zu übernehmen. Sie hat aber andere Pläne: Sie möchte Tischlerin werden. Die Auseinandersetzung mit ihrem Vater ist sehr emotional und zeigt, wie weit er geht, um sie zu kontrollieren. Die Entdeckung der Absprache zwischen ihrem Vater und seiner Sekretärin Rosa ist ein echter Schock und lässt uns mit Jonna mitfühlen.

Die Autorin schafft es, uns die Protagonisten sehr nahe zu bringen. Man fragt sich, wie sich die Wege von Mads und Jonna kreuzen werden, denn ihre inneren Kämpfe und die Themen Familie, Selbstfindung und der Mut, eigene Wege zu gehen, sind miteinander verbunden. Der Schreibstil ist direkt und emotional, und das Buch lässt uns gespannt auf mehr zurück.

Veröffentlicht am 10.09.2025

Pageturner

My Haunted Heart – Ich sehe dich
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Dieses Buch ist definitiv ein Pageturner, aber man sollte die Triggerwarnung ernst nehmen. Schon der Prolog, aus der Sicht eines heimlichen Beobachters geschrieben, zieht einen sofort in die ...

Dieses Buch ist definitiv ein Pageturner, aber man sollte die Triggerwarnung ernst nehmen. Schon der Prolog, aus der Sicht eines heimlichen Beobachters geschrieben, zieht einen sofort in die Geschichte hinein. Man ist sofort gefesselt und möchte wissen, wer dieser Mann ist und wen er da beobachtet. Die Protagonistin Flora wird gleich im ersten Kapitel als herzensgute, aber auch sehr zurückhaltende Person vorgestellt, die den Tod ihrer geliebten Großmutter betrauert. Sie scheint in ihrem kleinen Ort namens Bishop’s Hope festzustecken. Man hat das Gefühl, dass ihre Welt sehr klein geworden ist und der Brief, den sie erhält, scheint die einzige Chance auf Veränderung zu sein.

Parallel dazu lernt man Sawyer kennen, der auf der Suche nach etwas oder jemandem ist und in dem gleichen Ort landet. Seine innere Zerrissenheit und die Dämonen, mit denen er kämpft, sind sehr deutlich spürbar und machen ihn zu einem faszinierenden, aber auch beängstigenden Charakter. Die Begegnung der beiden – die keine echte Begegnung ist, weil Sawyer sie nur beobachtet – ist sehr fesselnd und löst in ihm eine starke Reaktion aus, weil er sie für seine Fehler verantwortlich macht. Er ist überzeugt, dass es für ihn kein Happy End geben wird. Die Art und Weise, wie die Autorin die Gedanken von Flora und Sawyer gegenüberstellt, ist sehr gut gemacht.

Ein wirklich vielversprechender Auftakt, der neugierig auf mehr macht.

Veröffentlicht am 11.08.2025

Ein Krimi, der unter die Haut geht

Schwüre, die wir brechen
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Der Roman zieht einen sofort in ihren Bann und lässt einen so schnell nicht wieder los. Schon die ersten Seiten entführen den Leser in eine schwedische Winternacht im Jahr 1980, in der ein Frachter ...

Der Roman zieht einen sofort in ihren Bann und lässt einen so schnell nicht wieder los. Schon die ersten Seiten entführen den Leser in eine schwedische Winternacht im Jahr 1980, in der ein Frachter nach einem Ruderausfall eine Brücke rammt, die daraufhin einstürzt. Was als technischer Defekt vermutet wird, entpuppt sich schnell als viel größere Tragödie. Ein Lotse beobachtet entsetzt, wie mehrere Autos in die Tiefe stürzen, bevor die Straße abgesperrt wird. Die Ungereimtheiten des Unglücks lassen ihn für den Rest seines Lebens nicht mehr los: Es wurden sieben Autos gezählt, aber nur sechs geborgen.

Dieser ungelöste Fall wird zum Ausgangspunkt einer grausamen Mordermittlung in der Gegenwart. Die Kommissare Svea Karhuu und Jon Nordh aus Malmö werden zu einem Tatort gerufen, der nichts für schwache Nerven ist: Auf einem Boot im Kanal wird die Leiche eines Mannes gefunden, dem der Kopf abgetrennt und durch den Kopf eines Krokodils ersetzt wurde.

Die Charaktere haben mich sofort "abgeholt". Svea Karhuu ist ehrgeizig und neugierig, während ihr erfahrener Kollege Jon Nordh versucht, den Fall loszuwerden, weil er eine tiefe Abneigung gegen solche psychopatischen Taten hat. Er hat Angst, dass der Fall ihn innerlich zerreißen wird, wie es in der Vergangenheit schon anderen Kollegen ergangen ist. Dazu kommen persönliche Probleme, die ihn belasten, wie der tragische Tod seiner Frau und seine Rolle als alleinerziehender Vater.

Die Mischung aus einem ungelösten historischen Unglück und einem grausamen Mordfall in der Gegenwart hat mich sehr angesprochen, aber ich möchte nicht zu viel verraten.